Wie verhält sich die Leistung bei mehreren SSDs?

S

Smulpa2k

Gast
Hi, ich hab eine Frage und ein Ziel, würde gerne abgleichen wollen ob dies auch soweit übereinstimmt oder ob ich im Irrglauben bin.

Ich habe aktuell ein System bestehend aus 4 Platten. 2x SSD und 2x HDD, stimmt es, dass ich meine Systemplatte entlaste, was den Datendurchsatz und Performance angeht, wenn ich 2 statt einer SSD nutze?

Da ich irgendwann mal die nächste Zeit einen neuen PC anstrebe, würde ich wissen wollen wie ich die Platten am besten verteile.

Ich dachte an folgende Konstellation:

1x SSD als Systemplatte @ 250GB
1x SSD als Programm/Spieleplatte @250GB
1x SSD als Auslagerung und Datengrab @1TB
1x SSD als Platte zum Rendern und Videobearbeitung @1TB

Ich bin extremst genervt von der Lautstärke meiner summenden Festplatten, weshalb ich diese Konstellation anstreben wollen würde. Was sagt ihr dazu?

LG
Smulpa2k
 
Über Durchsatz/Performance brauchst Du Dir im Bereich SSDs nun wirklich nicht so viel Gedanken zu machen, es sei denn es werden sehr viele, sehr große Dateien bewegt.

Ich würde so ein System eher aufbauen:
1 SSD System/Auslagerung/Programme (500 GB - 1TB)
1 SSD Videobearbeitung/Datengrab (2 TB)
 
Fast jedes neuere mainboard unterstuezt raid 0, das heisst die daten werden gespiegelt. Bringt was an leistung, mehr beim kopieren und entpacken. Auch sonst gehts schneller, aber nicht extrem. Nicht gleich 200%, aber im durchschnitt unter windows 20 bis 40%.
 
Allgemein brachte es früher etwas so aufzuteilen,
da die Leseköpfe dann nicht immer hin und her springen mussten.

Flash juckt das nicht. 2 große SSDs und gut ist.

Alternativ:
"1x SSD als Auslagerung und Datengrab @1TB" ---- lieber nen NAS gut plaziert, oder ne große leise HDD (ggf. externe) die richtig parkt/aus geht, die springt doch nur bei Bedarf an.
Ergänzung ()

@slashchat das empfehlst Du ohne direkt an Backup zu erinnern?! :D
Ergänzung ()

@hamju63 ja, lieber 2 große SSDs als soviele kleine :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hier wird lediglich zwischen Betriebssystem, Programme/ Anwendungen und Datenlager getrennt. Betriebssystem, Programme/ Anwendungen = 1 SSD, Datenlager = mehrere SSDs.
 
@slashchat RAID0 heisst nicht, dass die Daten gespiegelt werden, sondern gestript, d.h. ein Teil der Daten liegt auf SSD 0 und der andere auf SSD1. Ist eine SSD nicht erreichbar, dann sind alle Daten futsch. SSDs sind so schnell, da braucht man im Heimbereich nun wirklich kein RAID0 aufbauen

Was du meinst ist RAID 1, das bringt aber null Performance zuwachs
 
....ich habe bis zu 4 SSDs parallel eingebaut ohne Raid.
Das hat aber nur den Grund, dass ich die beiden Haupt-SSDs auf die beiden anderen spiegel. Das funktinioniert sehr gut und deutlich schneller als wenn noch eine HD eingebunden wäre - logischerweise.

Davon ab, System und Programme würde ich aber an Deiner Stelle nicht trennen. Alles auf eine bitte, dann ist auch die Sicherung von allem leichter!
 
/edit: verlesen, sorry^^

ich würde einfach 2 SSDs nehmen, eine system/programme, eine jegliche anderen daten.
 
Zuletzt bearbeitet:
gbene schrieb:
Was du meinst ist RAID 1, das bringt aber null Performance zuwachs
Hä? RAID 1 bringt schon immer einen Vorteil beim lesen! Software-Raid kaum mehr als 10%, Hardware-Raid bringt bis zu 50% höhere Lesegeschwindigkeit (es wird je nach Intelligenz des Controllers von beiden Platten gelesen).
Schreiben: Hardware-Raid keine Vorteile, Software-Raid kann im niedrigen einstelligen Prozentbereich langsamer werden.
 
Raid ist so unnötig zu diskutieren bei der Fragestellung ^^
 
Hallo

Bei Raid 0 wird nichts gespiegelt. Nur bei Raid 1 wird gespiegelt.
Wenn bei Raid 0 eine SSD oder HDD ausfällt, sind alle Daten futsch.

