Fireplace April 2026

Intel Arc Pro B70 im Test: So schnell wäre die Arc B770 bei Gaming mindestens gewesen

Wolfgang Andermahr
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Intel Arc Pro B70 im Test: So schnell wäre die Arc B770 bei Gaming mindestens gewesen

ComputerBase hat die Arc Pro B70 mit 32 GB VRAM im Test. Auch wenn es sich primär um eine Profi-Grafikkarte handelt, konzentriert sich die Redaktion auf Gaming-Benchmarks. Der Test zeigt damit, wie schnell eine Arc B770 im Vergleich zu GeForce RTX 5060 Ti und Radeon RX 9060 XT mindestens gewesen wäre.

Intel Arc Pro B70 im Test: So schnell wäre eine potenzielle Arc B770

Auf die Ende 2024 veröffentlichte Intel Arc B580 (Test) mit Battlemage-Architektur hätte im Jahr 2025 eigentlich die Arc B770 mit der größeren BMG-G31-GPU folgen sollen. Doch die Arc B770 erschien nicht – und wird es mit großer Sicherheit auch nicht mehr.

Die BMG-G31-GPU fuhr ohne die Gaming-Grafikkarte jedoch nicht aufs Abstellgleis, stattdessen nutzt sie Intel auf den „AI-Beschleunigern“ Arc Pro B70 (Vollausbau) und Arc Pro B65 (beschnitten).

Die Arc Pro B70 trägt dabei den Vollausbau, so wie ihn wohl eine Arc B770 getragen hätte; allerdings in Kombination mit nicht ans Limit getriebenen Taktraten und 32 statt vermutlich 16 GB VRAM beim Gaming-Modell. Einsatzzweck und 32 GB Speicher sorgen für einen hohen Kaufpreis der Arc Pro B70 von mindestens 1.200 Euro. Das ist bedeutend mehr als eine Arc B770 gekostet hätte beziehungsweise hätte kosten dürfen. Spiele kann das Profi-Produkt aber dennoch ganz normal darstellen.

Und da kommt es genau richtig, dass das Community-Mitglied msv der Redaktion eine Arc Pro B70 für einen Test zur Verfügung gestellt hat – und passend dazu auch Intel wenige Tage später noch ein Muster anbot.

Im nachfolgenden Test wird es auch einige wenige AI-Benchmarks geben, der Fokus ist aber klar: Die Antwort auf die Frage, wie gut „Big Battlemage“ einer Gaming-Grafikkarte gestanden hätte. Konsequenterweise sind die Spiele-Benchmarks mitsamt der sonstigen Testreihen inklusive Lautstärke und Leistungsaufnahme der Schwerpunkt des Tests.

Intel Arc Pro B70 und der Arc Pro B65 mit „Big Battlemage“ zur Präsentation in New York
Intel Arc Pro B70 und der Arc Pro B65 mit „Big Battlemage“ zur Präsentation in New York

Wie schnell ist die Arc Pro B70 und damit die potenzielle Arc B770 also in Spiele-Benchmarks? Zeigt sich vielleicht auch ein weiterer Grund, warum es die Grafikkarte in dieser Form nicht für Spieler gibt? Und wie schlägt sich das Modell gegen die GeForce RTX 5060 Ti und die Radeon RX 9060 XT – die vermutlichen Gegenspieler für eine Arc B770? Das alles zeigt sich auf den kommenden Seiten.

Die Technik der Intel Arc Pro B70

Die Architektur der Intel Arc Pro B70 ist identisch mit der der Arc B580 – es handelt sich um Battlemage ohne jegliche Modifikationen. Neben der Technik ist ebenso die Fertigung gleich. Die einzigen Unterschiede zwischen der kleineren BMG-G21- und der größeren BMG-G31-GPU der Arc Pro B70 sind die Chipgröße und damit die Anzahl der Ausführungseinheiten.

Die BMG-G21-GPU kommt mit 20 Xe-Cores und damit 2.560 FP32-ALUs daher, beim BMG-G31, der auf der Arc Pro B70 im Vollausbau zum Einsatz kommt, sind es deren 32 Xe-Kerne und 4.096 ALUs. Damit gibt es 60 Prozent mehr Ausführungseinheiten. Da der offiziell angegebene Takt der großen Grafikkarte bei 2.800 MHz anstatt bei 2.670 MHz liegt, hat die Arc Pro B70 zumindest in der Theorie eine um 67 Prozent höhere Rechenleistung als die Arc B580.

