Tempest Rising: Strategiespiel bringt erfolgreich Command & Conquer zurück

Max Doll
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Tempest Rising: Strategiespiel bringt erfolgreich Command & Conquer zurück
Bild: 3D Realms

Tempest Rising (Technik-Test) ist ein klassischen Echtzeit-Strategiespiel, das sich stark am Prinzip und Design von Command & Conquer orientiert. Fans des Klassikers erhalten damit angemessenen Nachschub, verraten Rezensionen, den die brachliegende Serie aktuell nicht liefern kann.

Dass unter Federführung von Slipgate Ironworks wirklich ein Command & Conquer ohne Lizenz entsteht, stellen Tester in der Regel unmittelbar klar. Es wäre untertrieben von einem geistigen Nachfolger zu sprechen, lässt sich bei PC Gamer lesen, die Nachahmung sei „absolut schamlos“ von den abwechslungsreich gestalteten zwei Fraktionen über Soundtrack, Zwischensequenzen und actionreichem Spielprinzip sowie einer einfallsreichen Kampagne.

Offensichtlich inspiriert

Insbesondere das Setting drückt Parallelen geradezu ins Auge: Zwei Fraktionen kämpfen nach Nuklearkrieg um neue Ressource, die sich wie anno dazumal das Tiberium als gesundheitsschädlich erweist, aber sehr energiehaltig ist und sich immer weiter ausbreitet. Auch beim Spielprinzip wird übernommen: Es gilt , „Tempest“ abzubauen und im Anschluss Basis und Armee aufzubauen um den feindlichen Stützpunkt in Schutt und Asche zu legen.

Wie das passiert, hängt von der Fraktion ab. GDI und Nod, hier GDL und Tempest Dynasty, spielen sich deutlich unterschiedlich in allen Bereichen, lässt sich nachlesen, bis hin zum Bau von Gebäuden. Dabei geht Tempest Rising über das C&C-Template hinaus:, etwa mit Spezialfähigkeiten für Einheiten oder Sonderfähigkeiten für die beiden Fraktionen von außerhalb der Karte. Eurogamer führt darüber hinaus die Möglichkeit auf, Fraktion und Arsenal zwischen Missionen zu verbessern.

Spielerisch auf neuen Wegen

Spielerisch geht Tempest Rising damit, ermittelt PC Games N, besonders auf höheren Schwierigkeitsgraden über das Vorbild hinaus. Hier würde Mikromanagement wichtiger, auch wenn der Titel, wie PC Games notiert, beileibe nicht übermäßig komplex werde. Trotzdem: Tempest Rising entpuppe sich als „mehr als eine Hommage“ (PC Games N).

Beim Missionsdesign bleibt der Titel klassisch. Zwar werden die Aufgaben als packend und vielfältig beschrieben, aber nicht als bahnbrechend neu. Tempest Rising denke nicht über den Tellerrand hinaus wie StarCraft 2, heißt es bei IGN. Missionen seien zwar „nicht wahnsinnig kreativ, aber sie motivieren bis zum Schluss“ (PC Games).

Immer wieder als Schwachpunkte genannt werden zwei Dinge: Die Zwischensequenzen erreichen nicht die humorig-klapprige Qualität des Vorbilds, weil auf echte Schauspieler verzichtet werde, und es fehle ein guter Schurke vom Kaliber eines Kane. Im Grunde, so der Tenor, schaffe es Tempest Rising nicht, sich eine Persönlichkeit zuzulegen. Darüber hinaus sind Multiplayer-Optionen rudimentär, urteilt Eurogamer.

Technisch zeigt sich das Spiel wiederum im Technik-Test von ComputerBase von seiner sonnigen Seite. Trotz Unreal Engine 5 bleiben die Anforderungen an die Hardware niedrig, die Bildraten hoch, zumindest auf Seiten der Grafikkarte.

Fazit: Ein gutes RTS

Tempest Rising bedient also erfolgreich eine Lücke und „ist nicht weit davon entfernt selbst in Klassiker zu sein“ (PC Gamer), es ist schlicht das „neue Command & Conquer, das Electronic Arts uns nicht geben möchte“ (Eurogamer), es sei aber auch ohne Nostalgie-Bonus „ein exzellent umgesetztes Echtzeitstrategiespiel“ (Eurogamer). Fans des Genres können demnach ohne Zögern zugreifen.

Wertungsüberblick für Tempest Rising
Publikation Wertung
Eurogamer 4/5
GameStar 76/100
IGN 7/10
PC Gamer 85/100
PC Games 8/10
PC Games N 8/10
Metacritic Presse: 80/100
Nutzer: -/10
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