Waffenlobby und Zeitgeist

eRacoon schrieb:
Ich kann zwar als Außenstehender in Bezug auf Waffen, Schützenvereine, usw. nicht viel dazu sagen, aber meine Meinung dazu äußern...
darum geht es mir, mal die Meinung anderer zu hören
eRacoon schrieb:
Klar sagen die meisten ich hab ja auch Brotmesser daheim aber ich finde Schusswaffen sind da nochmal eine andere Liga.
Ja, so einen richtigen Nutzen kann man den Hobbywaffen nicht abgewinnen. Ist wohl am ehesten mit Motorrädern zu vergleichen.
eRacoon schrieb:
Daher bin ich generell auch eher für ein Waffenverbot in Privathaushalten! Aber wie gesagt ich sehe das eher als Außenstehender, ich denke wenn ich Spaß daran hätte mit Waffen auf Scheiben zu schießen, würde ich das anders sehen...
Ich bin ein lausiger Schütze, mich fasziniert die Mechanik, das Kunsthandwerk, die Ingenieurskunst. Ist beim Auto das gleiche. Aber dann will man sowas erst recht zu Hause haben.
eRacoon schrieb:
Das ein Jäger seinen Waffe sichern muss um damit über Straßen usw. zu laufen halte ich für richtig! Jeder muss sich in seinem Beruf an gewisse Sicherheitsvorschriften halten! Das ist ja auch ein Schutz für den Jäger...
Ich meine den Fall, wenn durch Dein Jagdgebiet eine Straße führt. Ehrlich, das wurde letztens angesprochen in Bezug auf die unausgegorene Hauruck-Gesetzgebung. Der Jäger darf nur auf dem Jagdgrund die Waffe auspacken, will er über die Straße (keine Privatstraße), muß er die Waffe entladen, zerlegen, in den Koffer, abschließen und auf der anderen Straßenseite wieder auspacken. Macht kein Mensch, aber so wäre das Gesetz.
eRacoon schrieb:
Wie ihr hier jetzt allerdings auf "Killerspiele" kommt verstehe ich nicht ganz... Damit erfüllt ihr doch jegliche Klischees indem ihr hier eine Diskussion über Ego-Shooter in Kombination mit Waffen startet...
Es geht den Computerspielern haargenauso, wie den Schützen. Was lernen die Kids bei 4Story? Dem Gegner mit der Axt die Rübe runterzuhauen, statt den Konflikt auszudikutieren :rolleyes: Es sind die gleichen Leute, mit den gleichen Anfeindungen die Schützen und Computerspieler für das Übel der Welt verantwortlich machen:
Immerhin wurde letztens im DWJ zu der Kill-Killerspielaktion Bezug genommen, die Schützen denken also schonmal an die Computerspieler.
http://www.youtube.com/watch?v=LW68hN9LTGo
daher der Zusammenhang und die Frage, ob die Computerspieler auch manchmal an die Schützen denken und deren Sorgen teilen..
eRacoon schrieb:
Nun zu den Geschwindigkeitslimits:
Daher das du schreibt du fährst jedes Wochenende 900km, geht es dir speziell um die Autobahnen?
Ja, nur um Autobahnen, gut ausgebaute, wie eine Landebahn.
eRacoon schrieb:
Ich hasse Leute die meinen sich mit ihren Schüsseln mit über 200 Sachen durch den engen Verkehr zu prügeln
Ja, hasse ich auch, aber erlebe ich höchst selten, ich fahre fast nur Autobahn und das auch nur zum Wochenende.

GTA-3 ist zwar nicht mein Ding, aber dieser Beitrag ist Klasse:
http://www.youtube.com/watch?v=aHUGxjZQOSM
 
Also Waffen braucht an sich doch niemand zu Hause? Es reicht meiner Meinung nach vollkommen wenn man diese im Schützenverein vorrätig hält. Und wenn du eben pendelst und an 2 Orten ansässig bist dann musste dir eben bei 2 Schützenvereinen eine Waffe hinterlegen.

Aber wieso musst du dein Zielfernrohr (oder was es war?) in Polen bestellen, gibt es das nicht auch in Deutschland, oder kannst du es dir nicht über einen lizensierten Waffenhändler besorgen? Mir erscheint das persönlich mehr wie dubios wenn man bei Waffen (die schließlich auch eine Gefahr für einen Selbst sein können) nur auf den Preis achten. Demzufolge finde ich es vollkommens in Ordnung das der Transport von Waffen schwerer gemacht wird. Und es muss ja auch nicht jede Person ein Luftgewehr im Kofferraum liegen haben.

Jäger brauchen mitten in der Stadt auch keine Waffe. Die sollte sie durchaus in einen sicheren Schrank in der Forsthütte oder Daheim aufbewahren, oder evtl. gar auf der örtlichen Polizeiwache? Das es ein wenig übertrieben ist das man die Waffe verpacken muss wenn man nur eine öffentliche Straße passiert mag übertrieben sein. Doch mag ich persönlich niemand auf offener Straße mit Waffe begegnen, der sich nicht als Polizist oder ähnliches identifizieren lässt.