Spezifikationen der beiden neuen Arc-Pro-Grafikkarten
Arc Pro B70 Arc Pro B65 Arc Pro B60 Arc B580 Arc Pro B50 Arc B570
Architektur Battlemage (Xe2)
GPU BMG-G31 BMG-G21
Xe-Cores 32 20 16 18
GPU-Takt 2.800 MHz ~2.257 MHz 2.050 MHz 2.670 MHz 2.600 MHz 2.500 MHz
FP32-Leistung 22,9 TFLOPS ~11,6 TFLOPS 8,4 TFLOPS 13,7 TFLOPS 10,7 TFLOPS 10,4 TFLOPS
AI-Leistung
(Int8 Dense)
367 TOPS 197 TOPS 151 TOPS 233 TOPS 170 TOPS 203 TOPS
Grafikspeicher 32 GB GDDR6 24 GB GDDR6 12 GB GDDR6 16 GB GDDR6 10 GB GDDR6
Speichertakt 19 Gbps 14 Gbps 19 Gbps
Speicherinterface 256 Bit 192 Bit 128 Bit 160 Bit
Speicherbandbreite 608 GB/s 456 GB/s 224 GB/s 380 GB/s
Total Board Power 160 – 290 Watt
Referenz: 230 Watt
200 Watt 120 – 200 Watt 190 Watt 70 Watt 150 Watt
UVP (vor Steuern) 949 USD ? 249 USD 299 USD 219 USD

Auch beim Speichersystem geht es nach vorne. Anstatt eines 192-Bit-Interfaces gibt es beim größeren BMG-G31 ein 256-Bit-Interface. Da die Speichergeschwindigkeit weiterhin bei 19 Gbps liegt, steigt die Speicherbandbreite analog um 33 Prozent an. Das ist nur halb so viel wie die Rechenleistung, was potenziell einen Engpass bedeuten kann, aber nicht muss. Das ist von der Software abhängig und natürlich davon, ob die Arc B770 überhaupt von der Bandbreite eingebremst wird oder ob diese im Überfluss vorhanden ist.

Lüfter der Intel Arc Pro B70
Lüfter der Intel Arc Pro B70

Mehr Ausführungseinheiten benötigen auch mehr Energie. Die TDP hebt Intel bei der Arc Pro B70 von 190 Watt bei der Arc B58 allerdings nur auf 230 Watt an. Die Differenz von 40 Watt ist erstaunlich gering, sodass auch hier ein potenzieller Engpass besteht – allerdings ist die Arc Pro B70 eben auch eine Workstation- und keine Gaming-Grafikkarte. In diesem Punkt dürfte eine „Arc B770“ wohl noch etwas mehr geboten haben.

Erwähnenswert ist zudem, dass das PCIe-Interface von acht PCIe-4.0-Lanes auf 16 PCIe-5.0-Lanes aufgebohrt worden ist. Auch die Arc B580 beherrscht eigentlich PCIe 5.0, mittels Firmware wurde dies jedoch auf PCIe 4.0 beschränkt.

Die höhere Anzahl an Einheiten benötigt natürlich auch Platz. Die Chipfläche steigt von 272 mm² auf 368 mm² an, was einem Plus von 35 Prozent entspricht. Auch bei Intels Architektur sind die einzelnen Xe-Kerne damit verhältnismäßig klein, da 60 Prozent mehr Einheiten und ein um ein Viertel vergrößertes Speicherinterface gerade einmal 35 Prozent mehr Chipfläche benötigen.

Der Vergleich zu Blackwell und RDNA 4

Im direkten Vergleich zu den aktuellen Architekturen von AMD und Nvidia zeigt sich, dass Intels Ausführungseinheiten dennoch massiv größer als die der Konkurrenz sind. Um eine Rechenleistung von knapp 23 TFLOPs zu erreichen, benötigt Intel 368 mm². Nvidia benötigt bei Blackwell für 23,7 TFLOPs gerade einmal 181 mm², während AMD bei RDNA 4 für leicht höhere 25,6 TFLOPs auf 199 mm² kommt. Ja, AMD und Nvidia benutzen mit (einem modifizierten) N4-Prozess eine leicht bessere Fertigung als Intel mit N5. Die Unterschiede sind aber sehr gering. Für eine theoretisch vergleichbare Rechenleistung benötigt Battlemage schlicht massiv mehr Chipfläche als Blackwell und RDNA 4.

