Wann ist ein Lohn fair?

Was ist das beste Prinzip für einen fairen Lohn?

  • Marktgerechte Entlohnung

    Stimmen: 28 11,4%
  • Qualifikationsgerechte Entlohnung

    Stimmen: 53 21,6%
  • Sozialgerechte Entlohnung

    Stimmen: 25 10,2%
  • Anforderungsgerechte Entlohnung

    Stimmen: 20 8,2%
  • Leistungsgerechte Entlohnung

    Stimmen: 109 44,5%
  • Erfolgsbedingte Entlohnung

    Stimmen: 10 4,1%

  • Umfrageteilnehmer
    245
Hier stimmen ja soviele für die sogenannte "leistungsgerechte Entlohnung". Da würde mich mal interessieren, was damit eigentlich genau gemeint ist.
Ein Fliesenleger z.B. geht spätestens mit 55 in Rente, weil er sich den Rücken (und evtl. die Knie) kaputtgearbeitet hat. Gilt der Fliesenleger nun als jemand, der viel geleistet hat? Oder wie misst sich die Leistung?
Als Gegenbeispiel kann man vielleicht den Personalchef nennen, der zwar eine relativ hohe Verantwortung hat. Aber er sitzt meistens den ganzen Tag gemütlich am Schreibtisch und führt ggf. ein paar Bewerbungsgespräche.
Gilt dieser nun als Leistungsträger, nur weil er die Verantwortung über die Personaleinstellung hat, ansonsten aber einen relativ gemütlichen Arbeitsalltag hat?
Was ist also die leistungsgerechte Entlohnung genau?
Ich könnte meine Stimme auch der leistungsgerechten Entlohnung geben. Allerdings bringt für mich der Müllmann nahezu genausoviel Leistung wie der gewöhnliche Geschäftsführer.
 
Natürlich meine ich das ernst.

Ich kenne 5 leute, die fertig studiert haben und sind bei firmen angestellt, da träumst du nur von.
und sie tun körperlich = 0, werden aber gut bezahlt.

wieso sollten z.b maurer schlechter bezahlt werden als Manager? nur weil sie keine gute schulbildung haben wie der manager? ihr solltet eure beiträge mal selber lesen, und lange nachdenken was ihr schreibt.

wer sich körperlich kaputt macht und schlecht bezahlt wird, sollte auf die straße gehn und protestieren.
 
wer sich körperlich kaputt macht und schlecht bezahlt wird, sollte auf die straße gehn und protestieren.

Damit alleine ist es ja leider nicht getan. Wenn so ein Protest mal Erfolg bringt, dann bringt er eine Lohnerhöhung von vielleicht 3%. Zwischen dem Gehalt eines "normalen" Handwerkers und dem eines (z.B.) Managers liegen aber meist mehrere 100%.
Wenn Demos wirklich etwas ändern würden, dann wären sie wahrscheinlich verboten.
 
rightguard schrieb:
wieso sollten z.b maurer schlechter bezahlt werden als Manager? nur weil sie keine gute schulbildung haben wie der manager? ihr solltet eure beiträge mal selber lesen, und lange nachdenken was ihr schreibt.

Der Manager fängt ja auch nicht als Manager an, sondern macht Abitur, studiert, ist dann Praktikant/Trainee, kriegt kleinere Aufgaben und muss sich auch hocharbeiten.

Selbst wenn er gleich eine einigermaßen gut bezahlte Stelle kriegt hat der Maurer schon mal 8 Jahre lang Geld verdient.


Und ebenso wie nicht jeder der "große" Manager wird, muss man ja nicht auch "nur" Maurer bleiben. Man kann den Meister machen, Vorarbeiter oder Bauleiter sein, sich zum Techniker weiterbilden, sich auf gewisse Aufgaben spezialisieren etc etc..

Vielleicht macht der Maurer sich ja auch selbständig und stellt später dann Manager ein die für ihn arbeiten.
 
Die wahrscheinlichkeit ist aber sehr gering, dass ein maurer vom normalen arbeiten aufsteigt zum techniker oder etc.
mir geht es einfach darum, dass die BWL studenten die maden unserer wirtschaft sind.
beuten die wirtschaft aus, und werden vom staat noch in schutz genommen ( da ohne sie nix laufen würde).

es müssen mal die kleinen für 14 tage streiken, die reichen würden ein herzkasper bekommen und nicht wissen was sie tun sollen.
 
Wir leben zum Glück in einer Gesellschaft, in der geistige Leistung mehr zählt als körperliche.
Das unterscheidet uns vom Tier...
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Fullqote des direkten Vorposter entfernt)
rightguard schrieb:
Die wahrscheinlichkeit ist aber sehr gering, dass ein maurer vom normalen arbeiten aufsteigt zum techniker oder etc.

Nö, die Chancen stehen dafür sehr gut - wenn man sich reinhängt und Zeit investiert.

Man muss dann aber schon seine Freizeit opfern. Das ist nach einem harten Arbeitstag nicht immer leicht.

Der Manager macht aber etwas vergleichbares. Während seines Studiums verzichtet er im Regelfall auf einen normalen Job damit er sich weiterqualifizieren kann.
 
Wir leben zum Glück in einer Gesellschaft, in der geistige Leistung mehr zählt als körperliche.
Das unterscheidet uns vom Tier...

Was ist das denn jetzt für eine menschenfeindliche Aussage?

