Tragödie Lörrach

Ich denke ein Verbot jeglicher Schusswaffen(Bogen und Armbrust müsste man dann auch darunter zählen) ist nicht wirklich zielführend. Ich denke nicht dass damit die Tat vermieden worden wäre. Dann hätte sie den Mann vergiftet oder sowas. Das Kind hat sie ja auch erschlagen und wen anders erstochen.
Fast jede Woche ist so eine "Familientragödie" in der Zeitung, aber sogut wie nie sind Schusswaffen im spiel.
Und im fall Winnenden hätte es schon gereicht wenn die Waffe ordnungsgemäß gelagert worden wäre, also bisherige Gesetze eingehalten worden wären.
Ein Verbot von Sportwaffen halte ich genausowenig sinnvoll wie ein Verbot von "Killerspielen".
Meiner Meinung nach werden solche Taten nur instrumentalisiert weil sich einige Politiker profilieren wollen.
Es sind einfach Ausnahmefälle gegen die man schlecht ankommen kann. Ich denke das die Anzahl an Toten durch solche Amokläufe wesentlich geringer sind als durch Unfälle durch Alkoholeinfluss.

@Corto: Dein Beispiel ist mehr als dämlich, oder meinst du das sich der Mörder von JFK von einem Waffenverbot hätte beeindrucken lassen und die Tat hätte sein lassen? ...
Und wieviele Opfer hat es schon gegeben die durch Wände erschossen wurden?
@badday: Ob Schusswaffen wirklich zu Hause gelagert werden müssen ist eine andere Frage. Allerdings würde die Lagerung im Verein ja nur was bringen wenn nur ganz wenige Leute Zugang dazu haben würden. Ob das so realisierbar und auch kontrollierbar ist das wage ich zu bezweifeln. Da wird dann doch eher aus bequemlichkeit jeder zweite nen Schlüssel hat damit man auch an die waffen kann wenn Person xy mal nicht kann.
 
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Eine ähnliche Diskussion gabs es die Tage bei stern.tv
Und siehe da: Ist wieder keiner zu einer Lösung gekommen.
Da wurden dann total haltlose und hirntote Forderungen von meinen Lieblings Freunden aus Winnenden gefordert, wo mein Hals schon wieder bis zur Glotze schwoll.

Der einzig richtige Fakt den Abend war: Was sollen wir machen? Wir haben mehr als genug Gesetze... es hält sich nur keiner dran!

Es werden immer Dinge, Menschen, Gegenstände gesucht, um diese Umstände zu erklären.
Das es dabei aber eher auf Hintergrund, soziale Kontakte und weiß ich nicht noch andere, meist nie erwähnte, Tatsachen geht... wird... wie geschrieben... meist nie erwähnt.

Denn die Dinge sollte die meisten "eigentlich" so langsam erkannt haben.

Einzig die Tatsache, dass die Frau wohl keine Killerspiele gespielt hat, beruhigte mich ein wenig...
Dafür kriegt die Waffenlobby wieder die klatsche... für sehr wahrscheinlich nicht eingehaltene Gesetze. :rolleyes:

Und täglich grüßt das Murmeltier! :kotz:
 
Wenn der Täter wirklich Amoklaufen will und nicht ganz dämlich ist, kann der sich auch ein paar Rohrbomben bauen via Anleitung im Internet oder nimmt einen Behälter Spitus oder sowas mit, den der dann in der großen Pause im Gedränge mal leermacht+Zippo. Vielleicht killt der damit nicht 10 Menschen, aber ich bin sicher, Verbrennungen dritten Grades im Gesicht oder ein paar Hände oder Augenlichter weniger sind auch nicht das Wahre. Umbringen kann er sich immer noch mit irgendwas und wenn er aus dem Fenster springt.
Sofern er nicht eh irgendwie an eine Waffe kommt.

Letztendlich läuft es doch mehr auf die Tatsache hinaus, dass wir Tragödien nicht verhindern können und neue Waffengesetze nichts bringen, wenn nicht mal die alten eingehalten werden, wie bereits erwähnt wurde.

Klingt für mich nach: Besänftigen wir den Pöbel und dann ist wieder Ruhe und viel Aufwand wars auch nicht.
 
Nasenbär schrieb:
@Corto: Dein Beispiel ist mehr als dämlich, oder meinst du das sich der Mörder von JFK von einem Waffenverbot hätte beeindrucken lassen und die Tat hätte sein lassen? ...
Und wieviele Opfer hat es schon gegeben die durch Wände erschossen wurden?

