Colonel Decker schrieb:
Aber man kann z.B. näher an den Arbeitplatz ziehen, so dass man nicht verschwitzt ist wenn man das Fahrrad nimmt. Oder man geht nach der Arbeit ins Fitness-Studio
Also in die lungenfreundliche Großstadt ziehen und dort kräftig bei sportlicher Betätigung inhalieren, anschließend noch in die Muckibude, wo es übel riecht, außer die Klimaanlage bläst einem Pilze und Bakterien direkt vors Gesicht, weil sie gerade im Trend ist. Der Mensch ist zum laufen in der freien Natur gemacht, nicht für irgendwelche Gerätschaften, die nur bestimmte Bereiche verschleissen lassen, die dafür nicht ausgelegt sind. Das gilt dummerweise sogar für Sportschuhe und Fahrräder.
Colonel Decker schrieb:
Dann klingt es im nächsten Abschnitt so, als hättest du eine gewisse Krise durchlebt. Da ist natürlich dann fraglich, ob deine Einschätzung tatsächlich so nüchtern und frei ist, wie du glaubst. Ich bezweifle dass überhaupt irgendwer irgendwas gänzlich nüchtern und frei sieht.
Die Krise habe ich noch lange nicht hinter mir, und ich gebe dir recht: Keiner von uns sieht die Dinge frei und nüchtern, man kann mit großer Anstrengung versuchen es zu tun, die Meisten probieren es erst gar nicht: Bloß nichts hinterfragen, konsumieren: Sucht ausleben.
Colonel Decker schrieb:
Denn in der Masse normalisiert sich vieles dann wieder.
Die Masse ist allerdings am leichtesten von außen zu manipulieren, der einzelne frei Denkende eher nicht. Mal als Beispiel: Es soll immer noch Leute geben, die mit Nordicwalkingausrüstung durch die Pampa gehen, die haltlos geglaubt haben, was ihnen da als "gesundheitsfördernder Trend" verkauft wurde. Marketing ist schon was tolles und funktioniert blendend in allen Bereichen, selbst für Dinge die keiner braucht.
Colonel Decker schrieb:
solange wir da ein gewisses Gleichgewicht haben, ist doch alles in Butter. Und ich finde das Gleichgewicht ist okay, auch wenn es für mich gerne noch etwas bewusster sein dürfte.
Ich sehe kein Gleichgewicht was Produktionsbedingungen, Ausbeutung der Natur, aber auch Entwicklung betrifft. Nachhaltigkeit ist ein tolles Wort, dessen Realität nicht existent ist. Wo sind die Produkte, die jeder von uns für sich oder seine Familie nur einmal im Leben kaufen muss? Selbst des deutschen liebstes Kind, das Auto, rostet noch immer fröhlich vor sich hin, muss ja nur 10 Jahre relativ rostfrei halten, obwohl's so teuer war, so viel CO² während der Produktion in die Atmosphäre geblasen hat, so viele Ressourcen kostete. Die Wirtschaft lächzt nach immer mehr Absatz, ich glaube darin sehe ich ein elementares Problem, dabei helfen tut ihr natürlich die Konsumsucht der Kundschaft. Dann noch die Müllberge in der Pampa, was Verpackungen betrifft, da kann einem nur schlecht werden.
Colonel Decker schrieb:
dann kann das nur ich sein.
Das klingt schon einmal nach sehr vernünftigen Ansätzen
Colonel Decker schrieb:
Dinge wie Mononatriumglutamat oder ein (sehr billiger) Süßstoff in deutscher Coke Zero (Natrium Cyclamat), der
in den USA seit 1969 verboten ist. (In Holland ist es nicht drin, falls es wen interessiert.)
Wenn ich eine Cola trinken möchte, nehme ich eine stink Normale, wenn ich einen Kaffee haben will, wird er pechschwarz getrunken. Der Schlankheitswahn geht an mir komplett vorbei, ich neige in keinster Weise dazu, auch nur 2kg zuviel Energie in meine Fettzellen zu lassen, daher interessiere ich mich eigentlich wenigt für solche Scherze. Allerdings will ich mich von keinem Konzern für dumm verkaufen lassen, daher meide ich Convenience. Ich gebe keinen Cent für Schummelei aus, auch nicht für tolle Kreationen von Chemikern, die kein Mensch braucht, da hunger ich lieber auch mal ein zwei Tage lang.
Colonel Decker schrieb:
Ich mag dieses Touri-Zeugs nicht besonders. .
Das ist löblich und auch ein richtiger Ansatz, weniger zu verreisen wäre allerdings noch sinnvoller
