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NewsBundesnetzagentur: Netzbetreiber dürfen Frequenzen mit Auflagen länger nutzen
Ende dieses Jahres wären für die drei großen Mobilfunknetzbetreiber eigentlich die Nutzungsrechte in den Bereichen 800 MHz, 1.800 MHz und 2.600 MHz ausgelaufen. Die Bundesnetzagentur hat sich jetzt aber für eine Verlängerung der Nutzungsrechte entschieden, die mit Auflagen zum weiteren Ausbau und zugunsten von 1&1 einhergeht.
Na um regelmäßig abkassieren zu können, nur darum geht es. Die Ausbaugeschwindigkeiten sind aber nicht sehr schwer umzusetzen, was sind 2030 schon 50 oder 100MBit? Hier hätte man ruhig 250MBit fordern sollen. Die Betreiber müssen endlich mal anpacken und nicht immer nur fette Gewinne einsacken mit künstlich begrenzter Bandbreite.
Weil man nicht weiß was die Zukunft bringt. Es muss eine Möglichkeit geben diese Frequenzen wieder zu entziehen und diese Möglichkeit muss gleichzeitig einen absehbaren Zeithorizont haben, aber für den Mobilfunkanbieter nicht willkürlich passieren.
Es kannja sein, dass es in 5 Jahren einen Super Einsatzzweck für das 2600Mhz Band gibt, der nichts mit klassischem Mobilfunk zu tun hat, wir aber unbedingt wollen. Jetzt muss es einen Weg geben, dieses Band auf diese neue Technologie umzulegen. Ansonsten könnten die Mobilfunkanbieter alle Frequenzen einfach sammeln.
Der Spruch kommt ja in quasi jedem Thread zu Telekommunikationsnetzen, man verzeihe mir hier deshalb das Vollzitat.
Auch wenn ich sicher kein Fan davon bin, wie das Geschäft inkl. des Ausbaus in Deutschland im Moment läuft, möchte ich doch mal daran erinnern, dass zumindest das Festnetz schon mal staatlich war. Die Bräsigkeit der Bundespost, der absolute Unwille auf sich durchsetzende Technologien umzuschwenken (Post und BTX), der Fakt, dass die Kundenbeziehung nicht mit AGBs sondern Gesetzen geregelt war (z.B. keine Modemfreiheit)... In meiner Erinnerung, waren es gerade die Technik-affinen Nutzer, die der Privatisierung entgegen gesehnt haben. Das Innovationstempo ist danach zumindest deutlich gestiegen. Die Preise sind nach meinem Empfinden und ohne, dass ich jetzt Zahlen rausgesucht habe, danach auch eher runter als hoch gegangen.
Also immer ein wenig vorsichtig was man da fordert. Staatliche Netze lösen Probleme, aber sie schaffen auch wieder andere.
Als Beispiel Tesla (🤮) nutzt non-steering SIM Karten von KPN, die sich in alle Netze einwählen können, abhängig davon was das gerade beste ist. Weswegen sollte das bei anderen anders sein bzw nicht die Möglichkeit haben.
Weil man ja schliesslich weitere Wettbewerber nicht einfach vom Markt fernhalten kann. Das Beispiel 1&1 zeigt genau, dass nur eine regelmässige Neuvergabe der Frequenzen es ermöglicht, dass neue Wettbewerber eigene Netze aufbauen können.
@knoxxi
Ich kenne Tesla nicht. Ist KPN überhaupt ein deutscher Provider? Das ist doch die niederländische Post (inkl. Mobilfunknetz). Wobei: Wenn es eine niederländische SIM-Karte ist, dann ist es ja logisch, dass sie sich nach EU-Roaming-Vorgaben in jedes beliebige Netz in Deutschland einwählen kann (in den Niederlanden dagegen nicht).
Wenn es eine niederländische SIM-Karte ist, dann ist es ja logisch, dass sie sich nach EU-Roaming-Vorgaben in jedes beliebige Netz in Deutschland einwählen kann
Das ist nicht richtig. Ich kann mich zum Beispiel in NL mit meiner Telekom SIM auch nur in die Netze einbuchen mit denen die Telekom eine Kooperation hat.
Wobei: Wenn es eine niederländische SIM-Karte ist, dann ist es ja logisch, dass sie sich nach EU-Roaming-Vorgaben in jedes beliebige Netz in Deutschland einwählen kann
Das muss vom SIM Kartenaussteller individuell mit jedem Landesmobilfunkbetreiber einzeln verhandelt werden Eine generelle Regelung, welche Roaming Netze alle genutzt werden dürfen, gibt es nicht.
Du hast nicht zufällig noch eine Übersicht mit Anbietern im deutschen Grenzgebiet mit Preisen für carrierunabhängige Simkarten? Zählen Smartwatches und Tablets auch als IoT Geräte?
@Metalyzed Nein habe ich nicht. Aber in der Regel sind das Geräte mit fest verbauten SIM Karten. Schau mal was Du zu non-steering SIM findest, als Stichwort sollte es einiges dazu finden.
Bedeutet sie brauchen rein gar nichts machen, weil bis 2030 Zeit, wo dann eh die Nutzungsrechte auslaufen..
Bei den anderen Punkten beteuert man halt, dass man leider ein Jahr im Verzug ist.
2029 bzw. 2030 lesen wir dann, dass die meisten Anbieter ihre Ausbauzusage reißen werden, aber natürlich erst mal wieder keine Strafen verhängt werden (oder lächerlich kleine).
Das weiß man bei den Anbietern jetzt schon, von daher klar: da sagt man zu
Wie will 1&1, auch wenn sie neue Frequenzen bekommen, ein Netz in der nächsten Zeit aufbauen, welches in etwa auf Vodafone Level ist. Das sind Milliarden an Investitionen, ich bezweifle es, dass 1&1 in den nächsten Jahren ein Netz ausbauen kann…
Geht ja um Mobilfunk. Und ob du in nem abgelegenen Waldstück 50, 100 oder 250mbit hast, ist dir egal, wenn du den Notruf wählen willst. Hauptsache Empfang.
Cheers
hamu
Ergänzung ()
SternburgExport schrieb:
möchte ich doch mal daran erinnern, dass zumindest das Festnetz schon mal staatlich war. Die Bräsigkeit der Bundespost, der absolute Unwille auf sich durchsetzende Technologien umzuschwenken (Post und BTX), der Fakt, dass die Kundenbeziehung nicht mit AGBs sondern Gesetzen geregelt war (z.B. keine Modemfreiheit)...
Dein Vergleich hinkt gewaltig. Es gab einen staatlichen Monopolisten, der sowohl das einzige Netz betrieb, als auch als einziger Anbieter ggü dem Endkunden auftrat.
Die Forderung der Verstaatlichung von Infrastruktur geht nicht einher mit der Forderung eines Monopolisten als Anbieter. Es geht darum nicht drei (bald vier) Mobilfunknetze an allen Standorten mehrfach auszubauen. Kostet nur drei/viermal mehr. Wenn es eine Infrastruktur dafür gibt (wie bei Gleisen, Straßen, Stromnetz), die von allen Anbietern gleichwertig genutzt werden kann, wird das dem Wettbewerb zugute kommen. Sowohl Preise der Endkunden werden wahrscheinlich sinken. Als auch der Druck auf den Netzbetreiber für den ausbau von Seiten der Anbieter wird groß genug sein, dass es da keinen Stillstand geben wird.
SternburgExport schrieb:
Also immer ein wenig vorsichtig was man da fordert. Staatliche Netze lösen Probleme, aber sie schaffen auch wieder andere.