Super Mario Odyssey: Nativer PC-Port läuft mit 4K und 60 FPS
Die Rekompilierung ganzer Spiele anstelle einer Emulation geht weiter. Mit Super Mario Odyssey steht nun der nächste rekompilierte PC-Port eines Nintendo-Switch-Spiels bereit. Das Spiel soll auf dem PC in 4K mit 60 FPS laufen.
Rekompilierung statt Emulation
Nachdem nxnative zahlreiche Switch-Spiele auf iPhone, iPad und Mac gebracht hatte und eine Neukompilierung für The Legend of Zelda: Link’s Awakening sowie ein PC-Port von The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom erschienen sind, ist nun mit „Power Moon Recomp“ eine entsprechende Portierung von Super Mario Odyssey für den PC erschienen, die ohne Emulator auskommt und das Spiel mit Hilfe des AI-Coding-Agentens von Claude komplett neu kompiliert hat.
Native 4K60 für Mario auf Windows, Linux und Mac
Das 2017 für Nintendo Switch veröffentlichte Spiel lässt sich damit unter Windows, Linux und macOS ohne Emulator vom Anfang bis zum Ende spielen, so der Entwickler. Bei geeigneter Hardware sind laut Entwickler 4K-Auflösung und 60 Bilder pro Sekunde möglich. Es lässt sich somit eine höhere Auflösung als auf der Switch erzielen. Die Bildrate ist auch auf diesen Wert begrenzt, weil die Spielgeschwindigkeit von Super Mario Odyssey an die Bildrate gekoppelt ist.
Power Moon Recomp nutzt eine statische Rekompilierung. Bei diesem Verfahren wird der ursprüngliche Spielcode für den Einsatz auf einer anderen Hardware-Architektur umgewandelt. Die statische Rekompilierung für Nintendo Switch übersetzt den ARM64-Code der Konsole in x86-Code, dabei wird der Spielcode in C übertragen. Ein Emulator ist dadurch nicht mehr erforderlich, eine eigene Sicherheitskopie des Spiels wird allerdings benötigt, da die inoffizielle Portierung keinerlei Spieldaten enthält.
Grafikoptionen, Steuerung und Mods
In den Menüs des PC-Ports lassen sich Einstellungen für Bild, Ton und Steuerung vornehmen, beispielsweise um die Auflösung anzupassen. Neben Tastatur und Maus werden auch verschiedene Controller zur Steuerung unterstützt. Auch Mods, die für Emulatoren erstellt wurden, sollen mit dem PC-Port kompatibel sein.
Beim ersten Laden eines neuen Levels müssen zunächst Shader kompiliert werden, was einige Sekunden dauern kann. Anschließend soll das Spiel aber problemlos und flüssig laufen. Lediglich bei der Umsetzung für macOS handele es sich noch um eine frühe Testversion, weshalb noch mit Fehlern zu rechnen sei.
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