Zeitgeist 3 - Moving Forward German

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@andiac
Auf das zweite bin ich bewusst nicht eingegangen. Krankheit ist immer scheiße, auch in unserer Gesellschaft. Ich habe mal in einem Pflegeheim gearbeitet und weiß auch, dass unser System da nicht perfekt ist und es für viele Betroffene schwer ist. Trotzdem ändert das imo. nichts daran, dass grundsätzlich erstmal keiner Hungern muss, oder kennst Du jemanden persönlich, der alle Möglichkeiten, die unser Staat bietet, auch ausgeschöpft hat?

Ich nehme das auch nicht persönlich, keine Angst. :)
Ich sehe es auch nicht als unfair, jeder hat seine Meinung und auch das Recht darauf. Es ist ja auch nicht so, dass ich vollkommen kritikunfähig bin, meine Grundaussage ist halt nur, dass das aktuelle System nicht vollkommen schlecht ist, vor allem wenn man beleuchtet, was es sonst noch für Systeme gibt und gab.
Das was ich sage, kann niemals die volle Wahrheit sein, denn es ist nur meine Meinung, und ein einzelner kann wohl kaum für alle Menschen gültige Aussagen treffen.
Ich glaube jedenfalls nicht, dass alle alles haben können, was sie wollen, ohne wirklich arbeiten zu müssen. Vllt. bin zu zu verbohrt, mir so etwas vorstellen zu können, oder zu wenig Idealist.
Ich wäre der erste, der sich all seine Träume erfüllt und sich auf die faule Haut legt, das kannst Du mir glauben. :D

@Godde
Komisch, ich bin selbst da unten im Moment, frühestens in 3 Jahren werde ich richtig Geld verdienen können. Ich war selbst auch schon arbeitslos und gehe aktuell für deutlich weniger Geld arbeiten, als viele als Mindestlohn fordern.
Aber hey, versuchen wir doch am besten, die Leute zurück in den Sozialismus zu pressen, das ist dann ja für niemanden ein Zwang und allen geht es gut.
Meckern kann ich auch, aber das ist ja sowieso das große Problem in Deutschland, alle mokieren sich, aber wirklich was an seiner Situation ändern tun nur die wenigstens, das ist ja auch ungleich schwieriger.

Aber wenn eure Ideen und Vorschläge so gut sind, dann lasst euch wählen und setzt euer System um.
 
Jo. Es gibt sicher schlimmeres als in Deutschland zu leben. Da gebe ich dir recht. Aber ich finde, man sollte dennoch immer darauf aus sein, Dinge zu verbessern, wo es nötig ist.
 
Pjack schrieb:
Aber niemand MUSS hungern und ohne Obdach sein. Das ist eben der Unterschied zwischen sozialer Marktwirtschaft, und dem reinen Kapitalismus.
sag dass den abertausenden menschen auf der welt die tag täglich an armut sterben. witzbold.

Pjack schrieb:
Politische Meinungen sind keine Charakterzüge. Deine Vergleiche sind für den Arsch, sie haben keinen Sinn. Und ich kann mich auch mit wenig begnügen, das kannst Du mir glauben.
Wie gesagt, politische Ansichten sind nicht der Charakter. Und ich denke anscheinend deutlich weiter als Du, denn Du sagst ja nur, was in Zeitgeist gezeigt wird, muss so umgesetzt werden, weil es ganz toll ist und so auf jeden Fall funktioniert. Gedankenleistung gleich null, einfach etwas nachzuquatschen.
kein sinn hat dein gebrabel.
ich hab mir sehr wohl gedanken gemacht. wie oft muss ich es noch erwähnen dass ich seit meiner kindheit bereits wusste etwas läuft gewaltig schief auf in der gesellschaft.
nur weil ein jacque fresco intelligenter ist als ich und diese städte entwickelt heisst dass nicht ich plapere einfach nach sondern habe mir sehr wohl dazu meine gedanken gemacht und er ist klüger als ich hat ideen entworfen die ich nicht konnte.

es ist ein unterschied ob ich selber etwas bemerke und dann andere ideen zu dieser erkenntniss gutheisse oder ob ich von grund auf einfach meine meinung verleugne um eine andere meinung als ultimativ hinzustellen <- genau den zweiten teil mache ich nicht.

du hingegen benutzt diese "wahrheit" des kapitalismus als deine meinung weil du nie was anderes kennen gelernt hast und glaubst nur durch harte arbeit könne jeder auch unterkunft, frisches wasser und essen bekommen. WAS SCHLICHT UND EINFACH NICHT FUNKTIONIERT die abertausende tote sollten selbst für so einen ignoranten menschen wie dich eigentlich beweis genug sein.
das ganze geld das gescheffelt wird im kapitalismus wird entgegen deiner unwissenheit nicht auf die weltbevölkerung verteilt sondern einige wenige bekommen etwas davon um sich wohlstand/luxus zu leisten und noch viel weniger bekommen ganz viel davon um dir immer noch dein hirn zu martern mit dümmlichen ideen wie es kann garnciht anders funktionieren.

mach mal endlich deine glubscher auf, schon alleine das sich ALLE staaten der erde verschulden und diese kontinuierlich und expontentiel erhöhen sollte dir grund geben zur anregung was schief läuft.

Pjack schrieb:
Geld gibt es seit der Antike, mit Edelsteinen und anderen Sachen wurde schon bedeutend länger gehandelt. Klassische Tauschmittel wie Du sie meinst wären wohl ein Stück Fleisch gegen etwas Gemüse, warum man das nicht mehr macht, liegt wohl auf der Hand.
Wieder nur eine leere Phrase.
sag mal wie oft muss ich dir das noch erklären.
edelsteine sind kein geld, sie sind eventuell wertsachen.
wie oft muss man dir noch erklären dass die banken geld einfach so aus dem nichts erschaffen können selbst wenn es nicht mal physisch vorhanden ist.
wie oft muss man dir noch erklären dass du die idee einer sache auf papier alleine garkein wert darstellt? und genau das ist geld.
mit einem versprechen alleine dass ich dir den hammer leihe den du vielleicht gerade brauchst um einen einen nagel einzuhämmern kannst du ja auch herzlich wenig anfangen.
komischerweise ist es beim geld anders. die bank verspricht dir lediglich auf papier und virtuell dass sie dir geld gibt (nochmals da du echt mühe hast dieses paradoxon zu verstehen, die bank besitzt das ganze geld garnicht dass sie verleihen), es wird auf dein konto verbucht und thats it. das ist die ganze hexerei es wurde geld aus dem kompletten nix erschaffen. die bank hat weder dafür echtes geld verbraucht noch wertsachen transportiert.
solange du diese thematik nicht verstehst, ist es mir klar dass du ein liebhaber des kapitalismus bist.

Pjack schrieb:
Ja natürlich, wir sind alle gefangene Sklaven und die Illuminaten regieren die Welt und beuten uns aus. :D
gerade in westlichen staaten ist diese illusion einer freiheit natürlich weit verbreitet. warum ist dann jede ware, der handel deine arbeit alles mit steuern voll gepflastert?
etwa damit die armut bekämpft werden kann? HAHAHAAHA.
oh man nein sicher nicht mein freund. du scheinst das grundlegende problem der steuern nicht zu verstehen. du musst sie zahlen oder du landest im endeffekt entweder im grab oder im gefängniss, ganz geile optionen oder.
die steuern dienen nicht dazu dir oder der bevölkerung ein schöneres leben zu ermöglichen.
die steuern dienen nur dazu zinsen bei privaten banken zu tilgen, nicht mal um die hauptschuld abzubauen, das ist schon lange nicht mehr möglich. wir sind sogar schon beim zinseszins angelangt.
tut mir leid dass du dieses problem nicht als problem siehst sondern als notwendiges übel damit es DIR besser geht. :hammer_alt::hammer_alt:

Pjack schrieb:
Du verweist doch immer auf früher. Aber schon zu den Anfängen der Menschheit konnte keiner faul rumliegen, wie Du es anscheinend denkst.
ja weil unsere technologischen möglichkeiten begrenzt haben.
sowas nennt man wissenschaftlicher fortschritt. jede technologie wurde dazu entwickelt etwas lästiges zu beseitigen.
zuerst musste der mensch jagen, irgendwann entdeckte er dass er landviehzucht betreiben konnte und schon waren nur noch sehr wenige jäger von nöten.
zuerst musste der mensch sammeln, weit in den wald überall hin wo er was finden konnte diese beeren, pflanzen früchte etc einsammeln. irgendwann entdeckte er dass man mit landwirtschaft schon mal den weg sparren kann und viel mehr auf einmal züchten kann.
er entdeckte irgendwann tiere als transportmittel/hilfe und konnte so mehr und weiter reisen und in der landwirtschaft etc.
sorry aber was ist los mit dir? du wirfst mir vor ich mach mir keine gedanken und plapere nur nach aber du scheinst mal einfach garkeinen plan zu haben was wissenschaft und technologischer fortschritt ist und bezeichnest den kapitalismus als möglichkeit für ALLE wohlstand zu besitzen, was nicht möglich ist, das ist auch wenn du es als meine meinung bezeichnest, einfach FAKT. weiter oben die toten die ja selber schuld das sie an armut sterben gelle :freak::hammer_alt::hammer_alt::hammer_alt:

Pjack schrieb:
Komisch, ich hab momentan echt nicht viel Geld im Monat, und trotzdem kann ich das. Kommt wahrscheinlich einfach auf die Einstellung an. Da es mir gut geht, hab ich wohl die richtige.
ja wenn es richtig ist zu behaupten alles sei wie es ist gut nur damit andere effektiv für dich sterben müssen. dann ja, dann ist es auf jedenfall die richtige einstellung. keine einwände dazu.