Nein, du verstehst mich falsch.

Ich habe nichts gegen die jetzigen Waffengesetze, die sind gut so. Was mich nur immer stört ist die komplette Gleichsetzung von Schusswaffen und anderen Dingen.

Da könnt ihr noch so oft schreiben mit welch normalen Dingen man töten kann, es hat nichts damit zu tun das eine Pistole eine ganz andere Bedrohung darstellt als etwaige andere Schlag/stichwaffen.
 
Im Fall Winnenden und hier wurde jeweils gegen das Waffengesetz verstoßen, da der Typ in Winnenden easy ran kam und die Frau hier sie gar nicht haben durfte.

Was ändert dann ein neues Gesetz?
 
sidestream schrieb:
Was ändert dann ein neues Gesetz?

Äh, liest du auch bevor du tippst? oder ging das nicht an mich?
 
Mein Beileid erstmal an die Hinterbliebenden und die Opfer.

Ich muss vorneweg sagen, ich bin Sportschütze, schon seit 5 Jahren, und habe selber eine WBK pflichtige Waffe. Schieße damit auch regelmäßig im Verein, nehme an Meisterschaften und Rundenwettkämpfen teil. Eine unnötige Verschärfung würde andere Schützen und mich in ihrem Hobby extrem einschränken und sie quasi schon Vorverurteilen.

Wie ja schon bereits gesagt wurde, ist das deutsche Waffengesetz eines der strengsten und auch streng genug. Eine weitere Verschärfung wäre also unnötig. Es wäre, wie eben auch schon erwähnt, besser, das bestehende Gesetz erstmal richtig anzuwenden, damit sich auch jeder dran hält. Ich meine unangekündigte Waffenkontrollen ware schon vor Winnenden vorgesehen. Leider fehlt das Personal, bei uns im Kreis gab es daher Briefe vom Landratsamt, man solle Fotos von der Lagerung (Waffenschrank, mit sichtaberer Markierung der Sicherheitsstufe) machen.
In beiden Fällen wurde gegen das Waffengesetz verstoßen. Falsche Lagerung einmal und diesmal hätte eigentlich vom Verein eine Meldung an die Waffenbehörde gehen müssen, nach Austritt, um das Bedürfnis zu überprüfen.

Was ich allerdings extrem blöd finde, ist, dass immer nur versucht wird, das Herankommen an die Tatwerkzeuge eines Amoklaufs zu erschweren und auf Computerspiele losgegangen wird, von einem Politiker, der sich profilieren will, anstatt mal die Ursachen bzw. Quelle der Tat versucht wird zu bekämpfen.
Das ist halt eine Sache, da muss einfach unsere Gesellschaft bisschen mitspielen.

Wer noch Interesse an dem Thema Waffen in Deutschland hat, dem empfehle ich auf Youtube "Deutschland unter Waffen" anzuschauen.
 
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Corto schrieb:
Äh, liest du auch bevor du tippst? oder ging das nicht an mich?

Hi. Sry, könnte schwören, da wäre noch ein anderer Beitrag zwischen gewesen. Vielleicht einfach verscrollt, verplant. :D

Um dann nochmal auf das einzugehen, was du geschrieben hast: Ja, eine Pistole ist sicherlich die komfortablere Amokwaffe und weitaus effizienter als ein Messer.
ich denke, das dürfte jedem klar sein.

Vielmehr geht es darum, dass ein neues Gesetz weder etwas an der geschilderten Tatsache ändern wird. Wenn die Frau dieses Waffe bereits seit 10 Jahren nicht haben durfte und das niemand kontrolliert hat... was bringt dann ein neues Gesetz?
 
@Corto: Das eine Schusswaffe das Töten wesentlich einfacher macht, damit hast du sicherlich recht. Dein Beispiel fand ich nur etwas unpassend.

Die Frage ist wieviele solcher taten geplant sind und welche mehr oder weniger "Kurzschlussreaktionen" sind. Bei ersteren hilft alles nichts, die Täter besorgen sich schon die passenden Waffen. Und bei zweiteren hilft es natürlich wenn keine Waffen in "Reichweite" sind. Da ist natürlich die Frage was Gesetze bringen die nicht kontrolliert werden.
Allgemein wird finde ich viel zu viel Wind um die Sache gemacht. Ich denke wir haben in Deutschland ganz andere Baustellen wo die Politiker mal ihr Engagement zeigen können.
 
