Was muss man im normalen Leben anstellen um eine Strafe von 10.000 Euro zu bekommen?

MikeMüller

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Wir haben hier gerade die Diskussion, was man im normalen Leben so anstellen muss, damit man eine Strafe so um die 10.000 bis 20.000 Euro bekommt.

Hat da wer ein paar Beispiele?
 
Geldstrafen werden in Tagessaätzen bemessen. Ein Tagessatz richtet sich nach dem Nettoeinkommen. Das heißt, wenn man ein ausreichend hohes Gehalt bekommt, können schon 30 Tagessätze (~bspw. Fahrrad mit mehr als 1,6 Promille) in diese Dimensionen vordringen.
Allgemein lässt sich das nicht beantworten, da eben das Einkommen die Höhe der Strafe bedingt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Geldstrafe_(Deutschland)
 
Neu veröffentlichte Lieder/Filme über Torrent aus dem Internet laden. Im Idealfall über mehrere Jahre :)
Da besteht zumindest die Chance zu diesem Vergnügen zu kommen. Ob man das dann wirklich zahlt, ist aber eine andere Geschichte.

Es gibt aber bestimmt diverse Methoden die zum Ziel führen. Vieles endet aber wahrscheinlich eher in einer Freiheitsstrafe bevor es zu solchen Summen kommt. Ausserdem spielt auch der eigene Verdienst eine Rolle.
 
nen auto welches 10k kostet Kaput machen sodass die Versicherung nicht zahlt.
(ihr habt noch keinen Führerschein (sonnst würde man das nicht fragen ;)))
 
...das geht auch ohne Auto - Wände besprühen mit Zeichen um auch hinterher stolz sagen zu können, das wär man gewesen - gleichzeitig aber auch günstig für die Polizei damit die sagen können "danke, das bist Du gewesen"!

edit: auch hier, Strafe & Schadensersatz - aber das ist dem Geld egal weswegen es wo landet, weg ist weg.........

edit 2: mir fällt noch was ein, 2-3x richtig schön betrunken zu sein und wenn dann ein besorgter Mitbürger den Krankenwagen ruft, kommen auch alle Kosten für Arzt-Einsatz, Krankentransport, Behandlung etc. auf Dich zu.......
 
Zuletzt bearbeitet:
Da fallen mir auf die Schnelle auch nur mehrere Tagessätze bei gutem Einkommen sowie die Strafen bei extremer Steuerhinterziehung ein. Das Andere was hier genannt wurde sind eigentlich Schadensersatzzahlungen, keine Strafen.


EDIT:

Ach ja ,und da gibts noch die Einstellung des Verfahrens gegen Geldbuße. Kann auch sehr teuer werden.
 
Neben den schon genannten Tagessätzen fallen mir spontan auch Strafzölle und ähnliche Dinge ein, also Geldstrafen die sich nach der Höhe dem Wert der betreffenden Gegenstände richten. Allerdings müssten das schon verdammt viele Stangen Kippen sein um in diese Dimensionen zu kommen (und dann ist man vermutlich schon im gewerbsmäßigen und kommt nicht mehr so leicht davon).

Mit Steuerhinterziehung sollte man auch schnell auf solche summen kommen.

Allem gemein ist allerdings, dass man es sich schon bei dem vergehen um sehr hohe (Geld)Summen handeln muss, womit das "normale" Leben für die meisten nie hinkommt.
 
Was muss man im normalen Leben anstellen um eine Strafe von 10.000 Euro zu bekomm"

Erstmal nen guten Job bekommen.


