Warum Dualboot auf zwei Platten verteilen?

aRkedos

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Hallo zusammen,

ich nutze ja nun schon einige Jahre Linux. Auf meinem Desktop läuft aber noch parallel ein Windows System. Ich habe mir nun eine zweite SSD gekauft und würde gerne weiter im Dualboot bleiben.

Ich habe mir eine 1 TB NVME SSD geholt und will da Manjaro installieren und auf meine 500 Gb SATA SSD soll Windows drauf.

Die Einrichtung usw. kriege ich hin, das wird kein Problem.

Meine Frage ist eher: warum wird immer wieder empfohlen Linux und Windows auf getrennten Platten (sofern möglich) zu installieren? Die einzige Erklärung die mir selber einfällt ist, dass Windows den MBR dann auf seine eigene Platte schreibt und damit den Bootloader auf der anderen nicht killt, was ja bei updates von Windows schon mal vorkommen kann. Stimmt das so?

Sorry ist echt eine "quick and dirty" Frage und der Thread kann wahrscheinlich fix zu.
 
Insbesondere mit UEFI-Systemen unkomplizierter und die Systeme sind sauber getrennt.
 
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Probleme hatte ich auch noch nie, aber ich hab schon von Fällen gelesen, wo Windows updates den Bootloader zerschossen haben und man in einer chroot Umgebung diesen neu installieren durfte.

@Dr. McCoy jaja schon klar. Aber auch GPT Partitionen haben einen Master Boot Record den Windows ungefragt überschreibt (wenn man Windows nicht als erstes installiert oder eben bei updates) oder verstehe ich dich falsch?
 
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aRkedos schrieb:
Meine Frage ist eher: warum wird immer wieder empfohlen Linux und Windows auf getrennten Platten (sofern möglich) zu installieren? Die einzige Erklärung die mir selber einfällt ist, dass Windows den MBR dann auf seine eigene Platte schreibt und damit den Bootloader auf der anderen nicht killt, was ja bei updates von Windows schon mal vorkommen kann. Stimmt das so?

Es wird empfohlen? Von wem?
Auf deiner NVME ist die EFI Partition, diese verweist auf deine zweite Sata Platte. Wenn es sauber durchgeführt wurde, kannst du vom UEFI aus das OS auswählen.
 
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Wenn du auf 2 Platten getrennt installierst, kannst du im Bios wählen was du starten möchtest.
Wenn du in der Zukunft mal mit Ubuntu nicht mehr möchtest, dann einfach die Platte löschen.
Bei Windows auf einer Platte hättest du dann eventuell Probleme die Bootloader von Ubuntu aus dem Bootloader von Windows auszubauen.
Ich empfehle daher, je nur die Festplatte einzubauen, auf die ein Betriebssystem soll. Wenn du dann das andere Betriebssystem installierst, die erste Platte ausbauen.
 
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Ponderosa schrieb:
Ich empfehle daher, je nur die Festplatte einzubauen, auf die ein Betriebssystem soll. Wenn du dann das andere Betriebssystem installierst, die erste Platte ausbauen.
Ich habe seit Jahren Systeme im Bekanntenkreis im Einsatz/etabliert, bei denen die SSDs/Betriebssysteme durch ein Wechsellaufwerk getrennt sind. Entgegen der Befürchtung, dass durch den häufigen Wechsel die Steckkontakte frühzeitig kaputt gehen, funktioniert das seit 5 Jahren unproblematisch, sogar ohne extra Rahmen/Caddy. Gewechselt wird allerdings nicht täglich, sondern ca. 2-3 mal pro Woche.

Für mich reduziert sich der Supportaufwand, da die Nutzer zwar die Installation von Win oder Linux auf eine Platte ziemlich sicher ohne Hilfe hinbekommen, bei der Einrichtung von Dualboot sich aber doch immer mal Probleme aufgetan haben.
 
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Dr. McCoy schrieb:
Mit einer NVMe kannst Du keinen MBR nutzen, sondern brauchst GPT/UEFI!
Also dem muss ich widersprechen, denn das ist so pauschal quatsch. Vielleicht ist es abhängig vom jeweiligen Mainboard, aber ich habe mal Windows aus lauter Unachtsamkeit auf einer NVMe SSD im Legacy-Modus installiert. Die NVMe SSD, die in diesem Zeitraum als einziges Laufwerk angeschlossen war, wurde dabei als MBR-Datenträger eingerichtet und Windows konnte ganz normal gebootet und genutzt werden.
 
