Thermal right True Spirit 140 mit Ryzen 9 5900

Arno-k

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Hallo Computerfreunde,

heute hat es mich wieder erwischt. Probleme , Probleme.

Bislang habe ich einen Ryzen 7 3700x (65 Watt TDP) auf einem MSI Board B450 Gaming Pro Carbon AC und einer Radeon RX 6700 XT mit 32 GB DDR 4 RAM ohne Probleme genutzt.

Luftgekühlt mit Thermral Right True spirit 140.
Netzteil Bequiet straightpower 10 600 Watt

Alles lief bislang auch unter dem Härtetest Novabench. bis max. 68 °C.

Nun habe ich eine neue CPU Ryzen 9 5900x installiert.

Alles läuft, solange die CPU nicht ausgelastet wird. (Internet, World of tanks etc,.

Starte ich Novabench für einen Leistunsgtest, schaltet der PC nach einiger Zeit aufgrund zu hoher Temperatur ab.

Auffällig ist, dass der Kühlersockel nicht plan auf der CPU liegt und etwas kippt.
Dies muss doch zu Problemen führen?

Was tun?

Anderer Kühler ?

Danke für jeden Tipp!

Gruß Arno
 
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Nein , dieser ist nach der Montage absolut fest, da eine Fixierungsplatte aufgeschraubt ist.

Ich vermute trotzdem, dass eine leichte Wölbung in der Kühlergrundplatte vorliegt, so dass die Kontaktfläche nicht mehr bei ca 100 % liegt.

Oder, der Kühler ist für diese CPU doch noch zu schwach - zumindest im Volllasttest.

Wer hat entsprechende Erfahrung mit diesem Kühler?
 
Wenn er mit dem 3700X anstandslos lief, dann ist bei der Montage was schiefgegangen. Hast du vielleicht die WLP vergessen oder zu wenig benutzt? Oder erst eine Seite festgedreht dann die andere? Da sollte man immer etwas abwechseln.
 
Ja, dies ist möglich!
Die Kühlerpaste (MX4 ) ist dünn aber vollflächig.
Die Verschraubung könnte ich noch optimieren.

Wenn die Grundplatte des Kühlers nicht völlig plan ist, kann ich dies nicht über die Schrauben ausgleichen.
Zu fest kann ich diese nicht anziehen, damit das Mainboard nicht reißt.

Eigentlich darf die Grundplatte einer Kühlung nicht auf der CPU kippen, dies ist nicht ok

Vielleicht geht es ja mit mehr Kühlpaste, oder der Kühler ist für einen Ryzen 9 5900x nicht mehr gut genug.

Was meint Ihr?
 
Lieber mehr als wenig WLP, zu viel gibt es eigentlich kaum.
Vlt ist auch die Ausrichtung des Kühlers falsch, vlt muss man es auch um 90 Grad drehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
OK, alles möglich, mussioch testen.
Ergänzung ()

Ganz ehrlich, der Kühler ist über 7 Jahre alt.
Für einen Ryzen 9 5900x vielleicht nicht ausreichend, oder?
 
Das Alter sagt erstmal wenig aus, mein Kühler ist 12 Jahre alt. Und auch damals vor 7 Jahren gab es CPUs die viel Abwärme erzeugt haben.
Probier die Sachen mal aus nen neuen Kühler kannst du ja immernoch kaufen.
(Bevor ich Geld für ein neuen Kühler ausgeben würde, hätte ich noch undervoltung und untertakten probiert)
 
Wenn der Kühler mit einem 3700X funktioniert, dann auch mit einem 5900X. Das kann vielleicht etwas wärmer werden, weil mehr Leistungsaufnahme in der Spitze. Aber das war es dann auch. Luftkühler sind ja auch keine Raketentechnik.
Ich vermute, da ist einfach bei der Montage etwas nicht ganz so perfekt gelaufen.
 
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Der Kühler sieht mir jetzt nicht schlecht aus, für nen 5900X müsste der leicht reichen.
Auch der hat am Ende nur knapp über 140W.
Daher, sauber neu montieren, nicht an der WLP sparen und ordentlich anziehen.
Kippeln sollte hier nichts und muss schon ordentlich angezogen werden, jetzt nicht übertreiben, aber fest genug sollte es sein.
 
142W frisst deine CPU in der Spitze. Du hast ein kontaktproblem, kein Leistungsproblem des Kühlers. Da ist irgendwas schief verschraubt.
 
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Der True Spirit war und ist ein guter Kühler. An der dessen Kühlleistung liegt es nicht. Da muss ein Montagefehler vorliegen.

