sidestream schrieb:
Dein Beispiel ist ein Beispiel für Weltverbesserung aber nicht für Bescheidenheit.
Das ist Auslegungssache denn um beim Beispiel Schokolade zu bleiben werden die Kakaobohnen beispielsweise in Lateinamerika nicht durch industrielle Großplantagen gewonnen und von modernen Maschinen abegegrast.

Das Beispiel Schokolade sollte nur verdeutlichen das Bscheidenheit auch mit Qualität vereinbar ist, wenn dann weniger dafür aber richtiger.
sidestream schrieb:
Wenn ich im Forum schreibe, wie bescheiden ich bin, bin ich nicht bescheiden.
Dann kann die Diskussion beendet werden, dann braucht man über so etwas nie öffentlich zu diskutieren denn jeder der eine Position für Bescheidenheit vertritt wäre dies automatisch nicht mehr?
sidestream schrieb:
Bescheidenheit fängt im Kopf an mit einem Verständnis für Notwendigkeiten und Verlagerung eigener Prioritäten.
Genau so ist es.
Bei meinen ersten Beitrag hab ich noch von anderen gesprochen, ich fahre jeden Tag mit dem Rad auf Arbeit und erledige die Wege die ich mit dem Rad fahren kann auch mit den Rad - obwohl ich mir ein Auto durch die recht gute Arbeit die ich mache unterhalten könnte leiste ich es mir nicht weil ich es nicht brauche.
Ich denke dies ist ein ziemliches Querdenken in Deutschland.
hoosty spricht es halb an, wer findet in den kleinen Dingen des Lebens Freude und Ruhe und ist damit zufrieden?
Ich nehme das Rad weil es einen Ausgleich sorgt, weil es Spaß macht und Ruhe bringt, obendrauf auch noch für die Gesundheit einen Beitrag leistet. Seit gut 6 Jahren mach ich das und es ist nicht gelogen das ich seit dem kein einzigen Tag mehr erkältet war!
Es ist ein Traum Früh um 6:45 mit den Rad durch den Weinberg zur Arbeit zu fahren, keine Autos, kein Krach, die Landschaft um sich und den Gezeiten ausgesetzt.
Das schönste ist im Talnebel zu fahren. Selbst sogar Schnee und Regen hat seine Reize.
Das diese kleinen Sachen etwas bringt wurde auf Arbeit schon mir bestätigt, ich sei immer ausgeglichen und entspannt - das wirkt sich natürlich auch positiv auf die Projekte aus.
Ich denke viele haben es aus dem Blick verloren dass das Mehr, das Neueste und die Dinge die die Gesellschaft voraussetzt keinen wirklichen Frieden geben sondern eine Belastung sind.
Man versetzt sich in den Glauben es ist gut, innerlich sieht es vielleicht etwas anders aus.