Todesstrafe - der Fall Troy Davis

"Die Gerichte befanden jedoch stets, der Gefangene habe seine Unschuldsbehauptung nicht überzeugend untermauern können."
 
derChemnitzer schrieb:
die AMIS spinnen

jetzt kann er nur noch auf den Gouvaneur hoffen das der Ihn begnadigt

Im Falle Georgias hat der Gouverneur kein Recht eine Begnadigung auszusprechen, sondern eine - von ihm eingesetzte - Kommission. Und die hat ein solches Gesuch bereits abgelehnt. :(

Aber es stimmt, es bringt nichts verallgemeinernd von den Amerikanern zu sprechen. Es gibt genügend die dieses Urteil genauso ablehen, wie wir es tun und einmal mehr zeigt dieser Fall wie unzuverlässig die Straffeststellung durch Gegenüberstellung ist.
 
"Die Gerichte befanden jedoch stets, der Gefangene habe seine Unschuldsbehauptung nicht überzeugend untermauern können."

Vermutlich besitzen die meisten Afroamerikaner einfach nicht die rhetorischen Fähigkeiten, um ihre Unschuldsbehauptungen überzeugend untermauern zu können. :pcangry:
 
Hast Du gelesen, was ich verlinkte? Dort steht unter anderem:

Zu den prominentesten Unterstützern von Troy Davis gehören der frühere US-Präsident Jimmy Carter, Papst Benedikt XVI., Bischof Tutu von Südafrika, die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, die Popband R.E.M., die Schauspielerin Mia Farrow, Amnesty International und Democracy Now

Catherine Ashton ist die High Representative of the (European) Union for Foreign Affairs and Security Policy.

Im Iran wurde heute übrigens ein 17-jähriger gehängt. Deutschland verbindet zum Glück eine tiefe Freundschaft mit dem Iran. Aber das soll hier nicht das Thema sein, im Iran ist das schließlich nichts Ungewöhnliches.
 
ReignInBlo0d schrieb:
Vermutlich besitzen die meisten Afroamerikaner einfach nicht die rhetorischen Fähigkeiten, um ihre Unschuldsbehauptungen überzeugend untermauern zu können. :pcangry:

Zum Glück musst du in "Mitteleuropa" aber auch nicht deine Unschuld beweisen sondern deine Schuld dir in einem Rechtsprozess bewiesen werden ... ein gehöriger Unterschied.
 
"Die Gerichte befanden jedoch stets, der Gefangene habe seine Unschuldsbehauptung nicht überzeugend untermauern können."

Schuldig bis die Unschuld bewiesen ist. Wahnsinn.
 
ReignInBlo0d schrieb:
Vermutlich besitzen die meisten Afroamerikaner einfach nicht die rhetorischen Fähigkeiten, um ihre Unschuldsbehauptungen überzeugend untermauern zu können. :pcangry:

Zumal, was erwarten die nach 20 Jahren vergebener Mühe, indem er alles verucht hat?
Nicht immer kann man wie in melankolischen Filmen unter Tränen und Musik seine unschuld darlegen.

Es ist traurig, es machen sich so viele Menschen für ihn stark, aber wiedereinmal beweist der Mensch, dass er moralisch in der Steinzeit lebt.
Hochmoderne Kultur, aber auch mal über seinen Schatten springen und zu sagen" diesen Mann dürfen wir nun nicht sterben lassen, bevor alles geklärt ist" gibt es nicht.

Es ist hart, wirklich schwer zu ertragen.
Ich versuch mich dabei immer in diese Person hinzuversetzen. Der sitzt da nun irgendwo und nur er weiß, wie es war und er weiß nun, dass es alles nihts nützt. Er wird gleich sterben. Qualvolle Gedanken müssen das sein.
 
@ Chrisibär:

mir ist das klar. Und ich dachte eigentlich, dass es in US und A genauso ist.
 
@Kraligor das wissen wir hier/ich auch das es in den USA diese gibt ... war ja auch ironisch gemeint ... weil in diesem Fall sie ja nicht wirklich Anwendung findet oder? ;)
 
Ohne die Details zu kennen, kann man sich unmöglich eine fundierte Meinung dazu bilden. Wer weiß schon, was es noch für Beweise oder Indizien gibt, die für ihn entgegen seiner Beteuerungen als Täter sprechen.