Intel Arc Pro B70 – die Spezifikationen
Arc B580 Arc Pro B70 RTX 5060 Ti RX 9060 XT
Architektur Battlemage Blackwell RDNA 4
GPU BMG-G21 BMG-G31 GB206 Navi 44
Fertigung TSMC N5 TSMC 4N TSMC N4
Transistoren 19,6 Mrd. 27,7 Mrd. 21,9 Mrd. 29,7 Mrd.
Chipgröße 272 mm² 368 mm² 181 mm² 199 mm²
Compute Units 20 32 36 32
FP32-ALUs 2.560 4.096 4.608 2.048
RT-Kerne 20 32 36 32
KI-Kerne 160 256 144 64
Boost-Takt 2.670 MHz 2.800 MHz 2.572 MHz 3.130 MHz
FP32-Leistung 13,7 TFLOPS 22,9 TFLOPS 23,7 TFLOPS 25,6 TFLOPS
FP16-Leistung 27,3 TFLOPS 45,9 TFLOPS 23,7 TFLOPS 51,3 TFLOPS
Textureinheiten 160 256 144 128
ROPs 80 128 48 64
L2-Cache 18 MB 24 MB 32 MB 4 MB
L3-Cache 32 MB
Speicher 12 GB GDDR6 32 GB GDDR6 8/16 GB GDDR7 8/16 GB GDDR6
 -durchsatz 19 Gbps 28 Gbps 20 Gbps
 -interface 192 Bit 256 Bit 128 Bit 128 Bit
 -bandbreite 456 GB/s 608 GB/s 448 GB/s 322 GB/s
Slot-Anbindung PCIe 4.0 ×8 PCIe 5.0 ×16 PCIe 5.0 ×8 PCIe 5.0 ×16
TDP 190 Watt 230 Watt 180 Watt 160 Watt

Die Intel Arc Pro B70 im Detail

ComputerBase kann für diesen Test auf zwei Intel Arc Pro B70 zurückgreifen, beide von Intel und damit quasi „Referenzdesign“. Insgesamt vier Modelle sind aktuell im deutschen Handel verfügbar: Eins von Intel, eins von ASRock sowie zwei von Sparkle. Diese orientieren sich allesamt an der Intel-Karte, die wiederum eine klassische Profi-Karte ist. Damit unterscheiden sich alle Modelle deutlich von einer klassischen Gaming-Grafikkarte. Ab 1.210 Euro ist die Intel Arc Pro B70 aktuell zu haben. Der tiefstpreis der Serie liegt bei 1.200 Euro.

Die Intel Arc Pro B70 im Test
Die Intel Arc Pro B70 im Test

Die Intel Arc Pro B70 erinnert an ein Referenzdesign von AMD oder Nvidia von vor rund 15 Jahren: Die Grafikkarte ist im Dual-Slot-Design gehalten und wird von einem im Durchmesser 65 mm breiten Radiallüfter gekühlt. Erfahrungsgemäß sind diese zwar laut und kühlen in einem klassischen Gehäuse deutlich schlechter als Axial-Lüfter, haben aber den Vorteil, dass auch der Betrieb mehrere Grafikkarten direkt nebeneinander noch gut funktioniert. Da die Grafikkarte im AI-Segment platziert ist, kann so ein Szenario anders als im Gaming-Umfeld vorkommen. Der Lüfter kann die erhitzte Luft durch die Slotblende und durch Löcher in der Backplate direkt hinter dem Lüfter wieder herausblasen. Im klassischen Server-Einsatz bleibt der Radiallüfter auch nicht stehen: Selbst im Leerlauf arbeitet dieser noch mit 770 Umdrehungen pro Minute munter weiter.

Die Referenzkarte kommt auf eine Länge von 29 cm, die Breite beträgt 12 cm. Für eine moderne Grafikkarte sind dies geringe Ausmaße. In Verbindung mit dem Dual-Slot-Kühler wird es also generell keine Probleme beim Einbau geben. Optisch ist die Grafikkarte einfach gehalten und besteht zu einem Großteil einfach nur aus einer schwarzen Kühlerummantelung sowie einer blauen Backplate. Dennoch ist das Modell optisch sowie haptisch auf einem ordentlichen Niveau.