Pjack schrieb:
Ich verfechte das aktuelle System nicht,
DOCH tust du ganz klar. hör auf diesbezüglich zu lügen, du findest den kapitalismus gut und verteidigst ihn. mehr beweise gibts für ein verfechter nicht!
Pjack schrieb:
ich bin nur gegen Spinner, die glauben, ihre Weltvorstellung von Friede, Freude und Eierkuchen wäre für alle Menschen das besten und würde auf jeden Fall funktionieren. Solches Gelaber kotzt mich an, vor allem die Anmaßung, alles besser zu wissen und für alle Menschen entscheiden zu wollen und zu dürfen.
weil jemand etwas besser weiss als du ist er also ein spinner :rolleyes:
mit deinem wohlstand masst du dir auch über das leben von anderen menschen etwas an und entscheidest sogar über deren tod.
spiel den wohlstand nicht so runter. ich habe es langsam satt mich immer zu wiederholen nur weil du weniger weisst als andere!
hast du den film nun endlich angeschaut? vermutlich immer noch nicht.
woher willst du wissen dass es nicht funktioniert? wieso masst du dir an ein resource basierendes system kann nicht funktionieren.
ich hab dir schon alleine mit dem essensüberfluss ein beispiel gegeben dass niemand durch armut an hunger sterben muss.
wieso ignorierst du sowas und stellst es ständig als unmöglich dar.
vermutlich hast du dann auf einmal angst du könntest im aldi nichts mehr einkaufen.
hör auf mit dieser verharmlosung des kaputten systems und der grundsätzlichen abneigung eines systems was nicht auf profit einiger sehr sehr wenige ausgelegt ist!
nur weil du es nicht besser weisst.
ich weiss auch nicht wie man am besten auf den mars kommen könnte.
es gibt aber andere intelligentere menschen als mich die hätten sie nur die nötigen mittel dass problemlos bewerkstelligen könnten! deswegen heisst dass nicht es sei unmöglich nur weil ich es nicht kann.
so eine kurzsichtige einstellung wie deine ist erschreckend.

Pjack schrieb:
Zeigt nur wieder, dass Du es nicht verstehen willst...oder kannst.
Würde keiner Gold haben wollen, wäre es auch nichts wert, da sein Gebrauchswert für die meisten Leute gering ist. Genau wie beim Geld, der Wert ist rein künstlich.
Ich sag doch gar nicht, dass es wertlos ist. Vllt. mal lesen.
der einzige der hier absolut nichts verstehen will bist ja wohl du. ich habe das jetzige system schon längst verstanden. und ich weiss das es zum scheitern verurteilt ist!
du willst aber nicht verstehen dass geld grundlegend garkeinen wert hat sondern ihm ständig künstlich wert eingeführt ist.
moment ich will mich nicht wiederholen. informier dich erstmal über das prinzip der geldschöpfung.
solange du dass nicht verstanden hast bist du unwissend und nur ein nutzer. was nicht schlimm wäre aber hör auf es zusätzlich noch zu verteidigen!

Pjack schrieb:
Kaputt ist auch dein Lieblingswort, oder? Außerdem, wo hab ich das kritiklos System gelobt? Ich versuche nur, dir mal eine differenziertere Denkweise nahezulegen als "Alles Scheiße, brennt es nieder". Dass es Schwachstellen gibt, bestreite ich nicht, ich würde auch lieber im Schlaraffenland leben, aber ich glaube nicht, dass das funktionieren würde.
Und wie gesagt, mit virtuellem Gold könnte man genauso Handeln, oder nenne mir den Grund, warum es nicht gehen sollte, wenn es mit virtuellen Geldscheinen auch geht.
soll ich das system anderst nennen? nicht funktionstüchtig? abgenutzt? zerstört? ausser betrieb?
ja versuch du mal mit virutellem gold zu handeln :freak:


Pjack schrieb:
Labern tust Du als einziger hier.
Die Einführung von Gesetzen, die den Starken einschränken, sollte doch ganz in deinem Sinne sein. Und ich bin nicht dein Guter, deine Floskeln kannst Du dir sparen.
mein GUTER (du bist niemandes guter stimmt schon, du bist durch und durch in meinen augen schlecht)solche gesetze wird es nie geben in diesem system.
„Erlaube mir das Geld einer Nation herauszugeben und zu kontrollieren, dann ist es mir egal wer die Gesetze macht.“ Mayer Amschel Bauer, Gründer der Rothschild-Dynastie
glaubst du ernsthaft ein rockefeller steht auf gleichem level wie du vor dem gericht?
hahahaha
sowas nennt man naivität.
mein GUTER du hast genau soviele rechte wie dir von den multimilliardären der welt gegeben wird.

Pjack schrieb:
Ich führe mal als Beispiel Mark Zuckerberg oder Bill Gates an. Beide in normalen Verhältnissen geboren, und trotzdem haben sie viel Reichtum angehäuft, einfach weil sie den richtigen Riecher hatten und gut in ihrem Bereich waren.
und ich wiederhole mich ja soooooooooo gerne :rolleyes:
ja jeder kann reich werden aber nicht ALLE. aber macht nichts ignorier diese tatsache wie in deinen letzten 2 posts :rolleyes:

Pjack schrieb:
Doch könnte man, Du kapierst es nicht. Dass man nicht alles Geld einfach auszahlen könnte, ist klar, genauso könnte man virtuelles Gold dann halt nicht voll auszahlen, wenn man stattdessen damit Handeln würde. Erkläre mir den Unterschied. Und klar kann man Geld nachdrucken, was aber den Wert der Waren steigert.
komisch dass dann der wert der waren auf einmal steigt. ich meine die geld menge hat sich ja nicht erhöt lediglich wurde es physisch gedruckt. wieso sollten die waren dann teurer werden.
aaaaahhhh vielleicht weil das system doch nicht so funktioniert und dass diese geldvermehrung aus dem nichts kaputt ist? ja KAPUTT!

Pjack schrieb:
Versuch doch nicht alles zu verdrehen, danke. Wir streben nun einmal nach Wohlstand, Freiheit usw., und das war doch schon immer so, Gegenbeispiele hast Du ja keine genannt.
Selbst unsere beiden Katzen streiten sich um den besten Platz und ums beste Fressen. Was ist daran unnatürlich?
ich dachte du musst nicht nach freiheit streben?
ich habe sehr wohl sehr viele gegenbeispiele gebracht, wenn du es ignorierst kann ich nichts dafür aber wirf mir nicht sowas vor!
auch hier sag dies dem hier
hunger.jpg

ach richtig er hätte sich ja seit seiner geburt anstrengen können :rolleyes:
nein vermutlich sind eher die eltern schuld. sie hätten ja aus dem nichts geld herzaubern können oder sich bei einer bank kredit leihen :freak::rolleyes:

Pjack schrieb:
Und wenn der benachbarte Indianerstamm deinen überfällt, weil es bei dir besseres Land mit schöneren Mustangs gibt, haben wir doch wieder genau das, was dir missfällt, nämlich den Kampf um Besitz.
man kapierst du es nicht, ich rede davon jedem zu geben was er braucht.
wenn dir maschinell essen zubereitet wird, du keinen grund hast zu frieren und dich wie es dir gefällt weiter zu bilden. wozu hättest du ein grund jemanden zu überfallen?
wenn der dir gegenüber ohne zwänge lebt und leben kann ohne furcht dass er seine rechnungen zu bezahlen hat. stattdessen ein haus besitzt wie du indem er alles hat was er braucht, wozu sollte er einen grund haben neidisch und habgierig auf dein zeuchs zu blicken???
auch hier wurde dir nur beigebracht dass du nur hart genug arbeiten musst damit du dir einen pc leisten kannst um unüberlegte sätze im computerbase forum zu schreiben.
ja resourcen haben NOCH genug um jedem menschen einen computer zu geben.
und selbst diesen punkt könnte man verbessern. pcs die man mit geringfügigen mitteln nachrüsten kann.
jetzt kommt vermutlich bei dir der gedanke ja aber sind ja nicht alle bedürfnisse bei jedem gleich. ja dann will eben einer garkeinen computer und der andere braucht 2 um seinem hobby nachzugehen.
du musst im ganzen denken. gäbe es nicht das motiv des umsatzwachstums und der konkurenz müssten die hersteller nicht ständig eigene kleine sinnlose sachen entwickeln.
zusammen arbeiten an einem super system für den normalen bürger. das bedeutet nicht dass individualität ausstirbt das bedeutet dass unmengen an rohrstoffen eingespart werden da man nur das beste vom besten benutzt was die maximale lebensdauer besitzt.
achne das begreifst du vermutlich wieder nicht, das kostet ja :rolleyes:

Pjack schrieb:
Du meinst, dass wenn man in die perfekte Gesellschaft geboren werden würde, man auch perfekt wäre.
ich hab nie was von perfektion geredet und dass meine vorstellungen eine perfekte welt beinhalten. LEG MIR KEINE WÖRTER IN DEN MUND. eine perfektion würde totalen stillstand bedeuten.
ich habe von einer BESSEREN welt gesprochen, einem besseren system als deinem geliebten monitären system, mein GUTER.

Pjack schrieb:
Das glaube ich aber nicht so ohne weiteres, die verschiedenen Gesellschaften im Laufe der Jahrtausende haben doch gezeigt, dass das anscheinend nicht funktioniert und immer Leute geboren oder erzogen werden, die das System kaputt machen, zu ihrem eigenen Vorteil.
Da das schon immer so war, glaube ich, dass es einfach die Natur des Menschen ist, und dass in jedem System genug Leute geboren werden würden, die den anderen nichts gönnen und das meiste wollen.
Das ist selbst bei Affen so, dass sie sich gegenseitig Gegenstände (materielle Werte) neiden.
weiter oben bezüglich neid und habgier und was ein system indem jeder das haben kann was er wirklich zum leben braucht.
bist du eigentlich wissensimmun? nur so ne frage nebenbei halt.

Pjack schrieb:
Ich bin selbst aus der Automatisierungsbranche, für jede Maschine, die einen Arbeiter ersetzt, brauchst Du erst einmal viele Menschen, die die Maschine erst einmal planen, herstellen, transportieren, die Rohstoffe ran schaffen, sie warten usw. usf.
Die Welt, in der Maschinen das alles für uns übernehmen, ist noch weit entfernt, hätte aber auch was von Terminator oder Matrix.
ja du brauchst für kurze zeit menschlichen einfallsreichtum und kraft. und dann brauchst du nie wieder für diese arbeit wirklich diese menschen höchstens einen der es wartet.
bitte erzähl mir nicht wie automatisation läuft.
diese gedanken und muskel kraft die einmal aufgewendet wird hat sich nach kürzester zeit amortisiert.

