Quartalszahlen und Ausblick: Nvidias Jahresgewinn steigt auf 72,9 Mrd. USD
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Nvidia hat im letzten Quartal des Fiskaljahres geliefert, was erwartet wurde. Die Zahlen für das Gesamtjahr sind letztlich nicht weniger als beeindruckend, denn bei über 130 Milliarden US-Dollar Umsatz blieb dem Unternehmen über die Hälfte als Nettogewinn. Und der Ausblick: rosig.
Das Data-Center-Geschäft wächst und wächst
Im letzten Quartal hat Nvidia die Erwartungen noch einmal leicht übertroffen. Vor allem die Nachfrage nach Blackwell-Beschleunigern für KI-Server sei nun endlich explodiert – und Nvidia konnte die Produkte auch liefern. Nach einigen technischen Problemen im Sommer wurden im letzten Quartal 11 Milliarden US-Dollar allein mit Blackwell umgesetzt. Aber auch Hopper in Form von H200 ist noch nicht tot und legte beim Umsatz weiter zu.
Unterm Strich erzielte die Data-Center-Sparte im vierten Quartal des Fiskaljahres 2025, welches bei Nvidia die Monate Nov. 24, Dez. 24 und Jan. 25 umfasst, einen Umsatz von 32,6 Milliarden US-Dollar – insgesamt machte das Unternehmen 39,3 Milliarden US-Dollar Umsatz.
Im Gesamtjahr lag der Umsatz allein im Bereich Datacenter bei 116,2 Milliarden US-Dollar und erzielt dabei einen operativen Gewinn von 82,9 Milliarden US-Dollar.
34 Prozent Umsatz mit drei Unternehmen
In den Dokumenten für die Börsenaufsicht listet Nvidia drei Großkunden auf, die jeweils mehr als zehn Prozent des Jahresumsatzes ausmachten. Namentlich werden diese nicht benannt, die drei Kunden generieren jedoch 12, 11 und noch einmal 11 Prozent des Jahresumsatzes. Microsoft und Meta dürften vermutlich dazugehören, sie kaufen AI-Beschleuniger im großen Stil, auch Amazon und Alphabet, Oracle dürften in diesem Bereich agieren – eventuell auch xAI. Vor einem halben Jahr hatte Nvidia ähnliche Zahlen für ein Quartal vorgelegt, seinerzeit waren es 14, 11, 11 und 10 Prozent, die auf vier Großkunden entfielen – die Namen dürften wohl die gleichen sein.
Das Geschäft mit Gaming-Lösungen tritt vor dem Wachstum der Data-Center-Sparte nach und nach weiter in den Schatten, ohne für sich gesehen klein zu sein. Auch in dieser Sparte stieg der Jahresumsatz auf 14,3 Milliarden US-Dollar an, gegen den Profi-Bereich ist das alles aber vergleichsweise wenig. Auch der operative Gewinn von 5,1 Milliarden US-Dollar würde so einige Unternehmen Freudensprünge machen lassen, bei Nvidia mit insgesamt 81,5 Milliarden US-Dollar Gewinn im operativen Geschäft ist das vergleichsweise wenig.
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Die anderen Bereiche führt Nvidia im Jahresbericht nur noch unter weiteres, schlüsselt diese nicht mehr separat auf – so wie zumindest noch im Quartalsbericht. Dort passiert aber in der Regel auch eher weniger, die Umsätze liegen „nur“ im Bereich mehrerer hundert Millionen US-Dollar. Im Auto-Geschäft konnte Nvidia zuletzt aber wieder zulegen, hier könnte etwas mehr im neuen Jahr folgen.
Die Aussichten bleiben positiv
Nachdem es zuletzt Usus war, dass Nvidia Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen in den Sturzflug übergeht, fiel genau das dieses Mal aus. Mit einem Minus von nachbörslich nur 1,5 Prozent bewegte sich das Blatt kaum, hatte im regulären Handel zuvor 3,7 Prozent gewonnen. Der Ausblick auf einen weiterhin steigenden Umsatz auf rund 43 Milliarden US-Dollar im aktuellen ersten Quartal ließ möglich Zweifel am weiteren AI-Boom wohl im Keim ersticken. Denn als nächstes kommt im zweiten Halbjahr Blackwell Ultra, hier verspricht Nvidias CEO einen deutlich reibungsloseren Übergang als von Hopper zu Blackwell, denn Blackwell Ultra soll quasi als Drop-in für bestehende Blackwell-Infrastruktur funktionieren. Und zur GTC 2025 im nächsten Monat wird bereits der erste Blick auf Rubin erwartet.
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