News Haswell mit neuen Anforderungen an Netzteile

In den C-States werden Teile der CPU komplett abgeschaltet; dies kann durchaus im normalen "Idle" passieren. Sobald aber auch nur die kleinste Aktivität vorliegt, ist C0 angesagt und gespart wird nur noch über die P-States (vulgo: "dynamischer CPU-Takt"). Wie weit ein C7 mit diesem extrem niedrigen Nenn-Verbrauch von 0.6W noch eine praktische Auswirkung auf den Gesamtverbrauch hat, werden Tests zeigen müssen – ich bin mir relativ sicher, dass der Unterschied zwischen selbst aktuellen hochwertigen Netzteilen größer sein wird als der Nutzen des C7-State.

Warum Enermax das Triathlor 300W als einziges aus der Kompatibilität ausnimmt, ist mir ein leichtes Rätsel – dieses Netzteil hat ohnehin nur eine 12V-Leitung, so dass ich da eigentlich kein Risiko sehe. Beim Pro82+ kann man eher sagen "auch egal", denn dessen Eigenverbrauch dürfte ohnehin so hoch sein, dass diese Einsparung auch nicht auffällt. Ansonsten würde ich mir übrigens sehr wünschen, dass die Mainboard-Hersteller die Funktion per default _aktiviert_ haben. Sie im Falle eines inkompatiblen Netzteils abzuschalten, ist kein Problem – aber es besteht die Chance, dass der eine oder andere Nutzer sein womöglich uraltes Netzteil einmal hinterfragt.
 
Wow. Ein neues Netzteil fällt mit Sicherheit sehr ins Gewicht wenn man sich schon einen neuen Prozessor und Mainboard kauft.
 
Knaecketoast schrieb:
Sollte das nicht AC-DC-Netzteile heißen?
Bin mir sicher aus der Dose kommt kein DC ;)

Nein, ist schon richtig so, das liegt an der Technik.

Wenn ich das richtig verstehe geht das so:
- Erstmal wird von AC auf DC gewandelt
- Dann wird das DC zerhackstückselt auf extrem hochfrequentes AC, welches dann auf 12V gewandelt wird. Hochfrequent -> der Wandler darf kleiner sein
- Von den 12V aus werden dann erst 3.3V und 5V gewandelt

Ich habe jetzt immens was ausgelassen, aber kann auch den Artikel den ich selbst gelesen hatte zum Thema nicht mehr finden :(
 
Es ist natürlich für die meisten User hier im Forum uninteressant, was da passiert ist. Netzteil nicht spezifiziert, aber läuft trotzdem - Wayne.

Aber für die Fertig-PC-Hersteller, die einen sehr großen Teil am Markt ausmachen, ist es wichtig, zertifizierte Komponenten zu verbauen, damit sie ihren Kopf aus der Schlinge ziehen können, wenn doch mal etwas schief geht. Insofern verstehe ich die Problematik, denke aber auch, dass die Computerbaseler ganz ruhig bleiben können (was sie ja auch tun).
 
Mmh, lass mal sehen:
- Core i7 4xxx ~250 Euro
- Mainboard Ultra Delux Triple XXX Edition mit Z88 (oder wie auch immer) ~ 150 Euro
- 16 GB DDR-2000 ~ 120 Euro
- Ultra light Alu Tower ~ 100 Euro
- Midrange Grafikkarte ~ 180 Euro
Und was noch...achja, nen 400 Watt Netzteil....was 60 Euro WTF? Wer soll das denn bezahlen? Ich könnte ja soooo kotzen! Was denkt sich Intel denn dabei?! Dann wirds wohl doch eher nen AMD.
 
@Krautmaster danke für deine Verdeutlichung jetzt kann ich mir das eher vorstellen.
 
Dann muß halt Intel schöne Aufkleber drucken.
"100% Haswell testet!"
und um Funfineinzig Cent an NT Hersteller verkaufen.
Erinnert mich an meine 100% digitaltauglichen Lautsprecher...
 
Solange der Saft für die verschiedenen Rails aus einem Trafo kommt (Ich bin zwar kein Netzteilexperte, aber ist das nicht immer der Fall?) sollte es doch gar keine Probleme geben...abseits der CPU sollte immer noch irgend eine andere Komponente ein paar Watt ziehen. Oder sehe ich das falsch?

Das Beispiel zeigt aber deutlich, dass der ATX Standard so langsam irgendwie archaisch wirkt. Stärker integrierte Netzteile und modulareres Konzept stehen irgendwann in den nächsten Jahren sicher mal an...
 
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Wie schauts mit meinem Be Quiet Dark Power Pro mit 550 Watt aus? Problemloser Betrieb möglich? Wäre wünschenswert. Denn das Netzteil ansich ist zwar schon älter, aber dennoch super.

