Canon 85mm 1.8 als Upgrade zum 50mm an der M50?

Also vielleicht doch erstmal ein anderes 50er testen? Wie gesagt, es ist bei mir WELTEN vom 22er 2.0 entfernt.

IMG_8630.JPG


Dieses ist zum Beispiel mit meinem 50er 1.8 STM gemacht worden.
f 2.2
1/100 sek
ISO 1000
(Ja, ich weiß, dass die Schärfeebene relativ gering ist), aber es geht mir auch um die schlechte Randschärfe.
Außerdem sind chromatische Aberrationen im gesamten Bild, vor allem an den hellen Fahrzeugteilen. Fokus der Kamera stimmt, da es mit dem 22er zu solchen Unschärfen nicht kommt.
 
M.Ing schrieb:
Natürlich sieht dieses Ding dann gegen ein bspw. 55/1.8 Zeiss (welches mal für 999€ UVP am Markt war) kein Land, aber es ist eben auch nicht zehnmal schlechter.
Ergänzung ()

Wenn ich ein Objektiv möchte, das bei Offenblende scharf bis ins Halbfeld ist, dann ist gibt es keine Möglichkeit zu messen wie viel besser das Zeiss ist. Das 50 1.8 ist dann schlicht unbrauchbar.

Ich habe für mein Ziess Loxia 50 F2 eben aus diesem Grund so viel ausgegeben. Denn entweder ich kann Offenblende bedenkenlos verwenden, oder ich kann es nicht. ;)

P/L ist natürlich super, aber wenn ich höhere Ansprüche habe, bringt mir das wenig.

@Unplayable: Schönes Beispiel. Mich persönlich würde das stören....
 
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@zandermax danke dir :). Ich frage mich jetzt nur, ob es einen Versuch wert wäre, einfach ein anderes zu testen, da es ja oft so hoch gelobt wird. Aber das hier sieht eben aus wie mit einem Smartphone aus 2016 geschossen

EDIT: Ich habe jetzt einfach mal ein weiteres 50er STM bestellt. Falls ich in der nächsten Zeit noch günstig an ein 85er kommen sollte, dann werde ich die drei Mal miteinander vergleichen.
 
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DeadEternity schrieb:
s wird Gründe haben warum es noch ein ein EF 50mm f/1.2 L und ein EF 85mm f/1.4 L gibt die exorbitant teuer sind. Ersteres scheint laut Tests, egal ob bei Offenblende oder nicht, derart scharf zu sein, dass es nicht mehr feierlich ist
Also das 50 1.2 ist bei Offenblende extrem schwach: https://www.dxomark.com/Lenses/Cano...unted-on-Canon-EOS-5DS-R---Measurements__1009 Das liegt halt daran dass es schon ein ziemlich altes Modell ist.
Zum 85er gibt es noch keinen Test auf DXO, aber das ist ähnlich neu wie das 35 1.4 II und das ist schon ziemlich gut bei 1.4. Ich denke das 85 wird dann vergleichbar sein.
 
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@Pittiplatsch4 was rechtfertigt dann den Neupreis von 1370€ bei dem Teil ? Gerade auf DXO Mark verglichen, das billige 50er STM ist ja sogar besser als das 50er L. Ist ja furchtbar.
Wenn man nach DXO Mark geht, wäre ja das EF 100mm F/2.0 hier der buy for the buck. Am Crop halt leider schon recht lang.
 
DeadEternity schrieb:
was rechtfertigt dann den Neupreis von 1370€ bei dem Teil

Um im BWL-Bullshitbingo zu kramen: rechtfertigen tun den Preis die Fotografen, die die Linse trotz - oder wegen - ihrer Eigenschaften zu diesem Preis kaufen.

