Suche: Datenchaos aufräumen&vernünftige Strategie Datensicherung für "Normalos"(NAS?)

SSDrocks

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Hey all, hoffentlich erschlage ich euch jetzt nicht mit zuviel Text!

Ich bin auf der Suche nach einer Strategie zur Lösung meines Daten-Chaos und einer Backup-Strategie für die Zukunft. Erstmal die Ausgangslage:

Früher habe ich mich nicht mit Strategien zur Datensicherung auseinandergesetzt, sondern habe Fotos, Dokumente etc. einfach komplett auf externe Festplatten verschoben. Mittlerweile habe ich 4 Festplatten, auf welchen verschiedene Versionen gleicher und verschiedener Ordner sind. Grund war jeweils Faulheit, das Backup richtig einzusortieren, bzw. nach dem einsortieren zu löschen.
Das geht schon damit los, dass ich meinen "Dokumente" auf dem Desktop Home-PC habe und den gleichen Ordner auf meinem Laptop für unterwegs. Da sind die Dateien nie auf demselben Stand und das hin- und her- Geschiebe sorgt früher oder später zwangsläufig für lückenhafte Bestände auf beiden PCs.

Ziel ist, Alle meine Daten zusammenzuführen und mit einer sinnvollen und angemessenen Strategie in Zukunft zu sichern, sowie auf den beiden Rechnern aktuell zur Verfügung zu haben.

Mein Plan wäre: In vermutlich wochenlanger Arbeit alle Daten aufzuräumen und zu einem "aktuellen Komplettbestand" zusammen zu führen. Dieses dann auf eine NAS mit 2 Festplatten im ausfallsicheren RAID-Verbund ziehen. Zugriff wäre dann mit den beiden Rechnern möglich (und optimaler Weise mit dem Android Phone, genauer S3). Desweiteren würde gesuchte Backup Strategie meine Daten regelmäßig auf der NAS sichern.
Meine Frage ist nun: Gibt es Möglichkeiten, einem Datenchaos wie meinem anders Herr zu werden als manuell alles aufzuräumen und zusammen zu führen?

Als NAS käme für mich bisher nur "D-Link DNS-320L ShareCentre Cloud" in Frage mit zwei Festplatten. Alternativen habe ich bisher keine entdeckt, mit Synology oder Qnap kommt man direkt in finanzielle Sphären die mir zu viel wären. Ich möchte ja auch keinen Hardsore-Highspeed-Server mit 4 Festplatten und 2 extra Sicherungsplatten, die in verschiedenen Abständen als Backup dienen und hochsensible Daten speichern (HD-Streaming bräuchte ich z.B. garnicht). Ich brauche einfach nur eine vernünftige Lösung gegen Datenverlust im privaten Rahmen, und ich denke da ist so ein zwei-Platten-System mit entsprechender Strategie eine bombensichere Sache!?!

Ich würde mich sehr über Tipps und Gedankenanstöße "erfahrener Datensicherer" freuen. Auch Hinweise geeigneter Seiten zur Einarbeitung ins Thema Datensicherung für private Normal-Nutzer wären fein, das Thema ist so riesig und geht schnell in eine zu professionelle Richtung, die einfach zu viel wäre.
 
N'abend,

dir wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als dein Chaos einmalig per Hand zu beseitigen und alle Ordner bzw. Daten abzugleichen. Es existieren zwar einige Programme dafür, das Ergebnis ist aber nicht das gleiche.
Persönlich sichere ich alle Daten meiner Apple-Geräte (automatisiert) auf einer Time Capsule und die Daten meiner Windows-Maschine "per Hand" auf zusätzlichen Festplatten.
Datensicherung ist vielen Nutzern bis zum ersten Ausfall einer Festplatte eine eher abstrakte Angelegenheit... aber aus Fehlern zu lernen ist oft die beste Art zu lernen.
 
Dein Plan ein NAS als zentralen File-Server einzusetzen ist sehr logisch und richtig.
Im Rahmen der Datenmigration kannst Du gleich eine Bereinigung der Daten durchführen.
Also zuerst einen Plan machen für die zentralen Verzeichnisse und Strukturen.

Das NAS sollte ein Mindestmaß an Performance und Ausstattung haben.
Schaue Dir einmal das Qnap TS-412 an und dazu noch mit einer externen Festplatte direkt am NAS angeschlossen zur Datensicherung.

Das Netz sollte Gigabit-Ethernet-Standard haben.

Wer hier am falschen Ende spart, implementiert den Frust.

PS: Nichts gegen das DLINK-Teil, aber ein richtiges NAS wird das nie.
 
Du bist in die richtige Richtung unterwegs. Du musst zuerst den Datenbestand konsolidieren.

