Bookstar schrieb:
Allerdings soll und muss der Markt größtenteils die Löhne regulieren. Jeder Krankenschwester steht es frei, sich beruflich zu verändern. Eventuell sogar ein Studium anzufangen und aufzusteigen.
Allerdings gerät die Mittelschicht, jene die eben recht gut verdienen damit auch in Lohndruck und der angemessene oder sagen wir faire Gehalt sinkt. Die Mittelschicht ist diejenige die in den letzten Jahren abgenommen hat. Die Niedrigschicht wächst, die Oberklasse bleibt identisch - kummuliert aber immer mehr.
Wenn viele so denken höhere Bildung anzustreben um aufzusteigen dann geht es auch für die weiter Oben nach unten (außer für die ganz Oben). In den letzten Jahren ist das Angebot an gut ausgebildeten Menschen gestiegen. In Relation zu vor 1970 waren noch nie so viele so gut ausgebildet. Das ist ein Fakt!
Die Löhne sind es trotz stetig steigenden Lebenskosten nicht sondern Sie sind gesunken! Das ist keine Gewerkschafts- oder linke Propaganda sondern festgehalten von unserem Bundesstatistikamt!
Arbeitgeber haben nicht nur mehr Arbeitskrfte zur Auswahl, sondern können auch noch die Konditionen drücken und stets drückt heute die Gefahr/Angst des sozialen Abstiegs. Entweder man versucht auf Teufel komm raus sich in seiner Welt zu verbarikadieren oder man geht bei der Arbeit mehr komprimisse ein als früher, "hauptsache Arbeit".
Übrigens eine Arbeitskraft die überwiegend "Denkarbeit" geleistet hat kann nur bedingt als Putzkraft arbeiten, nicht aus körperlichen Gründen sondern eben geistig bedingt. Die Kopfarbeit würde einschlafen und wenn man eine Zeit lang nicht der Arbeit nachgegangen ist die man gelernt bzw. sich erarbeitet hat, wird so einiges vergessen. Das weiß auch ein der mögliche Arbeitgeber und wird sich hüten die eingeschlafene Arbeitskraft einzustellen.
@Topic
Fair ist subjektiv.
Man kann sich darauf einigen das eine faire Entlohnung zu einem Leben mit Teilhabe an soziokulturellen Angebot ermöglichen sollte mit am Ende des Monats auch noch vorhandenem Überhang an Geld. Geld das nach etwas Ansparen in technisches Spielzeug wie ein Notebook oder in andere Dinge wie Urlaub oder Möbiliar gesteckt werden kann. Überarbeit sollte desweiteren entsprechend vergütet (wenn es der Arbeitnehmer so möchte) oder eben ausgeglichen werden indem man mehr Urlaub bekommt bzw. die Überstunden 1 zu 1 absetzen kann!
Es ist richtig das Führungspersonal mehr Geld als der normale Arbeiter oder Angestellte erhält aber das Verhältnis sollte nicht gewaltig auseinanderdriften.
Die höhere Entlohnung gibt es doch weil das Risiko und die Verantwortung höher ist. Wenn es deutlich mehr geben soll oder mus dann sollen das hohe Persnal auch bei Fehlentscheidungen bzw. Entscheidungen die ganz klar die "nach mir" arbeitenden hart treffen oder die Umwelt deutlich schaden auch entsprechend zur Rechenschaft gezogen werden. Eine Komponente die es heute so gut wie nicht bzw. nur vereinzelt gibt. Diese darf nicht nur auf den sozialen Aspekt sondern auch auf Umwelt ect. ausgedehnt werden. Dann kann man sich sicher sein wird ein ethisches und umweltbewussteres wirtschaften automatisch folgen.
Der Nachteil an dieser Denkweise? Unsere globalisierte Wirtschaft! Mittelständische Unternehmen die nicht international aufgestellt sind würden weiter unter Druck geraten.
Die globalen Player würden wohl nur lachend den Finger auf uns zeigen.
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