Madnex schrieb:
Also dem muss ich widersprechen, denn das ist so pauschal quatsch.
Nein, das gehört der Vergangenheit an:
-> https://www.thomas-krenn.com/de/wiki/Legacy_Boot_von_NVME_SSDs

Aktuell erworbene NVMe benötigen UEFI/GPT.

Legacy Option ROMs sind nicht Teil der UEFI Spezifikation.[1] Daher wird bei modernen NVME SSDs in der Regel ausschließlich das Booten im UEFI Modus unterstützt. Dadurch können auch die Performance-Vorteile der NVME Schnittstelle genutzt werden.[2]
 
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In der Praxis macht es keinen Unterschied mehr, sofern man UEFI benutzt.

Bei mir kommen allerdings nur Multi-Boot-Systeme in Einsatz, wenn die Betriebssysteme auf ihren eigenen physikalischen Datenträger liegen.

Gründe hierzu:
  • Bei einem defekt des Datenträgers ist jeweils nur ein Betriebssystem betroffen – ich kann also alle anderen noch ohne Probleme benutzen (auch wenn ich seit Jahren keinen Ausfall mehr hatte)
  • Es ermöglicht mir einen Datenträger in einen anderen PC zu stecken, womit ich beide gleichzeitig benutzen kann
 
imRa schrieb:
Gründe hierzu:
  • Bei einem defekt des Datenträgers ist jeweils nur ein Betriebssystem betroffen – ich kann also alle anderen noch ohne Probleme benutzen (auch wenn ich seit Jahren keinen Ausfall mehr hatte)
  • Es ermöglicht mir einen Datenträger in einen anderen PC zu stecken, womit ich beide gleichzeitig benutzen kann

Man kann auch die UEFI auf beide Datenträger anlegen und vom Primären zur Sekundären spiegeln. Dies macht man, wenn man z.b ein SW Raid 1 hat und dort die EFI Part auch auf der zweiten Platte haben will.
Jeder der schon einmal ein SW Raid 1 aufgesetzt hat, kenn das gemurkse mit der EFI Partition :D

Zu Punkt Zwei: Einfach mal den Datenträger in ein anderes System stecken, kann, aber muss nicht funktionieren.
Windows begrüßt das öfters mal mit einem BS, bei Linux ist es egal.
 
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Dr. McCoy schrieb:
Nein, das gehört der Vergangenheit an:
-> https://www.thomas-krenn.com/de/wiki/Legacy_Boot_von_NVME_SSDs

Aktuell erworbene NVMe benötigen UEFI/GPT.
Dann muss mein AsRock Mainboard mit Z170 Chipsatz zu den Ausnahmen zählen. Denn damit konnte ich Windows im Legacy-Modus auf eine Samsung SSD 970 Plus (die bekanntlich kein Legacy-Option-ROM hat) installieren und davon problemlos booten.

@Fusionator wollte das, nach meinem Einwurf in einem älteren Thread, auch mal überprüfen und ich meine bei ihm hat es auch funktioniert.

Was hier nun die Regel und was die Ausnahme ist, kann ich nicht sagen. Mag sein, dass du Recht hast. Jedenfalls würde ich mich nicht alleine auf das verlassen, was auf thomas-krenn.com geschrieben wird. Dafür werden recht wenige Quellen genannt (z.B. nur die Aussage eines einzigen Mainboard-Hersteller, der zudem fast ausschließlich im Server- und Workstation-Bereich tätig ist).
 
Ich sehe auch keinen Sinn in Dual-Boot. Einfach Windows löschen, mehr Platz frei SCNR

Im ernst, ich installiere immer noch lieber in Primären Partitionen, da bieten sich 2 Platten schon an weil es immer noch das max 4 Limit gibt. Mit Swap, Efi, / und /home ist das ja meistens schon voll.

Ansonsten ist es ev auch im nachhinein schwieriger Platz freizuschaufeln weil ja unterschiedlichste Dateisysteme vorkommen.
 
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