Todesstrafe - der Fall Troy Davis

meine frage passt weniger zu dem fall, aber zu der todesstrafe über die man hier auch viel liest ...

diese ist:

warum ersetzt man die lebenslange haft/todesstrafe/sicherungsverwahrung nicht dadurch, indem man die person einfach in irgendein anderes land abschiebt?

für geringere strafen vll in ein dritte welt land, für mord und andere verbrechen auf gleicher ebene in irgendeinen regenwald nahe eines eingeborenen dorfes

weil bei der gefängnisstrafe haben die leute ja meistens ein schlechtes gewissen, weil der täter kommt ja nach x jahren wieder raus, darf normal weiter leben, das gefängnis muss bezahlt werden usw ..
todesstrafe wird abgelehnt weil man ja dann selbst nicht wirklich besser ist als der täter.

deswegen einfach komplette abschiebung, ohne möglichkeit der wiederkehr, kein schlechtes gewissen, weil man wird diesesn menschen 99% nichtmehr wiedersehn = fast das gleiche wie tod ...

also ich wüsste wirklich nichts was dagegen sprechen würde, und auf der erde gibts besimmt viele orte wo man die leute abwerfen könnte
 
@Andy8891
Ja genau, am besten alle Mörder auf eine Insel, alle Kinderschänder auf eine andere und alle Kapitalverbrecher auch auf eine, dort können sie sich gegenseitig erschlagen und berauben und das "Problem" würde sich von selbst lösen. :rolleyes:

Was ist denn das für ein Unsinn? Du kannst doch nicht ernsthaft fordern, dass straffällig gewordene Menschen einfach abgeschoben werden sollen, wohin auch? Minder straffällig gewordene Menschen in die dritte Welt, ja klar. Dort sind doch eh alle Taschendiebe, oder wie muss ich das verstehen? Die Mörder und Kinderschänder sollen in den Regenwald, auch klar. Die Ureinwohner und die andere Zivilbevölkerung muss ja nicht vor diesen Schwerverbrechern geschützt werden, sollen die doch zusehen....

Selten so eine blödsinnige Ansicht gelesen, tut mir leid. Da bin ich ja wirklich froh, dass Leute mit solchen verqueren Anschauungen hierzulande nicht die Gesetze schaffen, das wäre wirklich fatal.

Im Übrigen bin ich auch strikt gegen die Todesstrafe, denn kein Mensch der Welt hat das Recht, einen anderen Menschen zu töten, ausser er, seine Familie oder seine Heimat werden aktiv angegriffen, um sich zu wehren. Auch ein Staat inklusive Henker hat nicht das Recht dazu, zumindest in meinen Augen.
Es kommt bei den Prozessen mit Todesstrafe als Urteil noch dazu, dass die Verurteilten schon oft zu Unrecht hingerichtet wurden und ein revidiertes Urteil im Nachhinein macht den Getöteten nicht wieder lebendig.
Ich möchte nicht jahrelang in einer Todeszelle sitzen und täglich mit meiner Hinrichtung rechnen, bangen und hoffen, obwohl ich unschuldig bin und ich glaube, das möchte keiner hier.
Auch wenn einer schuldig ist und einen anderen Menschen getötet hat, hat man ihn nicht zu töten, schon gar nicht nach jahrelanger Haft nach der Tat, wo auch schuldige Mörder bereuen und sich geändert haben können.
Würde es nicht ausreichen, sie ihr Leben lang in Haft zu belassen und z.B. für ihre schwere Taten arbeiten zu lassen, damit die Nachkommen der Opfer und die Gesellschaft noch etwas davon haben und der Täter etwas zurückgeben kann, wenn auch nicht das Leben des Opfers?
Ich rede dabei nicht von Arbeitslagern und Steinbrüchen, sondern von halbwegs menschwürdiger Arbeit.

Hinzu kommt oft noch die teilweise jahrelange Quälerei mit Aufschüben und dem Unwissen, wann der Verurteilte dem Tod entgegensehen muss. Die Verurteilten wissen oft gar nicht, wann genau sie sterben müssen, in einem halben Jahr, oder dauert es noch ein ganzes, oder sogar noch ein Jahrzehnt, mal überspitzt ausgedrückt.
Das ist Folter und das darf nicht sein. Der Verurteilte muss sterben und wird dazu noch jahrelang psychisch gequält.

Das Thema ist sehr diskussionswürdig und wirft viele Fragen auf.

Ich bin wirklich froh, dass ich in einem Staat lebe, wo es so etwas nicht gibt und es hoffentlich nie mehr geben wird.
Keiner muss hier damit rechnen, schuldig oder unschuldig in einer Todeszelle zu sitzen um irgendwann mal durch eine Spritze zu sterben.
Auch wenn manchen Leuten hierzulande die Strafen teilweise zu unverhältnismässig (bei kleineren Delikten höhere Strafen als für grössere) erscheinen mögen, so kann man darüber diskutieren, aber kein Mensch kann kann ernsthaft die Todesstrafe befürworten.

Das war etwas viel Text am frühen Morgen, aber das wollte ich mal eben loswerden. :)
 
Hallo @ all,

ich glaube der Grund für die Hinrichtung war absolut keine juristische sondern schlichtweg eine politische Entscheidung. Wenn man Todesurteile wieder zurück nehmen würde, wie sollte man denn dann überhaupt noch die "Quote" erfüllen?

Mit "Quote" ist der Anteil an Negern zu verstehen, die man jährlich hinrichten muß, um seine vorwiegend weiße, fromme und gottesfürchtige Familien zu beruhigen. Diese können dann nachts wieder besser schlafen und bei der nächsten Wahl wieder ihren "erfolgreichen" Kanditaten wählen, der ja die "Quote" erfüllt hat.