MfG
 
Smulpa2k schrieb:
stimmt es, dass ich meine Systemplatte entlaste, was den Datendurchsatz und Performance angeht, wenn ich 2 statt einer SSD nutze?
Nicht dass das notwendig wäre, aber: Ja
Smulpa2k schrieb:
Ich bin extremst genervt von der Lautstärke meiner summenden Festplatten, weshalb ich diese Konstellation anstreben wollen würde. Was sagt ihr dazu?
Ein System ohne HDD fühlt sich im Alltag deutlich flotter an, weil hier und da ne Wartezeit wegfällt.
Das merkt man und es arbeitet sich deutlich komfortabler.

RAID macht eigentlich bei SSDs nur Sinn wenn du kleine SSDs hast und diese zu einem großen Volume zusammenfügen willst. Wegen Performance oder Redundanz würde ich es nicht machen.
 
Ich würde auch maximal zwei SSDs nehmen. Man merkt irgendwann den Geschwindigkeitszuwachs eh nicht mehr. Ich habe in meinem aktuellen Notebook eine M2-PCI-e-SSD, die ja 5-6 x höhere Datendurchsatzraten wie eine SATA-SSD hat - ich merke praktisch nichts in der Praxis. Da eine SSD eine über 1000-fache IOPS-Leistung einer HDD hat, sind auch mehrere Dutzend gleichzeitig stattfindende Zugriffe kein Problem. Eine Trennung macht höchstens Sinn, wenn man ständig größere Datenmengen von SSD1 auf SSD2 übertragen muss, weil man dann ja jeweils mit voller Leistung Lesen und Schreiben kann.

Die Aufteilung auf zwei SSDs auch nur, weil es schon sinnvoll ist System + Programme und den Rest voneinander zu trennen und weil bei Deinen gewünschten Plattengrößen eine richtig große SSD (> 2TB) wohl auch nicht billiger wäre..

Ach ja - RAIDs mit SSDs macht nur im Serverumfeld Sinn. Auf unserem ESX-Storage mit 14x 1,6TB SSDs im RAID 6 kann ich 250 VMs gleichzeitig starten - nach 2-3 Minuten sind alle voll bedienbar ;-) Hier ist dann das LAN (10 GBit/s) noch der Flaschenhals, sonst gings noch schneller..
 
Es kommt immer ganz auf die Nutzung an.

Eine SSD (Sata) ist begrenzt auf ca. 500 MByte/Sek. und ca. 75.000 IOPS.
Egal wie groß die SSD ist.
Ausnahme = man nutzt siel als M.2 mit NVMe oder als PCIe-Steckkarte

Mehrere SSDs, wo die Daten sinnvoll aufgeteilt sind, haben zwar pro SSD immer noch die o.g. Grenze, das Gesamtsystem ist aber sehr viel performanter.

Über Tools wie LinkShellExtension kann man sogar Nutzdaten einer Anwendung auf mehrere SSDs verteilen (Unterordner als Junction-Links), was die Performance dieser Programme nochmals steigert (Ladezeiten).

Ich selbst nutze dies z.B. bei Spielen, wo Geometriedaten in anderen Ordnern gelagert sind wie Texturen, Sounddaten etc.
 
Smulpa2k schrieb:
Ich bin extremst genervt von der Lautstärke meiner summenden Festplatten

als Datengrab kannst du auch 2,5 Zoll Festplatten nehmen, die sind sehr leise!
 
Wenige große SSD sind in jedem Fall die bessere Lösung, weil die großen SSD mehr NAND Speicher haben, dadurch schreiben sie schneller, als die kleineren und sie haben auch größeren Pseudo-SLC Cache, können also mehr Daten am Stück sehr schnell schreiben.

RAID0 über das Mainboard würde ich bei SSD nicht machen, damit reduzierst du dir nur die schnellen Zugriffszeiten und die höhere sequentielle Übertragungsrate merkst du überhaupt nicht. Außerdem ist es anfällig für Ausfälle.
 
