Wie hole ich das beste aus meinem AKG K702?

econaut

Lieutenant
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Hallo zusammen,

bevor ich Richtung Sennheiser HD 800 S und Konsorten schiele, möchte ich noch mal was an meinem Setup verändern. Aktuell betreibe ich den AKG K702 (mit Bass Mod und 2,5 kHz -2dB per EQ) an einer Xonar Phoebus, mit der ich auch soweit zufrieden bin (Musik hören). Trotzdem will ich's jetzt noch mal wissen, die Phoebus soll raus.

Wohlwissend, dass die Unterschiede evtl. eher gering sind, scheinen mir aktuell folgende drei Möglichkeiten in Betracht zu kommen:

1. Asus Strix Raid DLX -> besserer KHV als die Phoebus

2. HIFIMEDIY SABRE USB DAC 2 -> "Geheimtipp" mit eigener Spannungsversorgung, genaue Qualität des KHV mir nicht genau bekannt, besser als irgendein Fiio, weiß aber nicht mehr mit welchem Modell verglichen wurde

3. Xonar Essence STX 1 mit externem KHV mit eigener Spannungsversorgung am Stereo Cinch. Hier die Frage: Welchen KHV nehmen?

Was meint ihr? Danke euch! :)
 
Es wird maximal nee Verschlechterung bringen. Ein anderer Kopfhörer wird tausend mal mehr bringen, oder du machst aus deinem AKG 702 einfach einen anderen Kopfhörer mittel Apo EQ.

https://sourceforge.net/projects/equalizerapo/

Mit dem Programm hollst du tausend mal mehr raus als mit jeder anderen Soundkarte und das für umsonst, musst halt nur viel Zeit investieren.

EQ für meinen Sennheiser HD 650 um den auf neutral zu bekommen, sind über 50 Frequenzbänder. Profil ist von Sonaworks (Dank an Thunda.:))

Neue Bitmap.png

Vorverstärkung sollte so gewählt werden, das du das was du maximal im EQ anhebst, dort auf allen Bändern abgesenkt wird. In meinem Fall sinds 6,5 DB da ca. 6,5 DB maximal angehoben wird bei einer Frequenz.
 
Die phoebus hat schon den TPA6120 KHV chip, genau wie die STX2, und was "besseres" wird man auf soundkarten auch nicht finden.
Das ist aber eh alles theoretisch, denn den klang von deinem KH wird man damit nicht so beeinflussen können, als das man das in einem blindtest raushören könnte.

Entweder EQ, neuer KH, oder vllt. noch für 100€ die bassverstärkenden(und bequemeren :p) memoryfoam Ohrpolster vom K712 bestellen.
 
Ich merk bei meinem EQ bereits grade mal einen minimalen Unterschied in den Frequenzen und der dürfte vom unterschied her deutlich stärker ausfallen, als wenn ich z. B. eine andere Soundkarte mit genauerem DAC verwenden würde.:D
 
Ja, den EQ muss man nur anhauchen, und schon hat man einen größeren unterschied, als sie versch. DACs/Amps liefern(wenn die leistung denn vorher ausreichend war, und das ist sie mit der phoebus und dem K702 alle mal).
 
Danke für eure Rückmeldungen.

Die Equalizer APO-Thematik werde ich mir mal zu Gemüte führen, ich habe auch schon Profile für den K702 gefunden, wobei die wahrscheinlich nicht so einfach übernommen werden sollten.

Die Memory-Foam / Gel-Earpads hatte ich schon mal da, die sind gemeinsam mit dem Bass Mod aber Overkill. Und Bass Mod rückgängig und nur die Gel-Earpads habe ich nicht ausprobiert, weil zu umständlich. Habe sie dann wieder verkauft.

Eine Sache noch, über die ich bei der Recherche gestolpert bin und mal wieder zeigt, wie man sich selbst reinlegen kann:

"Der Unterschied "Normal gain", "high gain" und "extra high gain" bei der Phoebus und der Essence ist kein Gain-switch, sondern lediglich eine Lautstärkebegrenzung (!!!).

