Zugriff des Arbeitgebers auf Dienst-Iphone (E-Mails, Apps, etc.)?

G

Gimlli

Gast
Hallo,
ich habe mal interessehalber eine Frage. Von meinem Arbeitgeber habe ich ein Dienst-Iphone erhalten, das gegen Zahlung eines bestimmten Betrags pro Monat auch privat genutzt werden darf.
Mich interessiert einfach mal, welchen Zugriff der Arbeitgeber auf Inahlte des Iphones hat. In den Einstellungen habe ich gesehen, das ein konfiguriertes Profil vorinstalliert worden ist. Außerdem sind eigens vom Arbeitgeber programmierte Apps vorinstalliert, die nicht gelöscht werden können.
Mich würde interessieren, ob es möglich ist, meine Apps, E-Mails, etc. vom Arbeitgeber "mitlesen" zu lassen.

Versteht Ihr was ich meine?
 
Wenn er dafür Geld nimmt dann darf er das sicherlich nicht. Können wird er das unter Umständen aber schon.
Wenn er das tut wäre das ein Verstoß gegen die DSVGO
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Cardhu
Sicher kannst Du Dir zu 100% NUR mit einem EIGENEM Telefon sein.

Ob er und was Dein AG darf sei mal dahingestellt.
Seh es wie mit der Umwelt: Trenne Dein Müll und gut ist.

@Denniss: Genau, selbst wenn er kein Geld nimmt und es kostenfrei anbietet, darf er das nicht! Aber beweis mal im Fall der Fälle das Gegenteil.
 
Wenn der AG damit gerne dein Persönlichkeitsrecht verletzten will, kann er ja deine Daten auslesen. In jedem fall könntest du dann dagegen klagen.

Private Daten darf ein AG nur mit Betriebsrat in einzelnen Fällen bei konkretem Verdacht einsehen. In jedem anderen Fall ist es nicht erlaubt.

Soviel zum rechtlichen.

Technisch können wird er es vermutlich.
 
Kommt halt darauf an wie es integriert ist. Gibt Lösungen von MobileIron, Cisco und co.
Meistens kann halt kontrolliert werden welche Apps installiert werden können und welche nicht.
Zusätzlich einige Systemeinstellungen z.B. Passwort Pflicht, automatisches Ausschalten des Displays nach x Minuten. Auf deine Daten kann es nicht zugreifen. Geht auch gar nicht in Apples Sandbox.
 
Was ein Blödsinn hier wieder alles kommt...
Dein Arbeitgeber kann über das MDM nicht deine privaten Daten auslesen. So wie Kr1ller das auch schon gesagt hat.
Hat auch nix mit DSGVO zu tun... Aber egal.

Das MDM ist dazu da, sicherzustellen daß Firmenkontakte oder Daten nicht von irgendwelchen Apps abgegriffen werden können. Und des weiteren, dass alle Daten sicher sind auch wenn du das Gerät verlierst.

Ob er deinen Internet Datenverkehr einsehen kann, ist auch MDM abhängig und ob es eine Gateway Funktion gibt. In den meisten Fällen wird das aber nicht gemacht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Gimlli
Ok, danke Euch schon mal. Sagen wir mal so - es ist ein quasi halbstaatlicher Arbeitgeber. Also ich gehe davon aus, dass die sich rechtlich konform verhalten.
 
Ist absolut kein Problem für deinen Chef, auch deine privaten Sachen mit in Erfahrung bringen zu können.
Ob er das nun darf oder nicht, rechtlich gesehen, eigentlich egal.
Wenn er allerdings Hinweise auf irgendwelche Aktivitäten von deiner Seite bekommt, ist es natürlich ein Leichtes, die ganze Sache für ihn legal zu machen.
Von daher: nutze dein eigenes Telefon, im eigenen Interesse.
Auch wenn du eigentlich nichts schlimmes anstellst.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Prollpower
Das eingestellte Profil und die vorinstallierten Apps sind sicherlich für deine dienstlichen Tätigkeiten nötig. Außerdem wird dein Arbeitgeber es ja auch gekauft haben, dementsprechend wird es auch ein dienstliches Apple-Konto sein, u.a. für die Cloud oder auch "find my iPhone", wenn es geklaut wird oder so.

Wenn du dir nicht sicher bist, solltest du ganz einfach keine privaten Dinge damit machen.

Ob sich dein Dienstherr aber die Mühe macht, die Telefone auszuwerten? Wird wahrscheinlich auch von der "Wichtigkeit" deines Postens abhängen.

Die IT-Abteilungen in einzelnen Referaten oder Tauschbehörden haben dazu nämlich noch nicht einmal die Zeit. Passiert nämlich viel zu oft, daß "Frau Müller-Meyer-Schmitz-Bauer" ihren Drucker nicht mehr ansteuern kann oder das E-Mail Konto nicht mehr geht, etc.
 