Software kann dir da nicht viel helfen - bestenfalls unterstützen. Es ist einfach schwer zu erkennen was doppelt ist und was nicht. Auf Basis der Namen kannst du nicht zwingend gehen und Dateigrößen helfen auch nicht sonderlich viel. Man könnte auf Basis von Größe und Datum Entscheidungen treffen, aber das trifft eben nur halbwegs geordnete Strukturen.

Ich würde für sowas vermutlich einen neuen Ordner anlegen, wo der aktuelle Datenbestand abgelegt wird. Die Daten würde ich über einen speziellen Dateiexplorer wie z.B. Total Commander oder ähnliches konsolidieren. Solche Dateimanager verfügen häufig über Features um doppelte Dateien auf Basis des Namens oder ähnliches zu erkennen. Die jeweiligen Unikate werden dann in den neuen Ordner verschoben. Mit ein bisschen Übung sollte das relativ fix gehen d.h. Tage anstatt Wochen.

Als NAS würde ich eines mit drei Slots empfehlen. Mit RAID 5 verlierst du nur 1/x an Speicher, bei drei also 1/3 anstatt 1/2 des Speichers bei RAID 1. Um sicher zu gehen könntest du die wichtigste Dateien in die Cloud bzw. auf irgendeinen Rechner/Festplatte, am Besten an einem anderen Ort, abspeichern. Viel mehr kann man sinnvoll nicht erledigen.

Günstige NAS Systeme kann man sich selber bauen. Da dein Budget sehr begrenzt ist, fallen aber sowohl die Premium NAS Hersteller wie QNAP und Synology als auch selber Bau fast aus.
 
Wie an anderer Stelle im Forum dauernd gesagt wird: Raid ersetzt kein Backup!

Wenn du es schaffst die Daten zwischen Nas und Desktop synchron zu halten (z.b. täglich Syncen), sollte das für Privathaushalte das beste vom Sinnvoll/Sicherheits Verhältnis sein ;)

Bei Raids (auch R1) besteht die Gefahr, wenn z.B. der Controller abschmiert (bei dir das NAS), dass die Daten unrettbar verloren sind.
Von dem her würde ich eher das NAS als "Zentrale" nehmen und sie täglich/wöchentlich/immer wenn neue Daten kommen/whatever mit dem Desktop oder ner Externen Syncen.
 
@ terror_gnom
Bei einem ordentlichen Raid System ist es egal ob der Controller abstürzt. Bei bekannten Systemen wird eh ein Software Raid eingesetzt, wie es auch in Linux Verwendung findet. Solche Spielzeugcontroller wie FakeRaid unter Windows (+Bios) würde ich auf keinen Fall einsetzen.
 
Vielen Dank für das prompte und umfangreiche Feedback, das überwältigt mich gerade etwas ;)

Dass RAID kein Backup ersetzt ist mir klar, ich dachte nur, dass eine redundante Festplatte sinnvoll wäre, wenn ich das NAS als Datenträger für die Sicherung nutze. Wenn mir aber durch einen Ausfall des Controllers die Daten ebenso flöten gehen, investiere ich wohl lieber in eine 1-Bay-Lösung und verwende noch eine externe Festplatte, auf die ich regelmäßig sichere.

Euer Fazit: Ihr bestätigt mich darin, alles selber aufräumen zu müssen. Wie gesagt, dachte ich mir schon. Und ich werde mir ein solches Programm für doppelte Inhalte mal anschauen. Zweitens: Das dLink taugt wenig. Eine SYNOLOGY DS112j würde auch noch gehen (finanziell jetzt) und die ergänze ich dann mit einer externen.

Dann werde ich mir mal eine Aufräumstrategie zurechtlegen, eine CarviarGreen kaufen und darauf die geordneten Daten packen. Und die landet dann in einem SYNOLOGY DS112j. Besserer Plan?

Das hat mir schonmal sehr geholfen, dankeschön!
 
Zum Aufräumen gibt es diverse Tools, welche in einer Datenbank je Datei anlegen, wo sie liegt, wie sie heißt, Änderungs/Erstellungsdatum, Größe und aus Inhalt gebildetem Hash. Bei Übereinstimmung von Größe+Hash kann man davon ausgehen, dass es sich um die gleiche Datei handelt. Löschfunktion der duplicates inklusive. Bei gleichnamigen zB die mit älterem Änderungsdatum.

andy_0 schrieb:
Bei einem ordentlichen Raid System ist es egal ob der Controller abstürzt. Bei bekannten Systemen wird eh ein Software Raid eingesetzt, wie es auch in Linux Verwendung findet. Solche Spielzeugcontroller wie FakeRaid unter Windows (+Bios) würde ich auf keinen Fall einsetzen.
Es ist völlig egal, ob hier Spielzeug, Software oder professionelle Versionen zum Einsatz kommen, die unterscheiden sich bloss in Performance, Handhabung und Robustheit.
Sicherung muss man ohne Ausnahme bei allen betreiben, ganz egal, wie "ordentlich" das System ist.
 
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