Bzgl deines Problems mit der Autobahn, 200 finde ich völlig übertrieben zu fahren wenn sich auch nur ein paar andere Autofahrer auf der Autobahn befinden. Du könntest ja mal schauen ob es nicht evtl. eine Alternative ist für die am Wochenende zu fliegen. Mit Spritverbrauch/Versicherung Steuern bist du da vermutlich nicht teurer, und wesentlich schneller am Ort. Und nein ich gehöre nicht zu den 140 Fahrern, und würde mich persönlich über ein Geschwindigkeitslimit selbst aufregen. Aber ich hab es auch schon oft genug auf der Autobahn Situationen erlebt wo Personen mit 200 auf einen heranrasen und in letzter Sekunde abbremsen.Zumal das Verkehrsfluss insgesamt wahrscheinlich flüssiger wird wenn alle die selbe Geschwindigkeit fahren. Nichts nervt mehr wie Fahrer die auch im Stau dauernd meinen die Spur wechseln zu müssen um ein paar Sekunden schneller zu sein. (dafür aber die Dauer/Länge des Staus erheblich verlängern)

Zu Killerspielen sag mal nicht so viel Je nachdem find ich das Werbeverbot vollkommen in Ordnung, und manche Spiele brauch es wirklich nicht. Wie wurde sich bei dem Trailer von Rage3 in manchen Comments über die tollen "Splattereffekte" gefreut. Mir kommt es mehr auf ein passendes Gesamtbild an, und diese Effekte sind teils extremst übertrieben und überflüssig! Da fragt man sich schon wie pervertiert man sein muss um Blutgespritze toll zu finden? Aber allg. gesehen ist die Politik in diesem Falle schon ein wenig überzogen.

// Weil ich finde das ich manchmal mit meinen 140auch schon übertrieben schnell fahre, deswegen finde ich 200 die ich nichtmal erreiche mit meinem Fahrzeug einfach extrem. Kommt aber auch auf den Unterbau an, bei 180 hab ich Angst das mir die Karosse wegklappt *g.

Wieso musst du denn die Luftpistole von A nach B bringen? Kannst du dir nicht eine für A und B besorgen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe im Ausland noch keine Waffenteile bestellt. Ich prangere die Salamitaktik an. In 2 Wochen darf man sowas nicht mehr international verschicken (nur noch mit privaten Postdiensten) und demnächst auch nicht mehr national. Bald braucht man eine Genehmigung will man einen Ego-Shooter spielen und online nur noch ab 22 Uhr?

OT: Deine Geschwindigkeitsphilosophie verstehe ich nicht. Du fährst über 140 aber 200 sind völlig übertrieben?
Fliegen habe ich schon versucht; mit dem Auto bin ich deutlich schneller.
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Außerdem paßt da nur die LuPi ins Handgepäck. Und LuPi --> Flughafen ?
 
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Tolle Diskussion:o:o:o:o

Polemisch ausgedrückt:
Der eine will mit seinem Auto 500 fahren, alle Waffen besitzen, alle indizierten Egoschooter frei kaufen und dann alles noch mit dem Postpäckchen als Warensendung verschicken.

Aber der Gesetzgeber, der böse Bube, hat bald alles verboten.

Jetzt mal ernsthaft, ich habe da einen passenden Witz:

Kommt ein Mann nicht beim sondern zum Arzt. Fragt der Arzt: "Welches Problem haben wir den?.
Sagt der Mann/Patient:"Ich habe regelmäßig jeden morgen um 7:00 Uhr Stuhlgang."
Sagt der Arzt:"Ist doch gut, da würden sich viele anderer drüber freuen. Wo ist denn das Problem dabei?".
Sagt der Mann/Patient:" Aber ich stehe immer erst um 7:30 Uhr auf!!".

Der Witz passt m. E. 100 prozentig zum Thema und klärt auch das Problem.

P.S: Jeder sollte für sich entscheiden ob er Arzt oder Patient ist.
 
Zuletzt bearbeitet: (Satzstellung)
Kowa schrieb:
Außerdem paßt da nur die LuPi ins Handgepäck. Und LuPi --> Flughafen ?
Warum willst Du denn ständig Deine Luftpistole durch die Gegend kutschieren? Kannst Du ohne unter dem Kopfkissen nicht mehr pennen? Nur wegen der Ingenieurskunst und der filigranen Mechanik?

Ach, moment...hab da ja was überlesen:
Kowa schrieb:
darum geht es mir, mal die Meinung anderer zu hören
Ja, dann sollte man die Meinung aber auch respektieren.

Entschuldigung, für mich steht die Unversehrtheit Anderer über der Entfaltung meiner persönlichen Bedürfnisse. Daher werden wir beide uns in Sachen Waffengesetz und Straßenverkehrsordnung nicht einig werden. Schusswaffen erfüllen nur unter ganz bestimmten Umständen einen konstruktiven Zweck und dann auch nur über Umwege. Deswegen sollte in meinen Augen niemand "just for fun" eine Waffe besitzen.

