Brandschutztresor für Backups?

Skudrinka

Fleet Admiral
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Sep. 2008
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Guten Morgen,

momentan mache ich mir (mal wieder) Gedanken um die Handhabe meiner Backups.
Es gibt 3 Kopien, eine davon habe ich außerhalb der Wohnung/Haus, an einem anderen Standort aufbewahrt.
Dieses ist allerdings etwas umständlich und kann kaum einschätzen, wie sicher diese Aufbewahrung gegen Diebstahl ist. - Der Gedanke dahinter, meine Backups sind nicht verschlüsselt.
Immer mal wieder kam auch die Überlegung auf, eine Kopie in einem Bankschließfach aufzubewahren. - Doch kostet dies Jährlich eine Summe X und auch Bankschließfächer sind hier umständlich.

Daher die Überlegung alle Kopien doch am eigenen Standort aufzubewahren, in einem Brandschutztresor.
Auch hier spielt der Finanzielle Rahmen eine Rolle.
500€ ist hier absolute Schmerzgrenze.

Habe mal mich ein wenig umgeschaut und bin auf den "Quadriga Fire 2" gestoßen.
Preislich bei unter 400€ in Ordnung.
Einbruchschutz:
Zertifiziert Widerstandsgrad S2 nach EN 14450, ECB-S (Frankfurt am Main).

Feuersicherheit:
Zertifiziert 30 Minuten LFS 30 und EN 15659, Feuerschutz für Papier und Dokumente.
Umlaufende Spezialdichtung in der Tür zum Brandschutz und Schutz vor Löschwasser oder Löschschaum.

Wiegt 60Kg, also genügend damit er nicht mal eben unter den Arm geklemmt werden kann - zudem soll er ordentlich verankert werden.

Selber ist mir das Risiko bewusst, dass es schief gehen kann, dass Original sowie Backups an einem Standort zu haben.
Eine Cloud kommt bei der Datenmenge nicht in Frage.

Ich denke, dass ich mich gerade zwischen einem Bankschließfach (45€ im Jahr) oder einem eigenen Tresor entscheiden mag?!

Dazu hätte ich von euch gerne Meinungen und Anregungen.

Vielen Dank!
 
321 Regel beibehalten, also Bankschließfach oder Tresor NICHT in der eigenen Wohnung. Eventuell über Backupverschlüsselung nachdenken.
 
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Naja eigener Standort und alle Backups dort bedeutet immer Risiko. Klar kann ein Tresor was helfen. Da musst du aber halt genau schauen was der kann und was dann letztendlich am Schluß falls alles abbrennen würde raus kommt.
Z.B. ich wohn im 3 Stock wenn das ganze Haus mal Brennen würde dann würde da glaub so ein Tresor im 3 Stock nicht viel bringen.

Dagegen ist halt ein Bankschliesfach einfach ganz wo anders ukd somit sicherer.

Zudem wieso umständlich? Wie odt willst du den das sichern. Bei mir ist es z.Z. alle halbes Jahr wo ich das dann zu meinen Eltern bringe.
Das andere liegt im Keller.

Und letztendlich bringt es dir nichts am Tresor zu sparen wenn dir die Daten sehr wichtig sind.
 
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Bei einem Budget von 500 EUR brauchst Du erst gar nicht mit der Suche anfangen.
Da fehlt mindestens noch eine Null!

Welches Volumen soll geschützt werden. Temperatur (z.B. > 1.200°C), Zeitdauer (24 Stunden)?
Ist Wasser ein Problem (Löschwasser)?
Sind Explosionen (Bombe, Gasunfall) ein Problem?

Wir haben mal einen solchen Raum für eine lokalen Versorger mitgeplant. Ganz schnell wurden die Anforderungen reduziert.

Es gibt auch Lagerräume zum mieten. Da kann man auch andere Sachen unterbringen. Ist meist billiger.
 
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Du bist bereits mit 3-2-1 unterwegs. Das allein erfordert ja eine gewisse Disziplin. was du ja bereits weisst ("etwas umständlich").
Wenn ich etwas forciere, kommt deine Überlegung betreffend auch (nicht nur) aus einer gewissen Bequemlichkeit.
Die von dir ausgesuchte Lösung bietet einen Brandschutz von 30 Minuten, für knapp 500 Euro.

Da würde ich nun die Frage der Verhältnismässigkeit stellen:
  • entspricht 11 Jahren Bank-Safe
  • bietet im Fall eines Brandes keine wirkliche Sicherheit (30 min ....)
  • löst das Problem der Verschlüsselung nicht
  • erfordert aber weiterhin regelmässige 'Botengänge'

Bei dieser Ausgangslage stellt sich m.E. wirklich die Frage, ob du nicht prioritär das 'Problem' der Verschlüsselung angehen solltest, weil es nachfolgende Probleme relativiert. Ob du dann die "SiSiKo" (SicherheitsSicherheitsKopie) in einem Bankfach hinterlegst oder weiterhin an einem andern Standort aufbewahrst, ist dann bei dieser Betrachtung zweitrangig.

Und last, but not least: Bei 3-2-1 ist auch die Wahrscheinlichkeitsrechnung dein Freund :)
 
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Du hast Bedenken wegen Diebstahls in der Wohnung deiner Eltern.
Was nützt dir ein Tresor in deiner oder in einer anderen Wohnung?
Tresore sind dazu da, geknackt zu werden.
Vor allem die Billigheimer taugen nichts.
Und ein Tresor muss unauffindbar installiert werden, denn Tresore wirken zu verlockend auf Einbrecher.

Wenn die Daten grundsätzlich niemand außer dir sehen darf: Bankschließfach.