Bei mir geht allerdings um ein Festnetztelefon. Personal-Nr. und 6-stelliger PIN eingeben und ich darf so lange wie ich möchte privat telefonieren. Alle anfallenden Gebühren werden am Monatsende von meinem Gehalt abgezogen. Ebenso werden die Privat telefonierten Minuten von meinem Arbeitszeitkonto abgezogen.
Privathandies sind verboten, weil der Haupt-Aufttraggeber das so will.
 
Privathandys darf man nicht verbieten, da privat.
Der Arbeitgeber kann lediglich vorschreiben dass für alles berufliche das Firmenhandy genutzt wird.
Und er kann untersagen während der Arbeitszeit privates Zeug zu machen.
Aber alles was ausserhalb der Arbeitszeit passiert geht den nix an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist dann aber auch wieder anders gelagert. Je nach Berufsfeld könnte durch ein privates Smartphone eine Art von "Industrie-Spionage" ermöglicht werden oder aber zu entwickelnde Komponenten (z.B. Medizinsektor) bzw. Messdaten könnten durch das Telefon beeinträchtigt werden.

Das die private Telefonzeit vom Arbeitszeitkonto abgezogen und potentiell anfallende Kosten auf das Gehalt angerechnet werden, finde ich gang legitim.

@D0m1n4t0r: der Arbeitgeber kann aber private Telefone auf seinem Firmengelände verbieten, sobald du dich eingestempelt hast. Hausrecht.
 
Wenn man es ohne rosa Brille betrachtet:
Sobald "man" die Möglichkeit hat etwas zu tun, wird es auch getan.

Gesetze und Regeln sind zwar schön und gut, aber die harte Realität ist, dass diese oft ignoriert werden.
Nicht nur von Unternehmen! Sowohl der kleine Bürger, als auch der große Staat ignoriert gerne das eine oder andere Gesetz. Die Fakten kann jeder monatlich, wenn nicht wöchentlich selbst in den Zeitungen/Medien sehen.

Daher der Grundsatz:
Wenn etwas privat bleiben soll, musst du dich höchstpersönlich darum kümmern, dass es privat bleibt.
Gesetze schützen dich nicht.

Ein Fall des Missbrauchs in deinem Fall könnte ungefähr so aussehen:
Der Arbeitgeber spioniert seine Angestellten aus. Fallen Kleinigkeiten auf, werden diese ignoriert, damit man selbst beim Verstoß von Gesetzen oder Regeln nicht auffliegt. Ist es aber keine Kleinigkeit mehr, kann man ganz gezielt nach Beweisen beim betroffenen Arbeitnehmer suchen. (auf legalem Wege)
 
Dürfte dasselbe sein, wie der Dienstrechner oder der Dienstlaptop - je nachdem wie es konfiguriert ist. Der Arbeitgeber KANN es, DARF es aber nicht oder eben nur in konkreten Verdachtsfällen mit Zustimmung des Betriebsrates.
In der Regel unterschreibst du zu dem Thema auch konkret etwas.

Dabei geht es gar nicht um "private Daten", die man sammeln kann, sondern in erster Linie um Selbstschutz.
 
Jetzt mal konkret: Mit welcher Software könnt ihr private Daten von einem iPhone auslesen? :confused_alt:
 
Mit * gelöscht * geht sowas z.B.
Und wenn der Arbeitgeber das iPhone hatte bevor er es dem Arbeitnehmer ausgehändigt hat, kann er damit alles mögliche gemacht haben. Sobald das Teil mal gerootet ist lässt sich da alles mögliche drauf installieren bzw. es lässt sich auch super verbergen was überhaupt alles installiert ist.
 
D0m1n4t0r schrieb:
Privathandys darf man nicht verbieten, da privat.
Und privat hat nichts auf der Arbeit zu suchen. Wenn es wirklich nur ein klassisches Handy ist, okay. Sobald eine Kamera oder Mikrofon zur Aufnahme verbaut ist, kann man das wegen Spionage sofort verbieten. ist auch gang und gäbe in Firmen - nicht ohne Grund.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: kisser und DieRenteEnte
Kr1ller schrieb:
Jetzt mal konkret: Mit welcher Software könnt ihr private Daten von einem iPhone auslesen? :confused_alt:

Hier nur eine von vielen Lösungen:
https://duckduckgo.com/?q=mobileiron+spy+iphone&atb=v141-7__&ia=web

So wie @Cardhu bereits geschrieben hat, gibt es natürlich auch Unternehmen die private Geräte verbieten. Was auch völlig rechtens ist.
In unserer Firma gibt es auch Bereiche in denen gar keine Geräte erlaubt sind und die Dienstrechner nicht mal Internet haben.
 
Mit MobileIron geht es nicht. Sagt der Hersteller auch selbst. Und falls oben ein Jailbreak gemeint war, dann ist das ein bisschen sehr schwachsinning.
 
Zurück
Oben