Und wenn ich sowas lese:
Kowa schrieb:
Es geht die Post einen feuchten Schmutz an, was ich verschicke,...Es gibt in USA nicht überall ein Tempolimit ...Die Waffengesetze unterscheiden sich extrem zwischen den Staaten. Wird es gelockert sinkt die Gewaltkriminalität, wird es gestrafft, steigen Mord und Raubdelikte.
dann ist schon ziemlich klar, dass Du Dir alles mögliche aus der Nase ziehst, nur damit man Deiner Argumentation folgt. Deswegen widerlege ich mal im Eilverfahren:
Post => Gefahrenabwehr, Kriminalität unterbinden: Drogen, Waffen, Sprengstoffe, Schwarzgeld dürfte nach Deinen Regeln also jeder wie er lustig ist durch die Gegend schicken?
Doch, es gibt überall in den USA ein Tempolimit, es unterscheidet sich nur zwischen den Staaten.
Der Zusammenhang Kriminalitätsrate/Härte Waffengesetz wie Du ihn darstellst ist vollkommen falsch und basiert auf einer von der NRA in Auftrag gegebenen Studie die die Sozialstrukturen der unterschiedlichen Staaten vollkommen ignoriert hat. Ein liberales Waffengesetz in Griechenland wäre mit Sicherheit nicht so toll.

Gruß FatFire
 
Kowa reg dich nicht über diese Schwachsinnsgesetze hier auf. Geh in die USA in einen entsprechenden Bundesstaat bei dem das zu schnelle Fahren nur mit ein wenig Geldbuße und keiner Freiheitsstrafe verbunden ist und habe deine Freude. Ist halt ein freieres Land als dieses hier.

Und Waffen sollen nur verboten werden, damit sich der Bürger nicht mehr zur Wehr setzen kann. So wie man den Schweizern erst die Taschenmunition wegnahm und nun die Gewehre wegnehmen will mit fadenscheinigen Gründen.

Viele verstehen den Zusammenhang zwischen Gewaltverbrechen und Waffen in der USA überhaupt nicht. Vor allem weil sie nie dort waren und ihnen einfach das Wissen fehlt. Nur um mal als Beispiel Washington D.C. anzuführen: Dort gibt es die schärfsten Waffengesetze der USA, und auch die höchste Mordrate die selbst manche Dritte-Welt-Länder nicht mal haben. Also bedeutet hohe Waffendichte nicht gleiche hohe Mordrate, das hat viel mehr Gründe.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Hans-Uwe

den letzten Punkt solltest Du mal ausführen. Man könnte meinen, Du willst sagen, dass mehr Waffen Frieden schaffen. Das wäre ein Diskussionsansatz, dann wäre aber zu hinterfragen, warum hier die Zahl an Gewalttaten so hoch gar nicht ist. Im Übrigen: Was haben eine hohe Mordrate und verschärfte Waffengesetze miteinander zu tun?

Ein Zusammenhang müsste erstmal nach- und dann bewiesen werden. Schwierig. Vielleicht leben dort ganz einfach besonders viele Streithammel? ;)

Jedem Tierchen sein Pläsierchen. Wer unbedingt 'ne Knarre haben will -- soll er doch. Solange er die strengen gesetzlichen Auflagen erfüllt, soll mir das gleich sein, und das meine ich durchaus ernst. Solange ich nicht befürchten muss, von meinem Nachbarn abgeknallt zu werden, weil ihm meine Musik nicht gefällt, ist mir das wurscht, ob er Waffen hat.

Wie heißt es im legendären Nick Knatterton so schön, "Ein scharfer Schuss zur rechten Zeit schafft Ruhe und Gemütlichkeit*

*(Fußnote) preisgekrönter Werbespruch der Waffenindustrie".
 
Ich meinte: Es wird immer behauptet, dass es in der USA soviel Gewaltverbrechen und Morde gibt, weil es so viele Waffen gibt.

Waffen schützen dem Bürger vor dem Staate und unbefugten Eingriff in sein Leben, vor Gewalt gegen den Bürger und sein Eigentum. Ein Staat, der seine Bürger nicht respektiert, wie Deutschland z.B., ist froh, wenn der Bürger keine Waffen hat. Es sollten z. B. einfach mal Leute der Kategorie "U-Bahn-Schläger" von einem Opfer, dass sich wehrt, erschossen werden. Und ja, ich habe mich sehr darüber gefreut, dass der Millionärs-Rentner einen der Räuber erschossen hat. Schade nur, dass er sich nun vor Gericht verantworten muss.
 
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Hans-Uwe schrieb:
Kowa reg dich nicht über diese Schwachsinnsgesetze hier auf.
FatFire spricht es an. Ich will eigentlich nicht das Thema hier ausbreiten und missionieren. Ich habe meine Meinung. In den Schützenkreisen wird nur immer behauptet, dass alle Nichtschützen für diverse Verbote sind und dass die betroffenen Gruppen kein Verständnis füreinander haben.
Ich will wirklich nur die Meinung der Computer-Leute hören und an dieser nicht herummäkeln. Das ist schwer, bei Meinungsverschiedenheit mal nichts zu sagen. Ist ja auch ein Computerforum hier.

Thema in die USA ziehen: Ich will nicht aus D weg. Das ist meine Heimat. Ich muß versuchen hier die Gesetze so anzupassen, dass ich gerne hier weiterlebe.

Hans-Uwe schrieb:
Und Waffen sollen nur verboten werden, damit sich der Bürger nicht mehr zur Wehr setzen kann.
Autsch! Wenn Du damit jemanden kommst, der sich noch nicht mit dem Thema Diktaturen und Judenverfolgung beschäftigt hat ... dann bist Du ein Verschwörungstheoretiker und die Diskussion ist zu Ende. Ich denke, Deutschland ist ein Sonderfall in Europa, wegen unserer Vergangenheit. Obwohl der größte Markt verlorengeht, war es wohl gewollt, hier nicht die Leute zu bewaffnen.
Hans-Uwe schrieb:
Viele verstehen den Zusammenhang zwischen Gewaltverbrechen und Waffen in der USA überhaupt nicht. Nur um mal als Beispiel Washington D.C. anzuführen: Dort gibt es die schärfsten Waffengesetze der USA, und auch die höchste Mordrate die selbst manche Dritte-Welt-Länder nicht mal haben. Also bedeutet hohe Waffendichte nicht gleiche hohe Mordrate, das hat viel mehr Gründe.
Das ist eine Logik, die wird einem schon im Kindergarten vermittelt und später nicht mehr hinterfragt. Keine Waffen = keine Gewalt. Keine Killerspiele = alle haben sich lieb.
Ich habe irgendwo gelesen (weiß nicht obs stimmt), in der Schweiz wurde die 0,5-Promille-Grenze eingeführt und die Unfallzahlen stiegen an. Ursache war, dass sich die Männer nun von ihren Frauen von der Kneipe abholen haben lassen.
Hans-Uwe schrieb:
Es sollten z. B. einfach mal Leute der Kategorie "U-Bahn-Schläger" von einem Opfer, dass sich wehrt, erschossen werden. Und ja, ich habe mich sehr darüber gefreut, dass der Millionärs-Rentner einen der Räuber erschossen hat. Schade nur, dass er sich nun vor Gericht verantworten muss.
Also viel fehlte letztens nicht, zumindest gab es kein 2. U-Bahn-Opfer, weil dann doch nicht alle Bürger nakig sind. Das mit dem Rentner findet wohl jeder Klasse, ich habe überlegt, ob in Sittensen nicht auch der Bohlen wohnt. Die Familie des Opfers fordert wohl ein Verfahren, aber ich habe nicht gelesen, dass nun wirklich eins eröffnet werden soll.
Im zivilen Leben sind allerlei gefährdete Personen bewaffnet. Reiche, Politiker und reiche Kriminelle. Diese sind aber selten in der U-Bahn anzutreffen.
Ergänzung ()

Ich sehe schon die Schlagzeile:
KILLERSPIELER FORDERN GROSSKALIBERWAFFEN.
 
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Guten Morgen,

Kowa schrieb:
Ich habe irgendwo gelesen (weiß nicht obs stimmt), in der Schweiz wurde die 0,5-Promille-Grenze eingeführt und die Unfallzahlen stiegen an. Ursache war, dass sich die Männer nun von ihren Frauen von der Kneipe abholen haben lassen.
Das war zum Glück nur ein Schabernack der Netzgemeinde. Offizielle Zahlen belegen ständig sinkende Opferzahlen im Schweizer Straßenverkehr, die runtergesetzte Promillegrenze trägt ihren Teil dazu bei.
Und selbst wenn dadurch die Anzahl der leichten Verkehrsunfälle zugenommen haben sollte (was ich bezweifle), wäre mir das immer noch lieber als gleichbleibende Zahlen an Verkehrsunfällen mit Todesfolge.

Das Beispiel mit den immer häufiger auftretenden Prügelattacken in U-Bahnen lässt natürlich auch bei mir das Blut kochen. Aber ich sehe dort nicht das Problem einer "Unterbewaffnung", sondern viel eher ein Problem mit mangelndem Respekt der Jugend und einem Manko an Zivilcourage der Umstehenden. Es ist irgendwie bezeichnend für Deutschland, wenn ein Motorradrocker mehr Verantwortungsgefühl an den Tag legt als andere Personen in der Umgebung. Da müssten wir angreifen, an der Wurzel des Problems, nicht an den Symptomen.

In den Händen von Ottonormalverbraucher hätte die Waffe wahrscheinlich auch nichts gebracht, denn dieser hätte die Waffe wahrscheinlich nicht benutzt und das wissen auch die Jugendlichen. Bei einem Rocker würde ich da nicht drauf wetten :evillol:
Rüstest Du das Volk auf, rüsten automatisch auch die auf, die dem Volk schaden wollen. Und ich habe keine Lust auf wilde Schießereien in der U-Bahn.

Mit Schusswaffen steigt oder fällt nicht die Gewaltbereitschaft, aber die Konsequenzen der Gewalt sind dramatischer.

Und die Geschichte mit dem Millionärsrentner...Schuss in den Rücken als Notwehr? Finde ich persönlich grenzwertig. Natürlich ist der Raubversuch richtig Scheiße und die Täter sollen dafür in den Knast wandern...aber eben in den Knast und nicht in den Sarg.
Und wenn ich mir die Namen der Räuber und Anstifter so ansehe...naja, so ganz Unrecht hat Sarrazin wohl doch nicht, hm?

Gruß FatFire

PS: Ich kann mir jetzt schon vorstellen, wie gleich die Geier über mich herfallen...:p
 
GEIER ? Ja, gib mir Tiernamen!:schaf:
Ich überlege, ob ich zum Diskutieren ein extra Thema eröffne Hier wollte ich ja nur ein kurzes Statement zur Zusammenarbeit. Andererseits haben sich ja nun 10 Leute gemeldet und das Thema ist nach 2 Tagen im Forenmisthaufen eh unauffindbar.
 
