d0zer schrieb:Hallo Leute. Habe eine kurze Frage zur Volkszählung.
Ich habe den Umschlag direkt weggeworfen, weil er wie Werbung aussah. Im Nachhinein erfuhr ich dann, dass es Pflicht ist ihn auszufüllen sonst Bußgeld etc.
Bevor ein Bußgeld (bzw. eher Zwangsgeld) verhängt wird, bekommst du normalerweise explizit nochmal Post, in der das ganze dann auch direkt nochmal angedroht wird. Hier steht etwas zu dem Thema:
http://zensus11.de/hilfestellungen/bus-und-zwangsgelder/
Man ist zwar auskunftspflichtig, aber niemand sagt, dass man es den Erfüllungsgehilfen besonders einfach machen muss...

Der Verhörmeister wird also vermutlich zum im Anschreiben genannten Termin bei dir auftauchen, sofern er dich antrifft, da du den Umschlag nicht geöffnet hast, weisst du halt vermutlich nicht, wann das ist, in der Regel melden die sich aber ca. eine Woche vorher an, nur damit du grob ne Vorstellung hast, wann der bei dir aufschlagen könnte.
Ich war am Termin meines Verhörs übrigens nicht da, vermutlich kommt da demnächst ein neuer Terminvorschlag, und irgendwann geht das ganze halt zurück ans Amt, und der Bogen kommt nach einem oder mehreren gescheiterten Versuchen vermutlich per Post, Quellen dafür habe ich in einem anderen Posting hier im Thread mal geposted.
Cempeg schrieb:Ansonsten finde ich die Fragen ziemlich für die Katz. Oberflächlich, nichts was die Ämter
nicht sowieso schon wüssten sofern man kein illegaler Einwanderer ist.
Und die bekommen wohl kaum persöniche Post.![]()
Was die Ämter bereits wissen, und somit abgleichen können, und was nicht, das kann man in dieser Übersicht sehen:
http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/images/Volkszaehlungsfragenvergleich.pdf
Das meiste wissen sie in der Tat schon, und das wenige davon, das sie noch nicht wissen, geht sie in meinen Augen nichts an, denn ich erkenne hier kein Interesse der Allgemeinheit, das stärker wiegt als das Recht des einzelnen auf informationelle Selbstbestimmung.
Dabei gilt meine Angst nichtmal so sehr dem Staat an sich, sondern eher der Datensicherheit: da hier eine Menge sensibler Daten einer großen Personengruppe zusammengeführt werden, dürften sich auch Kriminelle dafür interessieren, und ganz ehrlich, ich traue unserem Staat nicht zu, seine IT-Infrastruktur so abzusichern, dass die Daten wirklich sicher sind. Ich denke, die wirklich fähigen Leute (Admins, Sicherheitsexperten) finden in der Privatwirtschaft lukrativere Angebote, und selbst dort werden immer wieder Daten geleaked.
Der perfide Unterschied zwischen den Daten, die beispielsweise bei Sony entwendet wurden, oder die man bei Facebook hineterlässt ist auch ganz einfach der, dass ich die Angaben dort freiwillig hinterlasse, also selbst bestimme, ob ich das Risiko eingehen will.
Zuletzt bearbeitet: