Verständnisfrage: Absolute Mehrheit

Nossi

Captain
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Servus,

die TAZ schreibt heute:

Die Hamburger SPD erringt in Hamburg sensationelle 48,3 Prozent Die Grünen können dagegen von der vorgezogenen Wahl nicht profitieren. Schlimm wurde es für die CDU: Sie halbiert ihr Ergebnis.
[...]
Schließlich ist Scholz gelungen, was bislang kein Politiker in Hamburg geschafft hat: Er befreite seine Partei nicht nur nach fast zehn Jahren aus der Opposition, sondern errang dabei auch gleich noch die absolute Mehrheit.
http://taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/spd-einsam-an-der-spitze/

Wie kommt die TAZ auf eine absolute Mehrheit für die SPD?
Afaik braucht man 50.1% der Stimmen. Wo liegt der Fehler?
 
Sie haben die absolute Mehrheit der Sitze im Senat (62 von 121), dazu braucht es nicht unbedingt mehr als 50% der Stimmen.
 
Da nicht alle 100% abgegebenen Stimmen dazu führen dass jede Partei die 5% Hürde schafft wird die Absolute Mehrheit Aufgrund der verteilten Sitze bestimmt.

"Andere" beträgt 5,6% und sind nicht im Landtag vertreten.
Somit: 94,4 % der Stimmen => 100% der Sitze
SPD 48,3% der Stimmen => 51,1 % der Sitze
 
Dann müssten sie ja korrekterweise "die absolute Mehrheit im Landtag" schreiben, weil sie ja nur eine "relative Mehrheit der Stimmen erreicht haben" oder scheert man dass dann über einen Kamm?^^
 
Das liegt an den 5,6% der anderen Parteien die nicht in den Landtag einziehen. Wenn du die %e der Parteien addierst die in den Landtag einziehen kommst du auf 94,4% un davon die Hälfte ist 47,2%... daher hat die SPD mit 48,3% die absolute Mehrheit.
 
Sitzverteilung ist gemeint, da ist die absolute Mehrheit bei 61 - 121 Sitze gesamt!

edit: zu spät, man seit ihr wieder schnell heute morgen......
 
Natürlich :D
Hätte man auch selbst druaf kommen können. Ist noch früh ;)
Danke sehr.
 
94,4% wurden in den Senat gewählt (5,6% waren unter 5% und sind daher nicht vertreten). Die absolute Mehrheit ist also ab 47,2% erreicht.
 
G3frI3rBr4nD schrieb:
Dann müssten sie ja korrekterweise "die absolute Mehrheit im Landtag" schreiben, weil sie ja nur eine "relative Mehrheit der Stimmen erreicht haben" oder scheert man dass dann über einen Kamm?^^

so verstehe ich den Begriff und wer präzise spricht, sollte auch von der abs. Mehrheit in der Hamburger Bürgerschaft (Landtag in HH) sprechen. Leider ist eine präzise Sprache nicht die Sache der meisten Journalisten.
 
es gibt eine bagatellgrenze und alles darunter fällt weg. vom rest sind es dann mehr als 50%, also die absolute mehrheit.
 
ripuli-6 schrieb:
Leider ist eine präzise Sprache nicht die Sache der meisten Journalisten.

Jornalisten sind ja schließlich alles keine Wissenschaftler.
Es reicht, wenn der Leser den Sinn verstanden hat.
 
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