Dennoch bin ich auch ganz klar gegen die Todesstrafe. Vor allem in so Fällen wie diesem, wo es scheinbar zumindest Zweifel an der Täterschaft gibt, darf man einfach nicht vollstrecken.

Dieser Fall zeigt aber auch sehr schön auf, dass Amerika nicht nur wirtschaftlich und sozial den Bach runtergeht, sondern auch aufgrund seines steinzeitlichen und barbarischen Rechtssystems.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sie fand anfangs bestimmt Anwendung. Der Fall wurde ja dutzende Male neu aufgerollt, vielleicht gilt sie bei einem rechtskräftig Verurteilten nicht mehr, vielleicht gibt es irgendein rechtliches Schlupfloch, ich weiß es nicht, bin kein Jurist.

EDIT: Exar_Kun

Dein erster Satz und deine Signatur ergeben zusammen mit deinem letzten Satz so etwas wie eine intellektuell-dialektische Schizophrenie, ich möchte dir gleichzeitig meine Hand reichen und mir an den Kopf fassen, zum Glück habe ich zwei.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Exar: das haste Recht, aber es heißt doch klipp und klar, es gab keine Fingerabdrücke, keine Tatwaffe, keine DNS-Spuren, nur Zeugenaussagen! und davon wurden die meisten zurückgezogen, nur einer hielt still, nämlich der, der selbst verdächtigt worden war...

was für Beweise sollen denn noch da gewesen sein? Beweise gabs ja keine...nur Indizien aufgrund von Falschaussagen...
 
ReignInBlo0d schrieb:
Vermutlich besitzen die meisten Afroamerikaner einfach nicht die rhetorischen Fähigkeiten, um ihre Unschuldsbehauptungen überzeugend untermauern zu können. :pcangry:
Sie verfügen wohl eher nicht über das nötige Geld, um sich einen guten Anwalt leisten zu können.
Wie wichtig in solchen Fällen ein guter Anwalt ist, dass zeigte ja der Fall O. J. Simpson.
 
@ dark desteny: Zitat:
...............................................................................................................................................................
Und wo steht in der biebel der zusatz das man sonnst selber getötet wird?
Und was wenn in 10 jahren jemand anderes der tat überführt wird ? Sowas ist schon passiert!
Denk mal drüber nach.....
................................................................................................................................................................
Hier treffen nicht zwei schwerbewaffnette Kämpfer aufeinander sondern ein wehrloses Opfer (selbst wenn er schuldig ist) auf seinen Henker. Darüber solest Du mal nachdenken.
 
Ich vermute, ohne mich mit dem Fall wirklich beschäftigt zu haben, dass juristisch alles korrekt ablief. Und ebenso vermute ich, dass es in anderen States mit Todesstrafe u.a. deshalb die Möglichkeit gibt, den Verurteilten durch den Governor zu begnadigen. Eben wenn die Paragraphen zwar sagen: "Schuldig!", der gesunde Menschenverstand aber sagt: "Moment, da stimmt etwas nicht."

Schade nur, dass Georgia diese Möglichkeit nicht bietet.
 
Sag niemals nie ... es gibt immer eine Möglichkeit!

Klingt jetzt ein bisschen blöd ... aber in diesen ganzen Filmen gibt es immer ein rotes Telefon auf das alle starren kurz bevor es los geht. Hoffen wir, dass es sowas wirklich gibt und es in diesem Fall klingelt!!!
 
derChemnitzer schrieb:
Pascha77 schrieb:
So siehts mal aus.
Versuchen ja auch der ganzen Welt zu vermitteln, das sie Osama getötet hätten...

Gut, MANCHE Amerikaner spinnen, aber ganz offensichtlich ist das Spinnen nicht nur auf Amerikaner begrenzt...

@Topic
Da wir hier ja nicht generell über pro kontra Todesstrafe sinnieren, sondern speziell über den Fall Troy Davis, kann ich dazu nichts sagen, da ich die Details zu dem Fall nicht zu genüge kenne.
 
Zurück
Oben