Schrammler
Commander
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sidestream schrieb:Ich rede nur vom technologischen Fortschritt und ohne diesen und irgendeinen Kaufanreiz hätten wir nunmal weniger Arbeitsplätze.
Warum sollten wir deshalb weniger Arbeitsplätze haben, wir hätten völlig andere wie heute.
sidestream schrieb:Wie stellst du dir ein System vor, in dem Geräte nicht mehr begeistern können? Kaufanreiz = 0. Also macht die Firma auf kurz oder lang pleite. Und so weiter. Den ganzen Multimediabereich kannste dann eintüten und dann von einer besseren Welt reden?
Wir haben fast 7 Milliarden Menschen auf der Erde, an jeden Einzelnen könnte man ein Produkt, was dessen Leben berreichert, verkaufen, wenn derzeit nicht derart viele arm wären. Wenn es (fast) jeder hat, kannst man immer noch damit Geld verdienen, weil man es im Extremfall doch komplett ersetzen und es in Stand gehalten werden muss. Natürlich müssten die Preise, wegen der Langlebigkeit, kurzzeitig (aufgrund der momentanen Wegwerfausrichtung der Wirtschaft) angehoben werden. Wachstum würde anschließend nur durch wirkliche Innovationen geschehen, komplett neue Produkte, und kein nächster Aufguß von Wegwerfartikeln, wie es heute Autos und auch viele Elektrogeräte sind. Um dir nur zu verdeutlichen worauf ich hinaus will: In den vergangenen 20 Jahren sind Produktlebenszyklen enorm kurz geworden, den Aktionären hat's gefallen, dem Privatverbraucher hat's, neben anderen Faktoren, den stagnierenden Wohlstand (in Deutschland) beschehrt.
sidestream schrieb:Geräte für den Produktivmarkt werden im Allgemeinen auf bessere Langlebigkeit und Zuverlässigkeit aufgebaut. Das ist ne ganz andere Schiene.
Sollte es aber nicht sein, demnach geht die Wirtschaft, auch die Banken, davon aus, dass der Privatkunde im Geld schwimmt, und sich regelmäßig fast komplett neu mit Konsumgütern eindecken kann, während der Abfall auf der Kippe, wenig im Recycling, oder in Afrika landet, wo es die Gegend verseucht.