Warum haben die USA nicht die gleichen Probleme mit dem Dollar?

Naja die Ratingriesen waren einer der Gründe warum die Krise 2008 so heftig war, das wird gerade aufgearbeitet und soll noch Konsequenzen haben.

Das die FED die Geldmaschinen anwirft und Staatsanleihen kauft kann nicht lange gut gehen und ist nur eine Übergangslösung.
Denn auf kurz oder lang muss man die Einnahmen erhöhen oder die Kosten senken also eine Politische Lösung herbeiführen.
Solange das spiel aber weiter so läuft, läuft man Gefahr eine ordentlichen Inflation.
Diese kommt sobald das vertrauen in den Dollar sinkt.
Hier scheint man eine Lösung gefunden zu haben alle anderen Währungen schlecht machen damit die eigene besser da steht.
 
Und warum machen wir es dann nicht wie die Amerikaner und lassen die (verstärkte) Regulierung sein?
Du hast es ja schon selbst eingesehen, und die jüngere Vergangenheit zeigt, dass Regulierungen DRINGEND notwendig sind um nicht eine Krise nach der anderen zu haben!
Und Regulierungen sind nunmal in Ländern, die von der Wirtschaft kontrolliert werden nicht möglich - siehe England und USA.
könnte man doch sicher eine Lösung gemeinsam mit den USA finden
Die USA ist politisch instabil. Mit jeder neuen republikanischen Regierung wird es wieder eine "USA first" Bewegung geben, um ausschließlich den eigenen Vorteil um jeden Preis durchzusetzen. Entweder es wird wieder ein Krieg angefangen (für das wohl einiger weniger im Waffengeschäft), die Firmen werden ausspioniert für Wirtschaftgeheimnisse (siehe SWIFT-Abkommen nur mal als Beispiel) oder man wird schlicht misbraucht für politische Zwecke.
Ich denke die weltweite Politik hat mittlerweile eingesehen, dass man in der Zusammenarbeit mit der USA sehr vorsichtig sein muß.
Ich habe auch keine Patent-Lösung, aber was die USA politisch und wirtschaftlich in den vergangenen 20 Jahren falsch gemacht hat, kam und kommt der Welt sehr teuer und es wird auch der USA einen Ansehensverlust bescheren, der Generationen andauern wird.
Unsere Politiker machen auch große Fehler, aber das steht nun wirklich in keinem Verhältnis....
 
Colonel Decker schrieb:
Und warum machen wir es dann nicht wie die Amerikaner und lassen die (verstärkte) Regulierung sein?

Also manchmal schockst du mich echt bzgl deiner (imho naiven) Ansichten.

Mache doch mal die Augen auf! Auf den Finanzmärkten wird viel zu viel heiße Luft gehandelt. Wid Zeit das sich hier mal auf internationaler Ebene (also auch USA und GB) etwas in Richtung mehr Regulierung bewegt und nicht andersherum.
 
Es ist in der Tat einfach, Behauptungen als naiv zu stempeln. Und ob auf den Finanzmärkten "viel zu viel heiße Luft" gehandelt wird, tut offensichtlich der Sache kein Abbruch - die Ergebnisse solche luftigen Aktionen übersetzt sich in ganz feste Gewinne und manche Länder verlieren darauf ihren Kredit und gehen den Bach unter. Und wenn solche souverän agierenden Gestalten, wie die Staaten nun mal sind, einen Vertrag oder einer Regel/Regulierung zustimmen, dann nur aus reiner Berechnung: Entweder versprechen sich ein Vorteil/Gewinn daraus oder sind sie schlicht erpresst worden. Also im Klartext: Deutschland/EU (man könnte EU schon weglassen!) verspricht sich von der Regulierung einen Vorteil, USA und GB nicht. Die Zeit ist noch nicht gekommen, dass die EU diese zwei Säulen de imperialistischen Weltordnung erpressen kann, möglicherweise wird es auch nie dazu kommen.

