Umweltschutz Kaufgrund ?

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SE. schrieb:
Zur Wurst, tja, die Kontrolle hat doch offensichtlich funktioniert. Was waren denn die Konsequenzen für die Wurstproduzenten, kannst du die Doku bitte zusammenfassen?
Hat er doch? Und wo haben da die Kontrollen funktioniert? Ein Fleischer hat im Auftrag eine Wurst aus Schlachtabfällen und verdickten Wasser produziert und eingereicht und dafür ein Siegel erhalten. Ein Produkt ohne sonderlichem Nährwert und aus Abfällen wurde von der Prüfkommission ausgezeichnet. Soviel zum "Wert" solcher Siegel. Der Metzger war sich sehr sicher, dass seine Wurste hätte durchfallen müssen und war selber perplex. Das Kontrollgremium hat hier auf ganzer Länge versagt, Konsequenzen 0. Natürlich darf man sowas nicht 1 zu 1 auf andere Siegel übertragen, man sollte sich aber bewusst sein, dass Siegel auch schlicht nicht mehr sein müssen als die Farbpigmente auf einer Verpackung.
 
MasterMaso schrieb:
Aber bei Samsung oder LG finde ich es z.B. lobenswert, dass diese in Korea fertigen.
Nur so nebenbei... Samsung baut auch Streubomben und ist auch gut in der Waffenindustrie vertreten.

Ich bin kein Fan von diesen Bio Wahn der letzten Jahre. @Tomislav2007 hat das ganz schön auf den Punkt gebracht!

Ich kaufe meine Lebensmittel bei den Bauern in meiner Nähe ein (Bin ein Landkind ;))

Wenn man Technik kauft, wird es ziemlich unmöglich, einen kompletten Durchblick zu erhalten. Ein Smartphone zB.: ist ja aus vielen verschiedenen Teilen gefertigt und zusammen gebaut. Da stehen ja viele Firmen/Fabriken dahinter und die stammen meist aus China. Die Arbeitslage ist dort halt nicht immer so rosig.

Aber du hast schon recht, jeder sollte sich auch solche Gedanken machen und ein klein wenig mehr auf sich, seine Mitmenschen und auf die Umwelt achten.
 
@Mustis
Ich hab mir die Doku nicht angeschaut. Ja klar, manche Siegel können auch nur Farbpigmente auf der Verpackung sein. Das heißt aber im Umkehrschluss nicht, dass alle Siegel keine Bedeutung haben.
Um mal einige zu nennen; Fairtrade, Demeter, Bioland, Fairwear, Bluesign, der blaue Engel, FSC (nicht Mix)- die und noch einige andere geben zumindest den Hinweis auf eine höhere Qualität des Produktes, obgleich einige „nur“ eine Selbstverpflichtung darstellen. Daran orientiere ich mich, bisher ohne schlechte Erfahrungen. Sicher gabs da auch mal einen Betrugsfall irgendwo, keine Ahnung.
 
Hägar Horrible schrieb:
Greenpeace kan ranken so viel sie wollen, so lange sie nicht meine Rechnungen zahlen, kaufe ich da, wo es am Günstigsten ist.
Umweltschutz, oder zumindest das, was Greenpeace für Umweltschutz hält, muss man sich nämlich auch leisten können.
Genau hier liegt das Problem: Für deine persönliche Rechnung ist es vielleicht am billigsten, insgesamt gesehen werden aber zukünftige Generationen einen sehr hohen Preis für unser jetziges Verhalten zahlen.

Wer nach den Prämissen "Hauptsache billig" und
asdwetgtrhe5sre schrieb:
Mich interessiert der ganze Ökoscheiß nicht. Habe mit dem grünen Ökoterror, den die einen aufdrücken, schon genug zu tun. Wer gerne zusätzlichen Ökoquatsch mitmachen möchte, soll es tun aber mich und ggf. andere in Ruhe lassen.
handelt, hat es entweder nicht verstanden, oder ist ignorant.
Alleine die gerne verwendete Wortwahl "Ökoterror" und "Ökoquatsch" zeugen davon, dass das Problem überhaupt nicht verstanden wurde.

Natürlich kann man nicht alleine die Welt retten, aber zumindest im Rahmen der eigenen Möglichkeiten mache ich mir durchaus Gedanken über die Konsequenzen meiner Kaufentscheidung. Je nach dem geht das insofern nicht ganz optimal aus, da ich dann doch was kaufe, von dem ich weiß, dass es die Umwelt erheblich schädigt, aber gerade was Technik angeht, ist es kaum möglich, eine ökologisch unbedenkliche Kaufentscheidung zu treffen.