Pjack schrieb:
Nein, denn die Zeiten haben sich geändert. Kannst Du nicht selbst für dich sorgen, brauchst Du die sozialen Sicherungsmechanismen.
Wie die aussehen, ist halt die Frage, der Nachbarindianer, der sich um dich kümmert, ist auch eine Art Krankenversicherung, wenn er krank ist, musst Du dich halt um ihn kümmern.
ja und die zeiten dürfen sich jetzt nicht mehr ändern.
das gibst du mir klar und deutlich zu spüren.
wenn einer sich um mich sorgt ohne aufforderung dann macht er dass aus komplett freien stücken ohne wirklich direkt davon zu profitieren. später wenn er krank ist kümmere ich mich gerne um ihn.
die mechanismen die du jetzt hast wurden eingerichtet weil die menschen ohne geld sich nicht um andere kümmern würden. weil sie zu sehr damit beschäftigt sind geld zu scheffeln.
diese mechanismen wie versicherungen und staatliche verordnung wurden eingeführt damit steuergelder in die kassen der regierungen fliessen, nicht aus goodwill :rolleyes:

Pjack schrieb:
Das ist richtig. Aber im Tierreich kann auch nicht jedes Tier das Alphamännchen sein. Was ist daran denn nun unnatürlich, dass nicht alle den gleichen Rang haben können?
Und wie gesagt, ich liebe das System nicht, ich sehe durchaus die Schwächen, Du an deiner Vorstellung aber überhaupt nicht und das ist doch der Beweis, dass ich der Realist von uns beiden bin.
tiere kommen gut zurecht mit ihrem system darum haben sie sich auch kognitiv nicht sehr schnell weiter entwickeln müssen. noch dazu kommt das nicht viele tiere im rudel unterwegs sind und ein alphamännchen brauchen.
der mensch ist ein anderes tier, er hatte zu wenig muskelkraft und musste sein gehirn vergrössern um anders an futter zu kommen.
weiter oben hab ich dir die sache mit wissenscahft beschrieben. LIES.

Pjack schrieb:
Wie gesagt, Du behauptest, dass es nicht so ist, den Beweis bleibst Du schuldig. Alle anderen, die das behauptet haben, sind auch gescheitert.
Du willst etwas ändern, also musst Du auch den Beweis bringen, dass es funktioniert, das aktuelle System funktioniert ja, wenn auch nicht perfekt.
wie soll ich etwas beweisen wenn sich die mehrheit der menschschafe (southpark lol, schönes wort).
und NEIN das system funktioniert verflucht nochmal nicht, es funktioniert höchstens für dich.
das willst du immer noch nicht begreifen.
es ist jenseits von perfekt. es wurde nicht geschaffen um perfekt zu sein sondern um einigen wenigen alles zu ermöglichen.

Pjack schrieb:
Btw. geht es mir finanziell nicht so gut, dass ich Klamotten von Polo trage.
UND, da alle Menschen unterschiedlich sind, wird es in jedem System immer Leute geben, die unglücklich sind, ist das nicht ein Fakt?
Ist das unglücklich sein nicht die Motivation, die uns antreibt, etwas zu ändern, die uns dazu bewegt, etwas zu tun?
wie bitte? weil menschen unterschiedlich sind wirds in jedem system immer leute geben die unglücklich sind?
so fertig hier. schau dir den film an und informier dich vor allem über jacque frescos komplette konzept!
ich habe dir unmengen male versucht zu erklären wie es aussehen würde wenn es nicht ein kapitalsystem wäre sondern ein resourcen basierendes system.

Pjack schrieb:
Scheißen tue ich auf Leute, die alles wollen, was ihnen an materiellen Dingen gerade gefällt, aber dafür nur auf der faulen Haut liegen wollen.
Woher das alles kommt, wird komplett ausgeklammert, haben ja genug Maschinen und Leute, die freiwillig alles für die anderen machen. :freak:
Du bist genauso auf materielle Dinge fixiert wie ich, nur bist Du im Gegensatz zu mir nicht dazu bereit, etwas für diese zu tun. Du verteufelst das System, weil Du deine Bequemlichkeit nicht voll ausleben kannst, ohne Nachteile zu haben.

ja ich will auf der faulen haut liegen, es gibt mittlerweile keinen erkennbaren grund warum alle 7 milliarden menschen arbeiten müssten.
das wurde dir eingeflöst in deinem kapitalistischen staat!
90% der arbeiten können problemlos maschinell geregelt werden.
du hast aber echt das gefühl dass 100% arbeiten müssten um glücklich zu sein. was ne traurige vorstellung. darum wirst DU nie FREI sein. du zwängst dich selber in so eine vorstellung.

so ein letztes dannach hab ich oft genug versucht dein wissen etwas zu steigern. wenn du nicht mehr wissen willst ist dies mir ab jetzt egal.
ist schon tragisch wenn einer mehr weiss dann kann es nur fantasie sein :rolleyes:

kapitalismus ist ausgelegt auf ewiges wachstum.
überleg dir selber wie etwas ewiges wachstum hervorbringen kann auf einem begrentzten planeten.
 
@Pjack

weisst du, wenn kein Zwang bestehen würde, hätten wir 2 Möglichkeiten:
Den Job streichen oder aber, wenn er notwendig ist, und das sind die meisten,
so gut bezahlen, um ihn attraktiv zu machen, verstehst du?
Aber warum wird das nicht gemacht? Das genau solch Kleingeister, die dem Anderen nichts gönnen sich darüber aufregen können, weil sie ja ach so qualifiziert sind(ich schere nicht alle über einen Kamm).
Oder sie machen es wie du und verkaufen sich billig und regen sich dann über die auf, die nicht für 5€ die Stunde malochen wollen. Nur weil du es machst, solltest du das nicht von allen erwarten, denn dadurch ermöglicht man auch die Spirale nach unten.
Ich sags nochmal, wir sind hier in Deutschland nicht in Afrika, auch hier gibt es relativ arme Menschen, die mehrere Jobs machen und nicht über die Runden kommen, also wenn du das gut heisst, dann findest du doch das System ok oder? Es sollte keiner der arbeitet am Hungertuch nagen, egal welche Art von Arbeit das ist oder welche Qualifkation dafür benötigt wird, zumidest erstmal in Deutschland nicht.
Übrigens bin ich Befürworter eines BGE.
 
@IntigratedMaps
Im Bezug auf Hungern haben wir von Deutschland geredet, soviel dazu. Ist wieder nur ein Beispiel dafür, wie Du Argumente von mir bewusst verdrehst.

An sich finde ich es traurig, dass Du das nötig hast, eigentlich hätte ich gerne ernsthaft diskutiert, und das ist die Wahrheit.
Mir Ignoranz und Unwissen zu unterstellen ist natürlich der einfachste Weg, und genau den hast Du genommen, aber ich versichere dir, das ist nicht der beste. ;)

Dass Du mir, jemanden, den Du gar nicht kennst, im Endeffekt alles Gute absprichst, finde ich sehr erschreckend.
Die Meinung an sich, dass es Menschen gibt, die durch und durch böse sind, ist schon so platt genug, den eigenen Geist über den von allen Menschen zu stellen, die sagen, dass es ihnen gut geht mit unserer Gesellschaftsform, grenzt an Narzissmus.

Ich empfehle dir, dich mal darüber zu informieren, wie Werte wirklich entstehen, Thema Angebot und Nachfrage, und wie diese geschaffen und manipuliert werden.
Gleichzeitig auch darüber, warum das Wort Kapitalismus auf uns in Deutschland nicht zutrifft.

Ansonsten akzeptiere ich, dass Du in deinem Elfenbeinturm nichts von meinen Ansichten wissen willst, und werde es nicht weiter versuchen.

Ich wünsche dir abschließend noch viel Glück auf deinem weiteren Lebensweg, vllt. kannst Du die Welt ein bisschen verbessern. Vllt. kannst Du auch mehr Freude an deinem Leben finden oder es so verändern, dass es dir mehr Freude macht. :)
Lächle doch über mich, wenn Du meinst, dass Du Grund dazu hast.




@Godde
Ok es stimmt, unter anderem durch mich wird erwartet, dass Leute für wenig Geld arbeiten gehen. Ich hoffe Du glaubst nicht von mir, dass ich das befürworte, dass Leute von ihrer Arbeit kaum leben können, denn genau in der Situation bin ich momentan selbst.
Was ich aber nicht befürworte, sind Leute, die sagen, dass alles scheiße ist, aber auch nichts verändern wollen.
Wenn wirklich so viele Leute unglücklich sind, müssten eigentlich überall die Städte brennen und alles umgestürzt werden.
Ich selbst bin nicht stark genug, eine Revolution einzuleiten, aber deswegen meckere ich auch nicht die ganze Zeit, obwohl mich meine aktuelle Situation wenig befriedigt.
Entgegen dem habe ich aber erfolgreich etwas getan, um meine Situation langfristig gesehen zu verbessern.

Im Pflegeheim hatte ich eine Kollegin, Auszubildende im ersten Lehrjahr, 3 Kinder, 42 Jahre alt. Ich bewundere solche Leute, und das beweist doch irgendwie, dass man selbst mit schlechten Voraussetzungen mehr für sich heraus holen kann, wenn man sich anstrengt.

Ich bin selbst Befürworter vom BGE und der Meinung, dass jeder, der arbeiten geht, sich auch etwas leisten können muss.
Es muss zweifellos etwas getan werden, auch hier in Deutschland, damit es mehr Gerechtigkeit geben kann. Allerdings muss meiner Meinung nach ein System Leistung auch belohnen.
 
mir gehts beim BGE aber darum, den Druck von den Menschen zu nehmen und sie abzusichern, um eine Grundteilhabe an der Gesellschaft zu haben. Da die Menschen keinen Zwang haben jeden Scheiss machen zu müssen, erhöht sich nämlich dann die Bezahlung für schlechte Jobs. Es wird sicherlich einige geben, die davon Leben werden, aber die meisten können doch frei wählen, was sie tun wollen. Für dir mal vor Augen, Beruf kommt von Berufung. Also etwas, das du aus freien Stücken machst, wo du einen Sinn drin siehst und das dir auch Spass macht.
Und die Tendenz zu mehr Überstunden bzw. längere Arbeitszeiten ist auch nicht der richtige Weg.
Und wieviele kriegen die Chance auf eine Ausbildung im gehobenen Alter? Hier sollte man vllt auch mal umdenken und flexibler werden von seiten der Wirtschaft.( das wird aber nicht passieren) Es kann auch nicht jeder in den Pflegebereich, das muss einem liegen.
 
Ich sehe es auch so, dass unattraktive Jobs attraktiv gemacht werden müssten, indem sie entsprechend bezahlt werden. BGE ist denke ich mal ein guter Schritt, allerdings müsste auch immer darauf geachtet werden, dass die Kaufkraft durch Inflation nicht wieder sinkt, und das würde bestimmt sehr schnell passieren, wenn man nicht immer regulierend eingreift.
 
kaufkraft darf nicht sinken :rolleyes:
HAHAAHAHAHA ich lache ernsthaft vor dem computer.
ich bin wirklich erstaunt wie oft du beweist wie manipuliert dein neurologisches zentrum im kopf ist.
gerade mit einem BGE würde sich zeigen wie nutzlos viele jobs sind und dass sie nur existieren damit eben ein job ausgebübt wird weil man konsument sein muss um überleben zu können.

ach denk doch was du willst. ne sorry du hast mir oft genug bewiesen dass du eine meinung hast aber nicht denken willst. sorry sorry
 
Dieses Zeitgeist Zeug ist mir zu sehr "konspirativ - religiös" angehaucht.

Man gehe in den nächsten Buchladen und kaufe sich ein Buch über BWL und VWL.

Da steht alles drin wie ein Akteur in unserer Marktwirtschaft zu funktionieren hat.

Da lässt sich dann auch ganz leicht erklären wieso wir in Entwicklungsländern KIK Klamotten zu Hungerlöhnen produzieren - wieso es richtig ist die Sozialausgaben zu kürzen - wieso es richtig ist Menschen zu entlassen usw usw....
Da gibts viele viele gute Gründe - marktwirtschaftliche Gründe.

Da kann man natürlich sagen "Dass muss alles so sein und die Höhlenmenschen haben sich auch schon die Köpfe eingeschlagen" - bitte.
 
@integratedmaps

Ich wäre etwas vorsichtiger mit dieser Manipulationsgeschichte.
Erstmal ist es so, dass das, was du manipuliert nennst, notwendige Bewusstseinsformen sind, die zu dieser Gesellschaft hier passen.
Dazu muss niemand gezielt diesen oder jenen Menschen manipulieren, sondern seit Kindesbeinen an wird ihm eine bestimmte Kultur, eine bestimmte Sozialisation (in der Schule zb) zuteil, und es werden diesem Menschen all die praktischen und geistigen Mittel an die Hand gegeben mit denen er sich in der kapitalistischen Konkurrenzgesellschaft dann später mehr oder weniger behaupten können soll. Ob das gelingt oder nicht, das ist natürlich nicht verbrieft.
Von einer Manipulation kann daher nicht die Rede sein, sondern von einer zweckmäßigen Erziehung, die, wenn man mal genau hinschaut, keinen Hehl daraus macht, dass hier das moderne Konkurrenzsubjekt im Kapitalismus gemodelt werden soll. Die Erziehungslogik folgt der Wirtschaftslogik als Bereitstellung der Humanressourcen die später, in der Mehrzahl, LohnarbeiterInnen werden.

Bei dir aber lesen sich die Sachen so, als würde es bereits ausreichen dieser, um in deinem Sprachbild zu bleiben, "Manipulation" sich bewusst zu werden und dann würde schon wieder alles gut und besser, ja gleich womöglich eine neue Gesellschaftsform würde entstehen.
Find ich sehr symphatisch die Vorstellung, allerdings ists nun mal nicht so einfach.
Bestes Beispiel: Der Warenfetischismus.
Nur weil man den Fetischismus durschaut, also selbst wenn man durchschaut, dass man einem Ding, das im Geschäft steht, einen in Geld gemessenen Wert (neben seinem reinen Gebrauchswert) beimißt und diesen Wert bezahlt (den es aber nur im Kapitalismus gibt als einem gesellschaftlichen Geltungsverhältniss!), also nur weil man diese Verzauberung der Dinge mit sowas wie Wert rational durschaut, heißt es nicht automatisch, dass dadurch man schon praktisch in der Lage ist das zu ändern.
Morgen nämlich, wenn du in den Supermarkt gehst, legst du wieder Geld hin, befolgst also den Warenfetisch. Ob du darum weißt (in deiner Sprache: nicht manipuliert bist) oder nicht, ist völlig Wurst. Praktisch vollziehst du diese "Manipulation" mit, eben weil es ein Sachzwang ist, der nicht mal eben durch Wissen darüber abgeschafft wird. Da gehört schon etwas mehr zu, leider.

Anstatt zu sagen, dass alles nur anerzogen ist und manipuliert, wäre es fruchtbarer die Funktionsweisen darzulegen, durch die sich die kapitalistische Vergesellschaftung der Menschen immer reproduziert.
Ein Unternehmer kann beispielsweise subjektiv bedauern, dass er einem Angestellten nicht die Summe xy zahlen kann. Objektiv betrachtet kann er aber daran nichts ändern solange er mit seinem Unternehmen im Mark seine Position zumindest halten will. Wenn er anfinge allen seinen Angestellten einen viel höheren Betrag zu zahlen, um seine subjektiven Gewissensbisse zu lindern, ginge dieser Unternehmer ziemlich schnell ziemlich vor die Hunde und die Angestellten könnten sich dann hübsch arbeitslos melden.

Verstehe mich nicht falsch. Ich will hier nicht den Kapitalismus verteidigen (glaube so manch einer kommt auf die irrwitzige Idee bei meinen Texten), sondern ich will dafür plädieren, dass man etwas von dieser "Es sollte aber anders sein"-Rhetorik wegkommt und stattdessen sich mal anschaut warum es nicht anders ist und daran die Kritik schärfen. Und nicht weil man sich in seiner Vorstellung ne hübsche Welt zusammendenken kann. Ja, das kann wirklich jeder. Und so träumt dann jeder vor sich hin, während er real aber immer noch hier eingespannt bleibt.
 
Pjack schrieb:
Eins vorweg: Ich hab die Zeitgeistfilme nicht gesehen.
Aber von dem, was ich darüber so gelesen habe, ist es für mich reinste Utopie.
Wie so viele Vorschläge von Weltverbesserern, betrachtet es nur die negativen Seiten des aktuellen Systems, und nur die positiven des angedachten neuen.
Weiterhin wird davon ausgegangen, dass man alle Menschen in ein neues System integrieren könnte, und nur das aktuelle System für schlechte Eigenschaften von Menschen verantwortlich wäre, und ein anderes System keine anderen schlechten Eigenschaften hervor bringen würde.

Das ist schonmal ganz schlecht. Wenn du keine Ahnung von der Materie hast, wieso denkst du dann, dass es notwendig ist, deine Meinung dazu zu äußern ? Im Übrigen werden auch jede Menge potentiell negative Seiten der Idee ausführlich diskutiert. Das bekommt man natürlich nur dann mit, wenn man sich auch mit der Materie beschäftigt. Auch hier, stell' keine Behauptungen auf ohne sie, zumindest mit Indizien, zu stüzen.
Auch ich stelle mir übrigens die Frage, was an dem Kapitalismus denn überhaupt gut sein soll ?
Wohlgemerkt rede ich von der heutigen Zeit. Vorindustriell hatte das ganze sicher mal einen Sinn, doch heute ist es nichts weiter als ein Relikt, dass unglaublichen Schaden anrichtet. Ebenfalls falsch ist, dass man behauptet jeden Menschen integrieren zu können. Das ist weder das Ziel, noch ist es sehr wahrscheinlich. Es gibt auch heute noch Millionen von Menschen die nie etwas von "Geld" gehört haben.

Pjack schrieb:
Das System des Kapitalismus ist imo. so alt wie die Menschheit selbst, die Menschen wollten schon immer mehr haben als ihre Mitmenschen. Das war zur Kaiserzeit und zur Zeit der Industrialisierung so, im Mittelalter, im alten Rom und Griechenland war es auch nicht anders und ich wette, dass es selbst bei den Höhlenmenschen nicht anders war.
Geändert hat sich nur die Art der Objekte, aktuell ist es halt das meiste Geld, größte Haus und dickste Auto, früher war es die schickste Rüstung, das meiste Essen usw. usf.

Auch in der Natur ist es genau das gleiche, Survival of the Fittest, das Alpha-Männchen bekommt die meisten Frauen, das Eichhörnchen mit den meisten gebunkerten Nüssen kommt am besten durch den Winter, der größte Baum bekommt das meiste Licht.
Leben und Konkurrenz sind untrennbar verbunden.
Meiner Meinung nach ist nicht der Kapitalismus entgegen der Natur des Menschen, sondern es ist exakt unsere Natur.

Ein Mensch ist auch nur ein Tier. Nicht mehr und nicht weniger. Ein Tier will nicht mehr als andere Tiere. Das kann jeder der zB. zwei Katzen hat gern selbst herraus finden. Eine Katze interessiert es recht wenig, ob eine andere Katze mehr Futter hat als sie jemals fressen kann. Von der "Natur des Menschen" oder der Natur eines beliebigen Tieres kann hier nicht die Rede sein. Die Natur des Menschen ist im Grunde folgendes:
Wenn ein Mensch nicht isst, trinkt, schläft usw stirbt er. Und das ist alles. Das sind wir. Das ist unsere Natur. Problematisch wird es _nur_ wenn uns diese Dinge vorenthalten werden. Praktisch jedes Verbrechen basiert auf diesen Dingen. Dass Menschen dazu neigen mehr zu wollen, als andere hat seinen Grund. Denn wie du sicher selbst weißt, will kein Mensch hunderte von Tonnen Brot haben. Warum nicht ? Ist doch cool wenn man mehr Brot hat, als alle anderen... Aber darum geht es nicht. Es geht um Autos, Schmuck, Geld und dergleichen. Es geht um Statussymbole. Und diese resultieren in Annerkennung, welche anderes Verhalten provoziert, was widerrum ein weiteres menschliches Bedürfnis erfüllt. Aber dies wird überhaupt erst notwendig, wenn das Bedürfnis nicht zureichend erfüllt wird. Demnach ist praktisch deine gesammte Argumentation bezüglich der (in Wirklichkeit ziemlich einfachen) "menschlichen Natur" einfach nicht besonders standhaft. Gib' den Leuten was sie brauchen und du hast mit einem Fingerschnipp eine Trillion menschlicher, globaler Probleme gelöst. Und niemand behauptet, dass JEDES Problem gelöst wäre. Wäre dem so, würde es sich um "Utopie" handeln. Und zwar NUR dann.




Pjack schrieb:
Wie ein Leben mit eingeschränkter Konkurrenz aussieht, hat man an der DDR gesehen. Die fehlende Konkurrenz führt dazu, dass sich ein Groß der Menschen nicht mehr anstrengt und keine Mühe mehr gibt, es geht ja auch ohne.
Arbeit gehört auch zum Leben dazu, heute im Büro, früher aufm Feld, auf der Jagd oder beim Sammeln.
Dabei arbeiten wir heute schon deutlich weniger als noch vor 100 Jahren.

Mir geht es gut im aktuellen System, es ist nicht perfekt, aber das ist auch nicht sein Anspruch.
Ich muss genug arbeiten und kann mir auch nicht alles leisten, aber ich habe genug Luxus und wenn ich 3 Wochen nicht arbeiten war, hab ich schon lange alles erledigt, was ich gerne machen wollte, und irgendwas fehlt mir.
Ich wöllte nicht, dass versucht wird, ein komplett anderes System unter Aufgabe des bisherigen aufzubauen.

Was für ein Blödsinn... Entschuldige bitte, aber ... meinst du das ernst ? Natürlich legt sich jeder auf die faule Haut wenn er die Wahl zwischen Sofa und Fabrikarbeit hat. Und genau dort liegt doch das Problem. Wir könnten (und hier gibt es wirklich NICHTS zu streiten) einen enormen Anteil der Arbeiter entfernen und dabei dennoch enorme Zugewinne in der Produktion machen. Das einzige Problem hier: Mit 95% Arbeitslosen, funktioniert das System nicht mehr. Sonst wäre das schon längst geschehen, glaub' mir. Es geht darum die Leute von aufgezwungener Arbeit zu befreien. Die globale Krankheit Nummer 1 zu vernichten, der sich da Streß nennt. Nimm all diese Lasten, die die Menschen heute mit sich tragen, von ihnen, und du wirst sehen was passiert. Hier noch eine interessante Tatsache über die "menschliche Natur":
Menschen sind nicht faul. Das können sie garnicht. Könnten sie, gäbe es das Wort "Langeweile" nicht. Eben jener unangenehme Zustand, der sich einstellt, wenn man nichts zu tun hat. Jeder Mensch wird zwangsläufig etwas tun, was man ohne größere Schwierigkeiten als "Arbeit" definieren kann. Ob er dafür bezahlt wird oder nicht. Dieses Prinzip wird in unserem System jedoch ziemlich stark unterdrückt, denn würde jeder machen, was er gern macht, würde unser liebes Kartenhaus zusammen brechen.

Ach und... dir mag es gut gehen. Das freut mich. Aber was ist mit den 60% der Weltbevölkerung, der es nicht gut geht ? Ernsthaft, wir reden hier von locker über 50% der gesammten Menschheit. Das nennst du ein funktionierendes System ? Ich nenne das einen ziemlich enormen Scheißhaufen...


Pjack schrieb:
Zumindest bei uns in Deutschland muss keiner verhungern, jeder hat die Chance auf ein Dach überm Kopf, bei uns herrscht keine Willkür, jeder gesunde Mensch mit Grips kann es zumindest zu etwas bringen usw. usf.
Der Gedanke, dass alles am aktuellen System schlecht ist, ist pervers, wenn man sich mal in der Vergangenheit umkuckt und sieht, wie es den Menschen da so ging...

Nein. Einfach nur nein. Sogar in Deutschland verhungern Menschen. Täglich. Tausende leben auf der Straße. Und Deutschland geht es ziemlich gut. Und nochmal nein. Nicht jeder kann es "zu etwas bringen". Das ist mathematisch ausgeschlossen. Wäre jeder "etwas", würde das System (wie in so vielen Szenarien) zusammenbrechen. Das ist ja der Witz an der Sache. Für jede Person die mehr Geld als der Durchschnitt hat, einen besseren Job hat als der Durchschnitt, ja irgendwie besser lebt als der Durchschnitt, muss ein anderer auf eben jenen Luxus verzichten. Dieses System ist ein einziger Witz. Um mal Wikipedia zu quoten:
"1 % der Weltbevölkerung hält etwa 40 % des weltweiten Vermögens. Die reichsten 2 % der Weltbevölkerung besitzen mehr als 51 % des weltweiten Vermögens. Auf die reichsten 10 % entfallen etwa 85 % des weltweiten Vermögens.
Auf die unteren 50 % der Weltbevölkerung entfällt weniger als 1 % des weltweiten Vermögens."

Wer das als ein funktionierendes System bezeichnet, ist leider nicht mehr ganz dicht. Und "es funktioniert für mich" ist kein Argument.





Pjack schrieb:
Und: es geht einfach nicht, dass jeder alles haben kann, was er will. Genau das ist nämlich Utopie.
Korrekt. Aber es ist machbar jedem zu geben, was er braucht.


Pjack schrieb:
Wer baut denn dann die Maschine für den einen, der für 120 Nahrung produziert?
Wer baut die Einzelteile für die Maschine?
Wer baut die Rohstoffe für die Einzelteile ab?
Wer baut die Maschinen für die Gewinnung der Rohstoffe und den Bau der Maschine?
Wer organisiert für diese Maschinen alles und woher kommen die Transportmittel und wer organisiert das alles?

Anzunehmen, dass alle Leute nur im Büro sitzen, weil sie Geld brauchen, und nicht, weil ihre Arbeit einen Sinn hat, ist schon sehr simpel gedacht.
Anzunehmen, dass es in einer Welt, wo keiner was machen muss und jeder alles hat was er will, Menschen geben würde, die ihr eigenes perfektes Leben aufgeben, um anderen Menschen das Paradies zu ermöglichen, ist genau die Utopie der ganzen Sache.
Irgendwann fühlt sich jeder ausgenutzt, und wenn jeder alles haben kann, muss das auch irgendwer bereitstellen.

1. Ein Ingeneur würde ich vermuten ;)
2. Dito.
3. Ein große, dicke, fette Meschine. Ganz genau wie heute auch.
4. Maschinen. Witzig, hm ? Übrigens, ganz genau wie heute auch.
5. Zur Not Ich.

Du hast das Prinzip dahinter wohl immer noch nicht ganz verstanden. Der Witz ist folgender:
Jeder Mensch macht irgendetwas gerne. Und Tatsache ist, viele der menschlichen Errungenschaften stammen genau da her. Jemand hat etwas gern gemacht und hat dadurch etwas entwickelt, entdeckt, erfunden, oder was auch immer, was wir heute noch alle benutzen.
Ein System in dem "jeder macht was er will", wenn du so willst, zeigt sich in der Praxis nahezu immer als effizienter als irgendein aufgezwungener Mist. Und genau das ist der Punkt. Es wird sich jemand finden der eine Software für die Verwaltung und Logistik bastelt. Es wird sich jemand finden, der Solaranlagen installiert oder Fabriken entwirft. Ist das wirklich so schwer zu glauben ? Der ganze Punkt an dem vorgeschlagenen System ist eigentlich recht einfach:
Wenn etwas für die Gemeinschaft gut ist, ist es auch für dich gut. Schließlich bist du Teil der Gemeinschaft. In anderen Worten, wenn du keine Nahrung hast wirst du schon zusehen, dass du eine kleine Farm aufstellst. Im Prinzip ist es nichts anderes als unser heutiges System auch, nur ohne Geld. Statt jemanden zu zwingen irgendeinen Mist für die Müllhalde zu produzieren, nur damit er überleben darf, gibts du den Leuten was sie brauchen und erfreust dich der Erzeugnisse.


Pjack schrieb:
Mir tut es leid, dass es sehr vielen Menschen schlechter als mir geht. Aber dafür kann ich persönlich nichts, ich bin halt in Deutschland geboren.
Davon abgesehen: sind ärmere Länder nicht auch selbst mit verantwortlich?
Nein, alles liegt immer am bösen Westen.
Ist das nicht sehr einfach gedacht? Deutschland ist nicht sehr rohstoffreich, gut, unser Boden ist fruchtbar, aber was hatten wir denn sonst für Voraussetzungen, um zu dem Wohlstand zu kommen, den wir haben?
Sah es bei deutlich ärmeren Ländern in jedem Fall immer schlechter aus?

Naja... eigentlich ist "der böse Westen" ja auch immer Schuld... wie kommt es denn, dass die Rohstoffarmen Staaten reich und die Rohstoffreichen Staaten arm sind ? Eben genau durch den "bösen Westen" ;). Ich denke du weißt was ich meine.

Pjack schrieb:
Was ist der Sinn im Leben? Meiner Meinung nach glücklich sein.

Öh... hm... also... eh... im Ernst ? Ich enthülle mal das Geheimnis:
Nichts. Es gibt keinen Sinn. Was dich aber schließlich nicht daran hindert, dich zu fragen was der Sinn des Lebens ist. Ergo ist das ganze irgendwie überflüßig :/
Ich kann nicht verstehen warum die Menschen das für eine so wichtige Frage halten, wenn die Antwort doch so einfach ist ;/

Pjack schrieb:
Aber niemand MUSS hungern und ohne Obdach sein. Das ist eben der Unterschied zwischen sozialer Marktwirtschaft, und dem reinen Kapitalismus.

Hm ? Wie bitte ? Doch genau das ! Genau das ! Es geht garnicht anders. Also... es GINGE schon... aber es GEHT nicht MEHR ;). Das System ist schon zu lange am Laufen, als dass es innerhalb seiner Grenzen noch möglich wäre jedem ein Dach und Nahrung zu geben. Nochmal:
Dein Gewinn, ist jemand anders' Verlust. Natürlich ist das sehr allgemein und kurzsichtig, aber im Endeffeckt läuft es darauf hinaus.