Kühlerböden sind nicht zwingend plan. Manche sind mit absicht minimal(!) konkav oder konvex - genau wie CPUs.

Ist der 5900X neu oder gebraucht?
Und hast Du da mal ein Haarlineal drangehalten ob der evtl. verformt ist?

Ich kann mir das Problem irgendwie nicht bildlich vorstellern. Kannst Du Fotos machen wo man das "nicht aufliegen / auf der CPU kippen" sieht?
Wie sieht der Wärmeleitpastenabdruck (ohne Kippen) aus?
 
Danke für Deine Tipps Morpeus,
die CPU ist neu. Werde deine anderen Hinweise beachten und morgen berichten.
Danke
 
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das muss kein "montagefehler" sein.

CPU heatspreader sind nicht flach - nicht mal ansatzweise. die verziehen sich beim verlöten und unter druck. und deshalb gibt es, wie oben schon angesprochen, entsprechend geformte kühlerböden.

am häufigsten ist ein leichter buckel im kühlerboden, weil intel cpus wegen dem IHS in eine U-Form gedrückt werden, von der seite betrachtet. da funktionieren kühler, die einen konvexen boden haben am besten, weil das tal in der cpu ausgeglichen wird - ansonsten hast du da nur paste - oder schlimmer: luft.

am4 cpus sind das gegenteil davon. die neigen nämlich produktionsbedingt zu einer komplexen "schnurrbart" oder "W" verformung. die mitte und die ränder kommen hoch, dazwischen ist ein tal.

und es kommt auch darauf an, ob die am4 cpu eine monolithische apu oder eine 1chiplet oder 2chiplet cpu ist, weil sich daraus ein verändertes lötmuster ergibt.

wenn du jetzt einen intel-optimierten kühler mit stark konvexem boden hast und eine vom verlöten schlimm verzogene am4 zen2/zen3 cpu (wo die CCDs außerhalb der mitte unter einem "tal" im heatspreader liegen) kannst du wirklich schlechten kontakt haben, weil der kühler nur in der mitte und ggf. am rand mit sehr geringer auflagefläche kontakt hat.

eine 1CCD cpu kann zufällig sehr viel besser unter den kühler passen als eine 2 CCD cpu.


ich würde auch den kühler noch einmal neu montieren, aber wenn das so nicht weg geht, hast du 2 möglichkeiten:

1. den klühlerboden auf planheit prüfen (licht+klinge methode) und entsprechend planschleifen (und ggf. die cpu, aber das ist relativ riskant, beim kühler gehts nur um ein paar €)

2. einen anderen kühler testen.


ich hatte bei mir kurioserweise auch mit meinem aktuellen system genau das problem: ein 265k mit thermal grizzly contact frame, d.h. die cpu ist sehr flach + ein aquacomputer cyplex cryos next wasserblock, der überraschenderweise einen sehr ausgeprägten buckel in der coldplate hatte. habe da mit schleifpapier und 2 stunden zeit das delta zwischen kältestem und wärmsten core um ~13 kelvin senken können, von 25 kelvin auf 12. ich nutze hier ein thermalgrizzly kryosheet wegen der wartungsfreiheit und auch hier hat man einen deutlichen abdruck vom konvexen kühlerboden gesehen.
 
Arno-k schrieb:
Falls die neue CPU wirklich so krass verzogen sein sollte, dann natürlich reklamieren bzw. zurückgeben und nicht daran rumschleifen. Wir sind gespannt.
 
Der True Spirit kam für AM4 doch mit eigener Baseplate wenn ich mich richtig erinnere.
Dazu gehörten auch Distanzbolzen für AM4 (und andere für Intel).

Generell kann der Kühler auch einen AMD 12 Kerner kühlen, wenn die CPU zu warm wird ist irgendwo was an der Montage falsch.

Das rumreiten auf der Planheit von Kühler oder CPU halte ich für kontraproduktiv,
 
Danke für die vielen guten Hinweise
Ich habe nun den Kühler mit mehr Wärmeleitpaste montiert und die Schrauben fester angezogen.
Eigentlich kann der Kühler die Temperatur senken, aber dies viel zu langsam.
Bei geringer Last nur ca 40 °C. Starte ich bestimmte Programme, schnellt die CPU kurz auf über 60°C hoch, der Kühler ist dabei immer kalt bis handwarm - nie wärmer.
Über Novabench unter Volllast bricht der Test nach einiger Zeit mit schwarzem Bildschirm ab, da die die CPU zu heiß wird - Die rote Warnlampe leuchtet im Mainboard auf.

