OpenAI o3: KI-Modell könnte für mehr Kosten sorgen als gedacht

Michael Schäfer
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OpenAI o3: KI-Modell könnte für mehr Kosten sorgen als gedacht
Bild: OpenAI

Im Dezember 2024 sorgte OpenAI mit seinem neuen Spitzenmodell o3 für Aufsehen, Experten sahen die neue KI sogar bereits auf dem Weg zur sogenannten Artificial General Intelligence (AGI). Nun deuten Berechnungen darauf hin, dass die Kosten für diesen Erfolg für OpenAI deutlich höher ausfallen könnten als ursprünglich erwartet.

Um die Fähigkeiten von o3 unter Beweis zu stellen, kooperierte OpenAI seinerzeit mit der Arc Prize Foundation. Deren Benchmark ARC-AGI sollte sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Kosten des neuen KI-Modells veranschaulichen. Zunächst ging die Organisation davon aus, dass die Lösung eines Problems unter Nutzung der höchsten Konfiguration o3 high etwa 3.000 US-Dollar kosten würde. Inzwischen deuten neue Messungen jedoch auf einen deutlich höheren Kostenfaktor hin.

Kosten deutlich höher als angenommen

So soll ein Eintrag von Toby Ord, leitender Wissenschaftler an der Universität Oxford und KI-Forscher, zeigen, dass die Kosten des o3-Modells im Allgemeinen um den Faktor 10 höher liegen als zunächst angenommen. Demnach seien die Kosten für eine einzelne Anfrage bereits bei der niedrigsten Konfiguration o3 Low von ursprünglich 20 US-Dollar auf nunmehr 200 US-Dollar gestiegen. Für o3 high würde dies bedeuten, dass die zuvor prognostizierten Kosten von 3.000 US-Dollar pro Anfrage auf nunmehr rund 30.000 US-Dollar ansteigen.

Obwohl OpenAI bislang keine offiziellen Preise für o3 bekannt gegeben hat, liefern die erhobenen Zahlen erste Hinweise darauf, in welcher Größenordnung sich die Kosten für das Spitzenmodell bewegen könnten. Der erhebliche Unterschied zwischen o3 Low und o3 High erklärt sich laut der Arc Prize Foundation vor allem dadurch, dass die höchste Konfiguration rund 172 Mal mehr Rechenleistung als die schwächste benötigt, um die Aufgaben von ARC-AGI zu bewältigen. Bis zur offiziellen Preisveröffentlichung wird o3 daher weiterhin als Vorschau geführt, um die damit verbundenen Unsicherheiten zu kennzeichnen.

o3 könnte kostspielig werden

Zum genauen Preismodell von o3 gibt es bislang lediglich Vermutungen. Anfang März kamen erste Gerüchte auf, wonach OpenAI für spezialisierte KI-Agenten, wie etwa einen Softwareentwicklungsagenten, bis zu 20.000 US-Dollar pro Monat verlangen könnte. Sollten die jüngsten Ergebnisse zutreffen, würden die zunächst hoch wirkenden Kosten immer noch unter denen liegen, die das Unternehmen für die gleiche Aufgabe durch menschliche Ressourcen aufbringen müssten. Auf der anderen Seite lässt der Beitrag von Toby Ord auf X vermuten, dass die Effizienz der neuen KI-Modelle womöglich geringer ausfällt als zunächst angenommen: Seiner Aussage zufolge benötige o3 high etwa 1.024 Versuche pro Aufgabe im ARC-AGI-Benchmark, um die für ihn jeweils bestmögliche Punktzahl zu erreichen.

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