Mensch Leute, stellt euch doch nicht so zimperlich an. Brot und Spiele, ist doch wahrlich nichts neues. Warum auch ständig über Georgia hergezogen wird, ist mir ebenfalls unverständlich. Schließlich wurde man in der guten alten Zeit in Georgia noch lebendig angezündet als Neger. Ja das waren noch Zeiten, da konnte man sich noch frei versammeln, hübsch verkleiden in weiß und Spitzkapuze, und in friedlicher, selbstverständlich rein weißer, familiärer Zusammenkunft ein schönes brat-mir-einen-Neger-Barbecue veranstalten.

Tja, damals da hat man noch nicht mal ein Grund gebraucht, den man der Öffentlichkeit präsentiert hat, nur um nach außen hin politisch korrekt wirken zu können, um einen Neger zu rösten in Georgia. Ja damals, da hat sich niemand beschwert, schon gar nicht der Papst. Dabei trägt der doch genauso gerne weiß und einen spitzen Hut hat er auch.

Immerhin es gibt natürlich auch positive Entwicklungen. Damals in Georgia, da war es natürlich spaßiger mit dem ganzen Anzünden und so. Doch dies war leider auch nur ein sehr kurzfristiges Vergnügen. Tja so ein Neger, der brennt zwar hell aber nicht besonders lange. Heute dagegen ist vieles effektiver. Man darf seine Neger zwar nicht mehr anzünden, sondern nur extrem langweilig vergiften. Dafür hat dann aber so ein Neger dafür 20 Jahre Zeit um sich auf seine Todesparty zu freuen. Hey Leute 5 Minuten brennen ist dagegen ein Witz.

Die Sache kann man natürlich wie im Fall Davis noch etwas nachwürzen. Man läßt Einsprüche, Einwände, Berufungen, Revisionen und was der Teufel noch, zu. Damit schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Auch wenn das Urteil natürlich schon lange vor dem ersten Gerichtstermin feststeht, erzeugt man dadurch nach außen hin den Eindruck von political correctness. Doch viel wichtiger, damit kann man seinen Neger viel wirkungsvoller quälen. Wie wenn man einem Hund ein Knochen zuwirft, den man an eine Leine gebunden hat. Man läßt ihn kurz daran schnuppern, wenn er sich aber dann schon das Maul ableckt und reinbeissen möchte, zieht man ihm den Knochen in der letzten Sekunde weg. Ja genau so ist es, nur statt Knochen binden wir einem Neger lieber ein kleines Stück Hoffnung an die Schnur. Ja was für ein Spaß für die ganze Familie.

Wollen wir wetten? Wenn sich die Verantwortlichen das nächste Mal ihrer Wählerschaft stellen, werden sie sicher Beifall ernten, trotz widrigster Umstände ihren Wählern nicht die Hinrichtungsshow verdorben zu haben. Ja all diese weißen, gläubigen, gottesfürchtigen, steuerzahlenden, anständigen, netten Familienmenschen haben schließlich ein Recht darauf, sich wieder ein kleines Stück sicherer zu fühlen. Und sie danken Gott dafür und ihren gewählten Politikern.

Und überhaupt Gerechtigkeit? Haben die ganzen Neger ein Recht darauf in Ruhe schlafen zu können, während gottesfürchtige weiße Menschen aus Angst kein Auge zu tun können? Nein, sie sollen sich auch ängstigen. Das sie genau so wie anständige weiße Menschen den Tod finden können.

Nur halt nicht so schnell und auf die gleiche Weise. Aber Angst sollen sie haben!

Achtung Kleingedrucktes: Für alle die das nicht verstanden haben, das nennt sich Sarkasmus. Vielleicht nicht ganz pietätvoll, aber meine Art mit meinem Zorn umzugehen.
Ergänzung ()

_Systemfehler_ schrieb:
Da bin ich ja wirklich froh, dass Leute mit solchen verqueren Anschauungen hierzulande nicht die Gesetze schaffen, das wäre wirklich fatal.

Bist Du dir da so sicher? Schließlich disqualifiert ihn seine Meinung nicht bei Wahlen, oder?:D
 
Andy8891 schrieb:
...warum ersetzt man die lebenslange haft/todesstrafe/sicherungsverwahrung nicht dadurch, indem man die person einfach in irgendein anderes land abschiebt? ...

Welches Land willst du zwingen diese Leute aufzunehmen? Und schieben andere Länder dann ihre Gefangenen zu uns ab?
 
kriminelle abschieben in einen gesonderten staat - das gabs schonmal, nennt sich heute australien und ist ein blühender ort.
 
Es gibt keinen Grund einen Menschen hinzurichten, wenn der Staat in der Lage ist betreffende Person in der Zeit der Strafe vom Rest der Bevölkerung zu isolieren. Leider gibt es noch Staaten wo dass nicht möglich ist, zB Mexico, ua.
Und dann gibt es noch die Sache, dass der Deliquent vor der Bevölkerung geschützt werden muss, damit er nicht gelyncht werden kann. :lol:
(Sorry, "Jester" war leider schon vergeben)
Ansonsten bin ich noch immer der Meinung, dass die Todesstrafe NIE Gerechtigkeit ist, sondern nur eine Art Rache die uns als Menschen nicht zusteht. Selbst KAIN wurde nicht hingerichtet, er musste weiter leben.
Ich muss natürlich meine Meinung immer wieder, vor allem meinem Stammtischkumpels, andauerd wieder beweisen (vor allem wenn es um Kinder geht), aber irgend wann verstehen sie dann dass es nicht der Weg ist (natürlich ist eine Ohrfeige kein Argument) Gerechtigkeit zu erlangen.
 
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