Hans-Uwe schrieb:
Viele verstehen den Zusammenhang zwischen Gewaltverbrechen und Waffen in der USA überhaupt nicht. Vor allem weil sie nie dort waren und ihnen einfach das Wissen fehlt. Nur um mal als Beispiel Washington D.C. anzuführen: Dort gibt es die schärfsten Waffengesetze der USA, und auch die höchste Mordrate die selbst manche Dritte-Welt-Länder nicht mal haben. Also bedeutet hohe Waffendichte nicht gleiche hohe Mordrate, das hat viel mehr Gründe.
In dem Zusammenhang, solltest du dich aber mal mit den verschiedenen Gangs in Washington DC auseinander setzen! Glaub mir, da sind mehr Waffen im Umlauf als du dir Vorstellen kannst....

Hans-Uwe schrieb:
Es sollten z. B. einfach mal Leute der Kategorie "U-Bahn-Schläger" von einem Opfer, dass sich wehrt, erschossen werden. Und ja, ich habe mich sehr darüber gefreut, dass der Millionärs-Rentner einen der Räuber erschossen hat. Schade nur, dass er sich nun vor Gericht verantworten muss.
Weil in Ländern in denen es viele Waffen gibt, es natürlich keine Schläger oder Überfälle gibt. :rolleyes:

Kowa schrieb:
Autsch! Wenn Du damit jemanden kommst, der sich noch nicht mit dem Thema Diktaturen und Judenverfolgung beschäftigt hat ... dann bist Du ein Verschwörungstheoretiker und die Diskussion ist zu Ende. Ich denke, Deutschland ist ein Sonderfall in Europa, wegen unserer Vergangenheit. Obwohl der größte Markt verlorengeht, war es wohl gewollt, hier nicht die Leute zu bewaffnen.
Wow, was für eine Glanzleistung in dieses Thema jetzt Diktaturen und den Holocaust einzubringen.
Tut mir leid, ich hatte ja am Anfang gedacht, das es hier vielleicht eine Gescheite Diskussion geben könnte, aber ne ganz ehrlich was die letzten Beiträge angeht ist der letzte von FatFire noch der vernünftigste.
 
Es geht hier um Waffen die der Bürger legal besitzen darf. Kriminelle und Gangs kommen immer an welche wenn sie das wollen.
 
Für mit den US-Pendants vergleichbare Waffengesetze in Deutschland wäre ich zwar nicht, da hier Flora und Fauna keine Bedrohung sind, die Bevölkerungsdichte relativ hoch ist und die Leute auch nicht die entsprechende Einstellung haben.

Aber warum man hier als unbescholtener Bürger nicht auf einen Schießstand gehen und dort mit richtigen Waffen schießen darf, das ist mir unbegreiflich.

Als ich Anfang 2009 bei den Schützenvereinen der Region diesbezüglich angefragt hatte, wurde ich jedenfalls erst immer wieder mit dem Argument man habe keinen entsprechenden Schießstand an andere Schützenvereine verwiesen. Und so hat sich das dann natürlich im Sande verlaufen.

Halb so wild, ein Bekannter aus Arizona hat mir dann halt in der Wüste bei Sedona mit einer AK47 das Schießen beigebracht. Übrigens deutlich verantwortungsvoller als ich befürchtet hatte, da gab es nichts zu kritisieren.

Übrigens sind wir letztes Jahr auf unserem Roadtrip mit dem Verkehr mitgeschwommen und hatten teils 90-100mph auf dem Tacho. Vor allem um Vegas herum scheint es der Amerikaner sehr eilig zu haben.
Andererseits kann ich verstehen, dass man im Amerika grundsätzlich nicht mehr als 75 oder 85mph fahren darf. Ab 120kmh werden Reifen nämlich deutlich wärmer. Und wenn die Luft weit jenseits von 40°C hat und man auch immer wieder Reifenteile am Straßenrand sieht, dann gibt das doch zu denken. Wenn ich dann noch überlege, wie wenig manche Straßen seitlich usw. abgesichert sind - also teilweise sind wir mit den erlaubten 55 oder 65mph über Bergstraßen gefahren wo ein Reifenplatzer zu falschen Zeit unweigerlich dazu geführt hätte, dass man einen Abhang runter in rote Felsbrocken oder große Bäume prallt und so seinem Schöpfer gegenüber tritt. Und bei den Distanzen dort baut man das auch nicht mal eben so gut aus wie die Autobahn.

PS: Rechts überholen, bei rot rechts abbiegen, Kreuzungen wo der Vorfahrt hat der zuerst da war, car pool lanes... ich bin in Amerika viel lieber Auto gefahren als hier. Vor allem habe ich dort nie Baustellen-Chaos erlebt, wie ich es hier täglich erlebe. Und trotzdem sieht die Straße irgendwie meist besser aus. Und der Horizont ist irgendwie größer.
 
