Nintendo Switch 2: Nach dem Preisschock brechen die Verkäufe ein

Update Frank Hüber
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Nintendo Switch 2: Nach dem Preisschock brechen die Verkäufe ein

Nintendo hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 6,49 Millionen Switch 2 verkauft. Das entspricht einem Rückgang von 37,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahlen umfassen das Halbjahr bis zum 30. September. In vielen Ländern hatte Nintendo im Mai eine Preiserhöhung der Konsole angekündigt.

Höhere Preise, weniger Verkäufe

In Europa stieg der Preis infolgedessen um 30 Euro auf 499,99 Euro, in den USA stieg er um 50 US-Dollar auf 500 US-Dollar. In diesen Ländern galt der neue Preis zwar erst ab September, in Nintendos Heimatland Japan hatte das Unternehmen die Nintendo Switch 2 aber schon ab dem 25. Mai 2026 um 20 Prozent im Preis erhöht. Der Berichtszeitraum begann im April und schloss damit Monate vor und nach der Preiserhöhung ein. Als Gründe für die Preisanpassungen nannte Nintendo, wie quasi alle Unternehmen in diesem Jahr, höhere Speicherkosten und US-Zölle.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres setzte Nintendo 3,82 Millionen Switch 2 ab, im zweiten Quartal waren es 2,67 Millionen. Im entsprechenden Zeitraum des vorherigen Geschäftsjahres hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben noch 10,36 Millionen Geräte verkauft. Welchen Einfluss der veränderte Preis in den jeweiligen Regionen auf den Absatz hatte, lässt sich aus den Quartalszahlen nicht einzeln ableiten.

Die Switch 2 kam am 5. Juni 2025 auf den Markt. Erwartungsgemäß fielen die Verkäufe nach dem Verkaufsstart zunächst höher aus, der Zeitraum war damals aber auch kürzer. Im aktuellen Geschäftsbericht (PDF) erklärt Nintendo, viele Verbraucher hätten sich aufgrund zahlreicher neuer Spiele weiterhin für die Konsole entschieden – dennoch schlägt am Ende ein klarer Rückgang zu Buche.

Trotzdem mehr Gewinn

Trotz der geringeren Konsolenverkäufe stieg Nintendos Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent. Dazu trugen laut Unternehmen starke Softwareverkäufe und der Erfolg des jüngsten Super-Mario-Films bei.

Jahresprognose unverändert

Nintendo hält nichtsdestotrotz an seiner Prognose fest, im laufenden Geschäftsjahr 16,5 Millionen Switch 2 zu verkaufen. Das wären schlussendlich knapp 17 Prozent weniger als die 19,86 Millionen Geräte, die Nintendo im vorherigen Geschäftsjahr absetzen konnte.

Mit The Legend of Zelda: Ocarina of Time erscheint heute ein Remake des 1998 veröffentlichten Originals für die Nintendo 64. Das Spiel ist eine der wichtigsten Neuveröffentlichungen in diesem Jahr und ist, gemessen am Metascore, das bisher beste Spiel des Jahres.

Update

Eine weitere Preiserhöhung plant Nintendo vorerst nicht, wie Nintendos Präsident Shuntaro Furukawa nach der Vorlage der Geschäftszahlen erklärte. Das Unternehmen habe sich zunächst „ausreichende Mengen“ an Arbeitsspeicher und Speicher gesichert. Eine Garantie, dass es im nächsten Jahr keine Preiserhöhungen geben werde, ist das jedoch nicht, da auch Nintendo auf eine mögliche Verschärfung der Speicherkrise im Jahr 2027 wieder reagieren müsste. Nintendo versucht seit jeher, Konsolen ohne Verlust anzubieten. Mit einer Switch 2 verdiene das Unternehmen zwar nicht viel, zahle aber auch nicht drauf.

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