Windows 11: August-Update crasht Spiele und hat Bugs wie Blackscreens
Das verpflichtende August-Update für Windows 11 24H2 und 25H2 (KB5121003) kann auf einigen Systemen bestimmte Spiele zum Absturz bringen und verursacht noch weitere Fehler, berichtet Windows Latest. Betroffene Spiele sind unter anderem Arc Raiders, The Finals und Marvel Tokon: Fighting Souls.
Dass das Update die Abstürze verursacht, erklärt der Arc-Raiders- und The-Finals-Entwickler Embark auf dem Discord-Server von Arc Raiders. „Wir wissen von Abstürzen, die seit der Veröffentlichung eines Windows-Updates (KB5121003) auftreten und einige von euch beeinträchtigen können“, heißt es in der Nachricht. Man arbeite nun an einem Fix.
Auf Reddit berichten Spieler, dass die Installation nicht nur das Spiel abstürzen lässt, sondern teilweise den kompletten PC. Dabei erscheinen Fehlermeldungen wie „Hang detected on GameThread“ und „EXCEPTION_ACCESS_VIOLATION“.
Arc-Raiders-Entwickler liefert Workaround
Ursache ist laut Embark die Datei inpoutx64.sys. Dabei handelt es sich um einen Kerneltreiber eines Drittanbieters, der Port-Zugriffe steuert und den IT-Sicherheitsforscher seit Jahren kritisch bewerten. Was genau jetzt die Abstürze verursacht, lässt sich noch nicht sagen. Womöglich hat sich intern etwas geändert, das die Kompatibilität beeinträchtigt. Manche Berichte beschreiben zusätzlich Abstürze von Anti-Cheat-Software, die sich auf das August-Update für Windows 11 zurückführen lassen.
Entscheidend ist im Fall von Arc Raiders, ob der Treiber auf dem System vorhanden ist. Prüfen lässt sich das in der Eingabeaufforderung mit dem Befehl „sc query inpoutx64“. Bis ein finaler Patch bereitsteht, empfiehlt Embark den Betroffenen folgenden Workaround:
- Schritt 1: Eingabeaufforderung als Administrator ausführen und die Befehle „sc stop inpoutx64“ und „sc delete inpoutx64“ ausführen.
- Schritt 2: Im Datei-Explorer zu C:\Windows\System32\Drivers gehen und dort die Datei inpoutx64.sys löschen. Wenn Windows meldet, die Datei sei noch geöffnet, Schritt 1 wiederholen.
- Schritt 3 (optional): Hinweise zu dem Treiber aus der Registry entfernen. Den Editor mit der Regedit-Eingabe öffnen, der inpoutx64-Eintrag findet sich unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\inpoutx64. Diesen ebenfalls löschen.
Danach den PC neu starten, ab dann sollte Arc Raiders wieder ohne Abstürze laufen. Sollten installierte Tools auf dem Rechner den entsprechenden inpoutx64-Treiber nutzen, kann es aber sein, dass der im Hintergrund wieder installiert wird. Die Liste umfasst insbesondere Monitoring- und Peripherie-Software wie Tools für Hardware-Überwachung und die Steuerung von RGB-Beleuchtungen und Lüftern.
Deinstallation von August-Update hilft als Notlösung auch
Betroffene Spieler berichten zudem, dass die Deinstallation des kompletten August-Updates die Probleme beseitigt hat. Weil mit der Deinstallation auch die Sicherheitsupdates entfernt werden – im August waren es allein für Windows 11 rund 230, insgesamt über 400 –, empfiehlt es sich, zunächst den Workaround von Embark zu testen.
Wie viele Systeme insgesamt betroffen sind, lässt sich anhand der Beiträge nicht sagen. Windows Latest berichtet aber von mehreren Hinweisen, die das Magazin von Spielern erhalten habe.
Weitere Probleme bei der Grafik und Blackscreens
Diese Probleme gehen laut dem Bericht von Windows Latest noch über Abstürze von Spielen hinaus. Nutzer berichten auf Reddit, dass sich nach der Installation die Bildwiederholrate ändert. In einem Fall wechselte diese von 240 Hz auf 60 Hz, das passierte sogar während des Spielens.
Beeinträchtigt sind noch weitere Grafikbereiche wie HDR. Nutzer berichteten zudem auch von Blackscreens. Auch bei diesen Fehlermeldungen gilt aber: Wie viele Systeme betroffen sind, lässt sich derzeit nicht sagen.
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Nein, bei mir läuft alles tadellos.
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Spiele wie Arc Raiders stürzen ab.
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Die Bildwiederholrate verändert sich plötzlich.
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Es kommt zu weiteren Grafikproblemen, die etwa die HDR-Einstellungen beeinträchtigen.
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Ich registriere Blackscreens.
Dass das August-Update zu Spieleabstürzen führt, hat Microsoft mittlerweile offiziell bestätigt. Einen Patch oder Workaround gibt es noch nicht. Derzeit wird untersucht, ob die Probleme überhaupt von Microsoft ausgehen.