Pjack schrieb:
Politische Meinungen sind keine Charakterzüge. Deine Vergleiche sind für den Arsch, sie haben keinen Sinn. Und ich kann mich auch mit wenig begnügen, das kannst Du mir glauben.
Wie gesagt, politische Ansichten sind nicht der Charakter. Und ich denke anscheinend deutlich weiter als Du, denn Du sagst ja nur, was in Zeitgeist gezeigt wird, muss so umgesetzt werden, weil es ganz toll ist und so auf jeden Fall funktioniert. Gedankenleistung gleich null, einfach etwas nachzuquatschen.

Jo. Dem ist nichts hinzuzufügen. Das ist übrigens auch die größte Schwäche des ganzen. Ich rufe in den Saal "fangt an selbst zu denken" und Menge schallt die selben Worte zurück. Das ist ziemlich traurig, aber leider nicht vermeidbar. Aber man neigt nunmal dazu, gerade wenn Emotionen im Spiel sind.



Pjack schrieb:
Ja natürlich, wir sind alle gefangene Sklaven und die Illuminaten regieren die Welt und beuten uns aus. :D

Irrelevant. Ob es das System selbst, oder irgendwelche Hintermänner sind. Fakt ist, der einfache Mann ist doch nicht mehr als ein bezahlter Sklave. Unglücklicherweise macht diese Aussage solange keinen Sinn, bis man sich vor Augen führt wie es sein könnte. Sagen wir, der Einfachheit halber, nur technisch gesehen. Denn unsere Technologie erlaubt uns unglaubliche Dinge, die der Normalbürger sich meist nicht mal vorstellen kann. Was wohl an der mangelnden Medienaufmerksamkeit liegt. Aber es ist _wirklich_ ohne weiteres Möglich einen riesen Anteil der Arbeiter dieser Welt durch Maschinen zu ersetzen. Übrig bleiben (im groben) nur die coolen Jobs. Denn das ist der Witz an der Sache, Maschienen neigen dazu, besonders in den unliebsamen Jobs gut zu sein. Dafür sind sie (noch) ziemlich mies in den coolen.

Pjack schrieb:
Ich verfechte das aktuelle System nicht, ich bin nur gegen Spinner, die glauben, ihre Weltvorstellung von Friede, Freude und Eierkuchen wäre für alle Menschen das besten und würde auf jeden Fall funktionieren. Solches Gelaber kotzt mich an, vor allem die Anmaßung, alles besser zu wissen und für alle Menschen entscheiden zu wollen und zu dürfen.

Ah... verstehe. Dieses System wurde dir also nicht aufgezwungen ? Niemand hat für dich entschieden ? Überdenk das nochmal ;)
Abgesehen davon, geht es darum aber auch nicht. Wenn man vorhätte es jedem aufzuzwingen, wäre es vermutlich bereits passiert und wir würden hier nicht diskutieren.


Pjack schrieb:
Ich führe mal als Beispiel Mark Zuckerberg oder Bill Gates an. Beide in normalen Verhältnissen geboren, und trotzdem haben sie viel Reichtum angehäuft, einfach weil sie den richtigen Riecher hatten und gut in ihrem Bereich waren.

1:1.000.000 - Kein gutes Argument ;)

Pjack schrieb:
Doch könnte man, Du kapierst es nicht. Dass man nicht alles Geld einfach auszahlen könnte, ist klar, genauso könnte man virtuelles Gold dann halt nicht voll auszahlen, wenn man stattdessen damit Handeln würde. Erkläre mir den Unterschied. Und klar kann man Geld nachdrucken, was aber den Wert der Waren steigert.

Ich fühle mich grad etwas benachteiligt, da meine Rückendeckung wirklich nichts kapiert hat :x
Dass virtueller, nicht vorhandener, wertloser Mist, als Währung einwandfrei funktioniert, beweisen wir doch jeden Tag am Bankschalter :/

Pjack schrieb:
Versuch doch nicht alles zu verdrehen, danke. Wir streben nun einmal nach Wohlstand, Freiheit usw., und das war doch schon immer so, Gegenbeispiele hast Du ja keine genannt.
Selbst unsere beiden Katzen streiten sich um den besten Platz und ums beste Fressen. Was ist daran unnatürlich?

Oh wie unschön, dass du nun ausgerechnet, präventiv, mein Katzenbeispiel aufgreifst. Dieses Beispiel ist immer so abstrakt, dass ihm viele Leute nicht folgen können :/
Ich werd' mich dennoch einmal dran versuchen. Aus einem anderen Blickwinkel:
Du möchtest den besten Platz und das beste Essen. Okay. Das ist menschlich. Das ist unsere Natur. Aber genau hier habe ich ein Problem. Wenn jemand "menschliche Natur" sagt, ist das fast immer als entgültiges Statement gemeint, grade so wie "Instinkt". Stattdessen kann man aber auch weiter fragen, zB. "Warum willst du den besten Platz und das beste Essen ?". Die Antwort darauf ist recht einfach:
Weil Ethik und Moral in diesem Fall wenig Anwendung finden. Denn die Emapthie ist hier sehr beschränkt. Du kannst den besten, gemütlichsten Platz fühlen und das beste Essen schmecken, was du aber nicht kannst ist, zu schmecken und zu fühlen was der andere schmeckt oder fühlt. Und genau das ist der Knackpunkt. Du hast nur ein Vergnügen oder Vorteil davon, wenn du es für dich beanspruchst. Wenn man nun aber euch beiden einen tollen Platz und das beste Essen gibt, verschwindet dieses Problem. Allerdings nicht sofort, sonst hätten wir es wohl längst begriffen. Ich hoffe du konntest dem Gedankengang folgen, es ist nicht so einfach zu erklären ;)


Pjack schrieb:
Und wenn der benachbarte Indianerstamm deinen überfällt, weil es bei dir besseres Land mit schöneren Mustangs gibt, haben wir doch wieder genau das, was dir missfällt, nämlich den Kampf um Besitz.
Du meinst, dass wenn man in die perfekte Gesellschaft geboren werden würde, man auch perfekt wäre. Das glaube ich aber nicht so ohne weiteres, die verschiedenen Gesellschaften im Laufe der Jahrtausende haben doch gezeigt, dass das anscheinend nicht funktioniert und immer Leute geboren oder erzogen werden, die das System kaputt machen, zu ihrem eigenen Vorteil.
Da das schon immer so war, glaube ich, dass es einfach die Natur des Menschen ist, und dass in jedem System genug Leute geboren werden würden, die den anderen nichts gönnen und das meiste wollen.
Das ist selbst bei Affen so, dass sie sich gegenseitig Gegenstände (materielle Werte) neiden.

Hier vergisst du wieder den wichtigsten Aspekt. Es gab NIE eine Gesellschaft die auch nur im Ansatz frei von Bedürfnissen wahr. In anderen Worten, es gab nie eine Gesellschaft in der alle Bedürfnisse befriedigt wurden. Außer vlt. diverse Stämme. Und soll ich dir was sagen ? Diese sind zumeist sehr, sehr glücklich mit ihrem Leben und kennen kein Verlangen nach besitz. Das liegt natürlich daran, dass sie weniger Wissen über Verfügbare Güter haben und die, von dennen sie Wissen, im Überfluss vorhanden sind und es somit keinen Sinn hat, etwas zu besitzen. Aber genau das ließe sich auch in unserer Welt machen. Ich behaupte nicht, dass wir einem jeden geben könnten was er will. Aber es geht ja auch nicht um eine Utopie ;)
Was ich sagen will ist, jede kleine Verbesserung, ist eine Verbesserung, nicht wahr ? Und etwa 50% der Weltbevölkerung die Grundbedürfnisse des Lebens zu geben (und das ist nicht einmal schwierig, wenn es gewollt wäre) ist eine ziemlich großere Verbesserung, gegenüber dem, was wir heute so produzieren. Wieso es also nicht endlich angehen ? Es gibt wenige logische Gründe, wieso man es nicht tun sollte, wenn es doch so einfach ist. Und nahezu alle davon lassen sich in unseren Hirngewaschenen-Kapitalismusköpfen finden, die zweifelsohne vorhanden sind.


Pjack schrieb:
Ich bin selbst aus der Automatisierungsbranche, für jede Maschine, die einen Arbeiter ersetzt, brauchst Du erst einmal viele Menschen, die die Maschine erst einmal planen, herstellen, transportieren, die Rohstoffe ran schaffen, sie warten usw. usf.
Die Welt, in der Maschinen das alles für uns übernehmen, ist noch weit entfernt, hätte aber auch was von Terminator oder Matrix.

Hm, also irgendwie... nein. Zu dem "wir brauchen Arbeiter" siehe oben, bin zu müde für Wiederholungen. Und diese Welt ist garnicht so weit entfernt wie du vielleicht glaubst. Zugegeben, die Welt in der ALLES von Maschinen übernommen wird, scheint sehr sehr fern. Das ist sie vermutlich auch. Aber 80% währe doch schon ziemlich cool, etwa nicht ?
Abgesehen davon ist dieser Filmvergleich ziemlicher Unsinn. Ich beschäftige mich zufällige derzeit mit Programmierung und sehe immer wieder aufs neue, was ich schon lange Zeit weiß:

Maschinen sind sehr, sehr, sehr dumme Kreaturen. Die perfekten Sklaven. Denn sie machen ganz genau das, was man ihnen sagt. Terminator und dergleichen ist praktisch ausgeschlossen.

Pjack schrieb:
Nö, werde ich auch nicht machen, nachdem, wie Du ihre Idee hier präsentierst. Denn ich habe den Eindruck, dass es nur sinnloses Gewäsch ist, alles Scheiße jetzt, kommt wir machen es so, das klappt 100%.
Ich verstehe sehr wohl, was Du so schreibst, nur halte ich es nicht für real umsetzbar. Ich bringe Gegenargumente, aber die willst Du ja nicht hören. Und genau diese Verbohrtheit, diese Immunität gegenüber Kritik sind der Grund, warum ich mich nicht mit den Filmen beschäftigen werde.

