Fünf ATi Radeon HD 2600 XT GDDR3 im Test: Asus, Club3D, HIS und Sapphire im Wettstreit um die Mittelklasse
11/13Temperatur
Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperaturmessungen durchgeführt. Fast alle aktuellen Grafikkarten besitzen Sensoren, die per Treiber oder Hersteller-Tool ausgelesen werden können. Die Kern-Temperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach dreißig Minuten 3DMark06 abgelesen. Zudem messen wir mit Hilfe eines Infrarot-Thermometers die Chiptemperatur auf der Rückseite der Grafikkarte.
Die Radeon HD 2600 XT GDDR3 von Asus, Club3D und HIS erreichen nicht nur ein sehr gutes, sondern darüber hinaus ein ziemlich gleichwertiges Ergebnis bei den Temperaturmessungen. Die GPU-Temperatur der Grafikkarten liegen maximal drei Grad Celsius auseinander, weswegen sich kein Exemplar einen wirklichen Vorteil erkämpfen kann. So liegt der Mittelwert unter Windows ungefähr bei 38 Grad Celsius, während die Temperaturen unter Last auf etwa 56 Grad Celsius ansteigen. Begründen kann man diese im Verhältnis zu anderen 3D-Beschleuniger niedrigen Werte durch den modernen und anscheinend effektiven 65-nm-Prozess bei TSMC. Bei den Messungen auf der Chiprückseite ergeben sich etwas größere Differenzen. Die Club3D Radeon HD 2600 XT erreicht mit 42 Grad Celsius – gefolgt von Asus mit 45 Grad sowie HIS mit 51 Grad Celsius – das beste Ergebnis.
Den vierten Platz erkämpft sich die Radeon HD 2600 XT von Sapphire, deren GPU-Temperatur mit 51 Grad im 2D-Modus beziehungsweise 69 Grad Celsius unter Last doch um einiges höher als bei den Konkurrenzkarten liegt. Einzig auf der Chiprückseite kann das Sapphire-Produkt mit 47 Grad punkten. Logischerweise erreicht die Sapphire Radeon HD 2600 XT Ultimate aufgrund der passiven Kühlung das schlechteste Ergebnis im Testfeld. Nichtsdestotrotz sind diese Werte für eine passive Kühlung als erstaunlich gut zu bewerten – in letzter Zeit haben wir schon ganz andere Ergebnisse gesehen. Auf eine effektive Gehäusekühlung sollte man trotz der guten Messwerte achten, da es in besonders stickigen Gehäusen bei sommerlichen Temperaturen sonst zu Abstürzen oder anderweitigen Problemen kommen kann.
Leistungsaufnahme
Für die Messungen der Leistungsaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Leistungsaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb. Letzterer wird durch Verwendung des 3DMark06 unter der Auflösung 1600x1200 sowie 4-fachem Anti-Aliasing und 16-fachem anisotropen Filter simuliert.
Da die Radeon-HD-2600-XT-GDDR3-Grafikkarten allesamt dieselben technischen Spezifikationen aufweisen und sich nur bedingt durch unterschiedliche Taktraten unterscheiden, fallen die Messergebnisse der Leistungsaufnahme ziemlich identisch aus. Einzig und allein die Asus Radeon HD 2600 XT GDDR3 kann sich von den anderen Testprobanden absetzen und erreicht unter Windows mit einem Leistungsverbrauch des gesamten Testsystems von 158 Watt den ersten Platz. Möglicherweise verdankt die Karte diese Position den niedrigeren Taktraten im 2D-Betrieb, die HIS und Sapphire nicht bieten. Da die ebenfalls niedriger taktende Club3D-Karte allerdings auf Höhe der Mitbewerber liegt, kann nicht mit Sicherheit von einem Taktunterschied als Ursache ausgegangen werden. So fährt die Asus-Produktion auch unter Last mit einem Wert von 207 Watt die Spitzenposition ein – und dort sind alle Taktraten mehr oder weniger gleich.
Da die Messwerte sich alles in allem nur marginal unterscheiden, empfehlen wir, die Leistungsaufnahme bei der Kaufentscheidung nicht zu berücksichtigen.