RTX 4080 Super: Was bringt der Wechsel vom 12600K auf den 9800X3D?
Was bringt der Wechsel vom Intel Core i5-12600K auf den AMD Ryzen 7 9800X3D? Diese Frage stellte sich auch Community Mitglied DJMadMax und verpackte seine Erfahrung gekonnt in einem Leserartikel. Nachdem der erste Versuch mit einem 7950X3D scheiterte, wagte er einen neuen Versuch im AMD-Lager.
Die Vorgeschichte
DJMadMax hatte sich bereits Ende letzten Jahres an einem Wechsel vom Core i5-12600K (Test) versucht und ist dabei auf mehrere Schwierigkeiten gestoßen, die ihn dazu bewogen, das neue System inklusive Ryzen 9 7950X3D an den Händler zurückzuschicken. Dabei wurden zwei verschiedene Mainboards und zwei verschiedene RAM-Kits durchprobiert, ohne jedoch zum gewünschten Erfolg zu führen. Letzten Endes hisste DJMadMax die weiße Fahne und begnügte sich weiterhin mit dem Core i5.
Doch der Basteldrang saß tief und so entschloss er sich, AMD in Form des neuen Ryzen 7 9800X3D eine weitere Chance zu geben. Nach 22 Jahren im Intel-Lager sicherlich keine einfache Entscheidung. Die ursprüngliche Palit RTX 3060 Ti (Test als Generationenvergleich) sollte bereits beim letzten Mal durch eine RTX 4080 Super (Test) von Zotac ausgetauscht werden, musste dann jedoch einer Gigabyte derselben Serie weichen.
Die Systeme im Vergleich
Während das bisherige Intel-System auf dem i5-12600K mit folgenden Komponenten basierte:
- CPU: Core i5-12600K
- RAM: G.Skill Trident Z Neo 32 GB DDR4-4000
- Mainboard: MIS MAG Z690 Tomahawk
- Grafikkarte: Gigabyte GeForce RTX 4080 Super
- CPU-Kühler: Scythe Fuma 2 (herkömmlicher Luftkühler)
- SSD: Kingston KC3000 2 TB
- Netzteil: Corsair RMx 2021 Series 650 Watt
- Gehäuse: Lian Li Lancool II Mesh Performance
Gab es für das neue System auch wirklich fast alles neu:
- CPU: Ryzen 7 9800X3D
- RAM: Corsair Vengeance 64 GB DDR5-6000
- Mainboard: MSI MAg X870E Tomahawak
- Grafikkarte: RTX 4080 Super (aus dem alten System)
- CPU-Kühler: Arctic Liquid Freezer III 360 A-RGB (All in One Wasserkühlung)
- SSD: Kingston KC3000 2 TB (aus dem alten System)
- Netzteil: NZXT C-Series 850 W nach ATX 3.1
- Gehäuse: Lian Li Lancool 216 RGB
Das teure Mainboard wurde unter anderem deshalb gewählt, weil es eine Menge guter Features bietet, angefangen bei mehr als ausreichend vielen Anschlüssen für Lüfter, den benötigten Onboard-HDMI-Anschluss, der das Audiosignal für die Heimkinoanlage bereitstellt, bis zu einfach montierenden Kühlern für die SSD sowie dem Entriegelungsknopf für die Grafikkarte, der nicht direkt am PCIe-Slot sitzt.
Der Ersteindruck
Der neue Computer läuft stabil, ohne durch Soft- oder Hardware-Probleme aufzufallen. Dank der guten Einstellungsoptionen für Lüfterkurven läuft das System absolut lautlos. Auch die AiO-Wasserkühlung von Arctic bereitet DJMadMax Freude und sämtlichen Komponenten lassen sich über das UEFI (BIOS) des Mainboards steuern. Im Gegensatz zu den meisten anderen Varianten besitzt diese AiO nicht nur eine regulierbare Pumpe, sondern auch einen zusätzlichen Lüfter im Kühlblock der CPU. Dieser versorgt die Spannungsversorgung, die rund um die CPU aufgebaut ist, mit einem kühlen Luftstrom, damit hier keine thermischen Instabilitäten auftreten können.
Der Grund des Wechsels
DJMadMax betont hier noch ein mal, dass ihm die Leistung des kleinen Core i5 mit seinen zehn Kernen, davon sechs Performance- und vier Effizienz-Kerne und damit in Summe 16 Threads, völlig ausreichte. Während also bei den meisten Anwendungen kein spürbarer Gewinn vorlag, legte die Grafikkarte aufgrund der CPU-Limiterung des 12600K allein im Remaster von Horizon: Zero Dawn um glatte 50 Prozent zu. In Far Cry 5 stiegen die Bilder pro Sekunde um weitere 80 Prozent. Der i5-12600K war einfach nicht schnell genug, um Daten für die GeForce bereitzustellen.
Der Energieverbrauch
Die AMD-Chiplets sind für einen höheren Stromverbrauch im Leerlauf (Idle) bekannt, was sich mit steigender Last aber immer weiter relativiert. So hätte DJMadMax bei einem 4-stündigen Betrieb am Tag Mehrkosten von 9 Euro pro Jahr auf seiner Abrechnung zu verbuchen. Dies geht in den Gesamtkosten des Systems aber völlig unter.
In der allseits beliebten Cinebench-Benchmarks schaut es dann folgendermaßen aus:
Fazit
Und so fällt dann auch das Fazit von DJMadMax eindeutig aus:
Besser spät als nie. Nein, gemeint ist mit dieser Wortwahl viel mehr, dass ich als wirklich eingefleischter Intel-Käufer nun seit über 22 Jahren, seit dem ich im Frühjahr 2003 meinen damaligen Thunderbird durch einen Pentium 4 HT 2.4 GHz ausgewechselt hatte, jetzt endlich wieder mit Fug und Recht behaupten kann, dass ich ein stolzer Besitzer eines AMD-(Haupt)Systems bin. 22 Jahre lang gab es ausschließlich Intel-Prozessoren in meinen Systemen und wie ich stets zu jeder Situation in meinem Aufgabengebiet für mich bewertet habe, auch durchaus zurecht. Aktuell jedoch beim Ersatz des 12600K mit Fokus auf leichtem Office und starkem Gaming bot Intel - und das ist überhaupt kein Geheimnis - keine wirkliche Verbesserung. Schon gar nicht, wenn man weitere Aspekte wie Energieeffizienz und Ökosystem mit in Betracht zieht.
DJMadMax
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