Naja, wissentlich Informationen zu verweigern ist aber doch genau das was du gerade tust und gleichzeitig kritisierst ;) Also schau den verdammten Film halt mal an, du kannst ihn danach ja immer noch als totalen Mist abtuen :)

Pjack schrieb:
Das ist richtig. Aber im Tierreich kann auch nicht jedes Tier das Alphamännchen sein. Was ist daran denn nun unnatürlich, dass nicht alle den gleichen Rang haben können?
Und wie gesagt, ich liebe das System nicht, ich sehe durchaus die Schwächen, Du an deiner Vorstellung aber überhaupt nicht und das ist doch der Beweis, dass ich der Realist von uns beiden bin.

Keine Ahnung was der Kontext wahr, bin zufaul das gegenseitige gequote nun durch zu schauen, aber was hindert uns daran es besser zu machen als die Natur ? Oder es zumindest besser zu machen, als wir es derzeit machen. Versuch doch mal dir den beschriebenen Kram nicht als ultimative, utopische Ideologie vorzustellen, sondern als eine Art Bauplan. Einer der durchaus noch in der Entwicklung steckt. Einer mit großen Freiheiten, an dem man einfach mal eine Ecke entfernen kann, wenn sie sich als unpraktisch erweist. Oder man baut das beschriebene Haus einfach Stück für Stück auf, jeder Schritt eine weitere Verbesserung.

Ich verrate dir nochwas:
Ich komme sicher als ziemlicher Pro-Zeitgeist oder was auch immer -Typ rüber, aber in Wahrheit sehe ich ebenfalls keine Zukunft für den größtteil des beschriebenen Krams. Frescos Städte zB. werden vermutlich nie gebaut werden. Und das ist auch völlig egal. Sie zeigen, dass es technisch machbar ist, das ist (zumindest in meinen Augen) auch schon alles. Er persönlich sieht das zwar etwas anders, aber sein wir mal ehrlich... wenn es soweit kommt, tauchen andere klüge Köpfe auf, die seine Vorstellungen erweitern oder gar ersetzen.
In meinen Augen geht es um einen ganz Zentralen Aspekt. Wir müssen aufhören Müll zu produzieren und anfange unsere Vorhandene Technik sinnvoll zu nutzen, statt sie zu unterdrücken um 2 weitere Jahre mit veralteter Technologie Geld scheffeln zu können. Wir müssen eigentlich nur anfangen endlich effizient zu arbeiten, der Rest gibt sich dann ganz von selbst. Leider gibt es da ein kleines Hinderniss. Und zwar die, durchaus durch das System verstärkte, wenn nicht gar gänzlich erzeugte, Gier nach immer mehr Mist. Wenn wir weiter ganze Mond-große Ladungen an Nahrung verbrennen, nur um den Preis stabil zu halten, funktioniert das natürlich nicht. Daran müssen wir arbeiten. Doch stellen wir uns einmal vor, wir könnten diese Hindernisse überwinden und würden anfangen, WIRKLICH effektiv zu wirtschaften. Geld würde von selbst überflüßig werden. Und genau das ist das Ziel.

(Aber das ist nur meine Meinung, es treiben sich auch viele Spinner in der Welt herrum, die sich selbst als 'Zeitgeistler' bezeichnen. Lässt sich nicht vermeiden.)


Pjack schrieb:
UND, da alle Menschen unterschiedlich sind, wird es in jedem System immer Leute geben, die unglücklich sind, ist das nicht ein Fakt?
Ist das unglücklich sein nicht die Motivation, die uns antreibt, etwas zu ändern, die uns dazu bewegt, etwas zu tun?
Jup, was aber nicht bedeutet, dass wir es nicht trotzdem verbessern sollten, nicht wahr ?

Pjack schrieb:
Scheißen tue ich auf Leute, die alles wollen, was ihnen an materiellen Dingen gerade gefällt, aber dafür nur auf der faulen Haut liegen wollen.
Woher das alles kommt, wird komplett ausgeklammert, haben ja genug Maschinen und Leute, die freiwillig alles für die anderen machen. :freak:
Du bist genauso auf materielle Dinge fixiert wie ich, nur bist Du im Gegensatz zu mir nicht dazu bereit, etwas für diese zu tun. Du verteufelst das System, weil Du deine Bequemlichkeit nicht voll ausleben kannst, ohne Nachteile zu haben.

Das hat micht nun schwer getroffen. Was heißt denn "nichts dafür tun" ? Das ist eine sehr, sehr dumme Phrase, wirklich. Ist jemand, wie ich, der in seiner Freizeit programmiert und die Erzeugnisse frei Verfügbar macht jemand der "nichts dafür tun will" ? Diese Phrase kann nur bedeutet, dass jemand nicht bereit ist etwas zu tun, dass ihm das Geld bringt, um eben jene Dinge zu bezahlen, richtig ? Was aber, wenn dieser jemand jede Menge Dinge tut, aber nur ein sehr schlecht bezahlten Beruf ausübt und das auch nur damit er leben kann. Hat dieser kein Anrecht auf Luxus ? Genau das ist doch das verdammte Problem. Heute wird Leistung in Gehalt gemessen. Was unfassbar gigantischer Blödsinn ist. Programmierer, Ärtz, Ingeneure, Architekten usw produzieren etwas nützliches. Etwas von echtem Wert und Nutzen. Sie müssen aber nichts zwangläufig gut verdienen. Ein Börsenfutzie hingegen könnte stinkreich sein, hat aber einfach absolut GARNICHTS produziert. Dieser "tut aber etwas 'dafür'". Diese Logik kann auch nur in einem unlogischen System funktionieren. Mal ehrlich, dieser "du bist einfach nur zu faul"-Unsinn ist nicht nur nicht zutreffend, er ist auch noch unglaublich kindisch und unlogisch.




Pjack schrieb:
Natürlich bekommt keiner etwas geschenkt, warum auch? Meine Aussage, dass keiner in Deutschland hungern muss, hast Du damit wohl kaum widerlegt, natürlich muss man dafür auch was machen.
Ist ja jedem freigestellt, ob er lieber auf Hartz4 verzichtet, weil er keine Bewerbungen schreiben will und eventuell unattraktive Jobs annehmen muss, aber Hungern muss keiner und das ist in meinen Augen Fakt.
Das ist doch wieder genau das Verlangen nach Schlaraffenland, nichts machen wollen, aber alles lebensnotwendige haben.

Bitte ? Habe ich mich da verhört ? Ich verwette meinen Arsch darauf, dass du schon unsagbar viel geschenkt bekommen hast. Oder hast du das Internet erfunden ? Die Tastatur ? Hast du dir mit 3 Jahren selbst Nahrung gesucht ? Die Dusche deines Elternhauses selbst gebaut ? Jeder bekommt etwas geschenkt, genau genommen nicht nur 'etwas', sondern riesen Mengen. Nur eines kriegen wir in diesem System nicht geschenkt, das Recht zu leben zu dürfen. Nein, das müssen wir uns verdienen. Ist das in deinen Augen eine gute Sache ? Zum Schlaraffenland-Unsinn muss ich wohl nichts weiter sagen, aber ich werde mich dennoch noch einmal wiederholen:
Jeder Mensch tut irgendetwas nützliches, tut er das nicht, wird er sterben. Das einzige Problem hier ist, dass du nützlich im Sinne von Geld misst. Aber das ist totaler Unsinn.

Nimm's mir nicht übel ;)




Und noch an DugDanger:

Zeitgeist 1 hat hier aboslut keine Relevanz. In BWL-Lehrbüchern steht ziemlich viel Quatsch (habe mich davon selbst überzeugt). Und das was kein Quatsch ist, wird Quatsch, sobald man es mal von außen betrachtet.

Ich hoffe ich habe irgendwie etwas sinnvolles von mir gegeben und nicht totalen Unsinn geredet, ich bin echt hundemüde :P
Danke.
 
th3o schrieb:
on einer Manipulation kann daher nicht die Rede sein, sondern von einer zweckmäßigen Erziehung, die, wenn man mal genau hinschaut, keinen Hehl daraus macht, dass hier das moderne Konkurrenzsubjekt im Kapitalismus gemodelt werden soll. Die Erziehungslogik folgt der Wirtschaftslogik als Bereitstellung der Humanressourcen die später, in der Mehrzahl, LohnarbeiterInnen werden.

Und wo wurden Menschen jemals so erzogen, dass sie nicht mit der Umwelt klarkommen, in die sie hineingeboren werden? - Nun vermutlich da wo es jetzt keine mehr gibt - ist natürlich nur eine These.

th3o schrieb:
Ein Unternehmer kann beispielsweise subjektiv bedauern, dass er einem Angestellten nicht die Summe xy zahlen kann.

Ja und? Wenn ich in Subsistenzwirtschaft lebe, kann ich auch bedauern, dass nicht mehr Äpfel am Baum hängen, als nunmal dran hängen und das beweist jetzt was?

Auch ich stelle mir übrigens die Frage, was an dem Kapitalismus denn überhaupt gut sein soll ?

Nun es ist das System, mit dem sich die meisten Menschen versorgen lassen, verglichen mit allem was vorher war.

Vorindustriell hatte das ganze sicher mal einen Sinn, doch heute ist es nichts weiter als ein Relikt, dass unglaublichen Schaden anrichtet.

Der da wäre? Nebenbei wenn du ihn abschaffst bist du ganz schnell wieder auf vorindustriellem Niveau und dann kannst du ihn ja wieder einführen - bravo.

Es geht um Autos, Schmuck, Geld und dergleichen. Es geht um Statussymbole. Und diese resultieren in Annerkennung, welche anderes Verhalten provoziert, was widerrum ein weiteres menschliches Bedürfnis erfüllt. Aber dies wird überhaupt erst notwendig, wenn das Bedürfnis nicht zureichend erfüllt wird. Demnach ist praktisch deine gesammte Argumentation bezüglich der (in Wirklichkeit ziemlich einfachen) "menschlichen Natur" einfach nicht besonders standhaft. Gib' den Leuten was sie brauchen und du hast mit einem Fingerschnipp eine Trillion menschlicher, globaler Probleme gelöst.

Und das nennt man einen Zirkelschluss. Warum geht es denn deiner Ansicht nach nicht um Brot, sondern um Auto, oder Schmuck, übrigens beides dinge, welchen bei mir einen untergeordneten Stellenwert einnehmen. Doch wohl nur deswegen, weil es Dinge sind mit denen man sich von anderen abheben kann, wäre dem nicht so, wären sie vollkommen uninteressant und andere Dinge träten an ihre Stelle.

