W10-Update fehlgeschlagen, Reparatur fehlgeschlagen, Boot-Disk wird nicht erkannt

zazie

Captain
Registriert
Aug. 2005
Beiträge
3.357
System: Xeon v4 1240, Samsung 840 250 GB SSD als Systemplatte, W10 Update von W8.1 64-bit.

Problem: Ich kann mein System weder starten noch reparieren. "PC auffrischen" meldet "Laufwerk gesperrt". Starthilfe läuft an, bricht dann aber ab mit "konnte PC nicht reparieren." Disk ist auch sonst nicht ansprechbar, aber auch nicht defekt ***.

Beschreibung: Ich habe dieser Tage vorerst vergeblich versucht, W10 mit dem neuen Sammelupdate zu aktualisieren. Das ist eine Nacht durchgelaufen und (trotzdem) bei 0% hängengeblieben. Danach habe ich abgebrochen und den PC neu gestartet. Nach vier Stunden war das System aber immer noch mit der Wiederherstellung beschäftigt, ohne irgendwelchen sichtbaren Fortschritt.
Ob das nun ein Riesenblödsinn war oder nicht: Tatsache ist, dass ich diesen Prozess abgebrochen und den PC durch Drücken des Netzschalters abgestellt habe. Seither lässt er sich nicht mehr booten.

Es erschien nur noch 1234F: auf dem Bildschirm.
Nachdem mir klar war, dass das ein Befehl aus TestDisk ist, habe ich sämtliche andern SSD/HD abgeklemmt. Es ist auch keine Bootpartition auf einem andern Datenträger vorhanden.

Nach dem Booten mit der W8.1-DVD erhalte ich die üblichen Optionen. Die bringen aber nichts:
PC auffrischen: "Laufwerk gesperrt"

Eingabeaufforderung:
bootrec fixmbr bzw. fixboot werden zwar "quittiert", bleiben aber ohne weitere positive Auswirkungen.
bootrec /scanos zeigt: C:\windows
rebuildbcd => "C:\windows zu Startliste hinzufügen ?"=> JA => "Das angeforderte Systemgerät kann nicht gefunden werden"

diskpart select 0 partition 1 => ok
dann: list disk: => Datenträger 0 online, 232 GB, frei 0B dyn GPT

Das ist wichtig, weil wegen GPT das "ACTIVE"-Setzen nicht funktioniert.

list volume zeigt Folgendes:
Code:
0    D    DVD-ROM
1    C    System Samsung 840      NTFS    Partition    231 GB  fehlerfrei
2         Wiederherstellung       NTFS    Partition    300 MB  fehlerfrei    versteckt
3          -                      FAT32   Partition    100 MB  fehlerfrei    versteckt
2          -                      NTFS    Partition    450 MB  fehlerfrei    versteckt

*** Offenbar ist die SSD nicht einfach 'hinüber'. Ich kann sie zwar übers Netzwerk nicht ansprechen (bzw. den ganzen PC nicht), aber wenn ich mit der Boot-DVD weiter fortfahre, kann ich bei der Treibereinbindung mit Hilfe des "Mini-Explorers" in W98-Optik die vorhandene Dateistruktur anschauen (Natürlich kann ich keine Aktionen vornehmen).

Wenn ich in der Eingabeaufforderung aufs Laufwerk C zugreife (mit DOS-Befehlen), sehe ich, dass es dort beispielsweise ein Verzeichnis windowsW10update gibt. Aber ich kann in dieser Eingabeaufforderung innerhalb der "Erweiterten Optionen" nur die Befehle gemäss bootrec, diskpart oder ähnlich ausführen, aber keine Programme direkt starten.

Was nun ?
 
Moin,

klarer Fall von neu installieren.
Nimmt er die SSD auch bei einer Neuinstallation nicht, musst du dir eine Linux Boot CD erstellen und von dieser dann booten.
Sicher die ggf. noch für dich wichtige Daten (die auf C aber eigentlich nichts verloren haben) und mach die Platte platt.

Alternativ geht auch Dariks Boot and Nuke (DBAN, habs aber noch nie mit ner SSD genutzt).

Das löscht dir die Platte so, als ob Sie nie benutzt worden wäre.

Beides Varianten aber immer ohne angeschlossene Datenplatten nutzen.

EDIT: Beide Varianten löschen aber auch ggf. Systempartitionen von OEM Herstellern, welche für eine Systemwiederherstellung normalerweise notwendig sind.

Ist dein Windows Key auf solch einer Partition geht die NEuinstallation nicht. Normalerweise ist der aber auf Papier oder im UEFI hinterlegt.
 
