Uhr muss nach Reparatur zum Hersteller -wer trägt die Kosten...

flickflack

Lieutenant
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Hallo,

ich habe meine Uhr zur Reparatur in ein Uhrengeschäft gegeben. Es war nur ein Druckknopf defekt, dieser muss lediglich wieder von innen angeschraubt werden. Danach rief mich der Uhrenverkäufer an, weil er die Uhr zum Hersteller schicken müsse, damit sie auf Wasserdichtigkeit geprüft weren kann -Man hat das Equipment nicht im Laden.

Nun gut, ich habe ja gesagt, allerdings konnte man mir keinen Kostenvoranschlag machen. Die warten einfach auf eine Offerte vom Hersteller.

Ich finde das irgendwie komisch, da die Wasserdichtigkeit ja vorher gegeben war. Ich hatte sie letztes Jahr zum Tauchen bis 31 Meter um, da gabs absolut keine Schwierigkeiten. Wenn es nun Probleme gibt, dann nur durch den Eingriff des Uhrenmachers -was er übrigens selber zugibt. Muss ich die Kosten für den Test nun zu 100% tragen oder gibts eine Möglichkeit, einen Schaden geltend zu machen, da der Uhrmacher evtl. schlecht gearbeitet hat.

Zur Not werde ich die Kosten natürlich übernehmen.
 
Um welche Uhr handelt es sich denn?

Wann hast du sie gekauft?
 
Die Kosten wirst Du wohl tragen müssen, evtl ist ja der Hersteller kulant.
 
Hm, ich glaube kaum, dass der Hersteller da kulant ist. Für den ist das ein ganz normaler Auftrag. Der Uhrmacher ist ja derjenige, der das mehr oder weniger verzapft hat.

Zur Uhr: Es ist ne Omega Speedmaster Professional X-33; Baujahr 1999 wurde Ende 2000 gekauft. Auch wenn es 200 Euro sind, ist es zu verschmerzen. Aber wieso soll ich für seinen "pfusch" zahlen? Wäre das ein normaler Prozess (die Uhr muss danach eingeschickt werden), dann hätte man mir das ja auch vorher sagen können. Hat er aber nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Uhrmacher hat nix verzapft, der hat die Uhr repariert. Nur musste er sie dafür öffnen und deshalb ist sie nicht mehr dicht und muss vom Hersteller wieder abgedichtet werden. Die Uhr läuft ja nun wieder, nur kannst Du sie zum tauchen nicht mehr mitnehmen und das wird der Uhrmacher bestimmt nicht zahlen.
Ob der Hersteller da kulant ist, liegt ja auch wohl daran ob der Uhrmacher die Uhren im Angebot hat und davon auch welche verkauft, der Hersteller will den Kunden ja nicht verlieren wegen schlechtem Service.

Wäre das ein normaler Prozess (die Uhr muss danach eingeschickt werden), dann hätte man mir das ja auch vorher sagen können. Hat er aber nicht.
Das kannst Du ihm ankreiden, ob das aber reicht die Kosten auf ihn abzuwälzen, lass Dich doch mal überraschen, evtl zahlst Du ja nichts extra dafür.
 
Normalerweise wird doch nur der Dichtring gewechselt. Dieser ist dafür zuständig das der Boden dicht ist.
 
Es war nur ein Druckknopf defekt, dieser muss lediglich wieder von innen angeschraubt werden.
Das wird aber durch den Dichtring nicht mit abgedeckt.
 
Ja, ich werde erstmal abwarten. Eventuell kann ich für den Drucktest halbe/halbe rausholen. Das Geschäft hatte diese Uhr auch im Programm, von daher bin ich auf der sicheren Seite.

Danke für die Antworten, ich dachte ich könnte da mehr rausholen ;).
 
Das mit der Dichtigkeitsprüfung hätte dir der Uhrmacher aber auch schon im Vorhinein sagen können/müssen.
Das weiß er nämlich schon bei der Reparaturannahme. Und diese Tatsache unter den Tisch fallen zu lassen, ist nicht die feine Art.

Wenn du die Uhr zum Tauchen verwenden willst, so wirst du wohl oder übel die erweiterte Dichtigkeitsprüfung machen müssen. Bei einer Alltagsuhr langt eine Prüfung auf 100m.