Zitat: "Wird Zeit das sich hier mal auf internationaler Ebene (also auch USA und GB) etwas in Richtung mehr Regulierung bewegt und nicht andersherum." Klar, der Anspruch ist nachvollziehbar: Deutschland hat schon immer den Gedanken gepflegt, bei ihrer Schlagkraft doch in der Konkurrenz der Staaten etwas sagen zu können, mal mit kriegerischen mal mit friedlichen Mitteln.
 
Deutschland hat schon immer den Gedanken gepflegt, bei ihrer Schlagkraft doch in der Konkurrenz der Staaten etwas sagen zu können, mal mit kriegerischen mal mit friedlichen Mitteln
Nein, Deutschland hat keine solche Intension. Ob der ein oder andere deutsche Politiker diese hat, ist was anderes! Ganz entscheidender Unterschied!
Wenn die Aussage auf ein Land passt, dann auf die USA - wobei es auch hier viele vernünftige Menschen gibt, die nicht so denken oder handeln, das Problem ist aber, dass die "rechte" Minderheit auch gegen die Mehrheit in ihrem Sinne entscheidet.
 
Ich frage mich bei der ganzen Sache immer wieder, wer den Rating Agenturen überhaupt das Recht gibt, einen Staat, eine Bank oder ein Land zu bewerten.
Deseiteren finde ich es faszinierend, wie fixiert die ganzen Finanzgurus auf das dämliche Geplapper von irgendwelchen Agenturen hören.
Wo wir gerade dabei sind, es ist schon komisch das alle Rating Riesen sich in der USA befinden.
Grund ist folgender, die USA duldet keine Rating Agenturen aus Europa oder Asien und schert sich einen Dreck um Jene, die es da gibt.
Jede Agentur die eine vollwertige Rating Agentur sein möchte, muss ihren Sitz in den USA haben und dort angemeldet sein. Fragt euch mal warum...
Großbritaniens Schulden liegen 600x höher als das Bruttoinlandsprodukt von GB.
Komisch nur das es keinen stört und GB immernoch AAA Status genießt.
Die USA ist so hoch verschuldet, das sie so kurz vor dem Kolaps steht, keinen interessiert es und die USA erfreut sich immernoch an neuen Krediten, weshalb na weil die USA ein AAA Rating genießt.

Als zweites denke ich, das der Euro auch eine zu starke Währung ist und für die USA und auch andere nicht europäische Länder eine Gefahr darstellt.
 
@barista

Die EU verspricht sich durch eine Regulierung, dass bei einem weiteren Crash der Finanzmärkte nicht wieder der Steuerzahler für private Banken haften muß, also die Staatsschulden weiter explodieren.

Meines Wissens werden heute auf jeden real umgesetzen Euro (bzw Dollar) zehn Euro (bzw Dollar) an den Finanzmärkten umgesetzt. Imho wird heiße Luft gehandelt.

Man sieht ja wozu diese Kapitalschwemme unter anderem führt:
Steigende Nahrungsmittelpreise durch Spekulation (die Menschen in der 3. Welt verhungern deshalb).
Explodierende Rohstoffpreise durch Spekulation (deine Lebenshaltungskosten steigen unverhältnismäßig - die "Investoren" reiben sich die Hände).
Immobilienblasen entstehen (am Schluß muß wieder der Steuerzahler aufkommen).
 
Aus alldem ziehst du den falschen Schluss, es müsste um eine Übertreibung der Spekulation handeln, und zwar immer so: Kapitalschwemme ist schlecht, gegen Kapital lässt sich aber nichts sagen; Spekulation mit Lebensmittel und Rohstoffe ist schlecht, Spekulation an sich nicht; Immobilienblase ist schlecht, aber Immobiliengeschäft nicht.

Ich halte nur dagegen: Kapital führt durch seine Vermehrungslogik zu Kapitalschwemme, Spekulation zu Spekulation mit allem mögliche, in Anschlag um Vermehrung gebrachtes Eigentum führt zur Blase (zu viel Kapital oder Eigentum, das sich deswegen nicht mehr vermehren kann).