Wenn ich jedoch im Supermarkt stehe und die Wahl habe, ob ich Äpfel aus Deutschland oder für das selbe Geld welche aus Neuseeland kaufe, dann ist klar, in welche Kiste ich greife. Und selbst wenn die aus Deutschland 50 Cent teurer wären, würde ich eher zu denen greifen. Gerade was Lebensmittel angeht, kann man durch kleine Änderungen des Kaufverhaltens sehr viel richtiger machen.
Man muss es halt nur tun, und nicht stupide eine "Hauptsache billig" und "alles Ökoquatsch"-Haltung einnehmen.
 
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Tomislav2007 schrieb:
Das ist die deutsche Präsenz einer in den USA staatlich anerkannten und gemeinnützigen Seite.
Und dadurch wird's glaubwürdig?

Ich stehe vielen der Siegel auch sehr kritisch gegenüber ... natürlich weil man als Konsument echt nur schwer durchblickt, welche Regelungen dahinter stehen.
Wie fair" ist z.B. der Starbucks-Kaffee?
Da gibts auch ein "fairTrade" Siegel ... allerdings ist das ein unternehmensinternes, bei dem die Vergabe und die Prüfung der Kriterien (z.B. dass die Bauern NUR an Starbucks verkaufen), von einem Tochterunternehmen geregelt wird.

Das problematische an Siegeln ist ihre Funktion als Verkaufsargument in einer Gesellschaft mit "erwachendem" Öko-Bewusstsein. Wäre dem Kunden Öko egal, dann gäbs auch diese Siegel nicht ... dem Kunden ist Öko aber oft genug nicht egal ... genau dadurch sind die Siegel problematisch, denn durch die bloße Auswahl an verschiedenen Siegeln und entsprechenden Kriterien ist es sehr leicht möglich, auch Produkte als Beitrag zum Umweltschutz (oder zu humanen Arbeitsbedingungen) zu bezeichnen, deren Inhaltsstoffe zu weit über 50% ganz sicher NICHT aus biodynamischer Herstellung kommen ... oder aus dem fairen Handel.
Und wenn das Produkt die Prüfkriterien der bestehenden Siegel nicht erfüllt, naja, dann erfindet man halt ein neues (siehe Starbucks) ... der Kunde kaufts ja nicht, weil es wirklich Öko, Bio oder FairTrade ist, sondern weils draufsteht und man sich oft genug blind daruf verlässt.

Das st allerdings wichtig, um das Bewusstsein und den Dialog darüber zu etablieren ... Prüfkriterien verschärfen kann man immer ... aber niemandem wäre mit derart harten Prüfkriterien wie bei Demeter geholfen ... dann gäbs nämlich plötzlich wieder ähnlich wenig Bio, wie in den 1990ern ... und es wäre den meisten einfach "zu teuer".
Ohne Siegel, die im Grunde nicht halten, was sich der Kunde von ihnen verspricht, gäbe es u.U. keine Bio-Food-Welle, die hängt nämlich gerade an "discounter Bio", und nicht an "ich kauf eh beim Bauern".

Erst "möchtegern Bio" hat Bio überhaupt massentauglich gemacht.
Und an der Stelle stellt sich mir die Frage, ob 25% "möchtegern Bio" (anteilige Nachhaltigkeit) am Markt nicht eventuell doch besser sind, als 100% bio (demeter z.B.) mit nur knapp über 5% Marktanteil.
Minimalismus (gerade so viel Öko, wie das angepeilte Siegel zwingend verlangt) ist hier allerdings der falsche Weg ... leider scheint genau DAS momentan der Weg der Nahrungsindustrie zu sein.
 
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hiro schrieb:
Genau hier liegt das Problem: Für deine persönliche Rechnung ist es vielleicht am billigsten, insgesamt gesehen werden aber zukünftige Generationen einen sehr hohen Preis für unser jetziges Verhalten zahlen.

Gibst du mir das Geld? Nein? Dann musst du es mir überlassen, was ich mache oder nicht.
 
Danke für die Bestätigung von egoistischer Denkweise!

Wenn man es sich nicht leisten kann, heißt die konsequente Antwort aus Umweltsicht Konsumverzicht!
 
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Danke für Bevormundung deinerseits. Aber du triffst nicht die Entscheidungen für mich. Dann verzichte doch einfach mal auf deinen Konsum, wenns dir Spaß macht, aber hör auf andere Leute kritisieren zu wollen, weil sie deiner Einstellung nicht Folge leisten. Daran musst du noch viel arbeiten
 
Ich verzichte bereits, soweit zumutbar und finanziell mir leistbar, auf umweltschädigenden Konsum!
 
