Radeon RX 9070 Reaper im Test: So gut ist PowerColors Einstiegs-Custom-Design

Jan-Frederik Timm
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Radeon RX 9070 Reaper im Test: So gut ist PowerColors Einstiegs-Custom-Design

Fünf Custom-Designs der Radeon RX 9070 (Test) hat sich ComputerBase bereits angesehen, darunter die PowerColor Hellhound. Jetzt kommt mit der PowerColor Reaper ein sechstes Custom-Design hinzu. Die Reaper ist PowerColors Einstiegs-Design. Was es zu leisten im Stande ist, klärt der Test mit Fokus auf die Lautstärke.

PowerColor Radeon RX 9070 Reaper im Test

PowerColor bietet die Radeon RX 9070 als „Red Devil“, „Hellhound“ und „Reaper“ an. Nach der PowerColor Radeon RX 9070 Hellhound (Test) hat ComputerBase jetzt die Radeon RX 9070 Reaper im Test.

Das Reaper-Design ist das Einstiegsdesign. Wie viel günstiger es offiziell als das Hellhound-Design ist, ist allerdings nicht bekannt – der Hersteller nennt keine UVP. Mit Blick auf die Marktpreise lässt sich diese Frage derzeit ebenfalls noch nicht beantworten, zu stark schwanken die Preise der PowerColor-Modelle in Anbetracht der weiterhin angespannten Verfügbarkeit. Vom offiziellen Einstiegs-UVP (AMD) von 629 Euro ist das Modell in der Regel mindestens 100 Euro entfernt.

Reaper vs. Hellhound: die Unterschiede

Die PowerColor Radeon RX 9070 Reaper im Test

Die Reaper ist wie die Hellhound nur zwei Slot dick, aber noch einmal kürzer und schmaler. Das Gewicht fällt um über 200 Gramm auf nur noch 817 Gramm. Die drei Lüfter sind nur noch 90 statt 100 mm im Durchmesser groß. Geblieben ist der Einsatz des Phase-Changing-Materials Honeywell PTM7950 (Details).

Reaper vs. Hellhound: das fehlt
  • Kleineres Kühlsystem mit 90- statt 100-mm-Lüftern
  • Keine RGB-Beleuchtung
  • Kein zweites BIOS

Es gibt keine Beleuchtung und keine BIOS-Wahl. Taktraten und TDP entsprechen den offiziellen Referenzangaben und damit dem, was im Silent-BIOS der Hellhound, oder aber auch bei der Sapphire Pulse geboten wird – dem direkten Gegenspieler der Reaper.

Modell BIOS GPU-Boost TDP (Telemetrie) TDP (gemessen)
Asus TUF Gaming Performance 2.650 MHz 237 W (-30 %/+10 %) 235 W
Quiet 2.330 MHz
PowerColor Hellhound OC 2.590 MHz 230 W (-30 %/+10 %) 227 W
Silent 2.520 MHz 220 W (-30 %/+10 %) 217 W
PowerColor Reaper Default 2.520 MHz 220 W (-30 %/+10 %) 220 W
Sapphire Pulse Default 2.520 MHz 219 W (-30 %/+10 %) 220 W
Sapphire Pure Default 2.700 MHz 245 W (-30 %/+10 %) 247 W
XFX Quicksilver OC left 2.700 MHz 245 W (-30 %/+10 %) 245 W
right
AMD Referenz 2.520 MHz 220 W
Die Eckdaten der PowerColor Radeon RX 9070 Reaper

Wie sich das Reaper-Design gegen die hauseigene Hellhound und die Sapphire Pulse schlägt, klären die Benchmarks und Messwerte auf der folgenden Seite.

