WWDC 25

Design-Refresh für iOS 19 mit wenig KI: Was die WWDC 2025 für iPhone, iPad und Mac bereithält

Dennis Krause
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Design-Refresh für iOS 19 mit wenig KI: Was die WWDC 2025 für iPhone, iPad und Mac bereithält
Bild: Apple

Die WWDC 2025 in 6 Wochen könnte eine der wichtigsten Entwicklerkonferenzen seit Langem werden. Gemunkelt wird gegenwärtig ein großes Redesign von iOS und damit dem Aussehen der Benutzeroberfläche des iPhone und iPad. Der Mac soll auch ein Refresh bekommen, der Mac Pro vielleicht den M3. Was wir bereits wissen – und was nicht.

Die WWDC findet am 9. Juni statt und ist Apples alljährliche Entwicklerkonferenz auf welcher der Konzern nicht nur neue Vollversionen seiner Betriebssysteme für iPhone, iPad, Mac, der Apple Watch sowie der Vision Pro vorstellt, sondern auch gleichzeitig die angekündigten Funktionen Entwicklern näher zeigt und aufklärt, wie neue Schnittstellen und Designelemente genutzt werden können.

Üblicherweise hauptsächlich Software-Vorstellungen

Die Konferenz ist daher klassischerweise auf die Betriebssysteme iOS, iPadOS, macOS, watchOS, sowie visionOS konzentriert. Hardware-Vorstellungen wie das iPhone finden erst im Herbst statt oder wie kürzlich das neue MacBook Air, mit M4-Chip (Test) im Frühling. Davon hat Apple in der Vergangenheit schon Ausnahmen gemacht, doch dieses Jahr steht nur noch ein Update des Mac Pro aus, ansonsten hat der Konzern bereits alle iPads und Macs mit den aktuellsten Chips ausgerüstet.


iOS bekommt größtes Redesign seit iOS 7

Die Software wird daher wohl auch dieses Jahr wieder in den Fokus rücken: Laut Gerüchten soll Apple sich auf ein größeres Redesign von iOS konzentrieren und damit die Designsprache zwischen macOS, iPadOS und iOS vereinheitlichen. Sprich: Der Mac, das iPad und das iPhone sollen ähnlicher aussehen, während der Anwender es benutzt.

In Medienberichten beschreiben Insider das Update auf iOS 19 als größten Umbruch seit iOS 7. Das Design soll sich an der neuen Optik von visionOS orientieren, welche Apple für die Vision Pro, ein XR-Headset, entwickelt hat. Die Vorstellung von iOS 7 im Jahr 2013 hatte ruckartig das Design des gesamten Betriebssystems umgestellt: Aus den seit dem ersten iPhone bekannten 3D-Elementen mit Skeuomorphismus wurde schlagartig ein sehr flaches und minimalistisches Design, welches heute noch immer Anwendung findet. In den vergangenen Jahren wurde das Design bereits Stück für Stück umgebaut, doch ein großes Redesign gab es bisher nicht.

Mehr Tiefe, Frost und Farbe

Die Veränderungen in diesem Jahr sollen ähnlich historisch ausfallen, auch wenn es noch keine konkreten Bilder oder Details gibt, denn nicht nur sollen die Betriebssysteme wieder mehr Tiefe, Schattierungen und Frost/Glass-Effekte erhalten, sondern soll iOS 19 auch die Bedienung vereinfachen und damit nicht nur auf Designveränderungen beschränkt sein. Neben iPhone und iPad soll auch der Mac sein größtes Design-Update seit dem Jahr 2020 erhalten, damit die Designsprache einheitlicher wird.

Ähnliche Gerüchte gab es auch bereits für iOS 18, das sich zur WWDC 2024 optisch nur wenig verändert hat. Der Fokus lag vielmehr auf dem vermehrten Einbau von künstlicher Intelligenz unter dem Namen „Apple Intelligence“.

Wenig Neues bei Apple Intelligence

Ebenjene neue KI-Funktionen soll es dahingegen aktuell weniger geben. Während Samsung, Google und auch Meta mit neuen Funktionen für den Alltag vorpreschen, steckt Apple gegenwärtig in einer größeren Krise rund um die Entwicklung der eigenen KI-Systeme. Kürzlich wurde etwa die neue Siri, die auf der WWDC 2024 im vergangenen Juni für iOS 18 angekündigt, auf „nächstes Jahr“ verschoben. Damit erscheint die Funktion im besten Fall im Laufe von iOS 19, im schlechtesten sogar erst zur Veröffentlichung von iOS 20.

Mehr zu Apple Intelligence und iOS 19

Apple baut im Zuge dessen bereits seine KI-Entwicklung um, der bisherige KI-Chef hat die Kontrolle über Siri an einen internen Kritiker und die Roboterentwicklung verloren. Die Auswirkungen für den Konzern könnten jedoch noch gravierender sein. Wohl auch deshalb werden aktuell nur wenig wirklich neue Funktionen erwartet, sondern vielmehr Verbesserungen und ein breiterer Einsatz bestehender Funktionen. Apple soll jedoch an einer KI arbeiten, die Gesundheitsdaten aus der Health-App auswerten und auf ungesunde Trends mit Empfehlungen reagieren kann.

Mehr zur Health-App

Kommt der Mac Pro mit M3 Ultra?

Die einzige mögliche Hardware-Vorstellung nach dem Siri-Debakel bleibt ein Mac Pro mit M3 Ultra und M4 Max. Diese Aufrüstung hat kürzlich erst der Mac Studio erhalten, der sich bisher die Chips mit dem noch größeren Mac Pro geteilt hat. Ein M4 Ultra kann hingegen ausgeschlossen werden, denn Apple hat bereits bekannt gegeben, dass der M4 Max über keine Möglichkeit verfügt, über UltraFusion zwei M4 Max zu kombinieren.

Dies ist aktuell nur mit einem M3 Max möglich, da nur dieser noch über UltraFusion verfügt, weswegen auch nur ein M3 Ultra im neuen Mac Studio steckt. Ursprünglich wäre die WWDC 2025 jedoch auch eine gute Gelegenheit gewesen, den neuen Smart-Home-Hub einzuführen, der mit Bildschirm und Lautsprecher auch als HomePod mit Display genutzt werden kann. Doch der neue Hub verzögert sich nach Gerüchten nun intern, da er auf die neue Siri setzt und diese nicht rechtzeitig fertig wird.

Vorstellung am 9. Juni

Die Vorstellung der neuen Betriebssysteme auf der WWDC 2025 wird wie üblich dem Beginn der mehrtägigen Konferenz am 9. Juni vorgeschaltet und vermutlich erneut als Aufzeichnung live gezeigt.

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