Amazon dreht auf: Fire TV und Kindle bis zu 70 Euro teurer

Philipp Ernicke
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Amazon dreht auf: Fire TV und Kindle bis zu 70 Euro teurer
Bild: Amazon

Nach deutlichen Preiserhöhungen in den USA passt Amazon nun auch in Deutschland die Listenpreise zahlreicher eigener Geräte an. Betroffen sind unter anderem Kindle-E-Book-Reader, Fire-TV-Streaminggeräte, Echo-Lautsprecher und eero-Router. Als Grund nennt der Konzern die gestiegenen Kosten für Speicherkomponenten.

Aufschläge von bis zu 44,5 Prozent

Die neuen Listenpreise liegen je nach Gerät zwischen 7,5 und 44,5 Prozent über den bisherigen Beträgen. Den höchsten absoluten Aufschlag erhält der Fire TV Cube mit 70 Euro, prozentual verteuert sich der Fire TV Stick HD am stärksten. Auch bei den Kindle-Modellen fallen die Erhöhungen mit 25 bis gut 36 Prozent deutlich aus.

Gerät Bisherige UVP Neue UVP Aufschlag Erhöhung
Fire TV Stick HD* 44,99 Euro 64,99 Euro 20 Euro 44,5 %
Fire TV Stick 4K Select* 54,99 Euro 69,99 Euro 15 Euro 27,3 %
Fire TV Stick 4K Plus* 69,99 Euro 84,99 Euro 15 Euro 21,4 %
Fire TV Stick 4K Max* 79,99 Euro 114,99 Euro 35 Euro 43,8 %
Fire TV Cube* 159,99 Euro 229,99 Euro 70 Euro 43,8 %
Kindle 16 GB mit Werbung* 109,99 Euro 149,99 Euro 40 Euro 36,4 %
Kindle 16 GB ohne Werbung* 119,99 Euro 159,99 Euro 40 Euro 33,3 %
Kindle Paperwhite mit Werbung* 169,99 Euro 219,99 Euro 50 Euro 29,4 %
Kindle Paperwhite ohne Werbung* 179,99 Euro 229,99 Euro 50 Euro 27,8 %
Kindle Paperwhite Signature Edition* 199,99 Euro 249,99 Euro 50 Euro 25,0 %
Echo Dot (5. Generation)* 64,99 Euro 79,99 Euro 15 Euro 23,1 %
Echo Show 11* 219,99 Euro 249,99 Euro 30 Euro 13,6 %
eero 7 im Dreierpack* 399,99 Euro 429,99 Euro 30 Euro 7,5 %

Damit liegen die aktuellen UVPs deutlich über den Beträgen, die Amazon bei der Vorstellung der Geräte offiziell genannt hatte. Eine eigene Pressemitteilung zu den deutschen Preiserhöhungen hat der Konzern bislang allerdings nicht veröffentlicht.

Speicherchips treiben die Preise

Gegenüber The Verge bestätigte Amazon die Preisanpassungen. Die Unterhaltungselektronikbranche sei mit erheblich gestiegenen Kosten für Speicher- und Storage-Komponenten konfrontiert, erklärte eine Sprecherin. Amazon habe diese Mehrkosten so lange wie möglich aufgefangen und nun die Preise mehrerer Produktreihen angepasst.

Die Verteuerung folgt damit auf die anhaltende Speicherknappheit, die bereits bei PCs, Grafikkarten und Smartphones für steigende Kosten sorgt. Vor allem günstigere Geräte trifft ein fester Aufschlag für RAM und Flash-Speicher prozentual besonders stark. Amazons bislang häufig aggressiv bepreiste Einstiegsgeräte verlieren dadurch einen Teil ihres Preisvorteils.

Rabatte können neue UVPs verdecken

Im Amazon-Shop sind einige der betroffenen Geräte regelmäßig oder aktuell reduziert erhältlich. Dadurch kann der tatsächlich verlangte Verkaufspreis weiterhin unter der bisherigen UVP liegen. Langfristig bildet der höhere Listenpreis jedoch die Grundlage für kommende Angebote.

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