@Chippo: Meistens endet es in genau den Diskussionen die auch hier geführt werden oder es unterhalten sich 2 Schützen darüber, wobei sich dann meistens darüber aufgeregt wird was die Allgemeinheit ohne Ahnung zu haben fordert.

@badday: Ganz einfach: Sie aufbewahren weil es gesetzmäßig illegal wäre alle Waffen eines Vereins im Schützenhaus aufzubewahren, außerdem ist in den Vereinen nicht immer wenn ein Wettkampf stattfindet grade jn. da der einem Zugang zu den Vereinswaffen verschaffen könnte die man dann mit auf Wettkämpfe in anderen Ständen nimmt.

HOffe eure Fragen ausreichend beantwortet zu haben, falls nicht fragen
 
ok, nun wirds etwas abstrakt :D

was denkst du könnte man in Schützenvereinen stattdessen verwenden? Laser-dome pistolen? und dann blinkt ne led anzeige "treffer" oder wie?

das is echt zu geil, das ist echt das einzige was die sache noch behämmerter machen würde, als sie jetzt schon ist.
 
Ich meine bei der Jugend Olympiade wurde im modernen Fünfkampf mit Laserwaffen geschossen und das im Biathlonsport darüber nachgedacht wird.
Aber beim Bogenschiessen wird es schwerer den Pfeil zu ersetzen ;)

@Corto: Ich frage mich was daran lächerlich ist. Es geht schliesslich um das Zielen und da ist es doch egal was vorne rauskommt. Gut nen Rückstoß entfällt bei Laserwaffen. Wobei ich nicht weiß wie der Rückstoß bei Kleinkaliberwaffen ist. Habe nur Erfahrungen mit Großkaliber.
 
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Eine richtige Waffe vermittelt noch eine Art Ehrfurcht beim Abfeuern. Es ist auch eine gewisse Faszination für Technik vorhanden, nehme ich mal an. Zumindest ist es sicher nicht so aufregend, mit nem besseren Laserpointer irgendwo drauf zu zielen. Dann kann man sich besser gleich in der Bude treffen und wii auf nem Beamer zocken. Dann wäre auch die Frage mit dem Bogenschießen geklärt, wenn ich an wii Sports Resort denke. :D

Weiß nicht. Finde es irgendwie uncool, die Nostalgie und die Tradition auf den Prüfstand zu stellen, wenn das Problem eigentlich ganz woanders liegt und das ist die Kontrolle.
 
Puh, ziemlich aufregend, die Diskussion hier.

Der Fall Lörrach ist wirklich schokierend, zumal ein Kleinkind dabei zum Opfer wurde. Schlimm genug.

Trotzdem, ist es erstaunlich, dass sofort wieder die Sportschützen ins Visier geraten.

Keine andere Sportart unterliegt härteren Gesetzen, das ist auch gut so.

Legal an eine Waffe heranzukommen ist ziemlich schwierig. Illegal ranzu kommen sicher nicht.

Ich denke, 99 % der Sportschützen betreiben den Sport, gerade weil da besonders Disziplin und Sicherheit im Umagng mit der Waffe im Vordergrund steht. Natürlich darf man den Spasseffekt nicht unterschätzen.

Habt ihr euch mal überlegt, wie einfach Diebe an 100-erte von Waffen herankommen könnten, wenn diese alle im Schützenverein eingelagert wären?
Schöne Vorstellung und die Munition gibt es gratis dazu.

Ich denke, sowas ist in der Realität nicht umsetzbar.

Starkere Kontrollen vom Ordnungsamt und der Polizei wären durchaus wünschenswert, nur so können schwarze Schafe gefunden werden, was ich sehr begrüßen würde.

Ich bin seit 2004 Sportschützin, mein Freund seit 1990, und ich für meinen Teil möchte meinen Sport doch gern noch viele Jahre ausüben können.
 
Wenn ich noch was dazu sagen dürfte. Die Sache geht wohl aufgrund der Reaktion unserer Regierung immer wieder in Richtung Sportschütze. Wobei ich und auch andere gesagt haben das nicht nur die ihre Waffen ordentlich sichern und an einem zentralen Ort deponieren sollen. Also auch Polizisten (teilweise Pflicht; je nach Bundesland); Jäger (die sind geschickter, die sagen nicht Amoklauf sondern Jagdunfall;)Ist jetzt wirklich nur ein Witz) und andere die von Berufswesen eine Waffen tragen müssen.