Rückseite der Intel Arc Pro B70
Rückseite der Intel Arc Pro B70
Stromanschluss der Intel Arc Pro B70
Stromanschluss der Intel Arc Pro B70
Monitoranschlüsse der Intel Arc Pro B70
Monitoranschlüsse der Intel Arc Pro B70

Kein OC, Spezifikationen gerissen

Die Intel Arc Pro B70 hält sich wenig verwunderlich an die eigenen Referenzvorgaben. Die GPU arbeitet mit einem Takt von 2.800 MHz, der Speicher mit 9.500 MHz. Die TDP der Karte beträgt 230 Watt. Und hier kommt nun die nächste „Server-Eigenart“: Taktraten und Board Power lassen sich in keiner Weise beeinflussen. Der Intel-Treiber bietet die entsprechenden Menüpunkte gar nicht erst an. Das ist vielleicht aber auch gut so, denn der eine Acht-Pin-Stromstecker würde mehr innerhalb der Spezifikationen auch gar nicht mehr ermöglichen. Schon mit maximal 230 Watt arbeitet die Grafikkarte bereits leicht außerhalb der Spezifikationen. Maximal 150 Watt durch den PCI-Stromstecker sowie 75 Watt über den PCI-Slot lassen eigentlich nicht mehr als 225 Watt zu. Eine doch ungewöhnliche Wahl, sei es bei einem Consumer- oder einem Profi-Produkt.

Einen etwas anderen Weg geht die Intel Arc Pro B70 auch bei den Monitorausgängen: Vier DisplayPort-Ausgänge sind vorhanden, wobei einer UHBR13.5 und die drei übrigen UHBR10 entsprechen. HDMI gibt es dagegen gar nicht erst.

Merkmal Intel Arc Pro B70
Karte PCB-Design Intel
Länge, Breite 29,0 cm, 12,0 cm
Stromversorgung 1 × 8-Pin
Kühler Design Referenzdesign, 2,0 Slot
Kühlkörper Heatpipes
Kupfer-Kern/Alu-Radiator
Gewicht 1.032 g
Lüfter 1 × 65 mm (radial)
Lüfter abgeschaltet (2D) Nein
Takt
GPU-Boost 2.800 MHz
Speicher 9.500 MHz
Speichergröße 32 GB GDDR6
Leistungsaufnahme Standard-TDP 230 Watt
Max. TDP 230 Watt
Anschlüsse 1 x DisplayPort 2.1 (UHBR13.5)
3 x DisplayPort 2.1 (UHBR10.0)

Testsystem und Testmethodik

ComputerBase nutzt für Grafikkarten-Tests mit dem Ryzen 7 9800X3D einen der aktuell schnellsten Gaming-Prozessoren. Auch die restliche Hardware sowie die Software sind darauf optimiert, die höchste Spieleleistung abliefern zu können. Details dazu folgen weiter unten in einer Tabelle. Alle folgenden Grafikkarten-Artikel werden auf diesem System basieren. Darüber hinaus wird das Testsystem bei regulären Spiele-Benchmark-Tests zum Einsatz kommen.

Sämtliche Benchmarks wurden mit aktuellen Treibern auf moderner Hardware neu erstellt, zusätzlich kommen neben älteren auch ein paar der neuesten Spiele zum Einsatz. Der neue Testparcours wurde darauf ausgelegt, sinnvolle Ergebnisse für alle aktuellen Gaming-Grafikkarten zu produzieren, und eignet sich damit sowohl für High-End-Beschleuniger wie die GeForce RTX 5090 als auch für langsame Exemplare wie die GeForce RTX 5060.

ComputerBase hat die Intel Arc Pro B70 drei Tage lang ausführlich getestet. Zum Einsatz kam das folgende Testsystem.

Als Prozessor wird die schnellste Gaming-CPU verwendet: der AMD Ryzen 7 9800X3D (Werkseinstellung). Er verrichtet auf einem MSI MPG X870E Carbon WIFI seinen Dienst. 48 GB Speicher (2 × 24 GB DDR5-6000, 30-38-38-96) stehen dem Prozessor zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Windows 11 25H2 mitsamt allen verfügbaren Updates auf einer NVMe-SSD (PCIe 4.0) installiert. Resizable BAR ist auf allen Grafikkarten aktiviert. Wie unter Windows 11 auf modernen Systemen mit aktuellen BIOS-Versionen üblich, ist damit die Kernisolierung (VBS) plus Speicher-Integrität (HVCI) automatisch angeschaltet. Als Netzteil fungiert ein Asus ROG Thor Platinum III mit 1.200 Watt, das mit einem 12V-2x6-Stecker daherkommt. Falls die Grafikkarte so einen Anschluss bietet, wird er entsprechend genutzt.