Werde versuchen, die SSD im Zweitsystem anzuschliessen und einige Daten zu sichern (sind nur wenige, von Spieleanbietern, deren Software den Dienst verweigert, wenn man nicht auf C: speichern will ...).

Aber: Auf dieser SSD ist W10 im Upgrade von W 8.1. Wenn ich sie platt mache und W 8.1 neu installiere: wie kann ich dann wieder updaten ? Meine Lizenz wäre ja dann nach dem Plattmachen der SSD auch weg.

Ich bin jetzt nicht der Oberfan von W10, aber weil ich meine andern Rechner auf W10 gebracht habe, würde ich eigentlich gerne wieder upgraden.
 
Wenn der Upgrade auf W10 schon geklappt hat und am System nichts verändert wird, dann wird Win 10 auch bei einem Clean Install wieder aktiviert werden.

Hast Du ein Microsoft Konto ? Wenn ja, solltest Du das mit Win10 verknüpfen, dann kannst Du Win10 auf jeden Fall wieder aktivieren.

​Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für die Tipps.
@Terrier: Ich habe derzeit weder eine beschreibbare DVD noch einen USB-Stick zur Hand, nur eine W8.1 DVD.

Mit "CLEAN INSTALLIEREN" - so nehme ich an, meinst du nach Formatieren der SSD ? Das wäre aber ein Widerspruch zu der von dir im verlinkten Post gezeigten Winfuture-Bildreihe, wo eine Upgrade-Installation vorgenommen wird (Bild 5)
 
Clean installieren ist "Benutzerdefiniert" wählen.
Bild 5 hier.
http://www.computerbild.de/fotos/cb-Tipps-Software-Windows-10-installieren-Schritte-10965010.html#5
und bei Bild 6 alles Partitionen löschen, auch die kleinen 100 bis 1000MB oder OEM Recovery Partitionen und nicht selbst formatieren.
Windows einfach in den Nichtzugewiesenen Platz installieren.

Das mit der 8.1 DVD kannst du doch vergessen.

Eine DVD oder eine USB Stick musst du dir schon besorgen oder ausleihen beim Kumpel.
USB Sticks hat man doch mittlerweile schon massenweise rumfliegen.
 
Update und neue Fragen:

Ich habe inzwischen
- die SSD (Samsung 840 250 GB) ausgebaut, im andern PC eingebaut, Daten gesichert und wieder zurück in den PC Xeon
- einen USB-Stick besorgt und mit dem Media Creation Tool bootfähig gemacht
- das Setup meldet mir, W10 könne nicht auf dem Laufwerk installiert werden (siehe unten)
- SSD wieder ausgebaut und im andern PC formatiert (Schnell und tief; wird erkannt und kann verwendet werden!), danach zurück in PC Xeon

Aber erneut kommt es beim Punkt "Wo möchten Sie Windows installieren", zu folgender Fehlermeldung:
"Windows kann nicht auf Laufwerk 0 Partition 1 installiert werden (Details anzeigen)"
Unter Details anzeigen erscheint die Meldung:
"Hardware des Computers unterstützt möglicherweise das Starten mit diesem Datenträger nicht. Stellen Sie sicher, dass der Controller des Datenträgers im BIOS-Menu des Computers aktiviert ist". Im BIOS wird die SSD allerdings korrekt bezeichnet.

Ich kann die angezeigte Partition löschen und danach "Neu" erstellen, die angezeigte Datenmenge ist korrekt und wird übernommen. Klicke ich auf weiter, erscheint wieder obige Meldung. Formatieren wird angenommen, PC bleibt aber dann in Sanduhr hängen.

NACHTRAG: habe noch mit diskpart den Befehl "list volume" erteilt und sehe dort nun, dass die SSD zwr als fehlerfrei bezeichnet wird, aber als DS wird RAW angezeigt !? Die SSD wurde aber mit NTSF formatiert!

Was kann ich noch tun ?
 