Über die Problematik derartiges umzusetzen wurde schon zu genüge besprochen und ich kann die Argumentation durchaus nachvollziehen. Ich schreibe von daher dies um denn Druck zu mindern der ständig auf unseren Sportvereinen gelenkt wird.

Ehrlich gesagt, ab und an wird hier erwähnt ja, ständig sind es selbst oder zumindest dessen Verwandten Sportschützen. Es gibt da diesen Spruch: Trau keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast.
Erstens, es sind nicht immer Sportschützen oder dessen Angehörige
Zweitens, und am wichtigsten, ich denke Sportschützen sind der größter Teil der bewaffneten Bevölkerung. Von daher ist es logisch das die Wahrscheinlichkeit das es jemanden aus dieser Bevölkerungsgruppe erwischt, einfach höher ist.

Zumal, wenn ich darüber nachdenke ist es vielleicht ganz gut so das die Sportschützen die Bevölkerungschicht sind, die die meisten Waffen haben. Denn dadurch, das können vielleicht die drei Sportschützen bestätigen, wird auch das Verantwortungsgefühl gegenüber solcher Dinge mehr vermittelt. Was nicht einem davon abhält durchzudrehen, aber ich denke es hat vielleicht etwas Einfluss.

Und nochmal, wenn denn Sportschützen ihre Waffen verboten werden, könnte jemand auf die Idee kommen denn Golfern ihre Spielzeug wegzunehmen. Ich meine Golf ist die Artillerie der Schützen^^ LAUFT, er nimmt das Neuner-Eisen!:freak:


PS: Und vielleicht ist es nicht weise jemanden zu reizen der weiß wie man effektiv mit einer Waffe umgeht.;)
 
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Corto schrieb:
was denkst du könnte man in Schützenvereinen stattdessen verwenden?

Wozu überhaupt Schützenvereine?
Nur weil es ein Hobby ist?
Dann erkläre ich jetzt Panzerfahren und Cruise Missiles abschießen zu meinen Hobby.

Merkst du was? ;)


Nicht jedes menschliche Verlangen muß bedient werden. Wenn etwas zu gefährlich (für die Gesellschaft) ist dann wird es abgeschaft.
Aus dem selben Grund gibt es zig Verbote in Deutschland was vor 50 Jahren noch erlaubt war.
Beispiele zu nennen verkneif ich mir jetzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
C3rone schrieb:
Warum nehmt ihr an, der Typ in Winnenden hätte sich mit einem Messer zufrieden gegeben? Nach Stuttgart ist es nicht weit und da kann man schon Schusswaffen für Geld erwerben, welches ein >18 Jähriger durchaus zur Verfügung haben kann.

Mag ja sein, aber da gibt es noch die Chance dass er beim Versuch eine Waffe zu kaufen erwischt wird. Ich meine man kann es nicht immer verhindern aber mann muss es denen nicht leichter machen. Jede Barriere ist hier sinvoll.

Und wer weiss, wenn der Täter keine Waffe da hat würde er sich vielleicht 1 Stunde später schon abreagieren. Vorrausgesetzt er handelt im Affekt und plant es nicht von langer Hand.
 
Darauf hat Nasenbär bereits eine gute Erklärung geliefert.
Es gibt lange geplante Amokläufe und eben Kurzschlußreaktionen. bei letzteren ist es tödlich wenn Waffen verfügbar in der Nähe sind. Diese könnte man verhindern.

Nasenbär schrieb:
Die Frage ist wieviele solcher taten geplant sind und welche mehr oder weniger "Kurzschlussreaktionen" sind. Bei ersteren hilft alles nichts, die Täter besorgen sich schon die passenden Waffen. Und bei zweiteren hilft es natürlich wenn keine Waffen in "Reichweite" sind.
 
@ Haudrauff
Wegen der Hobby frage. Wie gesagt, es ist ein Hobby. Es schult das Auge, die Hand-Auge-Koordination, man trifft gute Freund;) und wenn jemand sich dort abreagieren will ist das besser als wenn er es auf der Strasse tut. Ist vielleicht passiert, aber wenn man bedenkt wieviele Sportschützen in Deutschland leben...
 
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