Bei höchster stufe geht die maximale Lautstärke z.B. bis 100%, also das maximale was geht.
Auf mittlerer stufe wird die maximale Lautstärke begrenzt, sodass "100%" Lautstärke eigentlich nur 60% (nur beispiel) darstellen. Die niedrigste Einstellung wären dann 40% max.

Man kann also die Verstärkung so einstellen, dass der Regelbereich der Lautstärke für den jeweiligen KH gut passt."

Quelle

Und ich könnte schwören, dass es auf normal gain anders (schlechter) klingt! ;-)
 
Und wieder kann man nur sagen .... PC --->" Gamingsoundkarte " ---> Studiokopfhörer = Sound passt nicht

Erkenne den Fehler 😉
 
Dann erkläre mir doch mal den Fehler, ich bin gespannt. Ist übrigens ernst gemeint, die Bitte :-)
 
Wenn auch Asus Soundkarten bauen kann, so ist eine Spielerkarte im Verbund mit einem guten Kopfhörer wirtschaftlicher und technischer Unfug.

Ich habe ja noch die Essence ST, die mich seit der Produktvorstellung mit Klang berieselt. Die Idee den Mikrofoneingang mit einer 6.3mm Klinke zu versehen, an dem nur einfache Electret Mikrofone betrieben werden können ist trotzdem technischer Unfug udn bringt auch als Line-In keine Vorteile. Der TPA6120 wird in 60€ Produkten aus China kommend verbaut und wer mag, kann sich so einen KHV selber zusammenbauen.

Ich kann sogar meinen alten DUAL CV1600 im Monitorbetrieb mit einer einfacheren Soundkarte betreiben und zwei dynamsiche Mikrofone hoher Qualität benutzen. Gleichzeitig Kophörer antreiben oder halt die Lautsprecher. Trotz hohem Ausgangswiderstand nimmt es mein Planar nicht krumm. Nur die Stromrechnung im Klasse A/B Betrieb ist nicht klein.

Unter der Essence ST habe ich och eine Infrasonic Quartet verbaut. Ein ganz andere Leistungsklasse und mit einem dedizierten Kopfhörerverstärker, sei es von Lake People braucht man nicht mehr umsteigen, außer die Kopfhörer werden irgendwann mal langweilig. Vieles an Musikmaterial schöpft ja nicht annähernd die heutigen, technischen Möglichkeiten aus.

Asus hat ja nicht mal zeitig den Ausgangwiderstand seiner KHV auf unter 1 Ohm im Entwicklungsdesign abgesenkt. Das wäre die entscheidende Entwicklung bei den Soundkarten. Mit C-Media lockt man mich auch nicht hervor, wenn ich mal den Mixer und Funktionen der Quartet aufrufe.

Ab einer Essence bewegt man sich sehr weit oben. Zusätzlich bei so stark integrierter Elektronik, wo lange Signalwege wie zu kurze zu Problemen führen können, wenn der Schaltungsaufbau nicht stimmt. Lediglich ein universeller, gut durchdachter und potenter KHV für alle Kopfhörerarten bringt es auf den Punkt. Besonders, wenn man auch mal In-Ears benutzen mag und ein schlechter Wirkungsgrad der Kopfhörer mit einer ausgefallenen Impedanz die Soundkarte überfordert. Am DUAL CV1600 kann man sich problemlos selbst mit anspruchsvollen Kopfhörern den nächsten Termin beim Hörgerätakustiker geben lassen.
 
Du scheinst von der Materie mehr Ahnung zu haben als ich - darf ich dennoch dezent darauf hinweisen, dass die Phoebus den gleichen KHV hat wie die STX und die STX II? Und ebenfalls annähernd den gleichen wie deine ST?
 