Und genau dort liegt doch das Problem. Wir könnten (und hier gibt es wirklich NICHTS zu streiten) einen enormen Anteil der Arbeiter entfernen und dabei dennoch enorme Zugewinne in der Produktion machen. Das einzige Problem hier: Mit 95% Arbeitslosen, funktioniert das System nicht mehr.

Echt... cool sobald ich mal eigene Angestellte habe, wende ich mich an die wie ich 95% der Lohnkosten sparen kann und damit noch meinen Output verbessere... die DAX-Konzerne würden dir für diesen Hinweis vermutlich mehrere Milliarden zahlen.

Nein. Einfach nur nein. Sogar in Deutschland verhungern Menschen. Täglich. Tausende leben auf der Straße. Und Deutschland geht es ziemlich gut. Und nochmal nein. Nicht jeder kann es "zu etwas bringen". Das ist mathematisch ausgeschlossen. Wäre jeder "etwas", würde das System (wie in so vielen Szenarien) zusammenbrechen. Das ist ja der Witz an der Sache. Für jede Person die mehr Geld als der Durchschnitt hat, einen besseren Job hat als der Durchschnitt, ja irgendwie besser lebt als der Durchschnitt, muss ein anderer auf eben jenen Luxus verzichten. Dieses System ist ein einziger Witz. Um mal Wikipedia zu quoten:
"1 % der Weltbevölkerung hält etwa 40 % des weltweiten Vermögens. Die reichsten 2 % der Weltbevölkerung besitzen mehr als 51 % des weltweiten Vermögens. Auf die reichsten 10 % entfallen etwa 85 % des weltweiten Vermögens.
Auf die unteren 50 % der Weltbevölkerung entfällt weniger als 1 % des weltweiten Vermögens."

Wer das als ein funktionierendes System bezeichnet, ist leider nicht mehr ganz dicht. Und "es funktioniert für mich" ist kein Argument.

Angenommen Wikipedia sagt die Wahrheit und die Zahlen sitmmen, warum ist damit erwiesen, dass dieses System nicht funktioniert?

Es wird sich jemand finden der eine Software für die Verwaltung und Logistik bastelt. Es wird sich jemand finden, der Solaranlagen installiert oder Fabriken entwirft. Ist das wirklich so schwer zu glauben ?

Nö denn so ist es schon jetzt. Jemand der diese Aufgaben nicht auch aus eigeninteresse erledigt hat überhaupt nicht die Motivation, sich die entsprechenden Qualifikationen anzueignen.

Naja... eigentlich ist "der böse Westen" ja auch immer Schuld... wie kommt es denn, dass die Rohstoffarmen Staaten reich und die Rohstoffreichen Staaten arm sind ? Eben genau durch den "bösen Westen" . Ich denke du weißt was ich meine.

Nun die Rohstoffarmen Staaten haben gelernt zu haushalten und mit dem bisschen was sie haben, was gescheites anzustellen.

Nichts. Es gibt keinen Sinn. Was dich aber schließlich nicht daran hindert, dich zu fragen was der Sinn des Lebens ist. Ergo ist das ganze irgendwie überflüßig :/
Ich kann nicht verstehen warum die Menschen das für eine so wichtige Frage halten, wenn die Antwort doch so einfach ist

Es gibt keinen intrinsischen Sinn, aber es gibt den Sinn den ich einer Sache beimesse und sobald ich das tue gibt es einen Sinn, da sich Sinn genau so konstituiert.

Dein Gewinn, ist jemand anders' Verlust. Natürlich ist das sehr allgemein und kurzsichtig, aber im Endeffeckt läuft es darauf hinaus.

Das ist totaler Unsinn, dann wäre es ein Nullsummenspiel, nur wo kommen dann die ganzen Dinge her, die es vor 1000 Jahren noch nicht gab?

1:1.000.000 - Kein gutes Argument

Wahrscheinlichkeiten machen eine Argument weder gut noch schlecht.

Dass virtueller, nicht vorhandener, wertloser Mist, als Währung einwandfrei funktioniert, beweisen wir doch jeden Tag am Bankschalter :/

Und wo soll das Problem sein? Und vor allem was ist Wert? Wert ist das gleiche wie Sinn, er existiert sobald er beigemessen wird.

Wenn man nun aber euch beiden einen tollen Platz und das beste Essen gibt, verschwindet dieses Problem.

Sofern es 2 beste Plätze gibt ja.

Terminator und dergleichen ist praktisch ausgeschlossen.

Und 640kb RAM ist alles was der Privatanwender jemals brauchen wird - nicht wahr?

Hat dieser kein Anrecht auf Luxus ?

Hat überhaupt jemand anrecht auf Luxus?

Bitte ? Habe ich mich da verhört ? Ich verwette meinen Arsch darauf, dass du schon unsagbar viel geschenkt bekommen hast. Oder hast du das Internet erfunden ? Die Tastatur ? Hast du dir mit 3 Jahren selbst Nahrung gesucht ? Die Dusche deines Elternhauses selbst gebaut ? Jeder bekommt etwas geschenkt, genau genommen nicht nur 'etwas', sondern riesen Mengen. Nur eines kriegen wir in diesem System nicht geschenkt, das Recht zu leben zu dürfen. Nein, das müssen wir uns verdienen.

Jeder Mensch greift auf die Kultur zurück in der er lebt in diesem System und in allen anderen auch. Und wer sollte dir das Recht zu leben schenken ? - Man bin ich froh, dass es diesen jemand nicht gibt, denn der könnte ja auch entscheiden, wem es er es nicht schenkt.
 
@Ganzir

"und das beweist jetzt was?"

Das verrät dir der Satz danach. Musst schon im Zusammenhang lesen.
Ich habe in meinem Post versucht die Spannung zu skizzieren zwischen subjektiver Einstellung/rationaler Erkenntnis über die Verhältnisse und sachlichen (meint: von gesellschaftlichen Verhältnissen ausgehend) Zwängen, denen man hier unterlegt, auch wenn man um ihren Wirkungszusammenhang weiß.
 
Das habe ich auch nicht abgestritten, nur wird hier so getan, als ob diese Spannung von der du redest eine System immanente wäre. Was sie nicht ist, da sie wie von mir skizziert auch außerhalb dieses Systems auftritt bzw. auftreten kann.
 
Zitat Ganzir

Und wo wurden Menschen jemals so erzogen, dass sie nicht mit der Umwelt klarkommen, in die sie hineingeboren werden? - Nun vermutlich da wo es jetzt keine mehr gibt - ist natürlich nur eine These.

Die Kritik richtet sich nicht gegen diese Erziehung, sondern gegen die Umstände, die diese Art der Erziehung nötig machen.
Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass Menschen heute zu funktionierenden, effizienten, Nutzenmaximierenden Individuen herangezüchtet werden - so muss man im Kapitalismus funktionieren.
Bei genauerer Betrachtung dieser Mechanismen stellt sich die Frage, ob das der richtige Weg ist wie man das Zusammenleben organisiert.

Ja und? Wenn ich in Subsistenzwirtschaft lebe, kann ich auch bedauern, dass nicht mehr Äpfel am Baum hängen, als nunmal dran hängen und das beweist jetzt was?

Ich denke du hast th3os Argument schon verstanden.

Viele Leute fühlen sich bei mancher ökonomisch "richtiger" Entscheidung irgendwie unwohl.
Leute entlassen, sich gegen Mitbewerber durchsetzen, billig Güter einkaufen usw...usw...
Alles ökonomisch richtige Entscheidungen - einhergehend mit schlechtem "Bauchgefühl".
Kann man ja einfach mal so stehen lassen.

Nun es ist das System, mit dem sich die meisten Menschen versorgen lassen, verglichen mit allem was vorher war.

Und was bringt uns das? hier, jetzt, heute?
Was interessiert mich der Schrott von vor 100 oder 1000 Jahren.
Ich finde das heutige System ist dem Entwicklungsstand der Menschen heutzutage nicht würdig.

Wir sind intelligent, können logisch denken, haben einen Verstand.
Und da fällt uns nichts besseres ein als unser komplettes Zusammenleben über Preise und Konkurrenz zu organisieren mit dem tollen Argument "Früher wars ja noch schlimmer" - bravo.



Aber diese Argumente sind ja bekannt.

Der gute Kapitalist hat einfach Angst dass man ihm was wegnimmt - und seis der KApitalismus selbst.
Systematische Selbsterhaltung und der Akteur merkts nicht mal.
Alles inklusive bei diesem grandiosen System.
 
Und was bringt uns das? hier, jetzt, heute?
Was interessiert mich der Schrott von vor 100 oder 1000 Jahren.
Ich finde das heutige System ist dem Entwicklungsstand der Menschen heutzutage nicht würdig.

Wir sind intelligent, können logisch denken, haben einen Verstand.
Und da fällt uns nichts besseres ein als unser komplettes Zusammenleben über Preise und Konkurrenz zu organisieren mit dem tollen Argument "Früher wars ja noch schlimmer" - bravo.

Ich finde, das hat nichts unbedingt mit dem geistigen Stand der Menschheit von heute zu tun. Ich bin mir sicher, dass auch vor dem Kapitalismus mehr als genügend Menschen gelebt haben, die eher auf ein Miteinander aus waren, als auf ständige Konkurrenz zwischen allen Akteuren.
Es hat sich allerdings nie ein besseres System als der Kommunismus durchgesetzt (auch wenn das kein wirklicher Kommunismus war).
 
@Pjack

Lass' dich mal stellvertretend für die ganzen stummen Mitleser loben. Du hast wirklich versucht sachlich an der Diskussion zu arbeiten, wurdest aber wie so oft bei solchen Themen vom Stammtisch in Form von IntegratedMaps überschrieen.

:daumen:
 
Äh, nö. Die x-te Auflage dieser Art "Diskussion" brauchen wir nicht. Die Eröffnung ist ist ja schon unterirdisch, aber mit welcher Inbrunst von einigen Leuten versucht wird, seinen Gegenüber als Vollidioten abzustempeln, löst bei mir Magenkrämpfe aus, widerlich.

Deshalb ist hier zu.

*closed*
 
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