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Hans-Uwe schrieb:
Es geht hier um Waffen die der Bürger legal besitzen darf. Kriminelle und Gangs kommen immer an welche wenn sie das wollen.
Das ist mir schon klar, aber dann solltest du auch nicht mit den Mordraten in Städten wie Washington DC Argumentieren :rolleyes:

@Colonel Decker
Ich hoffe natürlich das du nicht Schützenvereine mit Schützenvereinen verwechselt hast, den viele Schützenvereine betreiben keinen Schießsport sondern sind Schützenbruderschaften. ;)
Wenn du z.B. bei dem Schützenverein in unserem Dorf angerufen hättest, hätte man dir auch genau das sagen müssen, genauso wie 19 von 20 anderen auch ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Fonce schrieb:
In dem Zusammenhang, solltest du dich aber mal mit den verschiedenen Gangs in Washington DC auseinander setzen! Glaub mir, da sind mehr Waffen im Umlauf als du dir Vorstellen kannst....
Das ist irgendwie kein Gegenargument, es sei denn, dass die Gangs in DC mit LEGALEN Waffen ausgerüstet wären. Eine Gesetzgebung betrifft nunmal nur legale Waffen. Wenn der legale Waffenbesitz eingeschränkt wird, wieso sollte das die Gangs treffen?
Fonce schrieb:
Wow, was für eine Glanzleistung in dieses Thema jetzt Diktaturen und den Holocaust einzubringen.
Tut mir leid, ich hatte ja am Anfang gedacht, das es hier vielleicht eine Gescheite Diskussion geben könnte, aber ne ganz ehrlich was die letzten Beiträge angeht ist der letzte von FatFire noch der vernünftigste.
Ich sags ja, kaum kommt das zur Sprache wird man als verrückt hingestellt. Die Juden und Kommunisten waren im 3. Reich die ersten, die entwaffnet wurden. In der DDR waren nur die hohen Kader bewaffnet, nicht mal Jäger hatten uneingeschränkten Zugriff. Das erklärt sich selber, da muß man nicht diskutieren. Ist aber wirklich OT hier.

Thema sind eher so Verbote, pauschal erfolgen auf Grund von Vorurteilen.
Ich fahre, entgegen den Behauptungen, keine 500km/h. Mit Ach und Krach halb so viel und dann auch nicht wenn die Autobahn voll ist, wo man dauernd bremsen muß.
Es gibt aber Leute, die fahren im Berufsverkehr. Die sagen 130 reicht vollkommen und verallgemeinern das. Ich empfinde 180-220 als eine angenehme Reisegeschwindigkeit. Das Auto surrt schön leise und gleichmäßig und man kommt entspannt und ausgeruht am Ziel an.
Sicher gibt es Leute, die unentwegt hektisch die Spur wechseln und sich mit verkrampften Gasfuß ans Lenkrad krallen. Nur weil die Streß pur erleben, soll ich im Landstraßentempo über eine 3-spurige BAB mit Leitplanke und Standspur trödeln, 1,5h Fahrzeit pro Strecke anhängen?
 
Kowa schrieb:
Stehe ich nun alleine da, mit der Meinung, dass das alles zusammen gehört, ein Thema ist? Gehöre ich nun zu einer vergangenen Generation, die Verbote als Einschränkung und Bevormundung empfindet, statt als sinnvolle Beschränkung zum Wohle der Gesellschaft?

Allgemein scheinen viele Menschen ihre Freiheit nur verteidigen zu wollen, wenn es sie ganz persönlich trifft.
Die Zerstrittenheit der Legalwaffenbesitzer ist ein gutes Beispiel.
Den Luftdruckschützen sind die 'Knallschützen' egal.
Den Brauchtumsschützen ist alles egal, hauptsache KK-Einzellader bleibt erlaubt damit man vor dem Saufen noch alibimäßig ein paar Scheiben lochen kann.
Die Schützen von Disziplinen ala olympische Schnellfeuerpistole geben nichts auf die GK-Schützen.
GK-Schützen statischer Disziplinen interessieren sich nicht für den Erhalt Dynalmischer.
GK-IPSC-Schützen haben Pech, gibt nix 'Schlimmeres', die können nur auf nicht-Schützen hacken. :D
Den Jäger interessieren alle Schützen nicht.

Dafür interessiert die alle Softair, Paintball und FPS nicht.
Die Softairer haben nichts gegen Feuerwaffenverbote.
Die Paintballer distanzieren sich auch noch erfolglos von jedem Zusammenhang mit Waffen.

So, das waren jetzt nur die Splittergruppen von den Leuten, die man heutzutage ungestraft öffentlich als 'Waffennarren' oder 'Ballerköppe' diffamieren darf.
Gilt natürlich nicht für Alle, aber die Tendenz is erkennbar.

Die sind sich vermutlich auch über die Sinnlosigkeit der Verbote im Klaren, aber wenige sind bereit für die Interessen Anderer einzutreten, und so verlieren alle. Und damit meine ich die gesamte Bevölkerung, nicht nur die Schützen.
Diese Zerstrittenheit verhindert die Formung einer echten, starken Waffenlobby
Aber wer auf die lächerliche Propaganda so mancher Zeitung reinfällt glaubt an dessen Existenz ja heute schon. :p

Gezielte Desinformation ist natürlich ein massives Problem, nicht nur in diesem Zusammenhang.
Wenn man das Ganze noch ein wenig emotionalisiert schafft man es sogar, das die Bürger für die Einschränkung ihrer Rechte auf die Straße gehen.

