@#7
Was die Leute tatsächlich machen sollten, ist selber in solche Länder zu reisen. Lernt die Leute doch einfach kennen, und helft jemandem den ihr mögt. Oder noch besser, macht einen Business Plan mit einer Idee, die den Leuten dort Arbeit verschaffen könnte.
Warum sollte ich dahin? Ich glaube ja durchaus, dass es dort vielen Menschen schlecht geht. Das bringt uns aber nicht weiter. Und warum sollten WIR das ausarbeiten? Ich sehe da keinen fruchtbaren Boden für eine Idee, die es dort umzusetzen gäbe. Denn die dortigen Machthaber werden es wieder ausnutzen. Und am Ende bringt es: Nichts.
@#9
Ich habe in diesem Thread viele Legitimationsversuche für das komplette ausbleiben JEDER Hilfeleistung gelesen - das finde ich erschreckend. Wenn ihr das Hinfahren für die bessere Variante haltet, dann tut es verdammt nochmal, statt nur drüber zu reden.
Aber ich hör's schon "was kann ich als einzelner denn schon tun". Wahrscheinlich nicht besonders viel, aber auch das ist ganz scher mehr als nichts.
Und eurem Gewissen kommt es auch viel mehr auf den guten Willen an - den Menschen vor Ort ganz nebenbei auch.
Weder noch. Weder spende ich Geld, noch spende ich Zeit, noch biete ich Hilfeleistung an. Denn es spielen ganz einfach viel zu viele Faktoren mit, die man nicht durchschauen kann. Was du als Einzelner tun kannst, versuchs doch im eigenen Land. Wir haben ja alle "die Wahl" und können es für alle Menschen in Deutschland besser machen, nicht wahr? Oder doch nicht? Für WEN denn besser machen? Mein Gewissen leidet jeden Tag an den Ungerechtigkeiten, die Mensch und Tier betreffen. Ich kann anfangen Vegetarier zu werden, und Veganer, und dann zusehen, wie die restliche Menschheit die Tiere dennoch abschlachtet. Ich kann spenden, damit keine Tiere getötet werden. Und damit rette ich einem Tier das Leben. Welches dann später wiederum stirbt. Wie Menschen. Ich fühle mich dennoch nicht schlecht, denn ich kann wirklich nichts tun, was nachhaltig das Leben von Menschen verbessern könnte. Außer eben nachzudenken, Themen anzuschneiden, und später evtl. einmal politisch aktiv zu werden und wirklich was bewegen (oder zumindest versuchen). Die Hilfe an Einzelschicksalen macht mich weder zufriedener, noch stellt sie mich ruhig solange es Menschen und Tiere gibt die leiden müssen. Und bis das weg ist, dauert es noch sehr lange. Sich dann deswegen jeden Tag schuldig zu fühlen, wie ein Gläubiger, der die Erbschuld mit sich trägt, um sein Gewissen permanent unter Druck zu halten ist lächerlich, denn das hilft keinem.
@#10
Schon gar nicht, wenn die Mehrheit weiß, dass auch hier in Deutschland viele Menschen und auch Kinder armutsgefährdet sind. Es macht aber einen Unterschied, ob ein Land in der Lage ist, eine Grundversorgung zu bieten oder nicht. Hier wird man als arm bezeichnet, wer nicht unbedingt im Jahr in den Urlaub fährt oder kein Auto, teure und luxuriöse Geräte Zuhause stehen hat. Ist das fair, diese Luxusprobleme mit einem täglichen Überlebenskampf zu vergleichen?
Dass die Kinder armutsgefährdet sind kann man durch Regelungen im Gesetz verhindern. Dass es Menschen gibt, die bewusst sich für eine armutsgefährdung einsetzen und dort landen kann man nicht verhindern. Fairness hat damit nichts zu tun. Aber ich kehre deine Aussage um: Wenn du meinst, dass hier Menschen, denen es schlecht geht, immer noch besser geht, als in anderen Ländern, sollen wir dann die Geldmittel streichen, dafür stattdessen Essen verteilen und Wohnungen und das Geld dann anderen Ländern spenden, damit dort die Menschen überleben? Ich würde wohl nicht so weit gehen es "natürliche Selektion" zu nennen, denn es wird selektiert in diesen Ländern an den Machthabern und der armen Bevölkerung. Durch Spenden, auch wenns Essen ist, wird sich dann aber nichts ändern. Was sich ändert ist folgendes: Der Machthaber wird dann keinen Cent mehr ausgeben für Essen für seine Sklaven, weil diese ja von außerhalb ernährt werden. Hört sich vielleicht schlimm an, aber so ist es nunmal.
Wenigstens einigen dieser Kindern zu helfen und ihnen eine Hoffnung zu geben!
Wieso spendest du kein Geld in Deutschlan für die armen Rentner, die sich keine Pflegeheime leisten können weil sie kein Geld haben und dann elendig sterben müssen? Alleine. Ohne Geld. Trotz deutschem Sozialsystem (welches sie nicht in Anspruch nehmen).
Die Infrastruktur der Insel ist eine Katastrophe, doch soll es auch gleichermaßen heißen, dass man nun eben den Menschen, die dort leben, die Schuld in die Schuhe schiebt und sich sagt, dass es nichts bringt?