Geldstrafen werden in Tagessaätzen bemessen

Bei Uli Hönes reicht bestimmt schon ein Tagessatz aus. :D


Wiki schrieb:
Geldstrafe
Die Geldstrafe ist eine Strafe, die bereits im germanischen und römischen Strafrecht vorkommt. Die Geldstrafe dient im modernen Strafrechtssystem als Strafe bei leichten Delikten, um Freiheitsentzug zu vermeiden. Dabei zeigen sich sowohl Vor- als auch Nachteile auf: Die Geldstrafe vermeidet kurze Freiheitsstrafen, die hinsichtlich der Strafzwecke kaum dienlich sind (weder zur Resozialisierung noch zur Vergeltung). Zugleich bedeutet aber die Geldstrafe, dass die Höchstpersönlichkeit der Strafe gefährdet ist: Statt des Verurteilten kann auch ein Dritter die Geldstrafe für ihn zahlen (frühere Auffassung war die Annahme von Strafvereitelung). Damit würde der Sanktionscharakter gefährdet werden. Jedoch können die zahlreichen Bagatellverfahren mit einer Geldstrafe häufig schneller und auch verträglicher abgeschlossen werden. Die Geldstrafe wird in Tagessätzen bemessen. Dabei soll ein Tagessatz einem Tag Freiheitsentzug entsprechen. Maximal können 720 Tagessätze bei Gesamtstrafenbildung, sonst maximal 360 Tagessätze verurteilt werden. Minimum sind fünf Tagessätze. Die Höhe des Tagessatzes soll den Verurteilten so belasten, dass dieser von seinem Nettoeinkommen ausgehend auf das Sozialhilfeniveau für die Zahl der Tagessätze gedrückt wird. Die Höhe bewegt sich innerhalb von 1 € und 30.000 €. Diese Begrenzungen sind zwar wegen des Bestimmtheitsgebots aus dem Rechtsstaatsprinzip und Art. 103 Abs. 2 GG notwendig, ihnen fehlt jedoch teilweise der Bezug zur Realität: Für vermögende Täter kann auch der Tagessatz von 30.000 € noch eine Bagatelle sein. Andererseits ist fraglich, ob nicht der Gleichheitsgrundsatz verletzt ist, wenn eine Tat mit einer Geldsumme von 100.000 € (10 Tagessätze zu 10.000 €) oder 10 € (10 Tagessätze zu 1 €) abgeurteilt wird. Dieses Dilemma wird durch die gesetzlichen Strafzumessungsregeln nicht abgefedert.

Ist die Schuld jedoch geringer, so bleibt dem erkennenden Gericht noch die Möglichkeit, von der Strafe abzusehen (es bleibt bei einem formalen Schuldspruch, sehr selten) oder eine Verwarnung mit Strafvorbehalt (sog. Geldstrafe auf Bewährung) auszusprechen.

Festzustellen ist aber, dass die Geldstrafe bei der Legalbewährung (also der zukünftigen delinquenzfreien Bewährung) des Verurteilten positive Auswirkungen hat. Ein Rückfall ist bei Geldstrafen weniger wahrscheinlich als bei Freiheitsstrafen. Dies erklärt sich aber auch dadurch, dass es sich dabei in vielen Fällen um Fahrlässigkeitstaten und auch um Täter mit positiver Legalprognose handelt. Geldstrafen dürfen jedoch nicht mit Maßregeln der Besserung und Sicherung verbunden werden.

Ist die Geldstrafe nicht einbringbar, so tritt an ihre Stelle die Ersatzfreiheitsstrafe. Damit müssen so viele Tage Haft angetreten werden, wie Tagessätze noch ausstehen.


Geringverdiener werden wohl nie in den Genuß einer 10.000€ Strafe kommen.
 
Was ist denn bei eurer jetzigen Diskussion schon heraus gekommen?

Datenschutzverletzungen, hier hast du mal ne Anregung. http://www.bdsg-externer-datenschut...stoss-gegen-das-bundesdatenschutzgesetz-bdsg/

bezieht sich dann allerdings auf Unternehmen.

Als Privatperson eine so hohe Strafe zu bekommen ist wahrscheinlich gar nicht mal so einfach. Beleidigungen können auch kostspielig werden sofern Sie zur Anzeige gebracht werden. Da gibt es für bestimmte Schimpfwörter ordentliche Geldstrafen.
 
Das ist allerdings auch keine Strafe im juristischen Sinne. Geldstrafen gibt's nur im Strafrecht, dort geht es aber um Geldbußen, das ist Ordnungswidrigkeitenrecht.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (überflüssiges Zitat entfernt!)
MikeMüller schrieb:
Wir haben hier gerade die Diskussion, was man im normalen Leben so anstellen muss, damit man eine Strafe so um die 10.000 bis 20.000 Euro bekommt.

Hat da wer ein paar Beispiele?

im normalen Leben welches normale leben?
Nur in Deutschland? oder auch der janze Welt :rolleyes:

nur die geld strafe? + alle kosten die anfallen, zb RA Gerichtskosten etc.... die kommen extra drauf ne?

.1 ein tag zuspät seine unterlagen abgeben beim fiskus und schon haste 10k
.2 Türkei brauchst du nen stein mitbringen dann hast du ca 20-25k weg oder du landest in knast für paar jahre bzw so lange bis du es bezahlt hast :lol:


dann stellt sich die frage bewusst oder unbewusst passiert?
 
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