antibiotika bei zahnentzündung präventiv ?

BlubbsDE schrieb:
Und meint durch ein bisschen Google Suche dem Arzt überlegen zu sein.

das habe ich so nicht behauptet. wenn man schmerzen hat (egal wo), dann ist so ein antibiotikum ein segen. ich bin aber schmerz- und symptomfrei und ich habe keine lust mir meine darm- und hautflora abzuschiessen wenn es nicht wirklich sein muss. das veruche ich am montag über die zweite meinung herauszukriegen. auch ein arzt ist ein mensch und macht mal fehler.
 
Wie schon hier erwähnt ob du schmerzen hast oder nicht spielt hier keine Rolle.
Innere Sachen kannst du nichtmal erahnen, wenn es schmerzt ist es eh schon zu spät.
Ich rate dir nur dazu deinem Arzt zu sagen das du das Zeug nicht wie abgemacht eingenommen hast.
Der muss auch drauf vertrauen das die Patienten sich daran halten.
Hinterher ist das Geschrei dann groß.
Oder du lernst was aus der Geschichte wenn dir hinterher die Fresse brennt weil du anderer Meinung warst^^
 
...das habe ich so nicht behauptet. wenn man schmerzen hat (egal wo), dann ist so ein antibiotikum ein segen....
Nö, dann sind Schmerzmitterl ein Segen. Antibiotika sind ein Segen wenn man eine bakterielle Infektion hat, mit der der eigene Körper nicht so ohne Weiteres fertig wird.
Ich bin Krankenpfleger seit über 25 Jahren. Ich habe sehr viel Erfahrungen mit Entzündungen uind Infektionen. In meinen Beiträgen wurde Dir alles Wichtige und Richtige mitgeteilt. Du kannst jeden Arzt dazu befragen und wirst immer genau die gleichen Antworten bekommen. Der Rest ist schlicht und ergreifend Eigenverantwortung.

Deine Hautflora, insofern Du da gesund bist nimmt überhaupt keinen Schaden. Und Deine Darmflora, ja, die kann Schaden nehmen. Das bedeutet dann ein paar Tage Dünnschiss. Da presst Du Dir ein paar Tage Joghurt mit Lebendkulturen rein und alles passt wieder. Oder Du nimmst ein paar Pillen mit Darmbakterien zu Dir.
Und wie Du das Risiko ein paar Tage "Streu- Stuhl" zu haben gegen eine fette Herzmuskel- Entzündung abwägst, das ist einzig und allein Deine Entscheidung. Denn letzteres könnte Dich erwarten, wenn die Keime von Deiner Goschen über die Blutbahn zum Herzmuskel finden.
Und auch da wird jeder Arzt sagen: "Lieber Patient, ioch habe Dich aufgeklärt. Entscheiden musst Du selber!"

Sorry, aber mehr gibt es zu diesem Thema einfach nicht zu sagen.
 
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Hagen_67 schrieb:
Nö, dann sind Schmerzmitterl ein Segen. Antibiotika sind ein Segen wenn man eine bakterielle Infektion hat, mit der der eigene Körper nicht so ohne Weiteres fertig wird.

ich hatte früher schon mal eine zahnentzündung, aber damals mit schmerzen. musste eine woche lang antibiotikum nehmen. das hieß clinda saar 600 mg. da ging alles schief. herzrassen etc.
allerdings waren die schmerzen mit der ersten antibioiukum kapsel schlagartig weg. ich erinnere das noch sehr gut, habe die packung noch in der apothke aufgerissen und dort geschluckt. so stark waren die schmerzen. vielleicht hätte sogar die eine kapsel gereicht. vielleicht wäre mir dann die hölle erspart geblieben.
nun hat mir dieser zahndoc amoxicillin clavulansäure zentiva verschrieben.
ich bin ja nicht total dagegen, aber jetzt eben sehr vorsichtig.
vielleicht bin ich auch nicht der typ für so eine therapie, zu sensible.
 
Ich zitiere mich selber: Mehr gibt es zu dem Thema nicht zu sagen.
 
Was is so schlimm daran ein paar Antibiotika zu schlucken? .. einfach noch ein paar tage nehmen
 
Ich bin kein Zahnarzt sondern Krankenpfleger, bei bakteriellen Infektionen im Mund-Kiefer-Gaumenbereich werden aber je nach Ausprägung oft Antibiotika verabreicht, das Immunsystem ist oberhalb des Halses etwas schwächer, weil dort keine Lymphknoten mehr sitzen, die höchsten sitzen ungefähr am unteren Ende des Ohrs.

Darum werden Verletzungen oder Infektionsherde(v.a. Abszess) dort auch kritisch betrachtet und stellen oft eine Indikation für eine Notfall-OP oder Antibiotikabehandlung dar.