Technische Eckdaten im Vergleich

Merkmal Asus TUF Gaming PowerColor Hellhound PowerColor Reaper Sapphire Pulse Sapphire Pure XFX Quicksilver
Karte PCB-Design Asus PowerColor Sapphire Sapphire XFX
Länge, Breite 33,0 cm, 14,2 cm 32,7 cm, 12,8 cm 29,5 cm, 11,0 cm 28,5 cm, 13,3 cm 32,2 cm, 13,4 cm 34,8, 14,3 cm
Stromversorgung 2 × 8 Pin
Kühler Design Asus TUF,
3,2 Slot
PowerColor Hellhound,
2,0 Slot
PowerColor Reaper,
2,0 Slot
Sapphire Pulse,
2,5 Slot
Sapphire Pure
3,0 Slot
XFX Quicksilver,
3,5 Slot
Kühlkörper Honeywell PTM7950
Kupferbodenplatte
Heatpipes
Alu-Radiator
RGB Seite Backplate (Auge)
Ende (Streifen)
(Türkis)
Seite Seite (weiß)
Gewicht 1.450 g 1.076 g 817 g 1.011 g 1.227 g 1.528 g
Lüfter 3 × 100 mm (axial) 3 × 100 mm (axial) 3 ×90 mm (axial) 2 × 100 mm (axial) 3 × 100 mm (axial) 3 × 95 mm (axial)
Lüfter abgeschaltet (2D) Ja
GPU-Boost (BIOS 1/2) 2.650/2.650 MHz 2.590/2.520 MHz 2.520 MHz 2.520 MHz 2.700 MHz 2.700/2.700 MHz
Speicher 20 Gbps
Speichergröße 16 GB GDDR6
Leistungsaufnahme TDP (BIOS 1/2) 235/235 Watt 230/220 W 220 W 220 W 245 W 245/245 W
Max. TDP +10 %
Anschlüsse 3 × DisplayPort 2.1b UHBR13.5
1 × HDMI 2.1b
2 × DisplayPort 2.1b UHBR13.5
2 × HDMI 2.1b
3 × DisplayPort 2.1b UHBR13.5
1 × HDMI 2.1b
UVP 809 Euro ? Euro 629 Euro 739 Euro 709 Euro

Testsystem und Testmethodik

Abweichend vom bekannten GPU-Testsystem 2025 wurde für den Test der Custom-Designs ein neues System aufgesetzt. So kann in diesen hitzigen Wochen verhindert werden, dass sich Launch-Reviews einer neuen Klasse und die Tests der Custom-Designs in die Quere kommen.

Custom-Design-Tests in einem anderen Gehäuse

Auch im Custom-Design-Testsystem sitzt ein AMD Ryzen 7 9800X3D (Test) mit DDR5-6000, das Gehäuse ist aber ein gänzlich anderes: Statt des Fractal Design Torrent kommt das Fractal Design Meshify 2 zum Einsatz – ausgestattet mit sechs Lüftern (zwei vorne (einblasend), drei im Deckel, einer hinten (alle ausblasend)). Alle Gehäuselüfter werden mit konstant 800 U/min betrieben, was kaum wahrnehmbar ist. Die Steuerung erfolgt über einen Corsair Commander Pro respektive Corsair iCUE (Download).

Die sechs Gehäuselüfter laufen mit 800 U/min, der Lüfter auf dem CPU-Kühler mit 1.000 U/min
Die sechs Gehäuselüfter laufen mit 800 U/min, der Lüfter auf dem CPU-Kühler mit 1.000 U/min

Der Lüfter auf dem CPU-Kühler, ein Noctua NH-U12S Redux rotiert mit 1.000 Umdrehungen pro Minute.

Alle Tests und Benchmarks werden in diesem Setup gefahren, nur die Messung der Lautstärke erfolgt im Anschluss mit deaktivierten Lüftern isoliert für die Grafikkarte (30 cm Abstand von der Seite bei offener Seitentür mit zuvor ermittelter Drehzahl unter Last).

Es werden im Test jeweils beide verfügbaren BIOS-Versionen getestet. Dafür wird die Grafikkarte (wie im Standard Testparcours) für 30 Minuten in Metro Exodus Enhanced Edition in UHD bei maximalen Details und geschlossener Gehäusewand betrieben. Nach 5 Minuten wird ein Benchmark ausgeführt. Im Anschluss werden das Benchmark-Ergebnis und die Messwerte für Temperaturen, Drehzahlen, Taktraten und Verbräuche protokolliert.

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