Das kauft sich auch normalerweise nicht der Hobbyknipser, der dann im Lightroom auf 3.200% aufbläst und in den Ecken Pixel zählt, sondern jemand, der genau weiß, was er da bekommt. Das Objektiv ist alt, das Objektiv ist nicht super scharf, aber dafür ist es halt auch das lichtstärkste 50er, welches man für Canon EF bekommt und der Bildlook ist sehr speziell. Grade für Portraitfotografen ist es durchaus nichts schlechtes, wenn ein Objektiv nicht extrem scharf ist - die wenigsten leisten sich für ein Shooting einen professionellen Make-Up-Artist und wenn das Objektiv die Haut leicht glättet, spart das einiges an Lightroom-Kung-Fu.

Das 85/1.2L ist auch so ein Kandidat: extrem teuer, der Autofokus ist so lahm, dass man sich einen Kaffee holen kann, nicht besonders scharf, aber die Bilder, die rauskommen, schauen extrem geil aus.

Der Vergleich hinkt jetzt natürlich, aber kein Mensch kauft sich einen 911er, weil er so spritsparend ist.
 
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@M.Ing ok, jetzt verstehe ich was damit gemeint ist. Ein spezielles Objektiv für spezielle Anwendungen. Also definitiv nicht unbedingt das was der TE sucht.

Ich würde ja sonst mein EF 28 F/1.8 in die Runde schmeißen. Aber das ist laut DXO Mark noch viel schlechter, obschon es bei mir andersrum ist. Anscheinend Lotto, was für eins man bekommt. Vorteil wäre, man hat an APS-C damit ne Normal- Brennweite bzw. den Bildausschnitt einer Normal- Brennweite.
Aber ich wills nicht empfehlen weil es eben Lotto ist. Ich hatte offenbar Glück mit meinem.
Jetzt am Wochenende hab ich damit ein komplettes Festival fotografiert und hatte wesentlich mehr brauchbare Ausbeute als mit dem 50er STM.

@Unplayable wird es eigentlich besser wenn du weiter abblendest auf F/4 oder F/5.6 ?
 
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Die Schärfe ja, die CAs bleiben generell stark vertreten. Aber zum Abblenden habe ich die Linse ja nicht gekauft. Da kann ich auch gleich das Kit mit 45 nehmen
 
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Ja klar, ich frage rein aus Interesse, ansonsten bin ich da bei dir, man kauft sich keine schnelle/lichtstarke Linse, wenn man die ersten paar Blenden für nix verwenden kann.
Ich drück die Daumen, dass es mit einem anderen 50er STM besser wird. So krass ist das bei meinem z.B. nämlich nicht.
 
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Viele legen sich eine Lichtstarke Linse zu und erwarten dann bei offenblende, dass die Fotos bis in die Ecken scharf sind, verkehrte Welt. So was kauft man sich um mit der Tiefenschärfe zu spielen, daß 85/1.2 hat einen ganz besonderen Bildlook, genau wie zb. auch das 135/2, für mich einer der besten Objektive bei Canon, wenn es um Preis/Leistung geht.
 
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Das ist ja genau der Punkt wo Sigma, Sony und vielleicht auch Fuji angreifen:
Oft verwendete Brennweiten völlig neu konstruieren um bei Offenblende mehr Leistung zu bekommen. Wenn man bedenkt, dass die neue A7rIV 60 MPix hat, ist das auch nötig. Denn da läuft man sehr schnell ins Beugungslimit.

Aber warum die alten Planare von Canon derart schlecht sind ist mir einfach ein Rätsel. Das Zeiss Loxia ist ja auch nur ein Planar, aber dieses ist bei jeder Blende besser und muss sich nicht mal so sehr hinter dem 55 1.8 von Sony verstecken. Keine Ahnung was Canon da anders macht als Zeiss.
 
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Blueline56 schrieb:
Viele legen sich eine Lichtstarke Linse zu und erwarten dann bei offenblende, dass die Fotos bis in die Ecken scharf sind, verkehrte Welt.

So krass würde ich mich nicht bezeichnen, aber wenn ich mir ein Objektiv mit 1.4 kaufe, möchte ich nicht, dass die Fotos erst ab 2.8 und drunter verwendbar sind. Verwendbar heißt, eine gewisse Schärfe wenigstens im Zentrum und ein Autofokus, der auch trifft. An ersterem ist mein 50/1.4 von Canon gekränkt, an letzterem scheitern viele Sigma ART-Primes...