Ja du darfst es sogar herausschreien, die Phoebus ist identisch, aber sinnlos, weil sie in dritter Generation nichts besser kann und bei einigen Nutzern technische Probleme bereitet hat. Asus ist da mit seinem ROG über das Ziel hinausgeschossen, was bedingt durch ausgefallene Grafikkartendesigns die Sache verschlimmert. Hinzu kommen noch als Gaming gemünzte Netzteile und Mainboards. Fehlen nur noch ROG CPUs.

Also warum ein gutes Design vermurksen und noch eine Gamingplakette drauf kleben? Das ist kein Ziel von Fortschritt, wenn die Betriebsfunktion im Vordergrund steht. Sollte man als Hersteller von Soundkarten für die Klangwiedergabe mit guten Vorgängerpodukten eindeutig bewiesen und verstanden haben. Das betrifft erst recht die Softwareoberfläche. Eben eine solche Rückentwicklung zu Einzellern ist unverständlich.

Dieses Gaminggemurkse hat ja auch Creative hingelegt und der Flexibiltät ihrer Soundkarten geschadet. Dabei hätte Crative vom Podcast und let's play Boom mit ihren Soundkarten durch E-MU Lösungen im Sortiment profitieren können. Stattdessen wird der Kunde mit Titanium HD und Soundblaster ZXR Produkten für völlig unmündig verkauft. Wer sowas kauft, der ist nicht geschäftsfähig, wenn es technisch fortschrittlichere Produkte in Form einer x-fi Elite pro oder SB Platinum Pro gab. Auch hier eine Rückentwicklung zu Einzellern mit Massensterben von höherentwickelten Wesen.

Du kannst die Phoebus trotzdem weiter nutzen, wenn sie keine Probleme bereitet und einen KHV anschließen. Ein Objective2 würde sicher ausreichen. Viel Geld rauszuwerfen bringt letztlich auch nichts, außer du setzt direkt auf ordentliche Studio Komponenten, sei es als KHV verkauft ein. Auch bekommt man ordentliche Treiber geliefert.

http://nwavguy.blogspot.de/2011/06/qrv09-diy-headphone-amp.html
So hat NwAvGuy beim TPA6120 den Ausgangswiderstand senken können um den Verstärker universeller betreiben zu können.

Bei Asus muss man schon deutlich tiefer in die Tasche greifen mit der Essence one und aufwärts, was NwAvguy mit seinem O2 plus ODAC Eigendesign auf die Beine gestellt hat.


Welcher Mixer intuitiv ist, ist auch klar erkennbar. Selbst die Fader sind bei der Quartet in halben dB Schritten mit der Maus fein einstellbar. Fehlt lediglich eine Skalierung für hoch aufgelöste Monitore. Bei Asus fange ich nicht mal an, wo man selbst am Drehpoti die Maus kreisförmig mitdrehen darf. Kommt dann bei den expliziten Gaming Produkten noch eine entsprechende Oberfläche und Schadenseffekte hinzu, taugt solch eine UI nicht mal für die Abschlussprüfung für nutzbares Design.
mixerquartetST.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei der Phoubus braucht man keinen O2 Verstärker extra dazu wenn man Ihn bzgl. Lautstärke nicht benötigt.
 
Zwischen dem rant habe ich einen Tipp entdeckt, vielen Dank dafür.

Allerdings bin ich ausgehend von der Thematik hier im Originalpost nun völlig in die Untiefen der KH-Welt eingestiegen und werde sowohl in Sachen KH, Amp als auch DAC aufrüsten.

Morgen werde ich ein paar KH probehören, u.a. den Focal Elear und Amp / DAC-technisch orientiere ich mich aktuell bei Schiit Audio. Das Thema hier hat sich somit erledigt.

Bei meinen letzten beiden Posts wollte ich nur darauf hinaus, dass die Phoebus am KH-Ausgang genauso wie die STX und STX II klingt und es in dieser Hinsicht völlig egal ist, ob es eine "Gamerkarte" ist oder nicht.
 
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