Abgesehen davon wird ungern in ein infiziertes Gebiet operiert (Notfälle wie Abszess, entzündeter Blinddarm oder Gallenblase mal außen vor).
Es wird in der Regel immer versucht erst zu sanieren und dann in gesundes Gewebe zu schneiden, bei Entzündung besteht immer das Risiko, das Bakterien sich verbreiten und infiziertes Gewebe ist schlechter zu bearbeiten (Naht) und heilt deutlich schlechter.

Wenn du Bedenken bei der Therapie deines Arztes hast, dann steht es dir in Deutschland frei, eine zweite Meinung (anderer Facharzt) einzuholen.
 
Eine antibiotische Abschirmung kann vor einer Zahnextraktion durchaus indiziert sein, zum Beispiel als Endokarditis Prophylaxe, bei Diabetikern, bei Patienten die Bisphosphonate bekommen usw. Wenn dein Zahnarzt die Antibiotika verschrieben hat wird es vermutlich einen Grund dafür geben, den kennen wir aber natürlich nicht. Also kann es durchaus gut sein, dass Antibiotika Sinn ergeben obwohl du keine Symptome hast.

Und es stand hier auch schon ein paar mal: Bitte Antibiotika nicht selbstständig absetzen, auch wenn sie Symptome früher verschwinden. Das Ergebnis können sonst antibiotikaresistente Keime sein.
 
mykoma schrieb:
Wenn du Bedenken bei der Therapie deines Arztes hast, dann steht es dir in Deutschland frei, eine zweite Meinung (anderer Facharzt) einzuholen.

das habe ich auch gemacht, sogar eine dritte. jeder zahnarzt sagt etwas anderes. super, oder?

- der erste schaute sich den zahn kurz an und sagte der muss raus. antibiotikum, dann ziehen und 6 wochen später eine brücke installieren. implantat empfiehlt er mir nicht.

- der zweite docteur, eine freundlicher, älterer herr war der meining das der zahn definitiv nicht tot, das ist eine virusentzündung. sowas wie herpes. und er verschrieb mir eine salbe für eine woche, dann sollte es wieder weg sein.

- dritter docteur hat sich alles sehr genau angesehen und zwei röntigenbilder gross und klein gemacht.
sie sagte es seine eine parodontitis und ich müsste zeit meines lebens immer wieder eine zahnreinigung machen. der zahn muss raus plus zwei weissheitszähne. und das dann auch noch in diesem monat. aber immerherin kann das ohne antibiotikum geschehen und das ist mir das wichtigste.

ich weiß allerdings nicht ob sie einfach viel verdienen will, deshalb mehr machen möchte als nötig?
aber wo man auch hingeht, man wird nie ganz ehrlich aufgeklärt. die wahrheit liegt irgendwo dazwischen. unsere großeltern hatten diese sorgen nicht, denn damals war das gesundheitsystem noch staatlich und es wurde sowieso immer nur das minimum gemacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
capitalguy schrieb:
jeder zahnarzt sagt etwas anderes
Zwei Ärzte, zwei Meinungen, ist flapsig dahergesagt, trifft aber hin und wieder zu.

Einige Sachen sind klar und eindeutig, für die meisten Leiden gibt es Richtlinien, sobald deine Beschwerden aber Interpretationsspielraum erlauben, zB durch lückenhafte Diagnostik, gehen die Meinungen aber auch auseinander.

Die Frage, wer wie viel verdient ist in unserem Gesundheitssystem leider nicht unerheblich.
Je mehr Zusatzleistungen angeboten werden (und je penetranter das passiert), desto mehr leidet da bei mir die Glaubwürdigkeit drüber.


Um das bei deinen drei aufzudröseln:
Nr 1 verschreibt Antibiotika (Verdienst für ihn sowie die Apotheke nicht relevant).
Seine Empfehlung ist radikal, erst sanieren, dann extrahieren, er empfiehlt eine Brücke (günstiger) vor einem Implantat (teurer, weiterer Eingriff nötig) und baut keinen zeitlichen Druck auf.
Ohne zumindest ein Röntgenbild ist die Diagnose aber auch ein wenig "auf blauen Dunst" - oder ist er so gut, daß er das nicht braucht?

2. Versucht einen Weg ohne viel Aufwand - für den Patienten der angenehmste, wenn er zu Erfolg führt.
Bei den von dir geschilderten Beschwerden und der Empfehlung zweier anderer Zahnärzte, den betroffenen Zahn zu ziehen, frage ich mich aber, warum er hier kaum Handlungsbedarf sieht - eine lokale Salbe sind im medizinischen Bereich Peanuts, insbesondere im Mund, wo Salben nach kurzer Zeit verschwinden.


