Radeon RX 7000: Auch Gigabyte schließt Sicherheitslücken per vBIOS-Update

Michael Günsch
26 Kommentare
Radeon RX 7000: Auch Gigabyte schließt Sicherheitslücken per vBIOS-Update

Nicht nur Sapphire verteilt ein neues vBIOS für Grafikkarten der Serie Radeon RX 7000. Leser machten die Redaktion darauf aufmerksam, dass auch Gigabyte Updates verteilt. Dabei wird die CVE-Kennung AMD-SN-6023 als Anlass genannt. Das Problem dürfte damit allgemein für alle RX 7000 unabhängig vom Board-Partner gelten.

Nicht nur Sapphire betroffen

Am Wochenende hatte ComputerBase über ein nicht näher spezifiziertes „Sicherheitsproblem“ bei den Radeon RX 7000 berichtet, auf das der Grafikkartenhersteller Sapphire hinweist. Zur Lösung bietet dieser Board-Partner für seine Modelle BIOS-Updates an. Zu jenem Zeitpunkt war davon ausgegangen worden, dass es sich um ein herstellerspezifisches Problem handelt.

Doch wie sich inzwischen herausgestellt hat, werden auch bei Gigabyte neuerdings BIOS-Updates für Grafikkarten der Serie RX 7000 verteilt. In der Beschreibung wird es deutlich konkreter als bei Sapphire:

„Im AMD VBIOS wurden Sicherheitslücken festgestellt. Zur Behebung dieser Sicherheitslücken ist eine Aktualisierung und ein Flash des AMD VBIOS erforderlich. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „CVE-Details“ des Dokuments AMD-SN-6023 unter https://www.amd.com/en/resources/product-security.html“.

AMD nennt noch keine Details

Die verlinkte AMD-Webseite liefert allerdings aktuell keinen Treffer zum Eintrag AMD-SN-6023. Zumindest ist nun aber bekannt, dass es ein Sicherheitsproblem mit dieser Kennung gibt. Außerdem wird jetzt deutlich, dass es sich um ein allgemeines Problem handelt, das also nicht nur einzelne Hersteller betrifft.

vBIOS-Updates bei Gigabyte für RX 7000 wegen AMD-SN-6023
vBIOS-Updates bei Gigabyte für RX 7000 wegen AMD-SN-6023

Bei anderen ist noch nichts zu sehen

Stichprobenartig hat die Redaktion bei anderen Board-Partnern wie Asus, ASRock, PowerColor und XFX nach entsprechenden BIOS-Updates Ausschau gehalten. Zur Stunde ist davon aber keine Spur zu sehen.

Je nachdem wie schwerwiegend die Sicherheitslücke ist, könnten aber weitere Hersteller dem Beispiel von Gigabyte und Sapphire folgen. Abzuwarten bleibt auch, ob und wann sich AMD dazu näher äußert.

ComputerBase bedankt sich bei Community-Mitglied „ApeZilla“ für den Hinweis zu dieser Meldung im Forum.

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