System für 4K Videobearbeitung in DaVinci Resolve 14 und Spiele (~1800EUR)

Tenzin

Cadet 3rd Year
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Liebes Forum,

Ich möchte gerne einen Rechner für Videobearbeitung und gelegentliches Zocken zusammenstellen.

Ausgangslage: Da ich meine Ambitionen als Filmemacher etwas weiterziehen will, sollte der Rechner mit «DaVinci Resolve 14 Studio» klarkommen und zur bearbeitung von 4k Videomaterial geeignet sein.

2. Preisspanne?
Maximal 1800€, gerne weniger.

3. Verwendungszweck?
Videobearbeitung > Gaming (mit 144HZ Monitor) > HomeOffice

3.2. Welche Spiele nutzt du vorrangig (~2 Beispiele)?
League of Legends, Overwatch, Playerunknown's Battlegrounds. Schalte gerne mal bei PvP Spielen auf niedrigere Grafikstufen um die 144fps bei 1080p zu erreichen.

3.3. Bild-/Musik-/Videobearbeitung + CAD-Anwendungen
Wichtig ist mir, dass der Rechner mit «DaVinci Resolve 14 Studio» klarkommt, damit möchte ich insbesondere Colorgrading betreiben. Aktuell bearbeite ich in der Regel folgende Codecs: 4K XAVC-S 100 Mbit/s, 4K DNxHR HQ 111.10 MB/s
In der Zukunft könnten anspruchsvollere Codecs oder gar RAW-Material dazukommen, da ich ja möglichst qualitative Farbkorrekturen vornehmen will.
Ausserdem nutze ich Adobe CC Software wie: Photoshop, Illustrator und After Effects.

4. Was ist bereits vorhanden?
BenQ XL2411Z (24", 1920x1080, 144HZ), Maus & Tastatur

4.2. Peripherie
Vorerst nichts, später ein farbechter 4K Monitor & ein Blackmagic DaVinci Resolve Micro Panel

5. Geplante Nutzungszeit/Aufrüstungsvorhaben?
mind. 3 Jahre ohne Nachrüsten.

6. Besondere Anforderungen und Wünsche?
Der Rechner sollte nicht allzu laut werden.

7. Zusammenbau/PC-Kauf?
PC-Zusammenbau Erfahrung vorhanden

8. Abschliessende Worte:
DaVinci-Resolve profitiert von Multi-threading. Puget-Systems schreibt als Empfehlung:
«In general, more CPU cores will give you better performance in Resolve (especially when exporting) but with the exception of the free edition of Resolve it is generally better to spend you budget on more or higher-end GPUs before spending it on a more powerful CPU.»

Bin euch dankbar für eure Hilfe & Vorschläge!

Liebe Grüsse
Tenzin
 
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Wann brauchst du denn den Rechner? Ich würde eigentlich einen Rechner auf Basis des i7-8700k vorschlagen aber wann der lieferbar sein wird ist komplett unklar. Manche sagen, dass sich dies bis Dezenber ziehen kann.
 
Shaav schrieb:
Wann brauchst du denn den Rechner? Ich würde eigentlich einen Rechner auf Basis des i7-8700k vorschlagen aber wann der lieferbar sein wird ist komplett unklar. Manche sagen, dass sich dies bis Dezenber ziehen kann.

Den i7-8700k habe ich mir auch schon ins Auge gefasst --> ich frage mich wie sich der in Resolve so schlagen wird. Auf die Lieferung kann ich bis im Dezember warten.
 
Also im Worst Case wird er übertaktet so schnell sein wie ein übertakteter R7 1800x. Sofern nicht alle Kerne genutzt werden ist er deutlich schneller. Um die Frage definitiv beantworten zu können müsste sich jemand mit Davinci Resolve wirklich auskennen.
So lange Pudget Systems aber schreibt, dass man defintiv auf eine starke GPU achten soll, bevor man sich überhaupt um keine CPu mit vielen Kernen kümmert, erübrigt sich dies mMn.
 
Ein übertakteter i7-8700k wird sich in Multithreaded-Applikationen auch nicht allzu schlecht schlagen (wobei ich wohl nicht so weit gehen würde mit dem OC):
oc_cine_chart.png guru3d.com

Shaav schrieb:
[...] So lange Pudget Systems aber schreibt, dass man defintiv auf eine starke GPU achten soll, bevor man sich überhaupt um keine CPu mit vielen Kernen kümmert, erübrigt sich dies mMn.