@digitalangel18:
Ich bin auch kein Netzteilexperte, allerdings meine ich mich erinnern zu können, dass es vor einigen Jahren durchaus Netzteile gab die speziell ne extra Leitung gespeist haben womit dann nur die Grafikkarte zu versorgen war. Stichwort SLI Zertifikat. Kann mich aber durchaus irren, wie gesagt kein Experte.

Was den ATX Standard betrifft:
Da gabs schonmal was, von Intel, nannte sich BTX. Wollte keiner haben (ne Wertung spare ich mir hier, da die damals angeführten Contra Punkte heute eh ad absurdum geführt wurden, mit "auf dem Kopf" hängenden Mainboards, unten verbauten Netzteilen etc.).
 
Zuletzt bearbeitet:
GrooveXT schrieb:
Mmh, lass mal sehen:
- Core i7 4xxx ~250 Euro
- Mainboard Ultra Delux Triple XXX Edition mit Z88 (oder wie auch immer) ~ 150 Euro
- 16 GB DDR-2000 ~ 120 Euro
- Ultra light Alu Tower ~ 100 Euro
- Midrange Grafikkarte ~ 180 Euro
Und was noch...achja, nen 400 Watt Netzteil....was 60 Euro WTF? Wer soll das denn bezahlen? Ich könnte ja soooo kotzen! Was denkt sich Intel denn dabei?! Dann wirds wohl doch eher nen AMD.

Müssen es denn ein Core i7, ein Ultra Deluxe Board, ein Alu-Tower und 16GB DDR3-200 sein? Reichen nicht auch ein Core i5 für gut 100€ weniger, 8 GB DDR3-1600, ein normaler Billig-Tower und ein durchschnittliches Board für 80 bis 100€? Wenn man das beste haben will muss man eben auch dafür blechen. AMD besticht eben vor allem durch den Preis, aber da bekommst du auch nicht mehr Leistung.
 
Das ganze Thema verdeutlicht aber ein Problem , die Netzteil Hersteller hinken ALLE hinter den aktuellen PC-Anforderungen hinterher indem Sie Netzteile ab 300W verkaufen obwohl seit Sandy Bridge reine Office PCs mit 200W Netzteilen oder weniger ausreichend bedient wären.
Das ist nicht nur ein Effizienzproblem sondern ich denke auch das man bei Netzteile für geringere Stromstärken weniger Materialaufwand hat und sogesehen umweltschonender wären, bis auf manche Pico Netzteile die nur Schrott sind wie der letzte Test auf Computerbase zeigt.
 
@Krautmaster:
Das hört sich ja sehr gut an!
Da freu ich mich doch auf Haswell :-)
 
AMDprayer schrieb:
Müssen es denn ein Core i7, ein Ultra Deluxe Board, ein Alu-Tower und 16GB DDR3-200 sein? Reichen nicht auch ein Core i5 für gut 100€ weniger, 8 GB DDR3-1600, ein normaler Billig-Tower und ein durchschnittliches Board für 80 bis 100€? [...]

Ich bin mir nicht sicher, glaube aber man sollte sich beim Beitrag von GrooveXT noch ein entsprechendes Smilie dazudenken. Implizierte Ironie und so (oder Sarkasmus? Ist noch ein wenig früh für sowas..) ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Na wenn das mal kein schöner Marketingtrick von Intel ist um einen auf "besonders sparsam" zu machen. Und wahrscheinlich auch noch Hand in Hand mit den Netzteilherstellern die dann demnächst Modelle mit "Haswell-Zertifikat" verticken können wo dann nur der Aufkleber der technische Unterschied ist.
 
Voyager10 schrieb:
Das ist nicht nur ein Effizienzproblem sondern ich denke auch das man bei Netzteile für geringere Stromstärken weniger Materialaufwand hat und sogesehen umweltschonender wären, bis auf manche Pico Netzteile die nur Schrott sind wie der letzte Test auf Computerbase zeigt.
Das ist eine "deutsche" Sicht, maßgeblich dieses Forums und vertreten von Leuten, die sich langfristig mit der Materie mehr oder minder gründlich auseinander gesetzt haben.

Die allgemeine Sicht am Wühltisch und bspw. die Sicht in den USA ist folgende: Netzteil A bietet 800w für 39€, also ist das "besser" als das neben dran mit 350w fürs gleiche Geld. Mehr hilft mehr - sollte man meinen; diese Rechnung geht hier jedoch einmal mehr nicht auf.
Die Hersteller beklagen, dass die Nachfrage für kostspielige Lösungen unterhalb 300/400w nicht vorhanden sei. Mal sehen, wie lange das so bleibt.

