AMD Strix Point im Test: Das Asus Zenbook S16 (UM5606) im Test
2/3AMD hat sich für das Asus Zenbook S16 entschieden, um Medien zu demonstrieren, was Strix Point mit Zen-5-Kernen und RDNA 3.5 im Notebook zu leisten imstande ist. Dass das keine falsche Entscheidung war, beweisen die hochwertige Aufmachung und umfangreiche Ausstattung des Notebooks, das hierzulande zu Preisen ab 1.699 Euro angeboten wird. Das ist aber nicht das einzige Notebook, das mit AMD Strix Point bereits im Preisvergleich zu finden ist. Asus ist aktuell aber zumindest der einzige Anbieter.
Asus bietet Strix Point in neun Notebooks an
- Asus Vivobook S14 (M5406)
- Asus Vivobook S15 (M5506) (noch nicht gelistet)
- Asus Vivobook S16 (M5606) (noch nicht gelistet)
- Asus Zenbook S16 (UM5606)
- Asus ProArt PX13 (HN7306)
- Asus ProArt P16 (H7606)
- Asus ROG Zephyrus G16 (GU605)
- Asus TUF Gaming A14 (FA401)
- Asus TUF Gaming A16 (FA608)
Zenbook S16 kommt in zwei Konfigurationen
Asus bietet das Zenbook S16 im deutschen Handel derzeit in zwei Konfigurationen an: für 1.699 Euro und für 2.099 Euro. Die technischen Unterschiede sind bei Prozessor, RAM und SSD zu finden, außerdem stehen jeweils zwei Farben zur Auswahl: Grau (Zumaia Gray) und Weiß (Scandinavian White) – letztere Ausführung verwendet das Testgerät.
Startpreis liegt bei 1.699 Euro
Das Modell für 1.699 Euro kommt mit AMD Ryzen AI 9 365, 24 GB LPDDR5X-7500 und 1-TB-SSD, die Variante für 2.099 Euro mit AMD Ryzen AI 9 HX 370, 32 GB LPDDR5X-7500 und 2-TB-SSD. Die weitere Ausstattung fällt identisch aus, wie die Tabelle verdeutlicht.
Technische Daten des Asus Zenbook S16
Asus Zenbook S16 (UM5606) | ||
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Display | 16", 2.880 × 1.800 (16:9), OLED, 120 Hz, DisplayHDR True Black 500, 100% DCI-P3, Pantone Validated, Glossy, Touch | |
CPU | AMD Ryzen AI 9 365, bis zu 5,0 GHz 10 Kerne, 20 Threads (4 × Zen 5 , 6 × Zen 5c) TSMC 4 nm FinFET 28 W Standard-TDP, 15-54 W cTDP |
AMD Ryzen AI 9 HX 370, bis zu 5,1 GHz 12 Kerne, 24 Thread (4 × Zen 5 , 8 × Zen 5c) TSMC 4 nm FinFET 28 W Standard-TDP, 15-54 W cTDP |
iGPU | AMD Radeon 880M (RDNA 3.5, 12 CU, 2.900 MHz) | AMD Radeon 890M (RDNA 3.5, 16 CU, 2.900 MHz) |
NPU | AMD XDNA, 50 TOPS | |
RAM | 24 GB LPDDR5X-7500 | 32 GB LPDDR5X-7500 |
SSD | 1 TB | 2 TB |
Akku | 78 Wh, USB-C-Netzteil mit 65 Watt | |
Anschlüsse | 2 × USB-C 4.0, 1 × USB-A 3.2 Gen 2, 1 × HDMI 2.1, 1 × 3,5-mm-Klinke, 1 × SD 4.0 | |
Drahtlos | Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4 | |
Webcam | FHD-Kamera mit IR-Funktion für Windows Hello | |
Abmessungen | 353,6 × 243,0 × 11,9-12,9 mm | |
Gewicht | 1,50 kg | |
Betriebssystem | Windows 11 Home | |
Farben | Grau (Zumaia Gray), Weiß (Scandinavian White) | |
Preis (UVP) | 1.699 Euro | 2.099 Euro |
Viel Notebook auf wenig Volumen
Es ist bemerkenswert, wie es Asus geschafft hat, so viel Notebook auf so wenig Volumen zu packen. Der Begriff „16-Zoll-Notebook“ hört sich zunächst nach deutlich mehr an, als Asus mit lediglich 1,5 kg auf den Tisch stellt. „Ceraluminum“ nennt Asus die Mischung aus Aluminium und Keramik, die für die leichte Bauweise und dennoch ein stabiles Chassis sorgt, das darüber hinaus mit einer rundum hochwertigen Verarbeitung überzeugt.
Flache Bauweise mit zwei Lüftern und 33 Watt TDP
Das Zenbook S16 ist aber nicht nur leicht, sondern baut mit 11,9-12,9 mm auch sehr flach. Nimmt man es in die Hand oder steckt es in den Rucksack, hinterlässt es eher den Eindruck eines 13-Zoll-Notebooks. Die flache Bauweise bedingt auch im Inneren ein ausgeklügeltes Design, von der Platine mit Prozessor und verlötetem RAM, flacher Vapor Chamber und zwei sehr schmalen Lüftern bis zu Frisch- und Abluft über Öffnungen oberhalb der Tastatur, unten im Chassis und hinten am Scharnier. In dem dünnen Notebook lässt Asus den Ryzen AI 9 HX 370 mit maximal 33 Watt cTDP (Standard: 28 Watt) laufen. AMD selbst bietet den Chip mit cTDP von 15-54 Watt an.