Decoding wird bei Resolve eher durch die CPU limitiert, während das rendern von farbkorrigiertem Videomaterial eher durch die GPU limitiert wird.
Auf dem blackmagicdesign Forum sind sie sich auch nicht so richtig einig. Die Anzahl der Kerne spielt zwar eine rolle, aber der Clockspeed ist oftmals doch wichtiger.
 
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Die M.2 SSD könnte sich bei Resolve kann sich bei Resolve lohnen:
Man kann in Resolve einstellen, dass beispielsweise das Debayering (auch gerne zusammen mit einem rechenaufwändigen Denoising und evtl. etwas Motion Blur) in der ersten Node nicht jedes mal frisch in Echtzeit berechnet werden muss. Stattdessen kann Resolve das (Zwischen-)Ergebnis automatisch in einem Backgroundcache ablegen, der dann die Ausgabe dieses Nodes als unkomprimierte Einzelbilder speichert und diese im weiteren Node-Baum verwendet. Solange man an den Parametern des Nodes nichts mehr verändert steht so für die weiteren Effekte wieder die volle GPU-(und CPU-)Leistung zur Verfügung.
Der Artikel auf Slashcam dazu

Was haltet ihr von dieser Zusammenstellung?
Motherboard: 155.7€ ASRock Z370 Extreme4
CPU: 398.95€ Intel Core i7-8700K
GPU: 437€ (?) GTX 1070 ti
RAM: 304.06€ 2x 16GB, DDR4-DIMM, PC4-25600 (3200MHz), CL16-18-18-38-2N
M.2: 224.16€ Samsung SSD 960 EVO 500GB, M.2
Thunderbolt AIC: 78.03€ ASRock Thunderbolt 3 AIC, PCIe 3.0 x4
CPU-Kühler: 83.92€ Noctua NH-D15 (passt der mit dem Ram?)
Netzteil: 87.13€ Corsair RMx Series RM550x 550W
Case: 67€ be quiet! Pure Base 600 schwarz, schallgedämmt
Total: 1768.95€
Ergänzung ()

Habe hier einen Guten Artikel gefunden, welcher beschreibt worauf man achten muss, wenn man in Resolve "Real-time Playback" haben will:

Three things must happen for you to experience real-time playback.
  • Your system must be able to read data from your storage at the required rate (bandwidth).
  • Your CPU must be capable of decompressing data fast enough to deliver frames at the required frame rate to your GPU.
  • Your GPU must be capable of manipulating image data fast enough to deliver all your nodes of correction and output the result at the full real-time frame rate.
- Artikel auf Cinema5D.com

Man könnte also sagen, dass mein Budget folgendermassen aufgeteilt sein soll: M.2 > CPU > GPU
 
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Hier gibt es auch ein guten Artikel zu den Grafikkarten bzw ein aktueller Test zwischen AMD Vega und Nvidia.

https://www.slashcam.de/artikel/Tes...n---AMD-Vega-56-unter-DaVinci-Resolve-14.html

Also eine starke Graka ist schon wichtig in Resolve, nutze es selbst zum Transkodieren von Raw Material (Red, Arri Alexa, Sony F5 etc). Ich arbeite ab und an als Dit und Schnittassistent für Spielfilm und Werbung.

Du solltest dir auch Gedanken über ein performanten Videostorage machen.
Gerade für das ColorGrading ist ein ordentlicher Vorschaumonitor Pflicht, dieser sollte über eine Video I/O angesteuert werden.

Hier gibt es noch den aktuellen Config Guide für Resolve:

http://documents.blackmagicdesign.c...f7/DaVinci_Resolve_14_Configuration_Guide.pdf
 
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@fak333 Danke für deine Hilfe:)
fak333 schrieb:
[...]Gerade für das ColorGrading ist ein ordentlicher Vorschaumonitor Pflicht, dieser sollte über eine Video I/O angesteuert werden. [...]

Vorweg sei mal folgendes erwähnt: bei mir steht demnächst der Kauf einer neuen Kamera vor. Es könnte eine a7s III / A9s werden, welche wahrscheindlich diesen Monat von Sony vorgestellt wird. (sonyalpharumors.com). Die Kamera würde dann möglicherweise früher oder später mit einem Externen-Recorder von Atomos gepaart (was es mir erlauben sollte, das Material in einem besseren Codec aufzunehmen).