Klar ist die Performance bei Offenblende nicht immer so gut wie abgeblendet, das ist auch ok - nur sie sollte halt auch nicht kompletter Mist sein.
 
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Genau das ist auch meine Erwartung/ Meinung
 
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M.Ing schrieb:
[...] AF [...]an letzterem scheitern viele Sigma ART-Primes...
Seit ich mein ART an ner Spiegellosen nutze, bin ich von der Linse komplett überzeugt, weil der AF immer richtig liegt :-)
Habe mir letztens auch das 85/1.8 von Canon zugelegt. Klar kann das nicht mit den ART Objektiven mithalten, dafür ist es erstaunlich kompakt und bezüglich CA und Schärfe war ich positiv überrascht, nach dem was ich davor drüber gelesen hatte. Vielleicht bin ich auch nur nicht so anspruchsvoll🤔
 
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Probleme mit Back/Frontfokus und Fokusshift kenne ich auch nicht mehr, seit ich eine DSLM habe.
Ist halt das alte Leid der DSLRs.
 
Was hat das denn mit DSLRs zu tun wenn ich fragen darf? Normal hängt das doch vom AF System ab, oder? Dabei sollte es doch keine Rolle spielen, ob man jetzt eine DSLR mit z.B. Dual Pixel oder eine DSLM mit Dual Pixel hat, oder irre ich mich?
 
SeppoE schrieb:
Seit ich mein ART an ner Spiegellosen nutze, bin ich von der Linse komplett überzeugt, weil der AF immer richtig liegt

Bei meinen Fujis mit X-Mount Optiken das gleiche - war nie wirklich ein Fan von Primes, weil ich immer Pech mit fehlfokussierten Bildern hatte - mit Mirrorless hat sich das Problem gottseidank gelöst.

Genau das von dir angesprochene Argument wäre für mich aber der Dealbreaker: die ARTs sind so unglaublich schwer und fett, dass ich diese Dinger privat nie verwenden wollen würde. Noch dazu ist der sehr sterile ART-Look je nach Anwendungsfall eh nicht das Optimum - mein Fuji 18/2 wird von den DxO-Junkies meistens als absoluter Dreck bezeichnet, aber der Bildlook ist wirklich schön - und es wiegt etwas über 100 Gramm.

Unplayable schrieb:
Was hat das denn mit DSLRs zu tun wenn ich fragen darf?

Eine DSLR fokussiert durch den Sucher aber über ein externes Modul, und dadurch kann es zu Ungenauigkeiten kommen, wenn dieses minimalst nach vorne oder hinten versetzt ist. Darum darfst du bei vielen Primes erstmal eine Stunde mit dem Microadjustment spielen, bevor du damit bei Offenblende wirklich scharfe Bilder hast. Und diese Anpassung musst du im schlimmsten Fall dann noch je nach Fokusdistanz nochmal umstellen.
 
Wobei deine letzte Aussage "Dual Pixel" == "Dual Pixel" sogar richtig ist.

Im Live View Modus haben einige DSLRs auch keine Probleme mit dem Fokus. Die gibt es nur bei Verwendung des Spiegels / Suchers. Immer wenn direkt "on-chip" fokusiert wird ist alles im grünen Bereich.
 
M.Ing schrieb:
dass ich diese Dinger privat nie verwenden wollen würde. Noch dazu ist der sehr sterile ART-Look je nach Anwendungsfall eh nicht das Optimum - mein Fuji 18/2 wird von den DxO-Junkies meistens als absoluter Dreck bezeichnet, aber der Bildlook ist wirklich schön - und es wiegt etwas über 100 Gramm.

Ja. Und ich nehm Alpecin gegen Haarausfall, weil Laborchef Dr. Klenk es mir rät.

So kannst du halt nur bedingt Argumentieren. Gerade das neue Sigma Art 35 1.2 ist optisch wirklich grandios.
Ich würde es auch nie benutzen, da viel zu groß und schwer. Aber Charakter bedeutet halt meist Schwäche. Das ist keine Auszeichnung...
 
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