Großer Pluspunkt sind die vielen Anschlüsse
Keinerlei Einschränkungen gibt es bei den Anschlüssen, denn mit 2 × USB-C 4.0, 1 × USB-A 3.2 Gen 2, 1 × HDMI 2.1, 1 × 3,5-mm-Klinke und einem vollwertigen SD-4.0-Cardreader ist alles an Bord, was ein modernes und zugegebenermaßen hochpreisiges Notebook bieten sollte. Die SSD ist nicht verlötet und kommt im Format M.2 2280.
Riesiges Touchpad, aber mit alter Bauweise
Nicht in das Notebook geschafft hat es hingegen ein Ziffernblock, sodass Excel-Enthusiasten hier nicht auf ihre Kosten kommen. Stattdessen hat sich Asus für ein symmetrisches Layout des Eingabebereichs entschieden, der eine beleuchtete Tastatur mit einem riesigen Touchpad vereint. Auf der Tastatur tippt es sich relativ weich, aber angenehm und treffsicher, wobei der Redaktion für den Test lediglich ein Modell mit US-Layout vorlag. Das Touchpad weist gute Gleiteigenschaften auf und lässt sich damit gut für die vielen Windows-Gesten nutzen, das eigentliche Klicken fühlt sich aber etwas hölzern und nicht der Preisklasse entsprechend an. Außerdem kommt beim Zenbook S16 weiterhin ein klassisches, mechanisches Touchpad zum Einsatz. Ein haptisches Touchpad, so wie es Surface Laptop 7 oder alle MacBooks nutzen, wäre auch bei Asus angebracht gewesen.
Das OLED-Display ist schlichtweg hervorragend
In die Vollen geht der Hersteller dann allerdings wieder beim Bildschirm, der auf großen 16 Zoll eine hohe Auflösung von 2.880 × 1.800 Bildpunkten im für Medien optimierten 16:9-Format erreicht, die ab Werk unter Windows 11 mit einer 200-Prozent-Skalierung dargestellt werden. Asus setzt dabei auf ein Panel des Typs „Lumina OLED“, das aber keine Eigenentwicklung ist, sondern für ein OLED-Panel hoher Güteklasse stehen soll. Das Werbeversprechen geht mit Features wie DisplayHDR True Black 500, Dolby Vision, 100 Prozent DCI-P3-Abdeckung (Delta E < 1), Pantone Validated sowie 120 Hz auf.
Garantie deckt auch OLED-Einbrennen ab
Asus' Garantie von zwei Jahren für das Notebook deckt auch potenzielles Einbrennen des OLED-Panels ab, sofern in den Einstellungen der MyAsus-App der standardmäßig aktivierte Pixel Refresh und das Pixel Shifting nicht manuell durch den Nutzer deaktiviert wurden. Sofern das berücksichtigt wird, führt Asus einen kostenloses Paneltausch durch.
HDR-Helligkeit übertrifft VESA-Vorgaben
Asus selbst gibt bis zu 550 cd/m² für den Bildschirm an, gemessen hat die Redaktion 575 cd/m² im Vollbild. Damit sind die Vorgaben der VESA für DisplayHDR True Black 500 mehr als erfüllt. Beachten muss man lediglich, dass Windows 11 dafür über die Systemeinstellungen in den HDR-Modus versetzt werden muss. Im standardmäßigen SDR-Betrieb ließen sich im Durchschnitt von neun Messbereichen 372 cd/m² ermitteln. Dank des OLED-Panels erfolgt die Ausleuchtung äußert gleichmäßig mit einer Abweichung von im schlechtesten Fall 1 Prozent, was lediglich 5 cd/m² entspricht.
Glossy-Bildschirm wegen Touch-Unterstützung
Wenn man unbedingt etwas am Bildschirm kritisieren möchte, dann ist es die Glossy-Oberfläche, doch kommt diese zugleich dem subjektiven Kontrast und der Farbbrillanz zugute. YouTube-Inhalte in HDR sehen fantastisch auf dem Zenbook S16 aus. Außerdem handelt es sich um einen Touch-Bildschirm, der sich nun mal am besten mit Glasabdeckung bedienen lässt. Asus setzt auf das für Notebooks entwickelte Gorilla Glass „NBT“.
Lange Laufzeiten für Office und Streaming
Asus rüstet das Zenbook S16 mit einer 78 Wh großen Batterie aus, für die die Redaktion im Procyon Battery Life Benchmark unter Verwendung von Microsoft 365 mit den Anwendungen Word, Excel, PowerPoint und Outlook eine Laufzeit von 10:32 Stunden erreicht hat. Der Bildschirm war dabei auf eine Helligkeit von 200 cd/m² kalibriert. Das gleiche gilt für das YouTube-Streaming in 4K30 über WLAN, das für 11:30 Stunden möglich war. Laden lässt sich das Notebook über ein 65-Watt-USB-C-Netzteil.