„Big Fucking Cache“: Heißt der große L3-Cache von Core Ultra 4000 wirklich so?

Volker Rißka
118 Kommentare
„Big Fucking Cache“: Heißt der große L3-Cache von Core Ultra 4000 wirklich so?

Trägt Intel Core Ultra 4000 „Nova Lake“ mit Big Last-Level Cache (bLLC) wirklich die Bezeichnung BFC („Big Fucking Cache“?)? Neue Gerüchte zu Nova Lake inklusive einer Modellpalette legen das nahe. Doch ein Fragezeichen bleibt. Dass Intels neue CPUs die „Haswell“-Modellnummer „4000“ bekommen werden, gilt aber als gesichert.

Intel Nova Lake-S alias Core Ultra 4000

Intel Nova Lake-S (-S steht traditionell für die Desktop-Ableger) wird ab Mitte des ersten Quartals in Form verschiedenster Produkte erwartet. Im Laufe des Jahres soll ein breites Portfolio erscheinen: Von kleinsten Notebook-Lösungen bis hin zu 52-Kern-Prozessoren für den High-End-Desktop mit ganz großem L3-Cache ist mit Nova Lake alles geplant. Nova Lake vereint das zuletzt auf Panther Lake (Core Ultra 300, Notebook) und Arrow Lake (Core Ultra 200, Desktop + Notebook) aufgeteilte Portfolio also wieder unter einer Architektur.

Dass Intel dabei auf ein neues Namensschema mit vierstelliger Nummerierung wechseln wird, war zuletzt bereits durchgesickert und wird durch neue Aussagen untermauert. Auf Core Ultra 300 „Panther Lake“ folgt also Core Ultra 4000. Die Bezeichnung Core i 4000 trug wiederum Haswell vor über dreizehn Jahren.

BFC: „Big Fucking Cache“?

Neu ist an den genannten Modellen jedoch das Kürzel BFC, das angeblich die Prozessoren tragen werden, die einen bLLC-Cache nutzen können. bLLC steht für Big Last-Level Cache und darf als Intels späte Antwort auf AMD X3D gesehen werden. Im Marketing wird daraus nun angeblich BFC. Ob es wirklich für „Big Fucking Cache“ steht, ist nicht klar, in der Umgangssprache, in sozialen Medien, in Foren und an vielen anderen Stellen dürfte dies jedoch schnell die einzig genutzte Bezeichnung sein. Offiziell könnte daraus vielleicht so etwas wie „Big Fast Cache“ werden, aber auch das bleibt nur eine Vermutung.

Sieben Modelle benannt, drei mit BFC

Bei Intels CPUs bedeutet bLLC, dass der CPU-Die nativ und ohne Stapel-Technik mit einem viel größeren L3-Cache ausgestattet ist. 144 statt 36 MByte groß ist er Gerüchten zufolge. Da zu Beginn nur die Prozessoren erwartet werden, die auf einen CPU-Tile setzen, ist ein 28-Kern-Prozessor mit bLLC-Cache der vollständige Ausbau zum Marktstart. Die Prozessoren mit zwei CPU-Tiles werden erst ab Sommer/Herbst 2027 erscheinen.

Die nun durchgesickerten Namen lassen allerdings nur wenig Spielraum für weitere Modelle. Die bisher spekulierten Dual-Tile-Versionen mit insgesamt 44 und 52 Kernen müssten entsprechend als „4980“ und „4990“ erscheinen – oder Intel überlegt sich für diese einen weiteren neuen Namen.

Bezeichnung P-Kerne E-Kerne LPE-Kerne Kerne
(insgesamt)
L3-Cache TDP iGPU
Core Ultra 9 4970K BFC 8 16 4 28 144 MB 125 W 32 EU
Core Ultra 9 4950K 8 16 4 28 36 MB 125 W 32 EU
Core Ultra 9 4900 BFC 6 12 4 22 108 MB 65 W 32 EU
Core Ultra 7 4870K BFC 8 12 4 24 132 MB 125 W 32 EU
Core Ultra 7 4850K 8 12 4 24 33 MB 125 W 32 EU
Core Ultra 5 4650KF 6 12 4 22 27 MB 125 W –
Core Ultra 5 4650K 6 12 4 22 27 MB 125 W 32 EU

So wird also ein Intel Core Ultra 9 4970K BFC das 28-Kern-Flaggschiff der Familie bilden, darunter folgen entsprechende Modelle. Alle Modelle bieten dabei dasselbe Feature-Set inklusive vPRO-Unterstützung und natürlich auch eine integrierte NPU, erklären ergänzende Meldungen auf X. Die Unterschiede liegen letztlich nur bei der Kernbestückung, Cache und Takt.

Unsere Community-Benchmarks: Mach mit!
- 3DMark Steel Nomad + X
- Cinebench 2026
- Gears of War: E-Day (neu!)
- Apple M1 – M6
Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Dir gefällt ComputerBase? Lasse dir unsere neuesten Artikel in der Google-Suche ganz oben anzeigen!