Smulpa2k schrieb:
stimmt es, dass ich meine Systemplatte entlaste, was den Datendurchsatz und Performance angeht, wenn ich 2 statt einer SSD nutze?
Im Prinzip ja, aber während sich bei HDDs parallele Zugriffe gegenseitig extrem stark ausbremsen, ist dies bei SSDs nicht der Fall, zumindest nicht spürbar, solange eben nicht ganz große Dateien bearbeitet und gleichzeitig auf die selbe SSDs gelesen und/oder geschrieben werden. Der AHCI Modus sollte dafür aber aktiviert sein, aber außer bei ganz alter HW so von vor 10 Jahren oder mehr, ist dies eigentlich kein Problem.
Smulpa2k schrieb:
dachte an folgende Konstellation:

1x SSD als Systemplatte @ 250GB
1x SSD als Programm/Spieleplatte @250GB
1x SSD als Auslagerung und Datengrab @1TB
1x SSD als Platte zum Rendern und Videobearbeitung @1TB
System und Programme / Spiele würde ich immer auf eine große statt zwei kleiner SSDs unterbringen, denn während man heute mit einer 250GB SSD noch etwas sinnvolles anfangen kann, wird man dies in ein paar Jahren ebensowenig der Fall sein wie es heute bei einer 120GB oder gar 64GB SSDs ist, zumindest unter Windows. Klar gibt es Leute die mit Windows um jedes Byte ringen, aber die meisten User haben andere Hobbies und dazu keine Lust bzw. gar nicht das Wissen. Die Thread nach dem Motto "wieso ist meine SSD voll" haben jedenfalls massiv nachgelassen, seit 240GB die übliche Kapazität für Einsteiger geworden ist.

Wenn Du Videobearbeitung machst, solltest Du sofern es um Rohdaten geht, dann besser eine SSD als Quelle und eine andere als Ziel beim Videoschnitt nehmen. Bei kodiertem Material ist dies aber auch egal, da dann die Kodierung und Dekodierung auf jeden Fall so lahm ist, dass dies auch einer SATA SSD die gleichzeitig lesen und schreiben muss, kein Flaschenhals mehr sein sollte, sofern es eine halbwegs anständige SSD ist.
hamju63 schrieb:
Ich würde so ein System eher aufbauen:
1 SSD System/Auslagerung/Programme (500 GB - 1TB)
1 SSD Videobearbeitung/Datengrab (2 TB)
So würde ich es auch machen oder einfach eine mit 4TB für alles, aber dies könnte etwas teuer werden. Die Backups nicht vergessen!

UweW. schrieb:
Hä? RAID 1 bringt schon immer einen Vorteil beim lesen! Software-Raid kaum mehr als 10%, Hardware-Raid bringt bis zu 50% höhere Lesegeschwindigkeit (es wird je nach Intelligenz des Controllers von beiden Platten gelesen).
Das hängt von der RAID Lösung ab, aber gerade bei SSDs können RAIDs bei denen von einem RAID 1 gestippt wie von einem RAID 0 gelesen wird, schon einiges an der Leseraten verbessern. Nur bringen 2 SSDs im RAID 0 bei Alltagsanwendungen praktisch keinen Vorteil und wenn der Videoschnitt auf Rohmaterial erfolgt und daher viele Daten in beide Richtungen übertragen werden, müssen die SSDs beim RAID, egal ob RAID 0 oder 1 dann doch gleichzeitig lesen und schreiben, was in so einem Fall dann schon auch spürbar langsamer wird als wenn eine nur liest und die andere nur schreibt.
 
Hey, vielen Dank für die Zahlreichen Antworten!

Dann weiß ich bescheid. Ich hab halt noch die alten 80er Postvilles verbaut, die ihren Job extrem gut verrichten, aber wie ihr richtig beschreibt, für die heutigen Ansprüche zu klein Sind.

Ich nehme an das Partitionieren eine SSD bereitet da keine Probleme? Würde dann eine große SSD nehmen und eben eine Partition für Windows nehmen und eine für Programme / Spiele, dies würde sich performancetechnisch wohl dann nicht unterscheiden ob ich alles auf eine Partition packe, nehme ich an?

Platten würde ich jeweils Samsung Evos anpeilen.
 
Nein, denn weder die Controller von SSDs noch die von HDDs wissen etwas von Partitionen, wieso sollte es also bei SSDs deswegen Probleme geben? Das generelle Problem eine Platte in mehrere Partitionen zu unterteilen ist halt, dass am Ende meist auf einer der Partitionen der Platz ausgeht, während auf den anderen noch eine Menge Platz frei ist und dies wird umso wahrscheinlicher passieren, je weniger Kapazität überhaupt zur Verfügung steht. Daher kommen wohl auch diese Empfehlungen man solle eine SSD nie in mehrere Partitionen aufteilen, denn als die entstanden sind, waren die Kapazitäten von für Heimanwender erschwinglichen SSDs ja nicht gerade üppig.
 
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