Über einen Neustart läuft der PC wieder.
Mit der Ryzen 7 3700x wurde die CPU auch über Novabench bis ca 70 °C heiß.
Da ist es logisch, dass der Ryzen 9 5900x mit 105 °C TDP schnell über 80°C bei Volllast kommt.
Für mich ist der Kühler sehr träge, da dieser nicht warm wird - heiß überhaupt nicht.

Bislang habe ich es nicht geschafft, über das Bios den CPU Lüfter mit höherer Drehzahl einzustellen (aktuell nur ca 300 Umdreheungen). Hier muss ich mich noch schlau machen, damit der CPU Lüfter schon beim Start über das Bios schneller dreht.
Erst über Fan-Kontroll habe ich diesen manuell auf Höchstdrehzahl eingestellt (1200 Umdr.)

Mein Fazit:
Der Kühler ist sehr träge, wird nie heiß und kommt mit schnellen Temperatursprüngen nicht mit.
Einen Montagefehler sehe ich noch nicht, werde aber alles nochmals genauer prüfen. und berichten.
Die neuen Luftkühler haben meist zwei Kühlkörper nebeneinander, der alte nur einen.
Aktuell habe ich bei Internetnutzung 35°C CPU Temp. mit höchster Lüfterdrehzahl,
Starte ich Novabench wird der Bildschirm erst schwarz, wenn alle Kerne auf Volllast getestet werden.

Mache ich Fehler oder ist es der Luftkühler, der nur im Novabenchtest versagt.
Gaming z. B. WOT macht der PC ohne Probleme.

Werde eine Testliste für diesen Kühler suchen und schauen, ob neuere hier deutlich besser kühlern.

Für jeden Tipp bin ich sehr dankbar.
 
Deckel einfach die CPU auf 95Watt, hast kaum Leistungsverlust und weniger Probleme mit der Temperatur. Hatte das mit meiner 5900X gemacht, maximal 75 Grad dadurch.
 
Wenn der Kontakt nicht da wäre, gäbe es im Idle keine 35 Grad.
Sprunghafte Temps (Spikes) auch bei leichter Last, sind völlig normal bei Zen3, liegt am Boost bzw Race to idle Verhalten, das sind nur Hotspottemps irgendwo im Core.
Das heisst nicht, dass in dem Moment viel Wärme produziert oder abgegeben wird oder dass das am Kühlkörper irgendwo spürbar wäre. Sprich der Die als Ganzes bleibt im Schnitt kalt und es wird nicht viel Wärme abgegeben, aber irgendwo im Kern wird ein sehr kleiner Teil durch den Boost sehr warm, was man mit Kühlern nicht verhindern kann. Und da gibt es sehr viele Sensoren, die solche Hotspots melden. Ist aber total normal und soll so sein.

Wenn wir Volllast auf allen Kernen haben, ist das natürlich was Anderes, da sollte durchaus Wärme am Kühlkörper spürbar sein.

Jetzt nehmen wir mal einen eher normalen Cinebench 23, dazu ein HWINFO->Sensors only, dass während dem kompletten CB23 mitläuft und dann zeigst uns hier die Screenshots dazu.

Etwa so

1745573434340.png


Wenn von den Boardsensoren dazu noch Systemtemps und Lüfterdrehzahlen hast, haben wir alles was wir brauchen.

Ich vermute der Absturz beim Novabench, was auch immer das ist, hat eher andere Gründe, kaum Temperatur.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe für die CPU im Bios einen Warnhinweis ab 85 °C eingestellt, der kommt im Belastungstest nicht, da schwarzer Bildschirm.
Der Lüfter wird im SYS-Fan1 Anschluss (DC-Modus) gesteuert und bis auf Max (1200) bei Bedarf hochgefahren.

Es ist immer noch so, dass die CPU im Belastungstest unter Volllast auf schwarzen Bildschirm mit roter Warnlampe im Mainboard schaltet.
Ich weis auch nicht, wie ich im Bios den 140 mm Lüfter auf max stellen kann.
Das Bios steigert die Drehzahl automatisch nach CPU Temperatur.
Wenn ich immer auf max (1200) einstellen kann, ist der Lüfter noch sehr leise und kühlt noch weiter runter.
Hier wäre ich für jeden Bios-Tipp dankbar.

Ich vermute, nicht ohne Grund haben viele Ryzen 9 Luft Kühler nun zwei Kühlkörper mit zwei Lüftern.

Internet und Gaming kein Problem, es ist nur dieser Benchmarktest.
Ergänzung ()

Ergänzung:
Im Benchmarktest kommt ein schwarzer Bildschirm, der PC schaltet aber nicht ab, trotz roter Warnlampe im Mainboard. Nach Neustart ist alles wieder normal.
 
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