AMD Ryzen 7 9800X3D
AMD Ryzen 7 9800X3D

Beim Gehäuse setzt die Redaktion auf ein Fractal Design Torrent, das einen maximalen Luftfluss bietet. Es wird die werkseitig verbaute Lüfterbestückung verwendet. Die Drehzahlen wurden aber deutlich reduziert, um die Lautstärke in Zaum zu halten. Genauere Details dazu und zum Testsystem allgemein finden sich in der folgenden Tabelle.

Komponente
Prozessor AMD Ryzen 7 9800X3D, nicht übertaktet
CPU-Kühler Noctua NH-D15 G2 (1 × 140 mm bei ~900 U/min)
Motherboard MSI MPG X870E Carbon WIFI (BIOS: 7E49v1A95)
Arbeitsspeicher 2 × 24 GB Corsair Dominator RGB, DDR5-6000
30-38-38-96
Netzteil Asus ROG Thor Platinum III (1.200 Watt, semipassiv, 80Plus Platinum)
SSD 1 × Team Group MP44, 8 TB, NVMe, PCIe 4.0
Gehäuse Fractal Design Torrent
Lüfter 2 x 180-mm-Lüfter, ~500 U/Min. an der Vorderseite
3 x 140-mm-Lüfter, ~750 U/Min. am Boden

Treiber für die Grafikkarten

Als Treiber kam für Radeon-Grafikkarten der Adrenalin 26.3.1 zum Einsatz. Bei den GeForce-Beschleunigern wurde der GeForce 596.21 installiert. Die Intel Arc B580 wurde mit dem 8629 getestet, die Arc Pro B70 wiederum mit dem 8826.

Die getesteten Grafikkarten
AMD Nvidia Intel
Radeon RX 7600, 2.527 MHz GeForce RTX 4060, 2.649 MHz Arc B580, 2.850 MHz
Radeon RX 7800 XT, 2.111 MHz GeForce RTX 4070, 2.629 MHz
GeForce RTX 4090 FE, 2.663 MHz
Radeon RX 9060 XT, 2.909 MHz GeForce RTX 5060 Ti, 2.671 MHz Intel Arc Pro B70, 2.336 MHz
Radeon RX 9070 GRE, 2.536 MHz
Radeon RX 9070, 2.316 MHz GeForce RTX 5070, 2.690 MHz
Radeon RX 9070 XT, 2.616 MHz GeForce RTX 5070 Ti, 2.684 MHz
GeForce RTX 5090 FE, 2.455 MHz
Taktraten-Durchschnitt nach 20 Minuten Aufheizen für weitere 10 Minuten in Metro Exodus, Ultra HD

Der Testparcours eignet sich für alle aktuellen Gaming-Grafikkarten

Der Testparcours muss auf allen aktuellen Gaming-Grafikkarten funktionieren, was gar nicht so einfach ist. Denn ob ein Spiel auf einer Radeon RX 7600 oder auf einer GeForce RTX 5090 läuft, macht nun mal einen großen Unterschied aus. Doch auch bei den schnellsten Grafikkarten gibt es Unterschiede, die Radeon RX 9070 XT ist eben keine GeForce RTX 5070 Ti und keiner hat etwas davon, wenn erstere in Ultra HD gerade mal 30 FPS oder weniger abliefert. Aus diesem Grund nutzt die Redaktion durchweg Super-Resolution-Techniken wie AMD FSR, Nvidia DLSS oder Intel XeSS in der Super-Resolution-Ausführung standardmäßig im Testparcours. Je nach Spiel kommt entweder der Quality-Modus oder die native Auflösung in Verbindung mit dem Upsampling-Algorithmus zum Einsatz. Welcher Modus genau in welchem Spiel genutzt wird, findet sich in der folgenden Tabelle.

Upsampling ist qualitativ aber sehr verschieden, vor allem DLSS 4(+) und FSR 4(+) sind der Konkurrenz weit voraus. Sogar so weit, dass beide Technologien im Quality-Modus meistens besser aussehen als mit nativer Auflösung inklusive der spieleigenen Kantenglättung und selbst im Performance-Modus noch vergleichbare Ergebnisse abliefern. DLSS 3, XeSS 2 und allen voran FSR 3.1 können diesbezüglich nicht im Ansatz mithalten. Da die qualitativen Ergebnisse von FSR 3.1 derart weit gegenüber DLSS 4 und FSR 4 zurückliegen, kennzeichnet die Redaktion entsprechende Grafikkarten, die mit dieser Technologie arbeiten müssen – da FSR 4 nicht offiziell unterstützt wird. Da in den Reviews Grafikkarten getestet werden, arbeiten alle GPUs mit derselben Render-Auflösung. Auf Frame Generation verzichtet die Redaktion derzeit noch im Parcours, DLSS/FSR Ray Reconstruction sind dagegen, wenn vorhanden und Leistungsvorteile gegeben sind, aktiviert.