3. Führt weitere Bildgebung durch (für die Diagnostik sicher sinnvoll, kann aber auch abgerechnet werden), dazu direkt drei Zahnextraktionen statt einer, unbedingt diesen Monat(Zeitdruck), Zahnreinigung muss regelmäßig gemacht werden(kostenpflichtige Zusatzleistung).
Bei dem hätte ich kein gutes Gefühl, drängt zum Eingriff, möchte dich durch die regelmäßige Zahnreinigung binden und diese auch abrechnen.

Erster wirkt auf mich rational, vielleicht etwas überheblich aber orientiert sich am Status Quo.
Zweiter wirkt eher desinteressiert, keine weitere Diagnostik, oberflächliche Therapie.
Der letzte wirkt wie ein medizinisches Free-2-Play Spiel, kauf doch ein paar Diamanten (oder eine Zahnreinigung) um schneller und bequemer unterwegs zu sein.
 
mykoma schrieb:
Nr 1 verschreibt Antibiotika (Verdienst für ihn sowie die Apotheke nicht relevant).
Seine Empfehlung ist radikal, erst sanieren, dann extrahieren, er empfiehlt eine Brücke (günstiger) vor einem Implantat (teurer, weiterer Eingriff nötig) und baut keinen zeitlichen Druck auf.
Ohne zumindest ein Röntgenbild ist die Diagnose aber auch ein wenig "auf blauen Dunst" - oder ist er so gut, daß er das nicht braucht?

ein kleines röntgenbild hat er auch gemacht, er wollte wissen ob sich die entzündung auch auf andere zähne ausgebreitet hat. sie sei "kurz davor", aber der hat er wohl auch etwas dramatisiert (intonation seiner stimme).
die brücke empfahl er mir, weil ein implantat in meinem knochen nicht gut halten wird.
aber er wollte das ich eine woche ein antibiotikum einnehme. das ist mist. schade das ich sowas nicht vertrage.


mykoma schrieb:
Der letzte wirkt wie ein medizinisches Free-2-Play Spiel, kauf doch ein paar Diamanten (oder eine Zahnreinigung) um schneller und bequemer unterwegs zu sein.

wirkte auf mich auch so. auch die telefonisten rief die ganze zeit bei patienten an um termine für eine zahnreinigung zu vereinbaren. ich denke es gibt inzwischen viele praxen in deutschland die mit professioneller zahnreinigung geld machen. andere zahnärtze empfehlen eine elektrische zahnbürse und das zahnfleisch gut zu massieren, sind aber wohl selten. mit zahnreinigungen kann man besser geld verdienen.
basic eur 120 profi eur 350 und am besten mindestens einmal im jahr.
 
Zum letzten Arzt: nur Röntgenbilder oder auch noch mit einer Sonde um die Zähne rumgestochert? Je nachdem wie tief die Sondierungstiefen sind und wie der Knochabbau auf dem Röntgen kann das durchaus korrekt sein was sie empfiehlt. Hast du denn gar keine Infos bekommen oder erfragt warum die 3 Zähne raussollen? Kann man ja einem Patienten am Röntgen oft gut erklären, auch ohne fachliches Vorwissen. Klingt erst Mal als ob sie eine Paro Therapie empfiehlt und zu der gehört nun Mal das regelmäßige Reinigen der Zähne und Zahnfleischtaschen.

Was der zweite Arzt erzählt ist erstmal schwer nachzuvollziehen. Ist der der Meinung, dass nur das Zahnfleisch irgendwie betroffen ist? Wenn es tatsächlich um den Zahn an sich geht wäre mir keine Salbe bekannt die helfen kann.
 
So viele Zahnärzte hier? Dann will ich Nix gesagt haben,aber schon lustig,dass Andere dafür mind. fünf Jahre studieren und sich ständig weiterbilden. Da ist ein Computerforum natürlich die bessere Anlaufstelle um Rat einzuholen. 🤣 Tja Google weiss Alles oder auch net,wer weiss.
 
moneymaker4ever schrieb:
Zum letzten Arzt: nur Röntgenbilder oder auch noch mit einer Sonde um die Zähne rumgestochert? Je nachdem wie tief die Sondierungstiefen sind und wie der Knochabbau auf dem Röntgen kann das durchaus korrekt sein was sie empfiehlt.
sie hat geschaut wie tief die taschen sind, wenn du das meinst.


moneymaker4ever schrieb:
Hast du denn gar keine Infos bekommen oder erfragt warum die 3 Zähne raussollen?
eigentlich ging es ja nur um in zahn, die beiden anderen sind weissheitszähne. das hat mir auch eine zahnärztin vor 5 jahren empfohlen, aber erst wenn sie scherzen. das tun sie aber nicht.

im prinzip hat der arzt 1 nicht unrecht, ist vielleicht das beste setup.
antibiotikum -> entzüngung weg. leider kann ich sowas nicht nehmen. pech für mich.
 