Zuletzt bearbeitet: (Nachtrag)
Ich lese immer was von formatieren!
Post 7 nicht gelesen ?
Bilder und einen haufen Text, was soll man noch machen, vorbeikommen?
und bei Bild 6 alles Partitionen löschen, auch die kleinen 100 bis 1000MB oder OEM Recovery Partitionen und nicht selbst formatieren.
Windows einfach in den Nichtzugewiesenen Platz installieren.
Kann nicht auf Partition1 installiert werden kann nicht kommen wenn gar keine Partition da ist.
Ansonsten machst du ein Bild von dem was man in den link Bild 6 bei dir an Partitionen sieht.
http://www.computerbild.de/fotos/cb-Tipps-Software-Windows-10-installieren-Schritte-10965010.html#6
dann sage ich dir auch noch genau wie oft du löschen klicken musst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur die Ruhe. Ich hab's genau so gemacht. Alle Partitionen gelöscht, bis am Schluss nur noch ein "Nichtzugewiesener Platz" vorhanden war. Dann kam erstmals die zitierte Meldung. das naheliegende Formatieren (nach neu und der erneuten Fehlermeldung) war nicht möglich, deshalb der Ausbau in den andern PC.
Ich hab's nochmal nachgestellt: Die Meldung heisst: Es konnte keine neue Partition erstellt oder eine vorhandene Partition gefunden werden

Edit 2: Das Bild können wir uns schenken, weil bei mir noch freier Festplattenplatz von 232 GB angezeigt wird bzw. nach "neu" ein Volume 0 mit Partition 1, was ich auch wieder löschen kann. Aber eine Installation ist nicht möglich, siehe Fehlermeldungen weiter oben.
 
Zuletzt bearbeitet:
deshalb der Ausbau in den andern PC.
was vorher war ist doch nicht mehr wichtig, das ausbauen war doch OK.
was ist nach dem wieder Einbauen in den PC Xeon
Bild 1 bis 5 und auch Bild 6 siehst du?
Da hast du alles gelöscht!
Willst du noch eine Datenpartition haben später auf der SSD oder warum klicks du auf Neu?
Bild 6 ist doch selbserklärend, so muss es aussehen und dann einfach auf weiter, wenn man keine Datenpartition haben will.
Ansonsten muss man das sagen.
Erst alles löschen, wie in Bild 6
Dann legt man bei "Neu" die Partitionsgröße für Windows (inkl. kleine Bootpartition) fest und formatiert auch nicht.
Einfach danach auf weiter.
Den Nichtzugewiesenen Platz für die Datenpartition formatiert man dann später in der Datenträgerverwaltung.

Wenn wirklich alles richtig gemacht wird AHCI im Bios eingestellt ist, und es dann nicht geht ist wohl die SSD hin.
Zumidest war das hier die Lösung auch wenn es Windows 7 ist und einiges an Tipps veraltet ist
http://www.drwindows.de/windows-7-allgemein/78880-windows-7-installiert-2.html#post702515
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst die SSD cleanen, damit sieht die für Windows aus wie frisch aus dem Werk. "SDD formatieren" bringt nichts, da du nur Partitionen formatieren kannst, d.h. die (kaputte?) Partitionstabelle ist immer noch vorhanden. Das könnte hier das Problem sein.
 
Besten Dank für die Tipps. Ich bin jetzt auf Arbeit und kann sie erst heute Abend ausprobieren, werde mich wieder melden.

Um allfällige Unklarheiten bezüglich Vorgehen zu beseitigen, wiederhole ich:
- SSD komplett gelöscht, inklusive aller Partitionen
- Installieren von Windows aus dem USB-gestarteten Setup misslingt: "Windows kann nicht installiert werden. Es konnte keine neue Partition erstellt oder eine vorhandene Partition gefunden werden"

Was ich tatsächlich an der SSD im Zustand "nichtzugewiesener Speicherplatz 232 GB" noch nicht ausprobiert habe (und also noch testen werde), ist der Befehl "Neu" und dann nur einen Teil des Speicherplatzes zuzuweisen. Bisher habe ich einfach die gesamten zur Verfügung stehenden rund 232 000 MB bestätigt.

Vorher werde ich aber das Cleanen gemäss Link von Darlis probieren.

****************************************************************
****************************************************************

Ergänzung vom 20.09.2016 20:38 Uhr: Gute Nachrichten: Windows 10 ist installiert, SSD ist vom Setup akzeptiert worden, das Installieren hat - im zweiten Anlauf - geklappt. W 10 läuft, in der Version 1607 (Build 14393.0).

Im Detail:
1. Das Reduzieren des für die Installation zur Verfügung gestellten Speicherplatzes (von 232 auf 100 GB) hat nichts gebracht, die SSD wurde mit den oben zitierten Fehlermeldungen zurückgewiesen.
2. diskpart und Verwendung des Befehls "clean" gemäss dem Post und dem Link von Darlis war offenbar der Schlüssel. Ich habe in der Eingabeaufforderung die Befehle
  • diskpart
  • list disk
  • select disk <Nummer>
  • clean
  • exit
verwendet. Danach hat das W10-Setup die Disk für die Installation akzeptiert und den eigentlichen Installationsvorgang begonnen.
3. Es gab aber noch eine Komplikation: Die Installation ist beim Punkt "Dateien werden vorbereitet" und bei 1% hängen geblieben. Ich habe eine Stunde Zeit gelassen und dann abgebrochen. Sicherheitshalber habe ich die diskpart-Befehle gemäss 2. nochmals ausgeführt und die Installation erneut gestartet.
4. Diese Installation hat dann ohne weitere Zwischenfälle geklappt.

