Advanced Shader Delivery: Schnellere Shader-Kompi­lierung für die Unreal Engine

Frank Hüber
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Advanced Shader Delivery: Schnellere Shader-Kompi­lierung für die Unreal Engine
Bild: Crystal Dynamics

Die Unreal Engine 5.8 unterstützt nun Microsofts Advanced Shader Delivery (ASD). Epic Games hatte die Arbeiten an ASD bereits vor Monaten begonnen, nach einem Leak im April die Unterstützung aber erst jetzt offiziell bekannt gegeben. Die Funktion soll lange Wartezeiten durch die Shader-Vorkompilierung in Spielen vermeiden.

Entwickler können ASD mit einem neuen Werkzeug namens ASDTool in ihre Unreal-Engine-Spiele integrieren. Wie Epic in einem Blogbeitrag erläutert, erstellt das Tool dann aus einem vorbereiteten Spiele-Build für Windows eine Datei mit vorkompilierten Shadern. Diese lässt sich anschließend in einen kompatiblen Store hochladen.

Das ASDTool erzeugt zunächst eine SOB-Datei, die sogenannte State Object Database. Sie enthält Shader und Pipeline State Objects (PSOs) aus dem Spiele-Build. Nach dem Upload in einen unterstützten Store wird die Datenbank in eine PSDB umgewandelt, eine Precompiled Shader Database.

Auf Hardware abgestimmte, vorkompilierte Shader

So sollen passende, bereits vorkompilierte Shader für unterschiedliche Systeme bereitgestellt werden können, denn Shader müssen passend zur jeweiligen Grafikkarte und zum Treiber kompiliert werden. Nach einem Treiberwechsel kann der passende Cache automatisch erneuert werden.

Für Spieler bedeutet dies, dass aus der oft minutenlangen Shader-Vorkompilierung beim Starten eines Spiels nur noch wenige Sekunden werden. Damit es während des Spielens nicht zu den bekannten Shader-Rucklern durch die Kompilierung kommt, werden diese inzwischen beim ersten Start erstellt.

Die Funktion für Advanced Shader Delivery arbeitet laut Epic neben dem bestehenden PSO-Precaching und gebündelten PSO-Caches. Das Unternehmen empfiehlt Entwicklern zudem, das PSO-Precaching auch bei aktivierter ASD-Unterstützung eingeschaltet zu lassen.

ASD seit Juni für AMD, jetzt auch Nvidia und Intel

Seit Juni steht Microsofts Advanced Shader Delivery bereits für Grafikkarten auf Basis von AMDs RDNA 1 bis RDNA 4 zur Verfügung. Noch im Oktober sollen alle GeForce-RTX-Grafikkarten sowie RTX Spark und einige Intel-Arc-Grafikkarten eine Unterstützung erhalten.

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