Dir ist es übrigens entgangen, dass der 'Steuerzahler' eigentlich für alles haften muss und zwar mit seiner Lebens- und Arbeitskraft, mit seiner Gesundheit, mit seinem bisschen Besitz und Lebenskomfort. Eigentlich ganz als abhängig vom Kalkulationen des Kapitals und seinem Wachstum.

Ich lasse dir deine Entscheidung zwischen real und fiktiv umgesetzten Kapital (das Geld das sich vermehrt heißt so!) zu unterscheiden. Dazu habe ich vorher schon etwas geschrieben. Ich gebe dir nur zu bedenken: Was ist der Unterschied zwischen zwei Spekulationen: die einen investieren Geld in die Produktion von materiellen Gütern, die anderen investieren Geld in Geld/Aktien/etc.. Der Zweck ist doch gleich: Gewinn zu machen und den anderen das Gewinn abstreiten, sich zu Gewinner werden und die anderen zu Verlierer machen. In einem Wort staatlich verordnete Konkurrenz, von der realen bis zur fiktiven Wirtschaft.

Aber gegen Konkurrenz hast du auch nichts, das ist für dich doch eine gute Sache. Solange es sich nicht anders entscheidet, 'spekulierst' du darauf, dass du zu den Gewinnern zählen wirst...
 
Zuletzt bearbeitet:
DJ_We$t schrieb:
Ich frage mich bei der ganzen Sache immer wieder, wer den Rating Agenturen überhaupt das Recht gibt, einen Staat, eine Bank oder ein Land zu bewerten.

Liest du hier
"Bei genauerer Betrachtung sind Rating-Agenturen aber vor allem eine beliebte Projektionsfläche. Sie sind weder derart mächtig, wie oft unterstellt wird, noch sind die Staaten einfach «Opfer» der Agentur-Ratings. Vielmehr war es die Politik selbst, die die Rating-Agenturen zum Teil des institutionellen Arrangements des Finanzmarkt-Kapitalismus gemacht hat."
http://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Standpunkte/Standpunkte_26-2011.pdf
 
Ratingagenturen:
Wo wir gerade dabei sind, es ist schon komisch das alle Rating Riesen sich in der USA befinden.
Grund ist folgender, die USA duldet keine Rating Agenturen aus Europa oder Asien und schert sich einen Dreck um Jene, die es da gibt.
zum einen gibt es eine Ratingagentur in China "Dagong" - deshalb lässt die Chinesen der ganze Stress in €land auch kalt!
Allerdings ist auch hier nicht alles Gold was glänzt für €uropa!
http://diepresse.com/home/wirtschaf...nesische-Ratingagentur-stuft-Frankreich-herab
...dennoch fair, denn die USA wird ja nicht außen vor gelassen!

Das Hauptargument für die Banker warum Ratingagenturen eine solche Stellung haben liegt doch auf der Hand. Abgabe des Risikos des einzelnen Angestellten / Fond-Managers.
Die Banker schauen nur auf die Ratingagenturen, weil sie nicht gefeuert werden wollen! So einfach ist das.
Wenn ein Banker eine durchaus solide Firma empfiehlt, die aber ein schlechtes Rating hat vielleicht sogar nur aufgrund von zweifelhaften Interessen Dritter, steht er im Falle des Ausfalls allein da. Jammer-Ossi und Besser-Wessi sind doch die ersten die ihm an die Karre fahren wollen, "warum empfielst Du eine Firma mit schlechtem Rating"?
Wenn er aber eine Firma empfielt, die ein gutes Rating hat - dennoch ein Scheissladen ist, kann er darauf verweisen, das andere ja auch seiner Meinung sind - genauso wird es doch aktuell in der Öffentlichkeit gemacht!
Zum zweiten spart ihn das eine Menge Arbeit!
Man stelle sich vor, der Fond-Manager / Banker müßte sich tatsächlich Firmen anschauen und die Firma dann auch noch bewerten - anstelle morgens einfach den Rechner anzumachen und die verfügbaren Nachrichten zu lesen! :D
 
@th3o

Nur weil die Seite rosalux.de heißt, muss noch lang nicht alles stimmen was in diesem PDF geschrieben steht.
Man sieht doch weltweit, wie die Finanzmärkte auf das Geplapper der Rating Agenturen reagieren.