Letztlich ja. Du kannst da soviel Geld reinpumpen wie du willst. Kleines Beispiel: Wir spenden alle. Damit können 50 000 Kinder gerettet werden. Weil es den Kindern gut geht, werden mehr Kinder geboren. Also 10 000 Kinder mehr. Jetzt spenden wir wieder, damit diese Kinder auch überlebensfähig sind. Und deren Kinder. Und deren Kinder. Die können doch nichts dafür, dass sie dort leben. Letztlich spenden wir dann jedes Jahr Geld, damit sie dort weiter leben können, was ja nicht schlecht ist. Aber auch nicht gut. Sie leben dann permanent auf Kosten anderer und es führt zu nichts, außer dass dort die Ambition Kinder zu bekommen kein Risiko mehr darstellt, da diese ja versorgt werden.
Ich wollte einfach mit diesem Hilfsprojekt an euch appellieren.
Das kannt du ja durchaus tun. Da du aber in einem Forum schreibst, musst du auch gegenteilige Meinungen akzeptieren. Es mag auf den ersten Blick human erscheinen, generell Menschen zu helfen. Altruistisch, nobel und edel. Aber das bringt nichts, wenn die Folge ist, dass sich die Menschen nicht mehr erheben können, aus der Lage befreien, und im schlimmsten Falle von ihrer Freiheit und dem Nichtbesitz, in eine Abhängigkeit der Spenden kommen. Da treibt man den Teufel mit dem Belzebub aus.
@#11
Ja von 940€ kann man leben, überleben. Wenn du im Bioladen deinen Sellerie, Porree, Karotten etc. kaufst lebst du ebenfall gesund und kämst mit dem Geld locker aus. Es geht hier um einen Lebensstandard, keinen Luxusstandard. Das mit dem sparen hat sich auch erledigt, wir erinnern uns vor ich glaube nicht mal einem Jahr gab es eine behinderte Familie, die den Lebensunterhalt nicht bestreiten konnte. Auch hatten sie jemanden als Vormund. Dieser ging gut mit Geld um und sparte von der bekommenen Sozialhilfe (bin mir nicht sicher welches Land es war, könnte auch Österreich gewesen sein) auf ein Konto, damit später im Pflegefall alles bezahlt werden kann. Die wurden dann dazu verdonnert, das Geld aufzubrauchen, bis dahin gibt es kein neues Geld. Clever. Hätten sie das Geld lieber verpulvert!
und du dabei deinen Körper NICHT mit Billig-Nahrung zugrunde richtest, dann solltest du ein Buch darüber schreiben, wie so ewas geht. Kleiner Tip: Bei Mutti wohnen zählt nicht...
Könnte ich machen. Wird aber nicht jedem gefallen zu lesen, was man da isst. Und gesund war es allemal. Vielmehr geben wir jetzt auch nicht für essen aus (pro Person, vorher alleine).
Also ganz ehrlich: Bevor ich nach Warlordshausen Geld buttere, dessen Wirksamkeit ich nicht im entferntesten wahrnehmen kann, würde ich statt dessen eher was für Deutsche unter der Armutsgrenze tun...
Dann machst du es ebenfalls nur noch schlimmer. Unter der Armutsgrenze ist unter der deutschen Sozialhilfe also H4. Das geht ansich schon gar nicht, außer du WILLST es so oder weisst nicht wie es geht. Nehmen wir an, wir würden jetzt alle spenden an die Menschen in Deutschland unterhalb der Armutsgrenze. Dann würde der Staat wiederum die Gelder niedriger ansetzen, weil ja dann Einkünfte aus Spendengeldern reinkämen. Ein Teufelskreis. Das heißt nicht die Armut müssen wir mit Geld verhindern, sondern die Armut muss erst einmal wieder Sozialstaatsmäßig und gesellschaftlich abgebaut werden.
Sorry, aber wenn mit den bereits verfügbaren Geldern offensichtlich nichts geleistet wird, dann schüttest du hier nur gutes Geld schlechtem hinterher.
Noch schlimmer. Denen gehts nicht besser,
und du hast weniger Geld zur Verfügung (machst ja ansich auch das eigene Land mit kaputt, weil dort ja dann Kaufkraft fehlt, also wiederum Steuern mit denen die Armut im eigenen Land bekämpft wird).
Daran kannst du nichts ändern, wenn du Kistenweise Geld hin schleppst, denn das ist einfach kein monetäres Problem.
Eben, und wenn daher selbst Geld nicht mehr hilft, was würde denen noch helfen? Einzig die Demokratisierung durch westliche Staaten. Also wieder mal Krieg. Und dann bleiben ein paar zurück, die sich zurückerinnern an früher, als auf einmal die Truppen ins Land einfielen und Leute erschossen (ob gut oder böse ist ja egal für Geschichten) und schon kommt es zur Ablehnung der Kinder und Kindeskinder und der Rotz fängt alle 20-40 Jahre mit Bürgerkriegen wieder an. Es ändert sich: Nichts.
Warum dann also investieren, wenn es langfristig dazu führt, man möge mir das verzeihen, dass die Haitianer aussterben?