Es ist ja in Ordnung, wenn geistige Arbeit etwas besser bezahlt wird als handwerkliche. Aber es darf m.A.n. nicht sein, dass die Unterschiede so dermaßen groß sind, wie sie es in unserer Gesellschaft aktuell sind. Wie ich schon geschrieben habe, liegen die Unterschiede ja meist bei mehreren 100%. 20 oder 30% würden es aber ggf. auch tun. Man bräuchte sich dann (bei einem Lohnunterschied von "nur" 20 oder 30%) auch nicht darum sorgen, dass geistige Arbeit zu wenig attraktiv werden würde, so dass sie keiner mehr tun wollen würde. Denn der Lohn ist i.d.R. nicht der wirkliche Antrieb. Der geistige Arbeiter bevorzugt geistige Arbeit nämlich längst nicht allein wegen des deutlich höheren Gehaltes. Sondern er bevorzugt sie, weil sie ihm eher liegt, weil er keine Lust hat, sich körperlich anzustrengen.
 
andiac schrieb:
Was ist das denn jetzt für eine menschenfeindliche Aussage?
Jetzt sag nicht, du wolltest Handwerker nicht mit Tieren gleichsetzen!

Nein, aber ich übe Kritik daran, dass rightguard anscheinend der Meinung ist, dass körperliche Arbeit wichtiger/besser/mehr Wert sei als geistige!
 
Linux: Ist doch eine legitime Meinung unter Vielen. Es gibt körperliche Arbeiter, die meinen, körperliche Arbeit sei anstrengender als geistige oder umgekehrt - ebenso ist der Büromitarbeiter der Meinung, jemand auf dem Bau arbeitet härter - oder eben nicht.

Bisheriger Zwischenstand: Fast zwei Drittel der Teilnehmer meinen, dass man überwiegend nach Leistung oder Qualifikation bezahlt werden sollte, während nur 7% der Meinung sind, dass eine sozialgerechte die Basis für faire Löhne sein sollten.

Eine Faire ENTLOHNUNG !!! ist für mich dann wenn man von dem geld leben kann und noch 100 euro über hat :-D [...]
Meine Antwort auf die umgekehrte Frage (Wann ist ein Lohn unfair): Wenn man von einer vollen Stelle noch nicht einmal als Single leben kann.
Sowas hab ich bewusst rausgenommen, weil jeder seine persönlichen Lebenshaltungskosten im gewissen Rahmen selbst bestimmen kann. Die Folge wäre, dass Löhne dann fair oder unfair werden, wenn man in eine andere Wohnung zieht oder das Auto abschafft.
 
rightguard schrieb:
wieso jammer ich nicht? es liegt einfach daran, dass ich mein arsch aufreißen muss und 100% leistung bringen muss um mein lohn zu bekommen, wo der büro mensch nichts tut außer mit zahlen spielen und jammern, aber im endeffekt bringt er keine 100% leistung für seine 100% gehalt

Dennoch machst Du Deinen Job und wechselst nicht ins Büro um mit Zahlen zu spielen. Warum?
 
gesunde Mischung ist wohl das beste
 
weil ich etwas erschaffen will, und später auch sagen kann: hey , die wand hab ich aufgebaut.
was hat der büro typ denn vorzuweisen?
 
"Ich habe die Zementmischung erfunden. Wegen mir zerfallen die Steine nicht schon witterungsbedingt nach 3 Jahren. Und der Bauplan für das Haus kommt auch von mir."
 
Kann kein Büromensch was dafür das du dir die finger einklemmst. Ich sag nur, wenn du mehr köpfchen gehabt hättest, hätte es bei dir wohl auch zu mehr als nur blauen fingern gereicht.

Und wie kannst du dir anmaßen zu sagen das man im büro nichts leistet? Meinst du man kommt aus dem büro heim und ist nicht geschafft? Ich wage mal zu behaupten, wenn du abends heim kommst aus dem büro und den ganzen tag deine hirn benutzen musstest, bist du oft nicht fähig/lüstens dich groß zu unterhalten. Aus dem grund weil du dich auf der arbeit verausgabt hast. Weil dein kopf sich nicht mehr konzentrieren kann. Und dann kommst du und willst mir einen erzählen von Handwerk.

Habe auch schon mehrere jahre aufm bau geschafft. Wie ich aber als denkender mensch iwann feststellen musste, ich will mit sechzig noch aufrecht laufen können. Und nicht gebeugt kriechen.

Was ich damit sagen will, diese arbeit ist genauso fair oder unfair entlohnt wie deine. Nur bietet sie günstigere bedingungen.


greetz
 
Leistungsgerecht natürlich.

Ein Arbeiter in einem Stahlwerk sollte mehr verdienen als eine Krankenschwester.
 
Sorry @rightguard, aber mit dieser Attitüde wirst du niemanden davon überzeugen, dass Geringqualifizierte mehr Lohn bekommen sollten.
 
Ok, wenn das so ist.

wieso wird ein architekt ausgebeutet und der beu ing bekommt mehr cash?
ein architekt entwirft bessere häuser als ein bau ing, das ist natürlich ein job für den architekt.
aber irgendwie entwirft der bau ing direkt eine zeichung des hauses.


das ist auch unfair.
 
Jolly91 schrieb:
Ein Arbeiter in einem Stahlwerk sollte mehr verdienen als eine Krankenschwester.
Inwiefern leistet die Krankenschwester pauschal weniger als der Arbeiter im Stahlwerk?
 
Es mag war sein, dass die Krankenschwester auf Ihre Sicht mehr leistet, jedoch unter weniger anderer Einflüsse, wie Hitze, Staub und so weiter.

Der Arbeiter im Stahlwerk begiebt sich tag für tag in eine sehr heiße Umgebung, die Krankenschwester muss jedoch Kranke leute versorgen, auch nicht ganz ohne, kann man fast gleichsetzen.
 
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