@Lars_SHG
Komisch nur das ein chinesisches Rating die Welt nicht wirklich interessiert.
Dem Rest kann ich zu stimmen. Die Geschäfte der Banker sind eh dubios bis zum abwinken, was man da alles mitbekommt, ist zum kotzen.
 
@Dj-West
Sag doch einfach, dass du keine Lust hast dir das PDF durchzulesen und dass deine jetzt schon feststehende Meinung der Maßstab zur Beurteilung eines von dir nicht gelesenen Inhaltes ist.
 
Das habe ich nicht gesagt! Allerdings habe ich darauf reagiert, weil du mir nur die Headline als Zitat entgegen gebracht hast.
Für mich sieht dieses PDF, von dem besagten Ingo Stützle, mehr aus wie eine eigene Meinung zu den jeweilgen Themen.
Heute Abend lese ich mir das komplette Dokument mal durch.
 
Zitat DJ_West:"es ist schon komisch das alle Rating Riesen sich in der USA befinden.
Grund ist folgender, die USA duldet keine Rating Agenturen aus Europa oder Asien und schert sich einen Dreck um Jene, die es da gibt
"
Bekanntermaßen bestimmt der, der die Macht hat, die Regel des Spiels. Das hat nicht mit schlechten Manieren zu tun, sondern ist das Kräftemessen der Staaten um Reichtum, Macht und Einfluss in der Welt. Mit dieser Konkurrenz ist man schon einverstanden, wenn man bemängelt, dass ein Konkurrent sich Vorteile verschafft. Man bemängelt nicht die Konkurrenz als Scheissveranstaltung, sondern beanstandet die Ergebnisse dieser Konkurrenz und beansprucht für sich aus seiner Sicht berechtigte Erfolge oder Vorteile.

Zitat Lars_SHG:"Die Banker schauen nur auf die Ratingagenturen, weil sie nicht gefeuert werden wollen! So einfach ist das."

Das ist vielleicht eine tolle Erklärung: Vielleicht haben diese Banker die Ratingagenturen sogar erfunden, damit sie nicht ihr Brot verlieren! Offensichtlich geht es da um was anderes.

EDIT:
Zitat DJ_West: "Man sieht doch weltweit, wie die Finanzmärkte auf das Geplapper der Rating Agenturen reagieren"

Und ich dachte, dass die selbst Teil der Finanzmärkte sind, eben für die Regelung der Konkurrenz auf diesen besonderen 'Märkten' und nicht zuletzt dafür, dass die 'hilflosen' Investoren einschätzen können, wo sie ihr Kapital mit den besten Chancen investieren können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich dir gepostet habe war keine Antwort, sondern sollte als Denkanstoß dienen um sich die Ausführungen im Artikel mal anzuschauen. Und ein Artikel spiegelt immer eben die Ansicht des Autors wieder. Was denn auch sonst? Inhalte werden immer von einzelnen Menschen geschrieben. Ob ein Name einer einzelnen Person oder der Name einer Organisation über einem Artikel steht - das sagt erstmal wenig aus über Falsch oder Richtig. Lies halt den Artikel und urteile danach ob der Stützle durchaus was trifft, oder den größten Schwachsinn schreibt.
Ich halte den Artikel für sehr informativ, weil er ein wenig auf die Entstehung dieser Agenturen eingeht und auch ihren Spielraum analystisch versucht zu bestimmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist vielleicht eine tolle Erklärung: Vielleicht haben diese Banker die Ratingagenturen sogar erfunden, damit sie nicht ihr Brot verlieren! Offensichtlich geht es da um was anderes.
Nein, das ist schon einer der Hauptgründe. Natürlich gibt es da noch weitere. Aber durch den Machtgewinn der Ratingagenturen gab es schon deutlichen Verfall in der Qualität der angebotenen Fonds/anderen Produkte weil eben kaum einer der Banker über den Tellerrand schaut! Jeder verlässt sich auf die Bewertungen der Ratingagenturen.
Das ist auch einer der Gründe, warum Investment-Banker sehr jung eingestellt werden. Erfahrung nicht so wichtig - Belastbarkeit ist wichtiger!