Grundsätzlich sollte man nicht fragen:"Warum sollte jemand sowas dürfen?"
Man sollte immer nach sorgfältiger Abwägung aller Argumente überlegen, ob die Gegenargumente ein Verbot rechtfertigen können.
So eine Rechtfertigung bedarf dann bitte aber auch handfester Fakten und keiner Emotionen.

Beispiel: Eine Gruppe von Abgeordneten ist der Ansicht, Softair-Spiele mit militärischen Szenarien seien menschenverachtend.
Das so zu empfinden ist natürlich ihr gutes, deutsches Recht.
Reicht das aber aus, um diese Tätigkeit dem gesamten Volk zu verbieten?
Wenn ja, dürften wir uns nur schwerlich als Demokratie bezeichnen.
Trotzdem werden solche Gesetze, aus einem Gehirnfurz entstanden, beinahe Realität.

Genauso schnelles Fahren.
Gegenargumente: Unfallgefahr und Umweltschutz.
Sorgsame Faktenstudie macht schnell klar, dass schnelles Fahrens auf der Autobahn keinen übermäßigen Einfluss auf diese Dinge hat.
Emotionalisierung gibt es auch hier, nur ist die betroffene Gruppe viel viel größer.

Bei Feuerwaffen ist es noch extremer. Jedem der mal den Jahresbericht des BKA gelesen hat ist klar, dass der Einfluss von Feuerwaffen auf die öffentliche Sicherheit in völlig irrelevant ist.
Der Anteil von legaleen Feuerwaffen an dieser ansich schon bedeutungslosen Zahl ist noch viel geringer.
Trotzdem scheint sich ein Teil der Bevölkerung tatsächlich bedroht zu fühlen.
Ausgezeichnetes Beispiel für Propagandawirkung entgegen jeder Faktenlage.

Um Abschließend zu antworten:
Kowa schrieb:
Stehe ich nun alleine da, mit der Meinung, dass das alles zusammen gehört, ein Thema ist?

Nein, tust du nicht.
Alle diese Dinge haben die Gemeinsamkeit, dass immer wieder willkürliche Verbote ohne Berücksichtigung von Fakten angestrebt werden
Interessanterweise steigt die Bereitschaft der Bevölkerung sich mit den Fakten auseinanderzusetzen zunehmend mit dem direkt betroffenen Anteil.

Kowa schrieb:
Gehöre ich nun zu einer vergangenen Generation, die Verbote als Einschränkung und Bevormundung empfindet, statt als sinnvolle Beschränkung zum Wohle der Gesellschaft?

Ganz vergangen noch nicht.
Aber die Bereitschaft Themen auch mal differenziert zu betrachten nimmt ab.
Statdessen lässt man sich von Emotionalisierungen lenken.
Stichwörter:
Kinderpornos, Raser, Kriegsspieler, Rambos, Mordschützen usw.
All diese schrecklichen Dinge! Wer sowas gut findet, ja was ist denn das für ein Mensch?

Grüße,
David
 
Kowa schrieb:
Das ist irgendwie kein Gegenargument, es sei denn, dass die Gangs in DC mit LEGALEN Waffen ausgerüstet wären. Eine Gesetzgebung betrifft nunmal nur legale Waffen. Wenn der legale Waffenbesitz eingeschränkt wird, wieso sollte das die Gangs treffen?
Richtig, die Gesetzgebung betrifft nur legale Waffen, aber meinst du wenn jemand mit einer nicht registrierten Waffe jemanden erschießt sagt die Polizei da "Neee, der hatte ne nicht registrierte Waffe, das kommt nicht in die Statistik!" ?
Noch dazu kann ein Mord nicht nur mit einer Schusswaffe begangen werden...
Wenn man schon Dinge wie die Mordrate anführt als Argument, sollte man sich schon ein bisher mehr mit den Gründe für diese auseinander setzen. :rolleyes:
 
mdave schrieb:
Genauso schnelles Fahren.
Gegenargumente: Unfallgefahr und Umweltschutz.
Sorgsame Faktenstudie macht schnell klar, dass schnelles Fahrens auf der Autobahn keinen übermäßigen Einfluss auf diese Dinge hat.
Wovon träumst Du nachts? Es macht sehr wohl einen Unterschied sowohl für die Unfallgefahr als auch für die Umwelt (Spritverbrauch!) ob man mit 130 oder 230 über die Autobahn donnert.
Und natürlich mag es sein, dass die Gefahr bei 230 nicht von dem Schnellfahrer direkt ausgeht, wenn er hochkonzentriert und routiniert fährt, sondern eben von der 90-km/h-Tante die ohne in den Rückspiegel zu gucken nach links zieht. Aber das ändert am potentiellen Risiko doch nichts.
Und auch hier gilt das gleiche wie für Schusswaffen: die Folgen eines Unfalls sind ungleich schwerer!

