Hier seht ihr mal wie euren heiligen Programme die Temperatur errechnen.
Hier ein Artikel aus der PCGames Hardware 11/07, Seite 125 (Autor: Henner Schröder):
“Frage des Monats:
Wie heiß darf meine CPU werden?
Welche CPU-Temperatur ist noch in Ordnung – und wann läuft der Prozessor zu heiß? Das ist eine der meistdiskutierten Fragen in der Overclocker-Szene. Teil des Problems sind die verschiedenen spezifizierten Messwerte – etwas Eindeutiges wie „die Prozessortemperatur“ gibt es nicht.
Die Kerntemperatur an mehreren besonders heißen Punkten im Prozessor wird meist „Tcore“ genannt. Sie wird im Core 2 Duo und in AMD`s Athlon 64 mit internen digitalen Sensoren ermittelt – dazu gleich mehr. Dieser Wert darf nicht verwechselt werden mit der Temperatur an der Oberfläche des CPU-Gehäuses („Tcase“), die sich nur mit externen Sensoren messen lässt. Dies ist die einzige Temperatur, für die Intel und AMD Maximalwerte angeben: Bei den meisten Core-2-Duo-Modellen beträgt sie 60 Grad Celsius, beim Athlon X2mit einer TDP von 89 Watt beispielsweise 70 Grad. Die dritte Temperatur, die auch im BIOS angeben wird, stammt von einer internen analogen Sonde im Sockel. Dieser Wert liegt nah an der Tcase-Temperatur, identisch sind die Zahlen aber nicht.
Warum verwenden nicht einfach alle Tools die digitalen Sensorenwert5e aus dem Kern? Das ist nicht ohne weiteres möglich: Diese Temperatur wird nicht in absoluten Zahlen ausgegeben, sondern als Wert, der in Relation zur maximalen zulässigen Kerntemperatur gesetzt werden muss. Er sagt aus, wie weit die Kerntemperatur noch vom Maximum entfernt ist, bei dem die CPU sich herunterzutakten beginnt. Um die tatsächliche Kernwärme zu errechnen, muss der Maximalwert bekannt sein – und das ist er nicht: Er wird während der Produktion für jedes einzelne Prozessor-Die (Anmerkung von mir: Die = Kern) festgelegt und gespeichert. Auslesen kann man ihn nicht.
Und Core Temp? Das beliebte Tool gibt einen als „Tjunction“ bezeichneten Wert der zulässigen Maximalwerte an, mithilfe der Daten des internen Sensors errechnet es daraus die Kerntemperatur. Das Problem dabei: Der „Tjunction“-Wert ist nur eine Schätzung. Bei aktuellen C2D-Modellen geht Core Temp etwa von einem Maximalwert von 85 bzw. 100 Grad Celsius aus – das muss aber nicht für jedes Exemplar zutreffen. Core-Temp-Werte sind also nur Nährungswerte. Da hilft wohl nur eines: ein Stabilitätstest. Läuft er problemlos durch, ist dem Prozessor offenbar noch nicht zu heiß.“