Nun die Frage: welchen Zweck könnte ein Video I/O in diesem Workflow einnehmen? Klär mich auf, falls ich da was übersehe - aber Ich hab mal ein bischen gegoogelt und ich glaube, dass ein Video I/O für mich aktuell nicht von grossem Nutzen sein würde. Ist ein Video I/O nicht vorallem für Live-Streaming, Live-Greenscreen-keying und als Capturing-Device von nutzen?
Reicht es nicht einen Grading-Monitor einfach direkt an der Grafikkarte anzuschliessen?
 
Sowas ist für mich ein Monitor (Class1) für die Farbkorrektur:

https://www.videodata.de/shop/produ...-Monitore-23-quot-56-quot/Canon-DP-V2411.html

Der kostet halt auch ordentlich und wird nicht direkt an den PC angeschlossen, sondern via eine Video I/O angesteuert
zb sowas

https://www.videodata.de/shop/produ...re/I-O-Karten/Blackmagic-DeckLink-4K-Pro.html

Um das Bild vernünftig zu beurteilen und zu graden reicht halt meines Erachtens kein "normaler" PC-Monitor. Wahrscheinlich ist solch ein Setup für dich noch in weiter ferne. Professionelles ColorGrading ist eine kostspielige Angelegenheit für den Invest und auch für Kunden. Ich gehe aber jetzt auch von einem professionellen Setup aus, da kostet dann die Workstation auch schon etwas mehr.

Ich weis nicht wie tief du in der Materie Postproduktion/Grading drinsteckst, aber vielleicht mal ein Praktikum bei einem Coloristen machen.
 
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Vorweg sei mal folgendes erwähnt: bei mir steht demnächst der Kauf einer neuen Kamera vor. Es könnte eine a7s III / A9s werden, welche wahrscheindlich diesen Monat von Sony vorgestellt wird.

Also wenn der PC explizit dafür gekauft werden soll, dann würde ich mit dem Kauf der Hardware warten. Bis Q1/Q2 nächsten Jahres wirst du die Kamera ja wohl eh nicht kaufen können und Anfang nächsten Jahres stehen bei Intel neue Mainboards und bei AMD neue CPUs an.
 
fak333 schrieb:

So einer ist leider weit über meinem Budget. Nun bin ich mir aber nicht ganz sicher, ob ich mit einer solchen Video I/O folgendes Problem lösen könnte:
Es ist ja so, dass Nvidia bei ihrem GTX-Lineup in OpenGL-Anwendungen die 10-Bit Farbausgabe künstlich verhindert. Die 10-Bit Farbausgabe ist bei Nvidia den Quadro-Karten vorbehalten. Lässt sich diese Beschränkung mit einer solchen Video I/O umgehen?

Shaav schrieb:
Also wenn der PC explizit dafür gekauft werden soll, dann würde ich mit dem Kauf der Hardware warten. Bis Q1/Q2 nächsten Jahres wirst du die Kamera ja wohl eh nicht kaufen können und Anfang nächsten Jahres stehen bei Intel neue Mainboards und bei AMD neue CPUs an.
@Shaav da hast du schon recht. Am sinnvollsten wäre es alles auf einmal zu kaufen. Ich kaufe den Rechner zwar nicht nur für die Videoarbeit, aber diese wird letztlich sehr davon profitieren, wenn der Rechner auch wirklich was drauf hat. Nur ist mein alter PC unterdessen eine richtig lahme Ente und ich nerve mich immer wieder, wenn dieser mal wieder hängt.
 
Je nachdem, welche Video I/O du holst, kannst du auch 10Bit ausgeben, aber die aus dem Beispiel hat halt nur SDI Anschlüsse. Es gibt aber auch welche mit HDMI, aber in wie Fern damit eine 10Bit Ausgabe klappt, kann ich nicht sagen. Die DeckLink Mini Monitor 4K ist die kleinste Karte von Blackmagic, wegen 10Bit mal ins manual schauen. Dann brauchst du aber noch einen zweiten Monitor, der an die Video I/O angeschlossen wird. Als normalen PC Ausgang, kannst du die nicht verwenden.
 
fak333 schrieb:
[...]Es gibt aber auch welche mit HDMI, aber in wie Fern damit eine 10Bit Ausgabe klappt, kann ich nicht sagen. [...]

Laut der Produktbeschreibung vom "DeckLink Mini Monitor 4K", welcher über einen HDMI 2.0a Output verfügt, sollte dieser bis zu 12-bit (Deep Color) ausgeben. Der ist mit €169 auch nicht all zu teuer!
 
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