Nachhaltiges wirtschaften ist heute so verpönt wie noch nie - Rückblickend war das früher anders.
Eine Firma die heute in die Zukunft des Unternehmens auf Kosten von kurzfristigen Ergebnissen arbeitet, bekommt ein schlechteres Rating als ein Unternehmen, dass Leute entlässt, die man eigentlich braucht - einfach nur um die Zahlen für das nächste Jahr zu schönen.

Es läuft einfach vielfältig falsch und da sind die unsauberen Methoden der Rating-Agenturen über die wir hier bereits gesprochen haben (aus welcher Motivation auch immer) noch gar nicht enthalten.
 
Weiß nicht, obs schon gesagt wurde, aber Fitch - die kleinste der drei Großen Ratingagenturen - befindet sich in französischer Hand. Erfährt man leider auch nie in den Medien.

Wikipedia schrieb:
Fitch Ratings ist als Teil der Fitch Group eine Tochtergesellschaft im Mehrheitsbesitz von 60 Prozent der Fimalac-Holding, die wiederum mehrheitlich dem französischen Geschäftsmann Marc Ladreit de Lacharrière gehört. Die restlichen 40 Prozent der Aktien der Fitch Group werden von dem US-amerikanischen Medienkonzern Hearst Corporation gehalten.[2]
 
Athlonscout schrieb:
Also manchmal schockst du mich echt bzgl deiner (imho naiven) Ansichten.

Mache doch mal die Augen auf! Auf den Finanzmärkten wird viel zu viel heiße Luft gehandelt.

Warum naiv? Hast du den Teil überlesen, wo ich statt komplexer Regulierung eher dafür wäre, die auszusplitten, die "too big to fail" sind? Wie ich schon sagte, gäbe es dieses Problem nicht würde der Kapitalismus von alleine dafür sorgen, dass gewisse Banken etc. verschwinden.

Ich finde es eher naiv zu glauben, man könne die Weltwirtschaft berechenbar machen und in irgendwelche gefälligen Bahnen lenken. Denn man bekommt nicht alle unter einen Hut in unserer Globalisierten Welt. Und die Wirtschaft geht immer rauf und runter in ca. 3-5 Jahres-Schritten. Ich denke man sollte eher dafür sorgen dass man dafür gewappnet ist als Gesellschaft, anstatt zu versuchen solche Zyklen künstlich zu "beheben".

Übrigens wurde die Krise 2008 nicht durch die Rating-Agenturen ausgelöst, sondern vielmehr durch politische Intervention, die man hierzulande so unkritisch sieht. Die US-Regierung meinte nämlich dass jeder Amerikaner sich doch den "American Dream" erfüllen können müsse, und hat daher schon lange vorher dafür gesorgt, dass Leute ein Haus und ein dickes Auto kaufen können, auch wenn sie gar nicht das Geld haben, das langfristig zu finanzieren. Soweit ich weiss hat das mit Carter schon angefangen.

/ edit

Lars_SHG schrieb:
Du hast es ja schon selbst eingesehen, und die jüngere Vergangenheit zeigt, dass Regulierungen DRINGEND notwendig sind um nicht eine Krise nach der anderen zu haben!
Und Regulierungen sind nunmal in Ländern, die von der Wirtschaft kontrolliert werden nicht möglich - siehe England und USA.