Man verstehe mich nicht falsch, ich will mich hier gar nicht als Unschuldsengel aufspielen. Ich fahre auch mal mit 190 Sachen über die Bahn (mehr gibt unsere Kiste nicht her). Als der Mercedes-Benz-Testfahrer verurteilt wurde, dachte ich auch "was ist denn jetzt los?" (wenn jemand sich ohne Kollision, einfach nur weil jemand dicht auffährt, seine Karre in einen Graben schmeißt und dabei tödlich verunglückt, ist der dicht Auffahrende schuld?!?).
Ich mag auch Waffen, von Glock über Steyr AUG bis BFG (schade, dass das Ding nur Fiktion ist). Ich finde es auch toll, wenn in Computerspielen die Körperteile fliegen, Left 4 Dead 2 macht im Original derbe Spaß, bei der DE-Version fühlt man sich irgendwie verarscht.

Warum nehme ich die Verbote dann in Schutz? Damit ihr endlich mal lernt vernünftig zu argumentieren. "Ein Verbot ist Käse, weil ich will das machen."...was ist denn das für eine Argumentation? Dann werden Studien, Fakten und Daten erstunken und erlogen, dass sich die Balken biegen und die jeder Nicht-Analphabet nach einer Minute googlen komplett widerlegen kann. Was denkt ihr euch dabei? Soll man sowas ernst nehmen?

Packt die Leute bei ihrer Freiheitsliebe, dann erreicht ihr auch was. Und lügt ihnen nicht das Blaue vom Himmel herunter.

Gruß FatFire
 
Colonel Decker schrieb:
Übrigens sind wir letztes Jahr auf unserem Roadtrip mit dem Verkehr mitgeschwommen und hatten teils 90-100mph auf dem Tacho. Vor allem um Vegas herum scheint es der Amerikaner sehr eilig zu haben.
Andererseits kann ich verstehen, dass man im Amerika grundsätzlich nicht mehr als 75 oder 85mph fahren darf. Ab 120kmh werden Reifen nämlich deutlich wärmer. Und wenn die Luft weit jenseits von 40°C hat und man auch immer wieder Reifenteile am Straßenrand sieht, dann gibt das doch zu denken. Wenn ich dann noch überlege, wie wenig manche Straßen seitlich usw. abgesichert sind - also teilweise sind wir mit den erlaubten 55 oder 65mph über Bergstraßen gefahren wo ein Reifenplatzer zu falschen Zeit unweigerlich dazu geführt hätte, dass man einen Abhang runter in rote Felsbrocken oder große Bäume prallt und so seinem Schöpfer gegenüber tritt. Und bei den Distanzen dort baut man das auch nicht mal eben so gut aus wie die Autobahn.

PS: Rechts überholen, bei rot rechts abbiegen, Kreuzungen wo der Vorfahrt hat der zuerst da war, car pool lanes... ich bin in Amerika viel lieber Auto gefahren als hier. Vor allem habe ich dort nie Baustellen-Chaos erlebt, wie ich es hier täglich erlebe. Und trotzdem sieht die Straße irgendwie meist besser aus. Und der Horizont ist irgendwie größer.

Die von dir angesprochenen "Reifen" sind keine Reifen, sondern aufgeklebte und selbstständig abgelöste Profile von sogenannten Retreaded Tires (http://en.wikipedia.org/wiki/Retread). Da wird bei abgefahren Profil von einem Neureifen der Lastkraftwagen ein neues Profil und damit Gummischicht vereinfacht gesagt aufgeklebt. Dies soll kostengünstiger sein. Allerdings hält dies nur begrenzt und geht irgendwann ab. Und genau das siehst du aller paar dutzend Meilen nahe der Interstate. Da beim ablösen der aufgeklebten Profile auch andere Interstate-Fahrer in Mitleidenschaft gezogen werden können und es dann zu Klagen kommt, wird diese Methode weniger benutzt und gleich neue Reifen gekauft.

Wie ich deinem Beitrag entnehme hast du überhaupt nichts vom Autofahren in der USA gesehen. Schon mal in Großstädten mit 7 Spuren pro Seite gefahren? Schonmal den Pacific Highway gefahren oder mit den ganzen Trucks auf dem Land?

Die Straßenqualität in der USA ist sehr unterschiedlich, meistens aber schlechter als in Deutschland. Dort wird die Interstate nicht so dick gebaut wie hier, deshalb dauern hier Reparaturen länger, dort wird einfach der Beton neu abgefräst. Die Sicherheitsvorkehrungen sind meistens schlechter und die Fahrbahnmarkierungen auch.

Und du bist lieber in der USA gefahren als hier? Dann bist du entweder ein schlechter Autofahrer oder dort nur 10 Meilen gefahren. Die Amerikaner fahren viel rücksichtsloser und überhaupt nicht vorausschauend, es gibt nur sie. Das Rechtsfahrgebot ist nicht bekannt und oftmals hat man richtig Bange um sein Auto, was den großen Karren und den schmalen Fahrspuren kein Wunder ist. Und da in vielen Staaten die Handybenutzung während des Fahrens noch nicht verboten ist kommen die gerne mal auf deine Spur rüber. Auch sonst haben die wenigsten Amerikaner (und vor allem die jüngeren und Frauen) wenig Fahrgefühl. Zudem es sehr ermüdend ist, wenn es wirklich fast nur geradeaus geht auf der Interstate und man seine 70 mph mit Tachometer abfährt. Dafür kostet das Benzin nur 4 Dollar pro Gallone (natürlich je nach Bundesstaat), was einem das Fahren in einem schönen 6.1 L Muscle-Car ungemein erfreulicher macht :D
 
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