Und wahrscheinlich auch noch Hand in Hand mit den Netzteilherstellern die dann demnächst Modelle mit "Haswell-Zertifikat" verticken können wo dann nur der Aufkleber der technische Unterschied ist.
Ja, absatzorientierte Firmen und Fortschritt sind mir ebenfalls ein Graus.
 
Zwirbelkatz schrieb:
Ja, absatzorientierte Firmen und Fortschritt sind mir ebenfalls ein Graus.
Sehe ich da Ironie? :D
Es ist natürlich vollkommen zu begrüßen daß Intel sinnvolle Energiesparmechanismen entwickelt. Ich finde nur diesen offensichtlichen Weg Werbung dafür zu betreiben etwas "unschön". Die Leute sorgen sich dann unnötig und kaufen nachher Netzteile mit einer "Haswell ready"-Marke die aber technisch nicht anders sind.
Man hätte doch seinen Absatz wohl auch anders optimieren können, oder nicht?
 
nukular8400 schrieb:
Aber für die Fertig-PC-Hersteller, die einen sehr großen Teil am Markt ausmachen, ist es wichtig, zertifizierte Komponenten zu verbauen, damit sie ihren Kopf aus der Schlinge ziehen können, wenn doch mal etwas schief geht. Insofern verstehe ich die Problematik, denke aber auch, dass die Computerbaseler ganz ruhig bleiben können (was sie ja auch tun).
Naja es ist eher genau umgekehrt.
Für die OEMs ist das doch komplett problemlos. Die deaktivieren einfach C7 und bieten dafür einfach keine Einstelloption im BIOS an.
Relevant ist das im Desktopsegment eh nicht. Höchstens für kleine mITX Systeme mit ULV-CPUs.

Das Problem ist eher der Retailbereich wo sich Halbinformierte nen System selbst zusammenbauen und dann auf Probleme treffen.
 
bambule1986 schrieb:
Hört sich so an als ob Haswell im Idle extrem sparsam ist, oder irre ich mich da?

Du irrst dich. Bereits Sandy- und IvyBridge arbeiten ohne Last "fast" stromlos. Wenn eine CPU sich nicht unter Last befindet, wird es in Zukunft vom Stromverbrauch her kaum bis keine zusätzlichen Einsparungen mehr geben.

Eine Einsparung von 0,5 Watt sind aufs Jahr gerechnet gerade mal 1,30€. Wenn der PC 24/7 nichts tut und nur "an" ist (bei 30Cent/kwh). Es ist also teurer 5 Pfanddosen wegzuschmeißen, als die "Stromersparnis" von Haswell idle nicht zu nutzen ;) Pro Jahr.
 
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bensen schrieb:
Naja es ist eher genau umgekehrt.
Für die OEMs ist das doch komplett problemlos. Die deaktivieren einfach C7 und bieten dafür einfach keine Einstelloption im BIOS an.
Relevant ist das im Desktopsegment eh nicht. Höchstens für kleine mITX Systeme mit ULV-CPUs.
So sieht es aus. Die neuen C-States sind für den Desktop völlig irrelevant.
OEMs deaktiveren ja auch Turbofeatures um an der Kühllösung zu sparen, verbauen nur ein RAM Modul wo Dualchannel deutlich Performance bringen würde etc. etc.
Somit ist das erneut eine Technik die dem Massenmarkt und dem dort statt findenden Preiskampf geopfert wird. Leider werden keine Alternativen angeboten für ein richtig balanciertes System und dem Kunden die Wahl gelassen einen Aufpreis dafür zu zahlen falls er es wünscht.
Ergänzung ()

Mr.Seymour Buds schrieb:
Du irrst dich. Bereits Sandy- und IvyBridge arbeiten ohne Last "fast" stromlos. Wenn eine CPU sich nicht unter Last befindet, wird es in Zukunft vom Stromverbrauch her kaum bis keine zusätzlichen Einsparungen mehr geben.

Eine Einsparung von 0,5 Watt sind aufs Jahr gerechnet gerade mal 1,30€. Wenn der PC 24/7 nichts tut und nur "an" ist (bei 30Cent/kwh). Es ist also teurer 5 Pfanddosen wegzuschmeißen, als die "Stromersparnis" von Haswell idle nicht zu nutzen ;) Pro Jahr.
Diese C-states zielen auf mobile Geräte die von Akkus abhängen und so einen langen Zeitraum im "connected Standby" verbringen können. Tablets und Ultrabooks.
 
Mein BeQuiet! Straight Power e9 580W schaft die 0.5 A !

Ich rüste eh erst mit Skylake wieder auf, hoffentlich sind es dann immer noch 0.5 A und nicht noch weniger ;)

Bin ma gespannt wie viel die Hasewell CPU´s unter last brauchen...
 
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