Geht es dir nur grundsätzlich um den totalen Verlust der Daten, ist die Aufbewahrung bei deinen Eltern ausreichend, da es unwahrscheinlich ist, dass zeitgleich bei dir und deinen Eltern die Daten durch Diebstahl oder Feuer verschwinden.
 
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Ihr habt schon Recht.
Ich sollte die 3-2-1 Regel nicht brechen, nicht aus Bequemlichkeiten.
Natürlich sind 500€ für einen Tresor kein Geld und man bekommt das, was es kostet..

Dann werde ich doch den Weg über ein Bankschließfach gehen.
zazie schrieb:
entspricht 11 Jahren Bank-Safe
Genau das ist es!

Wegen der Verschlüsselung bin ich auch nicht konsistent - Zwar ist der Server vollverschlüsselt, aber die Backups nicht. (Sicherheitsbedenken bezüglich fehlerhafter Verschlüsselung - dem Risiko entgehen wollen, aus Gründen nicht mehr heranzukommen)
Nach Jahren der eigenen Erfahrung aber, ist dm-crypt super stabil. - Selbst bei sehr schlechten SMART-Werten konnte ich die Platten immer entschlüsseln.
Daher werde ich als erstes die Backups nach und nach verschlüsseln.

Werde dann versuchen an einem Bankschließfach zu kommen - glaube dass hier nicht immer welche verfügbar sind?!

Ihr habt mir sehr geholfen! - Vielen Dank!
 
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also der baumarkt hat fertig steine mit hohlraum in der mitte

wenn das durchbrennt dann hätte der tresor auch nicht geholfen
 
Skudrinka schrieb:
Sicherheitsbedenken bezüglich fehlerhafter Verschlüsselung - dem Risiko entgehen wollen, aus Gründen nicht mehr heranzukommen)
Ich setze deshalb auf verschiedene Programme. rclone (crypt), restic, veracrypt. Das Risiko durch die Verschlüsselung doch nicht an die Daten zu kommen schätze ich für mich höher ein, als das eines der Programme eine gravierende, noch nicht gepatchte Lücke aufweißt.

Dazu müssen ja nicht unbedint alle Daten "außer Haus". Die BluRay Sammlung kann man sich wieder beschaffen, die Familenfotos nicht. Daher liegen die zusätzlich (verschlüsselt) in der Cloud. Das das Rechenzentrum und meine Bunde gleichzeitig abfackeln halte ich dann doch für recht unwahrscheinlich.
 
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Nilson schrieb:
Ich setze deshalb auf verschiedene Programme. rclone (crypt), restic, veracrypt.
Ich würde gerne weiterhin bei dm-crypt bleiben wollen, da mein Server unter Debian läuft und dieses somit nativ unterstützt wird.
Bislang habe ich eine eigene Win-VM auf dem Server für die Backups, mit einem eigenen USB-HBA.
Wenn ich jetzt die Backups verschlüssele, dann brächte ich nur eine neue Linux-VM zu erstellen - die Handhabe/der Vorgang wäre dann weiterhin der gleiche. Insbesondere weil es freefilesync auch für Linux gibt.
Das ist klasse!

Ich gehe spielen 🤗
 
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Folge de Hamster Methode. deponier immer eine HDD bei Verwandten und Freunden wenn du zu Besuch bist. Tausch sie beim nächsten mal.
HDDs sind billig
 
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ich habe mal ein Backup auf Micro-SDHC gemacht. Die Dinger sind so klein, die kann man überall gut verstecken! Die muss der Einbrecher dann erst mal finden! -)
 
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Als wir auf der Arbeit noch dezentral aufgestellt waren, und das Backup bei uns auf ein DAT-Karussell lief, haben wir die Bänder immer zur Bank gebracht.
War immer nett und halt so sicher wie es halt geht.
Wenn es keine grundsätzlichen Probleme gibt auf die Bank zu gehen würde ich das auch bevorzugen.
 
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Bankschließfach scheitert doch alleine schon daran, dass die dort liegende Version sehr alt ist oder du sehe oft hin musst.
Im gewerblichen Umfeld bezahlst du halt einen Mitarbeiter dafür bzw. er geht halt 20-40 Minuten früher und tauscht die Bänder.
Wenn du das mal auf 220 Arbeitstage hoch rechnest + Vertretung 30 Tage dann hast du da eine stattliche Summe versenkt.
Und im gewerblichen bereich.muss man auch Verlust und Diebstahl der Bänder berücksichtigen, muss also auch verschlüsselt auf den Bändern liegen.

Aber privat? Damit das Sinn macht müsstest du ja mind. 1x die Woche zur Bank und das bei deren miesen Öffnungszeiten.
 
h00bi schrieb:
Aber privat? Damit das Sinn macht müsstest du ja mind. 1x die Woche zur Bank und das bei deren miesen Öffnungszeiten.
Das ist davon abhängig, wie oft sich die Daten ändern, oder? ;)
Du hast natürlich recht, die Kopie bei Freunden/Familie oder wo auch immer aufzubewahren ist wenn sie verschlüsselt ist, bequemer.
 
Über wie viele TB sprechen wir? Lohnt sich ggf. die Anschaffung eines NAS welches dann bei Freunden oder den Eltern läuft?
 
crashbandicot schrieb:
Lohnt sich ggf. die Anschaffung eines NAS welches dann bei Freunden oder den Eltern läuft?
Nein, dafür ist meine Verbindung zu langsam und eine entfernte NAS kommt für mich nicht in Frage :)
Ergänzung ()

Skudrinka schrieb:
dann brächte ich nur eine neue Linux-VM zu erstellen
Was im übrigen super funktioniert.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Zeit der Eingewöhnung läuft die Mint VM so wie ich mir das vorstelle.
Mint gefällt mir schon jetzt in vielem besser als Windows...
 
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