Hast Du das dem ersten Zaharzt gesagt, dass du das Antoibiotikum nicht nehmen kannst?
ich hab vor langer Zeuit auch mal Allergisch gegen Penilicin reagiert, das wurde vor ein paar Jahren mittels Alergietest getestet ob das immernoch so ist. Medikamente werdne ja schließloich weiterentwickelt und angepasst. fazit: ich bin nicht mehr dagegen allergisch.
hast Du auch eine allergie gegen einen (oder mehrere) Wirk oder Inhaltsstoffe?
 
Also wenn Ärztin 3 geröntgt hat und die Tasche tiefen bestimmt hat und zum Ergebnis kommt, dass du Parodontitis hast, dann solltest du das auch behandeln lassen. Muss ja nicht bei der Ärztin sein, wenn du dich da (finanziell) nicht gut aufgehoben fühlst. Aber Parodontitis kann nunmal zum Knochenverlust führen und irgendwann dazu, dass die Zähne keinen richtigen halt mehr im Knochen haben.

Zu dem Ursprünglichen Problemzahn: 2 von drei scheinen sich ja einig zu sein dass der raus muss 😁

Von dem was du so bisher geschrieben hast hört sich für mich Ärztin 3 am besten an. Hauptsächlich weil die anderen gar nix zur Parodontitis gesagt haben. Ob die Weisheitszähne raus müssen kann man natürlich jetzt schwer bewerten, aber auch wenn die keine Schmerzen bereiten kann es sinnvoll sein die zu ziehen. Wie gesagt, kann man aus der Ferne schlecht einschätzen warum die Ärztin da Druck macht
 
S.a.M. schrieb:
Hast Du das dem ersten Zaharzt gesagt, dass du das Antoibiotikum nicht nehmen kannst?

das hat ihn nicht interessiert, er behandelt nicht a la carte. das ist aber auch ein angestellter zahnarzt in einer verbandspraxis, die arbeiten nach einem schema.


S.a.M. schrieb:
ich hab vor langer Zeuit auch mal Allergisch gegen Penilicin reagiert, das wurde vor ein paar Jahren mittels

bei mir war es das zahnantibiotikum clinda saar 600 mg. ich bekam davon herzrasen, schlaflosigkeit, bluthochdruck. inzwischen schlafe ich wieder sehr gut, habe kein herzrasen und der blutdruck ist eher zu niedrig, aber nicht zu hoch. ich weiß nicht warum, aber ich erinnere mich das der zahnarzt damals zu mir sagte ich darf in der zeit nicht rauchen und kein alkohol trinken, das mache ich sowieso nicht. aber von sport sagte er nichts und ich hatte es in dieser therapie mal bunt getrieben. laufen, radfahren, schwimmen und liegestütze. vielleicht war das der fehler? ich habe in dieser zeit auch ungewollt 20 kg gewicht verloren, dabei saß ich in dieser zeit (5 monate nach dem antibiotikum) eigentlich nur am pc. bin deshalb sogar eine woche im spital gewesen, aber alle untersuchungen blieben ohne befund. also zahnantibiotikum, lieber nicht.



moneymaker4ever schrieb:
Wie gesagt, kann man aus der Ferne schlecht einschätzen warum die Ärztin da Druck macht

um die entzündung rauszukriegen nehme ich an, zumindest die akute.
 
Zuletzt bearbeitet:
capitalguy schrieb:
auch ein arzt ist ein mensch und macht mal fehler.
Das ist Unsinn hoch 3, die Einnahme vor solch einer Behandlung ist gängige Praxis. WG ein paar Antibiotika Pillen machst du dir deine Darmflora nicht kaputt. Als medizinischer Laie solltest du vlt das machen, was dir dein Arzt sagt, Wenn du nämlich Pech hast, kann die op nicht durchgeführt werden....
 
ich habe jetzt gesehen das es auch leute gibt, die aus welchen gründen auch immer kein antibiotikum einnehmen dürfen und denen wird der zahn unter vollnarkose im spital gezogen. es geht also doch!
das problem das der ambulante zahnarzt hat, er kann oder darf nicht einen in einen entzündeten zahn spritzen um ihn zu betäuben. warum geht das nicht?
& dann habe ich noch antibiotika als saft gesehen, sogar mit geschmack. das klingt doch gut. warum wird einem so was nicht verschrieben? dann gibt es viel weniger palaver.
 

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