ThomasK_7
Vice Admiral
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Davon habe ich noch nichts gehört. Das einzigst Besprochene ist die Erhöhung des Steueranteils am Rententopf, von manchen Parteien auch noch die Verbreiterung der beitragspflichtigen Einnahmen (Einkünfte Vermietung/Verpachtung, usw.) wie in der Schweiz gehandhabt.Hat die Politik da scho ne gute Idee im Hinterkopf ?
Ich persönlich erwarte von der staatlichen Rente nichts, außer einem geringen normalen Grundbetrag.
Erstens wegen meiner Rentenbeiträge ins System, die freiwillig nicht an der oberen Beitragsgrenze liegen
Zweitens wegen der demografischen Entwicklung (ohne Aussicht auf nennenswerte Besserung, Auszahlungen können geringer sein als die eigenen Beitragseinzahlungen=keinerlei Verzinsung, für mein Alter sind -0,5% Zins von unabhängigen Experten prognostiziert) und
Drittens wegen allg. Verwerfungen auf dem Finanzmarkt (Inflation, nächste Währungsreformen, Bankenpleiten).
Wir in Deutschland sind dabei wegen der Demografie und dem allg. hohen Rentenniveau bei stagnierenden Reallöhnen vielleicht in einer Vorreiter-Situation für ganz Europa. Die anderen EU-Länder haben aktuell zum Großteil wirklich viel weniger Probleme in ihren staatlichen Rentensystemen, werden aber die gleichen Probleme später auch noch bekommen, nur 10-20 Jahre verzögert.
Es gibt eigentlich 2 Mentalitäts-Grundtypen in Bezug auf Alterssicherung.
Typ 1: ich lebe jetzt, irgendwie wird das Alter schon durch den Staat auf einem Mindestniveau abgesichert sein (soziale Hängematte)
Typ 2: ich lebe jetzt und will auch noch im Alter mir etwas leisten (Eigenverantwortung wahrnehmen)
Typ 1 wird im Alter nie verhungern müssen, hat immer 30+ TV-Rundfunk-Programme, 1 Billigurlaub im Jahr, eine warme Wohnung + Essen + Klamotten und auch noch ein (gebrauchtes) Auto, 0815 Pflegeheimplatz - es gibt schlimmere Schicksale in Europa.
Typ 2 wird, wie früher üblich, einen zusätzlichen Teil seiner jetzigen Einkünfte, und seien es nur 50 -100 €/Monat für die Zukunft zurück legen / investieren. Und diese 50 - 100 € hat (fast) jeder Werktätige übrig - man muss nur Konsumverzicht üben!
Ich rate derzeit allgemein nur keinem in Finanzwerte (auch Riester/Rürup) zu investieren, da wird für das Alter nicht viel übrig bleiben. Die Inflation/ eine Währungsreform wird z. Bsp. bei 40 Jahren Laufzeit fast alles auffressen. Von 100 € jetzt angelegtem Geld bleiben bei 2% Inflation nach 40 Jahren nur rund 45 € Kaufkraft übrig. In Gold angelegt nach 40 Jahren immerhin pi mal Daumen noch 100 € !
Jede Papierwährung ist historisch bislang zusammengebrochen/reformiert worden und der Staat als Währungshüter wird meines Erwartens schon zusehen, dass ihn die Rentenansprüche über die Grundsicherung hinaus gehend nach einer Inflation/Währungsreform nicht allzuviel kosten. Ich rechne mit einer erheblichen Kürzung dieser Zusatzbezüge im Leistungsfall, also beim TE in rund 40 Jahren. Deswegen meine Empfehlung: Hände weg von langlaufenden Riester-/Rüruprenten/Staatsanleihen, sie sind ihr Geld nicht wert, weil man in 40 Jahren für das ausgezahlte Kapital keinen guten Güter-Gegenwert mehr bekommen wird!