Klapp-Handheld: Anbernic zeigt erstmals schlankeres RG-SP-Modell
Nach dem Erfolg der bisherigen RG-SP-Modelle erweitert Anbernic seine Produktreihe um eine neue Variante. Der neue Handheld soll vor allem mit kompakteren Abmessungen überzeugen. Technische Details nennt der Hersteller bislang nicht und dürfte sie erneut nur schrittweise in den kommenden Wochen veröffentlichen.
Kompakter dank kompletter Neugestaltung
Den bislang veröffentlichten Bildern zufolge orientiert sich auch das neue Modell weiterhin am Design des Game Boy Advance SP und verzichtet erneut auf Analogsticks. Die kompakteren Maße sollen durch ein schlankeres Gehäuse sowie schmalere Displayränder erreicht werden.
Laut Anbernic soll das neue Modell rund zehn Prozent dünner als seine Vorgänger ausfallen. Darüber hinaus seien rund 90 Prozent der Gehäuseteile neu konstruiert worden, was für eine verbesserte Haptik sorgen soll. Gleiches gilt für die überarbeiteten Tasten, die mit präziseren Druckpunkten ausgestattet sein sollen. Das Unternehmen beschreibt das Konzept als Rückkehr zum Spielgefühl der goldenen Ära der 2D-Spiele und hebt zudem die hochwertige Metallic-Lackierung sowie das Acryl-Logo als gestalterische Merkmale hervor.
Optisch bringt der RG SP mehrere neue Farbvarianten mit. Besonders die hellen Rosa- und Blautöne sollen an die früheren „Pearl Pink“- und „Pearl Blue“-Versionen des Game Boy Advance SP erinnern und dem Handheld somit einen nostalgischen Charakter verleihen.
Ausstattung limitiert unterstützte Plattformen
Zu den technischen Eckdaten hat sich Anbernic bislang nur bedingt geäußert. Laut einem vom Hersteller veröffentlichten Video kann davon ausgegangen werden, dass der neue RG SP über ein 3,4 Zoll großes und mit 720 × 480 Pixel auflösendes Display sowie dem in Handheld-Bereich gerne verwendeten Allwinner H700 als SoC verfügt.
Es ist allerdings davon auszugehen, dass sich die Leistung gegenüber den bisherigen Modellen zumindest nicht verschlechtern wird und Emulationen bis zur PlayStation 1 weiterhin problemlos möglich sein dürften. Höhere Konsolen-Generationen werden dagegen voraussichtlich bereits am Verzicht auf analoge Joysticks scheitern. Auch Angaben zum Preis und zum Marktstart stehen bislang noch aus.
Weitere Informationen dürften sich über Wochen erstrecken
Es ist zu erwarten, dass Anbernic die übrigen Spezifikationen in den kommenden Wochen nachreichen wird. Mittlerweile hat es sich bei zahlreichen Herstellern von Retro-Handhelds zu einer Unsitte entwickelt, Informationen nur in homöopathischen Dosen und über einen längeren Zeitraum zu veröffentlichen, wahrscheinlich um den Werbeeffekt möglichst lange aufrechtzuerhalten. Dieses Vorgehen wird innerhalb der Szene inzwischen an vielen Stellen deutlich kritisiert. Retro Handhelds hatte dieses „Phänomen“ bereits in einem eigenen Artikel analysiert.