Dann solltest du jetzt noch darauf verzichten Andere Leute belehren zu wollen
 
Hägar Horrible schrieb:
Gibst du mir das Geld? Nein? Dann musst du es mir überlassen, was ich mache oder nicht.
Hägar Horrible schrieb:
Dann solltest du jetzt noch darauf verzichten Andere Leute belehren zu wollen
Warum so aggressiv?
Gut, bei der hier gezeigten Einstellung wundert mich das nicht wirklich, aber unpassend ist es trotzdem.

Natürlich bleibt es dir überlassen, was du machst. Aber dann musst du dir auch die berechtigterweise deutliche Kritik an deinem Verhalten gefallen lassen.

Nebenbei: Hast du Kinder?
 
Ich kaufe meistens Produkte der Großindustrie. Trotz langer Transportwege schafft die es nämlich die Produkte billiger und umweltschonender herzustellen als Kleinstbetriebe die nur regional vertreiben.
 
Ich achte beim Essen auf eine gewisse Regionalität.
Allerdings lässt sich das in Deutschland ohnehin nicht richtig "durchziehen". Wäre man konsequent, gäbe es über den Winter nur noch Fleisch, Kartoffeln, Kohl und Rüben...

Meinen ökologischen Fußabdruck versaue ich mir aber ohnehin durch mindestens 2 längere Flugreisen im Jahr...
 
hiro, ganz einfach, ihr stellt euch hin und posaunt raus, wie umweltfreundlich ihr doch einkauft und Thomas geht noch weiter und versucht einem vorzuschreiben, dass man einfach gar nichts kauft, wenn man die überzogenen Preise nicht zahlen möchte.

Daher meine Frage an euch Zwei:
- Habt ihr einen Comuter? Ganz sicher habt ihr den, aber woher kommen die Teile dariin? Na? Und wie schaut es mit dem Handy aus? Eventuelles Auto? Kleidung? Schuhwerk?
Aber sich hier groß hinstellen, wir ökologisch man doch ist.

Und ja, ich habe Kinder, du auch? Und ich kann sie ernähren und Kleiden und zur Schule schicken, speziell weil ich auf Leute wie euch kein Bisschen höre.
 
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Hägar,
keine Ahnung ob du mich mit angesprochen hast.
Aber Umweltschutz und Nachhaltigkeit bedeutet nicht zwangsläufig und ausschliesslich im Bio-Supermarkt einzukaufen und Öko-Sack-Bekleidung zu tragen.

Geht ja auch in kleinen Schritten; alte defekte Geräte durch neue energiesparendere A+++ Dinger ersetzen, LEDs statt 100w Birne, eigener abwaschbarer Becher statt Coffee-to-go Wegwerfpappbecher, Einkaufbeutel statt Plastetüte, normale Kaffeemaschine statt Kapselautomat, Bio-Öko-Fairtrade Kaffee von Gepa statt Nestlé, Palmölfreies Essen statt abgeholzter Regenwald, ökologisch abbaubare Reiniger statt Meister Proper, Recycling statt schwarze Tonne, haltbare Kleidung statt Primark, Mehrweg statt Einweg, undsoweiter.

Da du das Technik Thema aufgreifst, wie ich schrieb, mir ist durchaus klar wie und unter welchen Umständen das Zeug produziert wird. Nehm ich in Kauf, dafür bin ich „öko“ in anderen Bereichen. Das Fairphone läuft mit Android, die Lieferkette lässt sich auf deren Seite nachvollziehen. Nach allem was ich las bemühen die sich scheinbar.
Im übrigen begrüße ich, dass auch Tech Konzerne sich ihrer Verantwortung bewusst werden und auf Nachhaltigkeit achten, und seis nur fürs bessere öffentliche Image - siehe Apple.
Auto hab ich nicht; (Outdoor-) Kleidung z.B. Patagonia, Vaude; Schuhe z.B. Waldviertler aus Österreich; T-Shirts sind immer Fairwear (meist Türkei) alternativ Trigema aus DE. Marken wie Nike und Levis finden sich aber auch bei mir.

Kannst du natürlich machen wie du willst, siehs eher als Anregung, ich verurteile dich nicht wegen deines Einkaufsverhaltens. Ein besserer Mensch bin ich auch nicht.
 
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MrFr33zer40k schrieb:
Ich kaufe meistens Produkte der Großindustrie. Trotz langer Transportwege schafft die es nämlich die Produkte billiger und umweltschonender herzustellen als Kleinstbetriebe die nur regional vertreiben.
billiger ja, umweltschonender nein.
 
@chris12
doch, überwiegend schon. Und das trotz der globalen Transportwege.
Lustig, oder? Da kaufen manche nur regional aus Öko-Gründen und schädigen die Umwelt damit mehr als der normale Verbraucher.
 
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