Eine Zersplittung der "too big to fail" Banken ist notwendig. Unter "Regulierung" stelle ich mir etwas anderes vor, nämlich komplexe Mechanismen mit denen man verscuhen will den Lauf der Dinge zu verzerren.

Meiner Erfahrung nach fände man übrigens viele Leute in den USA die ebenfalls sehr dafür wären, dieses "too big to fail" Problem zu lösen. Auch oder gerade bei Leuten die nicht viel von staatlicher Intervention halten.

Lars_SHG schrieb:
Die USA ist politisch instabil. Mit jeder neuen republikanischen Regierung wird es wieder eine "USA first" Bewegung geben, um ausschließlich den eigenen Vorteil um jeden Preis durchzusetzen.

Die Republikaner haben derzeit offensichtliche Probleme, wenn ich mir die Kandidaten so ansehe. Aber der Großteil meiner Bekannten und Freunde in Amerika sind auch Republikaner. Und die sind auch verärgert darüber, dass man da fast mehr auf religiöse Ansichten als Kompetenz achtet und irgendwelche Deppen aufstellt. Auch sind meine Freunde dort die nettesten und weltoffensten Menschen die ich überhaupt kenne. Also bin ich kein Fan davon, wenn man in Europa immer so tut als wären die Republikaner eine Art dunkles Imperium oder so.


Athlonscout schrieb:
@barista

Die EU verspricht sich durch eine Regulierung, dass bei einem weiteren Crash der Finanzmärkte nicht wieder der Steuerzahler für private Banken haften muß, also die Staatsschulden weiter explodieren.

Wie gesagt, dafür brauche ich nicht das was ich unter "Regulierung" verstehe. Ich muss nur die zu großen Banken zerschlagen.

/edit2

DJ_We$t schrieb:
Die USA ist so hoch verschuldet, das sie so kurz vor dem Kolaps steht, [...]

Na dann guck dir mal die Schulden von Japan an, wenn du meinst die USA seien so kurz vor einem Kollaps. Dazu kommt bei den Japanern dann auch noch, dass bei denen gleichzeitig die Bevölkerung überaltert, während die USA damit fast gar kein Problem haben.

/edit3


th3o schrieb:

Danke, sehr interessant. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Vllt ein bisschen Offtopic aber ich habe mich schon immer gefragt, wieso es überhaupt Americaner gibt die die Republikaner wählen. Das einzige was mir einfällt ist, Stammwählerschaft und das Reinfallen auf Polpulismus.
Wie es sich anhört bist du ja auch pro-Republikaner? Wieso?

Na dann guck dir mal die Schulden von Japan an, wenn du meinst die USA seien so kurz vor einem Kollaps. Dazu kommt bei den Japanern dann auch noch, dass bei denen gleichzeitig die Bevölkerung überaltert, während die USA damit fast gar kein Problem haben.
Das kannst du nicht vergelichen, weil Japan fast alle Schulden beim eigenen Volk hat. Dort ist es üblich Staatsanleihen zu kaufen und wird sich vorerst wohl nicht ändern. (langfristig bekommen sie auch Probleme)
 
knabba schrieb:
Wie es sich anhört bist du ja auch pro-Republikaner? Wieso?

Weil mir Eigenverantwortung des Einzelnen und Unabhängigkeit z.B. auch der Bundesstaaten lieber sind als Gleichmacherei und Zentralisierung, um es mal etwas überspitzt zu sagen. Die Demokraten sind mir zu sehr auf Sicherheit und Harmonie fixiert, fast wie hier in Europa. Das ist zwar schön und gut, so wie eine Monokultur auf einem Acker, aber wenn mal etwas schief geht, dann geht schnell alles den Bach runter. Da habe ich lieber eine kleinere Regierung, die dafür robust ist.

Nur leider hat sich inzwischen bei den Republikanern soviel Religion und Militarismus rein gemischt dass jüngere Leute inzwischen eher zu Libertarians, besonders Ron Paul, tendieren. Nur gehen die m.E. teilweise wieder zu weit mit ihren Ansichten. Naja.
 
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