Riots Beat'em'Up: 2XKO geht nach einem Jahr zu Boden

Max Doll
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Riots Beat'em'Up: 2XKO geht nach einem Jahr zu Boden
Bild: Riot Games

Besonders gut lief es nicht für Riots Beat'em'Up. Das im Universum von League of Legends angesiedelte 2XKO erlebt seinen ersten Geburtstag nicht. Der Grund ist der, der alle Free-to-Play-Titel zu Boden schickt.

Das erst zu Jahresbeginn gestartete Spiel wird bereits zum Jahresende eingestellt. Dann endet die Weiterentwicklung, nur die Server bleiben auf allen Plattformen online. Den Rest des Jahres will Riot alle bereits geplanten Inhalte fertigstellen und veröffentlichen. Darunter sind zwei neue Spielfiguren und nicht näher benannte Verbesserungen.

Spielfiguren werden im Zuge der letzten Patches für alle Spieler freigeschaltet, Skins und Co. in größeren Bundles zusammengeführt. Avatar- und Spielerprofile sollen sich dann einfach über Ingame-Credits freischalten lassen. Ungewöhnlich ist das Vorgehen gegenüber Kunden: Wer bis einschließlich zum 20. August im Ingame-Store gekauft hat, bekommt bis spätestens November sein Geld erstattet. Das Studio wolle den Spielern, die bislang in das Spiel investiert haben – was sowohl Zeit als auch Geld meint – gerecht werden, lautet die Begründung – und ebenso den Mitarbeitern, die Herzblut in den Bau des Spiels gesteckt hätten.

Der übliche Grund

Das Scheitern von 2XKO hat einen auf den ersten Blick einfachen Grund. Das Beat'em'Up hat weder die Spielerzahlen erreicht, die Riot als Minimum für nachhaltige Weiterentwicklung betrachtet, noch lässt sich erkennen, dass es dieses Level erreichen wird.

Riot ist dabei erstaunlich offen: Vom Free-to-Play-Konzept habe man sich versprochen, dass Genrefans den Titel ausprobieren und Freunde mitbringen, die sich dann in das Genre verlieben. Geplant war, die Spieler-Community ausgehend von einer kleinen Gruppe Hardcore-Genrefans wachsen zu lassen.

Dass das Geschäftsmodell auf ein Mindestmaß an aktiven Spielern angewiesen ist, dessen sei sich Riot bewusst gewesen. Im Kern sei das Konzept aufgegangen, aber nicht in der nötigen Größenordnung, bilanziert das Unternehmen, unabhängig von einzelnen Highlights. Die meisten Spieler von Beat'em'Ups hätten kaum Gründe gefunden, weiter 2XKO zu spielen. Im Grunde heißt das also: Es fehlte das zündende Alleinstellungsmerkmal für diese beträchtliche Gruppe.

To be super clear: we would have continued active development if we saw any viable future, but 2XKO costs us substantially more to operate than it brings in, and engagement has stayed relatively flat despite our larger updates.

Riot Games

Die Lage des Spiels muss ernst gewesen sein, denn selbst eine Weiterentwicklung in verringertem Umfang sieht Riot als nicht sinnvoll an. Denn trotz aller Updates seien die Zahlen im Grunde gleich geblieben – und der Weiterbetrieb von 2XKO „kostet uns deutlich mehr als er einbringt“. Deshalb zieht Riot am Ende den Stecker und schickt 2XKO in die mittlerweile gut gefüllten Free-to-Play-Jagdgründe.

Die Redaktion dankt ComputerBase-Leser „Marc“ für den Hinweis zu dieser Meldung!

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