So nebenbei:
Die meisten Uhrmacher können Dichtigkeitsprüfungen nur bis zu 100m durchzuführen.
Bei Prüfungen über 100m wird das dafür benötigte Equipment teuer. Für die wenige Nachfrage lohnt sich es einfach nicht.
Wenn du diese Tiefen benötigst, wirst du dir schon einen entsprechendes Geschäft suchen müssen. Eine örtliche Tauchschule/Club kann da vielleicht mit Adressen weiterhelfen. Ich nehme aber stark an, das auch diese Geschäfte (der Einfachheit halber) wohl die Uhr zum Hersteller schicken werden.



Gruß
eklipse
 
flickflack schrieb:
...Ich hatte sie letztes Jahr zum Tauchen bis 31 Meter um, da gabs absolut keine Schwierigkeiten. ....

flickflack schrieb:
...Zur Uhr: Es ist ne Omega Speedmaster Professional X-33; Baujahr 1999 wurde Ende 2000 gekauft. ....

Du solltest wissen, das die Speedmaster keine Taucheruhr ist. IMO bist du selber schuld, wenn du diese Uhr mit in 31 Meter Tiefe nimmst. Auch wenn es in dem Moment gut ging, aber das ist nicht die Norm. Hast du Speedmaster mit Seamaster verwechselt?

Die Speedmaster ist höchstens mal fürs Händewaschen geeignet oder ne Runde Schwimmen, aber keine Tauchgänge. Und selbst wenn draufsteht 50 Meter Wasserdicht (so weit ich weiß steht das bei der X33 überhaupt nicht drauf), ist das keine Garantie! Die Speedmaster nie zum tauchen nehmen, das ist nicht ihr Einsatzgebiet und dazu wurde sie auch nie gebaut oder gar beworben. Zum Tauchen bietet Omega die Seamaster-Reihe.

Woher hast du denn die Info, das die X33 wasserdicht sein soll?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Bei einer Omega Speedmaster Professional X-33 hab nur wasserresistent 3 ATM gefunden, also nur dafür geeignet:
WATERRESISTANT 30M (Wasserdicht 3 ATM) * = Diese Uhr eignet sich für Autowaschen, Wasserspritzer, Schweiss.

Wieso gehst du denn damit tauchen? Hast wirklich Glück gehabt das die bei deinem 31m Tauchgang nicht abgesoffen ist.
 
Ich habe nicht nachgeschaut, wie hoch die Wasserdichtigkeit der Uhr ist.

Sollte sie aber, wie hier einige schreiben, wirklich nur "Spritzwassergeschützt" sein (30 Meter), so ist sein Uhrmacher noch schlechter, als ich dachte. Zu dem würde ich ein zweites Mal nicht mehr gehen.

Für soetwas muß man die Uhr nicht einschicken.
Auch wäre es dann fraglich, ob man die Uhr überhaupt dieser Dichtigkeitsprüfung unterziehen sollte.



0.02$
eklipse
 
Du hast der Prüfung zugestimmt, damit ist die Sache eigentlich klar. Man könnte hier und da noch nachhaken, dazu fehlt aber der input. Die übrige Diskussion läuft sowieso am Thema vorbei...
 
"...Du hast der Prüfung zugestimmt, damit ist die Sache eigentlich klar..."

Das Wörtchen "eigentlich" kann es in sich haben.
Das kann nämlich alles bedeuten. Positiv wie negativ.




Imo stellt sich hier die Frage, ob man wegen dem Kleinkram wirklich auf Ärger aus sein sollte.
Runterschlucken und vergessen bietet sich hier an.
 
Ich habe heute nochmal mit dem Geschäft telefoniert. Die Uhr wird wohl bei 50m getestet, offiziell ist sie nur bis 30m freigegeben. Wenn man die Krone nicht herauszieht, gibts auch keine Probleme. Das mit dem Test der Wasserdichtigkeit ist wohl ganz normal und wird je nach Nutzung 1x pro Jahr empfohlen.

Also ist da alles ganz nach Plan verlaufen, dann bin ich ja auch schon zufrieden.

Mir ist schon klar, dass es keine Taucheruhr ist, aber für den Preis kann ich auch mal an die Grenzen gehen. Ich tauche eh nur mit Pressluft und gehe selten unter 30 Meter. Eigentlich nehme ich die Uhr sowieso nicht zum Tauchen, das war damals mehr eine Vorsichtsmassnahme -bevor ich sie irgendwo liegen lasse, behalte ich sie lieber um.
 
Na Hauptsache die gute Uhr kommt heil zurück und du setzt sie nicht mehr zum Tauchen ein. Dafür kannst du sie aber bei deinen Weltraumtrips umbehalten ;).
 
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