Grafikkarten-Tests auf ComputerBase

Unterstützt ein Spiel Hardware-Raytracing, gibt es für diesen Titel einen separaten Rasterizer-Lauf, der wohlgemerkt Software-Raytracing wie bei fast allen Unreal-Engine-5-Spielen (Lumen) enthalten kann, sowie einen Lauf mit Hardware-Raytracing. Pathtracing nimmt in dem Parcours dagegen keine Rolle ein. Details zu den verwendeten Grafikeinstellungen in den einzelnen Games finden sich in der nächsten Tabelle.

Die genutzten Spiele und die Grafikdetails
Grafikdetails
Alan Wake 2
(Northlight-Engine)
Maximale Grafikdetails, DLSS/FSR Quality
RT: Niedrig
Anno 117
(Eigenentwicklung)
Ultra-Hoch-Preset, DLSS/FSR Quality
RT: Hoch
ARC Raiders
(Unreal Engine 5.3.2.0)
Episch-Preset, DLSS/FSR Native
RT: Dynamisch – Episch
Assassin's Creed Shadows
(Anvil-Engine)
Extrem-Hoch-Preset, Terrain Extrem Hoch, DLSS/FSR Quality
RT: Beleuchtung + Reflexionen Extrem Hoch
Battlefield 6
(Frostbite-Engine)
Hemmungslos-Preset, DLSS/FSR Native
Borderlands 4
(Unreal Engine 5.5.4.0)
Badass-Preset, DLSS/FSR Quality
Call of Duty: Black Ops 7
(IW-Engine 9.0)
Extrem-Preset, DLSS/FSR Quality
RT: Hoch
Crimson Desert
(BlackSpace-Engine)
Filmisch-Preset, Beleuchtung Maximal, DLSS/FSR Quality
RT: Ein, DLSS/FSR Ray Reconstruction Aus
Cyberpunk 2077
(RED-Engine)
Ultra-Preset, DLSS/FSR Quality
RT: Ultra-Preset
Death Stranding 2: On the Beach
(Decima-Engine)
Sehr-Hoch-Preset, DLSS/FSR Quality
RT: Reflexionen + Umgebungsverdeckung Maximal
Doom: The Dark Ages
(id-Tech-8-Engine)
Ultra-Albtraum-Preset, DLSS/FSR Native
F1 25
(EGO-Engine)
Ultrahoch-Preset, VRS Aus, DLSS/FSR Quality
RT: GI, Reflexionen, Schatten, AO Ein
Hogwarts Legacy
(Unreal Engine 4.27)
Ultra-Preset, DLSS/FSR Quality
RT: Reflexionen + Schatten Ultra, AO An, Geometrie Hoch
Indiana Jones und der große Kreis
(id-tech-7-Engine)
Hyper-Preset, DLSS/FSR Native
Kingdom Come: Deliverance 2
(Cryengine)
Ultra-Preset, DLSS/FSR Native
Mafia: The Old Country
(Unreal Engine 5.4.4.0)
Episch-Preset, DLSS/FSR Quality
Pragmata
(RE-Engine)
Quality-Preset, sämtliche Grafikdetails maximiert, DLSS/FSR Quality
RT: Ein
Resident Evil Requiem
(RE-Engine)
Maximal-Preset, Haarsträhnen Ein, DLSS/FSR Quality
RT: Hoch
Star Wars Outlaws
(Snowdrop-Engine)
Ultra-Preset, RT Max, RTXDL Aus, DLSS/FSR Quality
The Elder Scrolls IV: Oblivion
(Unreal Engine 5.3.2.0)
Extrem-Preset, DLSS/FSR Quality
RT: Ein
The Last of Us Part II
(Eigenentwicklung)
Sehr-Hoch-Preset, 16×AF, DLSS/FSR Native
The Outer Worlds 2
(Unreal Engine 5.4.4.0)
Sehr-Hoch-Preset, DLSS/FSR Quality
RT: Ein
Warhammer 40k: Space Marine 2
(Swarm-Engine)
Ultra-Preset, DLSS/FSR Native
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