Ich bedanke mich herzlich bei allen, die geholfen haben! Dank der guten Tipps (und der Hartnäckigkeit) kann ich mit euch virtuell anstossen :)

Edit: CB hat meinen "Erfolgs-Post" automatisch an den von heute Morgen angehängt. Deshalb mit grafischen Elementen die Neuigkeiten hervorgehoben, halt etwas boulevardmässig ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Kannst du noch einen Screenshot von CrystalDiskInfo hier hochladen? Das Fenster bitte so weit aufziehen, so dass alle Attribute sichtbar sind.
Möglicherweise gibt es ein Problem mit der SSD oder Sata-Kabel.
 
Gern, hier:

Dokument 1: CrystalDiskInfo der SSD 250 GB (C:\)
CrystDiskSSD250.jpg
Dokument 2: CrystalDiskInfo der SSD 500 GB (E:\)
CrystDiskSSD500.jpg

Was auffällt: Die 250er zeigt unter C7 34 CRC-Fehler. Ob das problematisch ist, weiss ich nicht.
 
Das ist problematisch! Da beide SSDs ordentlich CRC-Fehler anzeigen, vermute ich mal die Sata-Kabel sind nicht Sata3 geeignet (oder einfach defekt). Die solltest du unbedingt gegen entsprechend geschirmte Kabel austauschen.
Werden bei F: auch CRC-Fehler angezeigt?
 
Ich habe tatsächlich auch eine Platte F:\ in diesem System, eine WD 2TB green, die ich als Backupplatte für das NAS nutze (dort sind 2*2 TB WD red im Raid 0 drin). Allerdings kommen mir die CDI-Werte für diese Platte "spanisch" vor: Die soll angeblich erst 97 Betriebsstunden haben.
CrystDiskWD2TB.jpg
Die grössere SSD hat einen CRC-Fehler, das dürfte kaum ein Problem sein.

Zu deiner Aussage betreffend SATA-Kabel: Tatsächlich hatte ich nach dem Aufbau des PC mit den SATA-Kabeln, die beim Mainboard (Gigabyte Z87-HD3) dabei waren (!!), grosse Probleme. Die übertrugen zwar Daten, aber mit lausigen Geschwindigkeiten. Ich habe also damals neue SATA III-Kabel gekauft. Gemäss Samsung Magician liefen die SSDs dann mit "grünen" Geschwindigkeiten (wenn auch leicht unter den theoretischen Maxima).

Deshalb verunsichert mich natürlich jetzt deine Frage. Gibt es einen Test für die Kapazität bzw. den Zustand von SATA-Kabeln ?
 
Zuletzt bearbeitet: (Korrektur: das waren natürlich neue Sata III-Kabel. Tippfehler korrigiert)
Du guckst in der falschen Spalte. Die Spalte Rohwert enthält die tatsächlichen Werte. Die Laufzeit steht übrigens auch leserlich oben rechts.

Die Anzahl der CRC-Fehler wird nie zurückgesetzt, d.h. es kann auch sein, dass diese noch von den schlechten Kabeln herrühren. Du müsstest also beobachten, ob der Rohwert jetzt weiter ansteigt. Wenn nicht, ist alles OK.
 
Danke für die Zusatzinfos; ich habe CrystalDiskInfo erstmals benutzt und von der richtigen Interpretation - offensichtlich und ganz ohne Ironie - keine Ahnung. Nachdem ich die hexadezimalen Werte der CRC-Fehler aufgelöst habe (SSD 250GB: 65 920; SSD 500 GB: 124 654), komme ich schon ins Grübeln. Ich habe die grössere SSD einige Monate nach der Systemplatte gekauft - und offenbar doppelt so viele Fehler. Im Alltagsgebrauch hatte ich allerdings bisher nie Anlass, mit der Leistung der 500 GB-SSD zu hadern. Ich benutze sie nicht nur als Datenplatte, sondern installiere auch sämtliche Programme dort. Auf der Systemplatte sind nur Windows und die unvermeidlichen C:\-Programmteile von (älteren) Spielen drauf.
Ich lasse CrystalDiskInfo deshalb jetzt auf dem System und werde die Entwicklung der Werte beobachten.
 
Zurück
Oben